New York (aktiencheck.de AG) - Die US-amerikanischen Marktteilnehmer zeigen sich im frühen Handel in bester Kauflaune, was insbesondere auf die überraschend starken Oracle-Ergebnisse zurückzuführen ist. Ungeachtet der am Abend auf dem Terminplan stehenden Zinsentscheidung der Fed verbucht der
Dow Jones kurz nach der Glocke ein Plus von 0,52 Prozent und notiert bei 11.600,79 Punkten, der S&P 500 legt daneben um 0,58 Prozent auf 1.325,90 Zähler zu. Die beste Performance liefert aber die Technologiebörse
Nasdaq ab, hier geht es aktuell um 1,17 Prozent auf 2.248,42 Indexpunkte aufwärts.
Oracle-Aktien preschen im morgendlichen Handel um 11 Prozent nach oben. Der Software-Konzern verbuchte im ersten Quartal einen deutlichen Umsatz- und Gewinnanstieg und konnte die Analystenerwartungen übertreffen. Im Anschluss erhöhten die Analysten der Citigroup ihr Rating von "hold" auf "buy". Deutlich grüne Vorzeichen prägen das Bild ferner bei Papieren der Investmentbank Morgan Stanley, nachdem der Konzern besser als erwartete Ergebnisse präsentierte. Boeing-Aktien zählen ebenfalls zu den Gewinnern und rücken um 1 Prozent vor. Der Flugzeug- und Verteidigungskonzern hat vom U.S. Department of Homeland Security einen Auftrag im Wert von 2,1 Mrd. Dollar erhalten.
Der Gebrauchtwagenhändler CarMax verbuchte im zweiten Quartal einen deutlichen Ergebnisanstieg und hob im Anschluss seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr an, die Aktie reagiert aktuell mit einem satten Kursplus von rund 9 Prozent auf die positive Nachrichtenlage. Anteilsscheine des Elektronikhändlers Circuit City Stores, der im vergangenen Quartal aufgrund der hohen Nachfrage bei Flachbild-Fernsehern einen Ergebnisanstieg verbuchte, legen im frühen Handel 1,5 Prozent zu. Im Pharmasektor profitieren Vertex-Titel von einer Aufstufung durch die UBS und legen knapp 3 Prozent zu.
Die Oracle Corp. hat am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen zum ersten Fiskalquartal 2006/07 veröffentlicht. Dabei konnte der US-Softwarekonzern einen deutlichen Umsatz- und Gewinnanstieg erzielen und die Analystenerwartungen übertreffen. Demnach belief sich der Nettogewinn auf 670 Mio. Dollar bzw. 13 Cents je Aktie, nach 519 Mio. Dollar bzw. 10 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Ohne Einmaleffekte lag das Ergebnis bei 18 Cents je Aktie und damit 2 Cents über den Analystenschätzungen von 16 Cents je Aktie. Der Umsatz erhöhte sich von 2,77 Mrd. Dollar auf nun 3,59 Mrd. Dollar. Damit lagen die Umsatzerlöse oberhalb der Analystenerwartung von 3,47 Mrd. Dollar. Für das laufende zweite Fiskalquartal 2006/07 gehen Analysten von Umsatzerlösen in Höhe von 3,97 Mrd. Dollar und einem Gewinn von 22 Cents je Aktie aus.
Die US-Investmentbank Morgan Stanley (ISIN US6174464486/ WKN 885836) verbuchte im dritten Quartal einen drastischen Gewinnsprung und konnte die Analystenerwartungen deutlich übertreffen. Wie die Investmentbank heute erklärte, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 1,85 Mrd. Dollar bzw. 1,75 Dollar je Aktie, nach 144 Mio. Dollar bzw. 13 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten waren im Vorfeld von einem EPS in Höhe von 1,37 Dollar ausgegangen. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft im dritten Quartal des Vorjahres belief sich auf 1,17 Mrd. Dollar bzw. 1,09 Dollar je Aktie. Die Nettoerlöse verbesserten sich im Vorjahresvergleich von 6,95 Mrd. Dollar auf 7,99 Mrd. Dollar, was einem Plus von 15 Prozent entspricht. Marktbeobachter hatten zuvor Umsatzerlöse von 7,82 Mrd. Dollar erwartet. Für das laufende Quartal liegen die Analystenerwartungen bei einem EPS von 1,48 Dollar sowie einem Umsatz von 8,00 Mrd. Dollar.
Der amerikanische Flugzeug- und Verteidigungskonzern Boeing Co. (ISIN US0970231058/ WKN 850471) hat vom U.S. Department of Homeland Security einen Auftrag im Wert von 2,1 Mrd. Dollar erhalten, um die US-Regierung bei der Sicherung von insgesamt 7.500 Meilen an Landesgrenzen zu Mexiko und Kanada zu unterstützen. Dies berichtet die "Washington Post" heute. Der Zeitung zufolge hat sich Boeing bei der Ausschreibung des US-Heimatschutzministeriums gegen vier Wettbewerber durchgesetzt und letztlich den Zuschlag für den so genannten SBI (Secure Border Initiative)-Vertrag erhalten. Konkret wird der Konzern bei der Vereinheitlichung bestehender Technologien helfen und neue Bewegungssensoren und Kommunikationsausrüstung installieren, damit Grenzbeamte teils schwer überschaubare Grenzgebiete mit Wüsten, Seen und bewaldeten Bergen besser überwachen können. Boeing hat sich bei dem Projekt laut der Zeitung mit der L-3 Communications Holdings Inc. (ISIN US5024241045/ WKN 914398) und der Unisys Corp. (ISIN US9092141087/ WKN 850546) zusammengeschlossen. Das Konsortium setzt dabei auf mehr als 300 Überwachungstürme entlang der Grenzen, von denen einige mit Kameras der israelischen Elbit Systems Ltd. (ISIN IL0010811243/ WKN 904218) ausgestattet werden sollen. Diese Kameras sind in der Lage, Personen in einer Entfernung von bis zu 14 Kilometer und Fahrzeuge auf bis zu 20 Kilometer auszumachen. Zu den Wettbewerbern des Boeing-Konsortiums gehörten die US-Rüstungskonzerne Lockheed Martin Corp. (ISIN US5398301094/ WKN 894648), Northrop Grumman Corp. (ISIN US6668071029/ WKN 851915) und Raytheon Co. (ISIN US7551115071/ WKN 785159) sowie die schwedische Ericsson (ISIN SE0000108656/ WKN 850001), hieß es weiter.
