New York (aktiencheck.de AG) - Nachdem die amerikanischen Börsen gestern mit kräftigen Gewinnen geschlossen hatten, weisen sie zu Handelsbeginn am Dienstag vor dem Hintergrund schlechter Unternehmensprognosen und angesichts der jüngsten Restrukturierungsmaßnahmen beim japanischen Sony-Konzern rote Vorzeichen auf. Der
Dow Jones Industrial Average verliert - nach positiven Vorgaben aus Tokio - kurz nach Handelsstart 1,48 Prozent auf 8.801,56 Zähler. Der S&P 500 sinkt um 1,20 Prozent auf 898,79 Zähler. Der
Nasdaq Composite wiederum gibt um 0,80 Prozent auf 1.559,14 Punkte ab.
Auf der Unternehmensseite stehen heute vor allem die gestern nachbörslich gemeldeten Gewinn- bzw. Umsatzwarnungen von Texas Instruments, FedEx und National Semiconductor im Fokus. Aktuell gewinnt die Aktie des weltgrößten Herstellers von Mobiltelefon-Chips 3 Prozent, während National Semi gut 4 Prozent zulegen. FedEx verlieren im frühen Handel 11 Prozent. Ebenfalls schwächere Prognosen gab es gestern bei Broadcom (+5,5 Prozent) und Danaher (- 4 Prozent), wobei der Industriekonzern zusätzlich einen Stellenabbau angekündigt hat. Quartalszahlen veröffentlichte gestern nach Börsenschluss neben National Semi - wo die Erwartungen verfehlt wurden - noch H&R Block (+0,5 Prozent). Dabei hat das Steuerberatungsunternehmen einen deutlich geringeren Verlust erwirtschaftet und die Erwartungen erfüllt. Der Ausblick auf das Gesamtjahr wurde indes bestätigt. Heute gaben Kroger (-7,5 Prozent) und Autozone ihre jüngsten Ergebnisse bekannt, wobei beide die Erwartungen schlagen konnten. Kroger konnte jedoch beim Ausblick auf das laufende Quartal nicht überzeugen. Merck tendieren nahezu unverändert. Der Pharmakonzern hat heute einen Ausblick für das aktuelle und kommende Geschäftsjahr vorgelegt. Ansonsten ist ein Pressebericht interessant, nach dem Ford angeblich Verhandlungen über den Verkauf seiner Marke Volvo an den chinesischen Partner Changan Automobile Group führt. Einem weiteren Pressebericht zufolge waren Topmanager der angeschlagenen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac scheinbar schon frühzeitig über die Risiken der von ihnen vergebenen Hypotheken informiert.
Auf der Konjunkturseite gab es heute bisher keine relevanten Nachrichten. Gestern profitierten die Märkte noch von einer Meldung, dass der künftige US-Präsident Barack Obama ein groß angelegtes Infrastrukturprogramm plant. Der Ölpreis kann sich aktuell etwas erholen und gewinnt leicht hinzu. Damit notiert er etwas unter der Marke von 44 Dollar pro Barrel. Für weitere Impulse könnten die in Kürze zur Veröffentlichung anstehenden geplanten Hausverkäufe sorgen.
Unternehmensmeldungen:
Die Kroger Co. , der größte Lebensmittelhändler in den USA, meldete am Dienstag, dass sie im dritten Quartal einen geringeren Gewinn erzielt hat, was vor allem mit Hurrikan-Kosten zusammenhängt. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen jedoch geschlagen. Die Jahresplanung wurde indes erhöht.
Der US-Pharmakonzern Merck & Co. Inc. (ISIN US5893311077/ WKN 851719) hat einen Ausblick für das aktuelle und kommende Geschäftsjahr vorgelegt.
Topmanager der angeschlagenen US-Hypothekenfinanzierer Federal National Mortgage Association (Fannie Mae) (ISIN US3135861090/ WKN 856099) und Federal Home Loan Mortgage Corp. (Freddie Mac) (ISIN US3134003017/ WKN 876872) waren scheinbar schon frühzeitig über die Risiken der von ihnen vergebenen Hypotheken informiert.
Die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines Inc. (ISIN US2473611083/ WKN 850874) gab am Dienstag bekannt, dass sie mit der American Express Co. (ISIN US0258161092/ WKN 850226) eine bestehende Partnerschaft um mehrere Jahre verlängert hat.
Die AutoZone Inc. (ISIN US0533321024/ WKN 881531), die größte Autoteilekette in den USA, musste für das erste Quartal einen leichten Ergebnisrückgang vorweisen.
Presseangaben zufolge hat das Board des Internet-Medienkonzerns Yahoo! Inc. (ISIN US9843321061/ WKN 900103) hinsichtlich der Empfehlung eines Kandidaten für das Amt des CEO Fortschritte gemacht.
Die amerikanische Broadcom Corp. (ISIN US1113201073/ WKN 913684) hat die Umsatzprognosen für das laufende Quartal nach unten revidiert.
Der US-Logistikkonzerns FedEx Corp. (ISIN US31428X1063/ WKN 912029) hat am Montag nach Börsenschluss seine Prognosen für das Fiskaljahr 2009 nach unten korrigiert.
Die Texas Instruments Inc. (ISIN US8825081040/ WKN 852654) gab am Montag nach US-Börsenschluss bekannt, dass sie ihre Prognosen für das vierte Quartal angesichts einer geringeren Chip-Nachfrage deutlich nach unten korrigiert hat.
Die National Semiconductor Corp. (ISIN US6376401039/ WKN 857469) verbuchte im zweiten Fiskalquartal 2008/09 angesichts geringerer Umsatzerlöse einen Ergebnisrückgang.
Das größte amerikanische Steuerberatungsunternehmen H&R Block Inc. (ISIN US0936711052/ WKN 859376) meldete am Montag nach US-Börsenschluss, dass es im zweiten Fiskalquartal 2008/09 einen deutlich geringeren Verlust erwirtschaftet hat, was vor allem auf den Verkauf seiner Hypothekensparte zurückzuführen ist. Erneut wurde der Ausblick auf das Gesamtjahr bestätigt.
Der angeschlagene US-Automobilhersteller Ford Motor Co. (ISIN US3453708600/ WKN 502391) befindet sich Presseangaben zufolge in Verhandlungen über den Verkauf seiner Marke Volvo an den chinesischen Partner Changan Automobile Group. (09.12.2008/ac/n/m)