Gegen Claassen laufen derzeit Untersuchungen wegen Untreue im Zusammenhang mit Reisekostenabrechnungen. Claasen, der im ThyssenKrupp-Führungsgremium unter anderem für Compliance zuständig ist, ist bis zum 20. Januar 2016 bestellt.
"Durch diesen Schritt möchte ich angesichts der derzeitigen öffentlichen Berichterstattung Schaden vom Unternehmen fernhalten, dem ich mich seit über 28 Jahren tief verbunden fühle", sagte Claassen in einem Statement. Der Aufsichtsrat werde sich mit dieser Angelegenheit in seiner regulären Sitzung am 10. Dezember beschäftigen, kündigte der Konzern an.
Claassen war in die Kritik geraten, nachdem in den vergangenen Wochen wiederholt über seine Luxusreisen mit und ohne Journalisten berichtet worden war. Vorwürfe wegen Untreue hatte das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Essen auf den Plan gerufen. Diese prüft die Vorwürfe derzeit. ThyssenKrupp selbst hat bereits eine interne Untersuchung eingeleitet.
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Bildquellen: ThyssenKrupp AG