New York (aktiencheck.de AG) - Belastet von enttäuschenden Konjunkturdaten hat die Wall Street schwächer eröffnet. Der
Dow Jones Industrial Average verliert kurz nach der Eröffnungsglocke 0,42 Prozent und steht bei 11.483,95 Indexpunkten. Der S&P 500 gibt 0,61 Prozent auf 1.277,93 Zähler ab. Beim
Nasdaq Composite ist ein Minus von 0,24 Prozent auf 2.422,80 Punkte auszumachen.
Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, verzeichneten die Verbraucherpreise im Juli einen verlangsamten Anstieg. Demnach erhöhte sich der Verbraucherpreisindex um 0,8 Prozent, nachdem im Vorjahresmonat ein Plus von 1,1 Prozent ausgewiesen worden war. Volkswirte hatten allerdings nur einen Anstieg um 0,4 Prozent erwartet. Die um die volatilen Bestandteile Nahrungsmittel- und Energiepreise bereinigte Kernrate erhöhte sich um 0,3 Prozent. Volkswirte waren hier von einem Zuwachs um 0,2 Prozent ausgegangen. Weiter wurde bekannt, dass sich die Arbeitsmarktsituation in der Vorwoche verbessert hat. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank um 10.000 auf 450.000, während Volkswirte im Vorfeld eine stärkere Abnahme auf 436.000 prognostiziert hatten.
Die Quartalsbilanz des Einzelhandelsriesen Wal-Mart fiel recht erfreulich aus. Der Konzern gab heute bekannt, dass er seinen Gewinn im zweiten Quartal um 17 Prozent steigern und die Gewinnerwartungen damit übertreffen konnte. Ferner wurde die Jahresprognose erhöht. Die Aktie verliert aktuell aber dennoch gut 1 Prozent.
Für Estee Lauder geht es indes um fast 8 Prozent nach oben. Der Kosmetikkonzern hat im abgelaufenen Quartal deutlich mehr umgesetzt und verdient als im Vorjahr. Die Erwartungen des Marktes wurden dabei übertroffen. Nach Ergebnisvorlage ziehen Papiere des Mitbewerbers Elizabeth Arden um über 10 Prozent an. Der Konzern hat im abgelaufenen Quartal die Erwartungen getroffen. Positiv wurde insbesondere der Ausblick aufgenommen. Das vom Nahrungsmittelhersteller J.M. Smucker vorgestellte Zahlenwerk honorieren die Anleger mit einem Plus von fast 3 Prozent.
Unternehmensmeldungen:
Die amerikanische Wal-Mart Stores Inc. , der größte Einzelhändler der Welt, gab heute bekannt, dass sie ihren Gewinn im zweiten Quartal um 17 Prozent steigern und die Gewinnerwartungen damit übertreffen konnte. Zudem wurde die Jahresprognose erhöht. Der Gesamtumsatz kletterte im Berichtszeitraum um knapp 11 Prozent. Für das laufende Quartal prognostizieren Analysten ein EPS-Ergebnis von 76 Cents, während der Konzern selbst ein EPS-Ergebnis aus dem laufenden Geschäft von 73 bis 76 Cents erwartet. Für das laufende Geschäftsjahr hat der Konzern seine EPS-Prognose (laufendes Geschäft) von bisher 3,30 bis 3,43 Dollar auf 3,43 bis 3,50 Dollar angehoben. Analysten sehen hier derzeit einen Gewinn von 3,49 Dollar pro Aktie.
Der US-Kosmetikkonzern Estee Lauder Cos. Inc. (ISIN US5184391044/ WKN 897933) verbuchte im vierten Quartal einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Umsatz im Berichtszeitraum um rund 14 Prozent. Dabei konnte man sowohl auf sämtlichen Absatzmärkten als auch in allen Produktkategorien deutliche Zuwächse verbuchen. Der Nettogewinn lag deutlich über Vorjahresniveau sowie über den Erwartungen der Analysten.
Die Elizabeth Arden Inc. (ISIN US28660G1067/ WKN 858320) musste im vierten Quartal einen Verlust ausweisen. Wie der Kosmetikhersteller heute erklärte, sank der Umsatz im Berichtszeitraum um 2,6 Prozent, während man ohne die Berücksichtigung von Wechselkurseffekten einen Umsatzrückgang von 3,8 Prozent ausweisen musste. Beim Nettoergebnis wurde ein Verlust ausgewiesen, nach einem Nettogewinn im Vorjahreszeitraum. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten hatte der Konzern wie erwartet einen Gewinn verzeichnet. Für das laufende Quartal liegen die Analystenschätzungen bei einem EPS von 3 Cents sowie einem Umsatz von 284,5 Mio. Dollar. Der Konzern selbst erwartet für das erste Quartal ein EPS von 4 bis 8 Cents.
Der amerikanische Nahrungsmittelhersteller J.M. Smucker Co. (ISIN US8326964058/ WKN 633835) meldete heute, dass sein Gewinn im ersten Quartal um 4 Prozent gestiegen ist, was das Ergebnis von Akquisitionen und Preiserhöhungen ist. Die Jahresplanung wurde indes bestätigt. Der Gewinn vor Einmaleffekten lag dabei über den Markterwartungen. Der Umsatz kletterte im Berichtszeitraum um 18 Prozent. (14.08.2008/ac/n/m)