Wall Street uneinheitlich -- Verschnaufpause in Frankfurt -- Machtkampf bei Conti - Chef vor dem Aus -- Chevron: Gewinn bricht stärker ein -- Air France und BA schreiben rot -- Krise trifft Disney
Heute anstehende Termine:
- Deutschland: Großhandelsumsatz Juni
- Japan: Verbraucherpreise Juni
- EU: Vorabschätzung Inflation Eurozone Juli
- USA: BIP 2. Quartal
- USA: Arbeitskosten 2. Quartal
- USA: Einkaufsmanagerindex Chicago Juli
- Anglo American: Quartalszahlen
- AUDI: Quartalszahlen
- British Airways: Quartalszahlen
- Chevron: Quartalszahlen
- Michelin: Quartalszahlen
- Deutsche Post: Quartalszahlen
- Mitsubishi: Quartalszahlen
- Mitsubishi UFJ Financial: Quartalszahlen
- Novell: Quartalszahlen
- TOTAL: Quartalszahlen
Frankfurt: Verschnaufpause an den Parketts
Trotz der positiven Vorgaben aus den USA und Asien stieg der deutsche Aktienmarkt mit leichten Verlusten in den letzten Handelstag der Woche ein. An den Parketts machte sich eine Verschnaufpause bemerkbar, nachdem die letzten Tage wieder mehrheitlich freundlich ausgefallen waren. Nach der Zahlenflut vom Vortag kehrte auch auf Terminseite wieder etwas Ruhe ein. Auf Unternehmensseite stand der in der Nacht eskalierte Machtkampf bei dem Automobilzulieferer Continental im Fokus, der voraussichtlich das Aus für Konzernchef Neumann bedeuten wird.
Der DAX verlor zum Start rund 0,2 Prozent und suchte im weiteren Verlauf nach seiner Richtung. Letztlich dominierten Gewinnmitnahmen den deutschen Leitindex - der Verlust belief sich auf 0,5 Prozent. Damit notiert das Börsenbarometer bei 5.332 Punkten.
Der TecDAX gab daneben um 0,1 Prozent auf 673 Punkte nach.
22:30 Uhr: Uneinheitlicher Wochenausklang in Frankfurt
Die US-Börsen haben am Freitag keine einheitliche Richtung gefunden und verabschiedeten sich mit unterschiedlichen Vorzeichen ins Wochenende. Von Konjunkturseite kamen mehrheitlich positive Impulse: Laut US-Handelsministerium hat sich der Rückgang der US-Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal 2009 abgebremst. Das US-Arbeitsministerium teilte unterdessen mit, dass sich der Anstieg der Arbeitskosten im zweiten Quartal mit leicht beschleunigtem Tempo fortgesetzt hat. Die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager ermittelte am Freitag für Juli 2009 einen deutlichen Anstieg ihres saisonbereinigten Konjunktur-Index. Auf Unternehmensseite standen erneut Quartalsberichte im Fokus: Der US-Ölkonzern Chevron konnte trotz eines Gewinneinbruchs überzeugen. Die Aktie von Walt Disney geriet unterdessen nach Zahlenvorlage unter Druck.
Der Dow Jones gewann zuletzt 0,19 Prozent auf 9.171,61 Punkte. Die Technologiebörse Nasdaq Composite gab hingegen um 0,29 Prozent auf 1.978,50 Zähler ab.
15:56 Uhr: Chicago-Einkaufsmanager-Index steigt an
Die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager ermittelte am Freitag für Juli 2009 einen deutlichen Anstieg ihres saisonbereinigten Konjunktur-Index. So erhöhte sich der Einkaufsmanager-Index auf 43,4 Punkte, nach 39,9 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten einen Wert von 43,0 Punkten erwartet.
15:35 Uhr: US-Börsen drehen ins Plus
Nach dem Vortagesplus geht es an der Wall Street zum Handelsstart am Freitag wieder abwärts. Die Indizes steigen mit leichten Verlusten in den Handel ein, gleichen ihr Minus aber nach wenigen Minuten bereits aus. Vorbörslich kamen positive Meldungen von Konjunkturseite: Die US-Wirtschaft ist einer Erstschätzung des Handelsministeriums zufolge um 1,0 Prozent zurück gegangen - das ist weniger, als Experten befürchtet hatten. Im weiteren Handelsverlauf steht noch der Chicagoer Einkaufsmanagerindex auf der Agenda. Auch einige Unternehmenszahlen sorgen am Freitag für Bewegung: Die nachbörslich bekannt gewordene Bilanz von Walt Disney wird mit Enttäuschung aufgenommen. Auch der Ölkonzern Chevron konnte die Analystenerwartungen nicht erfüllen.
Der Dow Jones verliert zum Handelsstart 0,2 Prozent, notiert im weiteren Verlauf aber kaum verändert. Die Technologiebörse Nasdaq Composite dürfte sich ebenfalls zunächst wenig bewegt zeigen.
15:30 Uhr: Dow Jones startet im Minus
Der US-Leitindex Dow Jones steigt mit einem Abschlag von 0,2 Prozent in den Handel ein.
15:03 Uhr: Chevron verfehlt mit Gewinneinbruch Erwartungen
Der US-Ölkonzern Chevron hat im zweiten Quartal einen massiven Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Unter dem Strich blieben nur noch 1,75 Milliarden Dollar übrig, nachdem der Konzern vor Jahresfrist noch 5,87 Milliarden Dollar verdient hatte. Den Angaben zufolge sei dies primär auf sinkende Öl- und Gaspreise zurückzuführen. Auch Wechselkurseffekte machten sich negativ bemerkbar - der Umsatz des Unternehmens sank von 82,99 auf 40,21 Milliarden Dollar. Experten hatten mit einem weniger desaströsen Ergebnis gerechnet.
14:44 Uhr: US-BIP sinkt langsamer
Der Rückgang der US-Wirtschaftsleistung hat sich im zweiten Quartal 2009 abgebremst. Dies geht aus einer ersten Schätzung hervor, die das US-Handelsministerium am Freitag vorlegte. Gegenüber dem Vorjahresquartal reduzierte sich das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,0 Prozent, während Volkswirte einen BIP-Rückgang um 1,5 Prozent prognostiziert hatten.



