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18.03.2009 14:54

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Wall Street: Verluste, IBM angeblich an Sun Micro interessiert

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New York (aktiencheck.de AG) - Nach der gestrigen Kursrallye hat die Wall Street zunächst mit Verlusten eröffnet. Der Dow Jones verliert aktuell 0,83 Prozent auf 7.334,05 Punkte. Beim Nasdaq Composite ist ein leichtes Minus von 0,25 Prozent auf 1.458,39 Zähler zu beobachten. Gleichzeitig fällt der S&P 500 um 0,82 Prozent zurück auf 771,74 Punkte.

Das US-amerikanische Leistungsbilanzdefizit wies im Schlussquartal 2008 einen Rückgang aus. Laut Angaben des Handelsministeriums verringerte sich das Defizit um 27 Prozent auf 132,8 Mrd. Dollar, während Volkswirte nur einen Rückgang auf 137,1 Mrd. Dollar prognostiziert hatten. Hierbei handelt es sich um den niedrigsten Stand seit dem vierten Quartal 2003.

Wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte, sind die Verbraucherpreise im Februar gestiegen. Demnach erhöhte sich der Verbraucherpreisindex um 0,4 Prozent. Volkswirte hatten nur einen Preisanstieg von 0,3 Prozent erwartet. Die Kernrate zeigte ein Plus von 0,2 Prozent. Volkswirte waren hier von einem Anstieg um 0,1 Prozent ausgegangen. Ferner wies das Realeinkommen in den USA im Februar erneut einen preis- und saisonbereinigten Rückgang aus. Am Abend steht dann die weltweit mit Spannung erwartete Zinsentscheidung der Fed auf dem Programm.

Die Aktie von Sun Microsystems schießt um rund 65 Prozent nach oben. Einem Pressebericht zufolge steht der Technologiekonzern IBM kurz vor der Übernahme des auf die Bereiche Server und Software spezialisierten Konzerns. Insgesamt könnte die Offerte von IBM bei mindestens 6,5 Mrd. Dollar liegen, was eine Prämie von mehr als 100 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Dienstag beinhalten würde. Anteile von "Big Blue" geben indes rund 3 Prozent ab.

Für Titel von Adobe Systems geht es um gut 4 Prozent nach oben. Der Software-Hersteller musste im abgelaufenen Quartal Einbußen bei Umsatz und Gewinn hinnehmen. Die Erwartungen des Marktes wurden allerdings übertroffen.

Der Softdrink-Hersteller Coca-Cola ist mit seiner geplanten Übernahme von Chinas führendem Saftunternehmen China Huiyuan Juice gescheitert. Wie das chinesische Handelsministerium heute mitteilte, würde die Akquisition im Volumen von 2,4 Mrd. Dollar den Wettbewerb zu sehr einschränken. Papiere von Coca-Cola gewinnen ein knappes Prozent. Die Aktie des Lebensmittelkonzerns General Mills, dessen Gewinn im dritten Quartal gesunken ist und der die Erwartungen vor Einmaleffekten klar verfehlt hat, sackt indes um knapp 8 Prozent ab.

Der Baumaschinenhersteller Caterpillar kündigte heute an, zunächst zusätzlich knapp 2.500 Arbeitsplätze an fünf Standorten in drei US-Bundesstaaten abzubauen. Die Meldung kommt nicht sonderlich gut an, der Wert büßt kurz nach Handelsstart über 2 Prozent ein.

Unternehmensmeldungen:

Der US-Technologiekonzern International Business Machines Corp. (IBM) steht einem Pressebericht zufolge kurz vor der Übernahme der Sun Microsystems Inc. (ISIN US8668102036/ WKN A0M7N9). Dies berichtet das "Wall Street Journal" heute unter Berufung auf informierte Kreise. Laut dem Bericht könnte IBM bereits im Laufe dieser Woche eine Übernahmeofferte für Sun Microsystems vorlegen, wobei ein Scheitern der Verhandlungen jedoch jederzeit mit einkalkuliert werden müsse. Insgesamt könnte die Offerte von IBM bei mindestens 6,5 Mrd. Dollar in bar liegen, was eine Prämie von mehr als 100 Prozent gegenüber dem Sun-Schlusskurs vom Dienstag beinhalten würde.

Die amerikanische Coca-Cola Co. (ISIN US1912161007/ WKN 850663), der größte Softdrink-Hersteller der Welt, kann die geplante Übernahme von Chinas führendem Saftunternehmen China Huiyuan Juice Group Ltd. (ISIN KYG211231074/ WKN A0MK4G) nicht durchführen. Wie das chinesische Handelsministerium heute mitteilte, würde die Akquisition im Volumen von 2,4 Mrd. Dollar den Wettbewerb zu sehr einschränken. Die vom US-Konzern angebotenen Änderungen hätten die Bedenken nicht ausräumen können.

Die Adobe Systems Inc. (ISIN US00724F1012/ WKN 871981) meldete am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen zum ersten Fiskalquartal. Dabei musste der amerikanische Software-Hersteller Einbußen bei Umsatz und Gewinn hinnehmen, konnte aber die Erwartungen der Analysten übertreffen.

Der amerikanische Baumaschinenhersteller Caterpillar Inc. (ISIN US1491231015/ WKN 850598) gab am Dienstag bekannt, dass er zunächst zusätzliche 2.454 Arbeitsplätze an fünf Standorten in drei US-Bundesstaaten abbauen wird, um Kosten angesichts der Wirtschaftskrise zu senken. Demnach wird der Konzern, der bereits im Januar den Abbau von konzernweit rund 20.000 Stellen angekündigt hat, vorerst 2.365 Support- und Management-Mitarbeitern kündigen. Weitere 89 Mitarbeiter müssen Caterpillar dauerhaft verlassen.

Der amerikanische Lebensmittelkonzern General Mills Inc. (ISIN US3703341046/ WKN 853862) meldete heute, dass sein Gewinn im dritten Quartal gesunken ist, was mit höheren Kosten und einem stärkeren Dollar zusammenhängt. Die Jahresprognose wurde indes erneut nach oben korrigiert. Vor Einmaleffekten wurden die Erwartungen klar verfehlt. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 3,9 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem EPS-Ergebnis von 3,87 bis 3,89 Dollar (zuvor: 3,83 bis 3,87 Dollar) vor Einmaleffekten, während die durchschnittliche Marktschätzung hier ein Ergebnis von 3,94 Dollar pro Aktie vorsieht. (18.03.2009/ac/n/m)

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