New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen verzeichnen am Dienstagmittag New Yorker Zeit zurückhaltende Tendenzen. Im Fokus stehen Meldungen aus dem Bankbereich sowie die jüngsten Konjunkturdaten.
Das Defizit beim Handel mit Waren und Dienstleistungen hat sich im November 2008 deutlich verkleinert. So hat sich das Handelsbilanzdefizit um 28,7 Prozent auf 40,4 Mrd. Dollar verringert, während Volkswirte lediglich einen Rückgang auf 51,0 Mrd. Dollar prognostiziert hatten. Das ist das geringste Defizit seit November 2003. Für Oktober wurde der Passivsaldo von vorläufig 57,2 Mrd. auf 56,7 Mrd. Dollar nach unten revidiert.
Der Dow Jones verliert derzeit 0,25 Prozent auf 8.452,63 Punkte, der S&P 500 legt aktuell 0,14 Prozent auf 871,47 Zähler zu. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnet wiederum momentan ein Plus von 0,40 Prozent auf 1.545,00 Punkte.
Der weltweit größte Aluminiumhersteller Alcoa hat am Vorabend traditionell die Berichtssaison eingeläutet und dabei schwer enttäuscht. Der Konzern erlitt im abgelaufenen Quartal einen Nettoverlust von fast 1,2 Mrd. Dollar. Auf bereinigter Basis sah es nicht ganz so düster aus, die Erwartungen der Analysten wurden aber dennoch klar verfehlt. Dagegen sanken die Erlöse weniger stark als befürchtet. Die Aktie knüpfte heute an die schwache Vortagesentwicklung an. Der Wert verliert aktuell mehr als 6,5 Prozent.
Der US-Finanzkonzern Citigroup hat frühere Presseberichte in Zusammenhang mit Verhandlungen über eine Fusion der Brokerage-Sparte Smith Barney mit der zur US-Bankgesellschaft Morgan Stanley gehörenden Vermögensverwaltungssparte bestätigt. Die Aktie gewinnt derzeit mehr als 2 Prozent, während es bei Morgan Stanley 1,7 Prozent nach oben geht.
Daneben richten sich die Blicke auch auf Lexmark. Der Druckerhersteller hat seine Ergebnisprognosen heute vor dem Hintergrund der weltweiten Konjunkturabkühlung nach unten revidiert. Zudem kündigte der Konzern weitere Restrukturierungen an. Aktuell ist hier ein Minus von über 11 Prozent auszumachen.
Anteilsscheine des Grafikchip-Herstellers NVIDIA ziehen angesichts einer Umsatzwarnung leicht an. So werde der Umsatz im Schlussquartal voraussichtlich um 40 bis 50 Prozent unter dem im dritten Quartal des laufenden Fiskaljahres erreichten Wert liegen.
Der angeschlagene Versicherungskonzern AIG gab heute den Verkauf seiner Sparte AIG Life of Canada bekannt. Käufer ist BMO, die Muttergesellschaft der Bank of Montreal. Die Transaktionshöhe wurde auf rund 375 Mio. Kanadische Dollar beziffert. Das Papier von AIG gewinnt aktuell 2,6 Prozent.
Der Dieselmotorenhersteller Cummins wird bis Ende Februar weltweit mindestens 800 Stellen abbauen, um auf die rückläufigen Umsätze zu reagieren. Zusätzlich wird der Konzern die Gehälter für den Rest des Jahres einfrieren, wobei die Gehälter des Managements in 2009 um 10 Prozent gesenkt werden. Die Aktie gewinnt aktuell mehr als ein Prozent. (13.01.2009/ac/n/m)