25.02.2013 16:34
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Weidmann: Deutschland und Frankreich können Schuldenkrise nur gemeinsam lösen

    PARIS (dpa-AFX) - Die Euro-Schuldenkrise kann nach Einschätzung des Bundesbankchefs Jens Weidmann nur gelöst werden, wenn die beiden führenden Euro-Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich zusammenarbeiten. Für den Weg aus der Krise brauchen beide Staaten einen gemeinsamen Ansatz, sagte Weidmann am Montag in einer Rede in Paris. Für eine Stabilisierung des Währungsraums müssten beide Länder zudem wirtschaftlich und politisch stark sein.

    Außerdem müsse die Grundstruktur der gemeinsamen Währungsunion verbessert werden, so der Bundesbank-Präsident. Konkret forderte Weidmann eine Wiederherstellung von Marktmechanismen und die Haftung von Investoren für ihre Entscheidungen auf allen Ebenen. "Wir brauchen einen Mechanismus, der Bankenpleiten erlaubt, ohne eine systemische Krise auszulösen", forderte Weidmann. Eine "gut konstruierte Bankenunion wäre hierbei ein Schritt in die richtige Richtung".

    Weidmann warnte allerdings erneut vor einer zu engen Verbindung zwischen der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Fiskalpolitik in der Eurozone. Generell sollten Zentralbanken "nicht zu eng mit der Fiskalpolitik tanzen", sagte der Bundesbankhef. Das Ergebnis sei gewöhnlich ein Rückgang der Haushaltsdisziplin und eine höhere Inflation./jkr/hbr

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