BAD HOMBURG/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die deutsche Tochter des US-Pharmakonzerns Eli Lilly (
Eli Lilly and)
hat Ärzte über Nebenwirkungen des Medikaments Strattera unterrichtet. Eine Sprecherin von Lilly Deutschland bestätigte am Samstag eine entsprechende Meldung des Nachrichtenmagazins "Focus". Nach dieser wurden die Mediziner über das Risiko eines "klinisch bedeutsamen" Anstiegs von Blutdruck und Herzfrequenz durch Strattera informiert. Das Mittel ist gegen Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom bei Kindern und Erwachsenen zugelassen.
Anfang Dezember seien 30.000 Ärzte informiert worden, sagte die Sprecherin. Anlass sei eine Datenanalyse gewesen. Sie erklärte, Warnhinweise seien seit der Zulassung des Mittels in der Fachinformation für Ärzte und Apotheker enthalten. Sie seien nun noch einmal deutlich gemacht worden. Verunsicherten Patienten riet das Unternehmen, sich mit ihrem Arzt in Verbindung zu setzen. Außerdem seien auf der Internet-Seite des Unternehmens weitere Informationen zu finden.
"Focus" zufolge besagen Studien, dass das Medikament bei sechs bis zwölf Prozent der Anwender des Medikamentes zu deutlich schnellerem Herzschlag führte. Ärzte müssen jetzt entsprechende Werte ihrer Strattera-Patienten messen und festhalten. Der Wirkstoff Atomoxetin war früher bereits durch psychische Nebenwirkungen aufgefallen./fvb/DP/stw