Der Technologiekonzern Hewlett-Packard Co. (HP) (ISIN US4282361033/ WKN 851301), der zweitgrößte PC-Hersteller in den USA, hat Presseangaben zufolge Machbarkeitsstudien zur Einschleusung von Spionen in die Nachrichtenredaktionen zweier Publikationen durchgeführt, um im Rahmen einer Untersuchung eine undichte Stelle in seinem Board zu finden. HP hat in der Vergangenheit nach eigenen Angaben Untersuchungen eingeleitet, um eine unbekannte Quelle innerhalb des Boards zu identifizieren, die seit spätestens 2005 Informationen aus Sitzungen permanent an die Medien übermittelt hatte, ohne dass das Gremium dies genehmigt hätte. Wie die "New York Times" am heutigen Mittwoch berichtet, ist bisher nicht klar, ob die Pläne des Konzern jemals umgesetzt wurden. Als Teil der Pläne habe man die Möglichkeit geprüft, in den Redaktionen des Online-Nachrichtendienstes "CNET" und der Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal" in San Francisco als Büro- oder Reinigungskräfte getarnte Ermittler einzuschleusen.
Der amerikanische Elektronikhändler Circuit City Stores Inc. (ISIN US1727371080/ WKN 863207) verbuchte im zweiten Quartal aufgrund der hohen Nachfrage bei Flachbild-Fernsehern einen Ergebnisanstieg. Wie die Einzelhandelskette heute erklärte, lag der Gesamtumsatz im Berichtszeitraum bei 2,84 Mrd. Dollar, was im Vergleich zum Vorjahreswert von 2,56 Mrd. Dollar einem Plus von 11 Prozent entspricht. Der Nettogewinn verbesserte sich von 1,3 Mio. Dollar bzw. 1 Cent je Aktie deutlich auf 10,0 Mio. Dollar bzw. 6 Cents je Aktie. Der Nettogewinn aus dem fortgeführten Geschäft wurde auf 11,4 Mio. Dollar bzw. 7 Cents je Aktie beziffert. Neben dem deutlich gestiegenen Absatzplus bei Flachbildschirmen hatte insbesondere die gesteigerte Nachfrage nach Computerzubehör zu der Ergebnisverbesserung beigetragen. Analysten hatten zuvor ein EPS von 5 Cents sowie einen Umsatz von 2,82 Mrd. Dollar erwartet. Für das laufende Quartal liegen die Analystenschätzungen bei einem EPS von 7 Cents sowie einem Umsatz von 3,10 Mrd. Dollar.
Der amerikanische Gebrauchtwagenhändler CarMax Inc. (ISIN US1431301027/ WKN 662604) verbuchte im zweiten Quartal einen deutlichen Ergebnisanstieg und hob im Anschluss seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr an. Wie der Konzern heute bekannt gab, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 54,3 Mio. Dollar bzw. 50 Cents je Aktie, nach 37,6 Mio. Dollar bzw. 35 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis beinhaltet dabei positive Einmaleffekte in Zusammenhang mit der Finanzierungssparte des Konzerns sowie Aufwendungen in Zusammenhang mit Aktienoptionen in Höhe von 8 Cents je Aktie. Beim Konzernumsatz verbuchte CarMax einen Anstieg von 1,63 Mrd. Dollar auf 1,93 Mrd. Dollar, was neben einer Zunahme des Filialnetzes auf höhere Absatzzahlen zurückzuführen ist. Analysten hatten zuvor ein EPS von 41 Cents sowie einen Umsatz von 1,85 Mrd. Dollar erwartet. Für das laufende Fiskaljahr hob CarMax seine Ergebnisprognose von zuletzt 1,25 bis 1,47 Dollar je Aktie auf 1,55 bis 1,60 Dollar je Aktie nach oben an. Analysten erwarten für das laufende Fiskaljahr ein EPS von 1,50 Dollar und Erlöse von 7,90 Mrd. Dollar.
Der US-Halbleiterkonzern Microchip Technology Inc. (ISIN US5950171042/ WKN 886105) meldete heute, dass er seine Prognosen zum zweiten Quartal nach unten korrigiert hat, was vor allem mit dem Militärputsch in Thailand sowie mit der schwachen Nachfrage in Asien zusammenhängt. Demnach rechnet der Konzern nun mit einem Gewinn von 36 bis 37 Cents pro Aktie bzw. 38 bis 39 Cents pro Aktie vor Aktienoptionskosten bei einem sequenziellen Umsatzwachstum von 0 bis 4 Prozent. Zuvor hatte man noch einen Gewinn pro Aktie von 37 Cents bzw. 39 Cents (bereinigt) bei einem Umsatzplus von 4 Prozent gegenüber dem Vorquartal erwartet. Analysten prognostizieren für das laufende Quartal derzeit ein EPS-Ergebnis von 37 Cents bei Erlösen von 272,6 Mio. Dollar. (20.09.2006/ac/n/m)