29.11.2012 17:33
Bewerten
 (0)

Weidmann: Entgegenkommen für Athen darf nicht zur Regel werden

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnt nach der Einigung auf neue Griechenlandhilfen vor einer Abkehr vom Reformkurs in den Euro-Krisenstaaten. "Die Lehre aus der bisherigen Entwicklung darf nicht heißen: Nicht-Einhaltung von Auflagen führt zu neuen Hilfen", sagte Weidmann am Donnerstag laut Redetext bei einer Veranstaltung des CDU-Wirtschaftsrates in Berlin. Es würde nicht überraschen, wenn andere Länder nun ähnliche Erleichterungen einforderten. "Die Beschlüsse zu Griechenland dürfen aber keine Präzedenzwirkung haben. Sonst wird aus einem besonders gelagerten Transferfall eine Transferunion", sagte der Bundesbank-Präsident.

 

    Die Euro-Gruppe hatte sich in der Nacht zum Dienstag auf Maßnahmen verständigt, um die Schuldenlast Griechenlands bis 2022 deutlich zu senken und eine Finanzierungslücke zunächst bis 2014 zu schließen. Unter anderem sollen die Zinsen für bisher gewährte Hilfskredite gesenkt und Laufzeiten für Darlehen verlängert werden. Ein Teil der Milliardenhilfen soll über Notenbankgewinne aufgebracht werden.

 

    Mit diesen Beschlüssen sei zwar ein erneuter Schuldenschnitt zum jetzigen Zeitpunkt vermieden worden, befand Weidmann. "Letztlich verzichten die öffentlichen Gläubiger aber auch mit diesen Maßnahmen auf einen Teil ihrer Forderungen, oder sie übernehmen sogar zusätzlich Risiken." Weidmann betonte: "Dreh- und Angelpunkt des neuen Maßnahmenbündels ist, dass Griechenland die Auflagen der finanziellen Hilfe in den kommenden Jahren nun tatsächlich einhält."/ben/DP/jsl

 

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX tief im Minus -- ifo-Geschäftsklima hellt sich auf -- Deckte Winterkorn Manipulationen? -- LANXESS will Chemtura übernehmen -- Deutsche Bank-Aktie auf Rekordtief: Merkel will nicht helfen

K+S-Aktie verliert - Deutsche Bank stuft K+S auf "Sell" ab. Oculus-Gründer bedauert Folgen der Unterstützung für Trump. Aareal Bank zu weiteren Übernahmen bereit. NRW-Finanzbehörden nehmen internationale Banken ins Visier. Feuer auf Öltanker vor Mexikos Küste.
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Der Gehaltsreport

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Eigenzulassungen 2015
Diese Firmen sind innovativ
In diesen Städten stehen Sie am längsten im Stau
Das sind die besten Universitäten
Die wertvollsten Marken 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?