16.03.2013 12:18
Bewerten
(1)

Weidmann: Italien kann nicht auf Notenbank-Hilfen setzen - Magazin

   Italien kann laut Bundesbankpräsident Jens Weidmann nicht auf Hilfen der Notenbanken bauen. "Wenn in Italien wichtige politische Akteure über eine Umkehr der Reformen oder gar den Austritt Italiens aus der Währungsunion diskutieren und in der Folge die Zinsen für italienische Staatsanleihen steigen, dann kann und darf dies kein Grund für Interventionen der Notenbank sein", sagte Weidmann dem Magazin Focus. Jedes Land trage hier eine Eigenverantwortung.

   In der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone hatte Beppe Grillo, Vorsitzender der Partei "Fünf Sterne", nach der Parlamentswahl den Verbleib Italiens in der Währungsunion angezweifelt. Der italienische Politiker und Überraschungssieger hatte jüngst gesagt, dass das Land "de facto" schon aus dem Euro raus sei.

   Weidmann warnte Italien vor einem Ende des Reformkurses. "Bürger und die Regierung entscheiden über die Ausrichtung der nationalen Politik und müssen deren Folgen tragen", sagte der Bundesbankpräsident dem Magazin.

   Die Politik und die Wirtschaft des Landes befinden sich in einer Krise. Seit anderthalb Jahren schrumpft die Wirtschaft, höhere Steuern lasten auf der Konjunktur und die privaten Haushalte fahren ihren Konsum zurück. Wegen der politischen Blockade nach der Parlamentswahl Ende Februar hatte die Ratingagentur Fitch die Bonität des Landes um eine Stufe gesenkt.

   Zur gesamten Eurozone sagte der Bundesbankpräsident, dass die Krise noch nicht überwunden ist. "Der Eindruck, alles sei wieder in Ordnung, nur weil sich die Lage an den Finanzmärkten entspannt hat, ist trügerisch und problematisch." Weidmann warnte davor, die mittel- bis langfristigen Stabilitätsrisiken zu unterschätzen. "Es darf kein Zweifel daran entstehen, dass wir die Geldpolitik rechtzeitig wieder straffen werden."

   Weidmann bleibt mit seinen Aussagen seiner orthodoxen Linie in der Geldpolitik treu. Der Bundesbankpräsident hatte vor kurzem dem Wall Street Journal gesagt, dass die Eurozone nicht darauf hoffen könne, dass ihre Strukturprobleme von der Geldpolitik gelöst würden. "Es ist die Fiskalpolitik, nicht die Geldpolitik, die über den Ausgang der Krise entscheidet", hatte der Währungshüter gesagt.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/kla

   (END) Dow Jones Newswires

   March 16, 2013 06:48 ET (10:48 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 06 48 AM EDT 03-16-13

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Für die neue Ausgabe des Anlegermagazins haben unsere Redakteure Aktien identifiziert, die aus ihrer Sicht Sicherheit und Potenzial bieten. Einen besonderen Blick werfen sie dabei auf die Chemie- und Versicherungsbranche. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, wie Sie "Richtig investieren" und lesen Sie, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht mit Verlust ins Wochenende -- Dow Jones im Minus -- STADA-Übernahme erfolgreich -- Verhandlungen über Zukunft von Air Berlin -- Calpine, Deutsche Bank im Fokus

Darmstädter Merck-Konzern will vor weiteren Großübernahmen Schulden abbauen. Analyst ermittelt den perfekten Einstiegskurs für Bitcoins. Busch bei Pfeiffer Vacuum mit neuem Etappensieg. Venezuelas Bolivar fällt auf Rekordtief. Unsicherheit beim iPhone 8: Wann kommt das neue Apple Smartphone? UniCredit-Aufnahme im EuroStoxx möglich - Airbus hofft auf Stoxx.

Top-Rankings

KW 33: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Nicht nur schön und talentiert
Diese Frauen haben in Hollywood am meisten verdient
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot (Juni 2017)
Die Top-Positionen von Warren Buffett

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Enormer Stressfaktor
In diesen Ländern haben Arbeitnehmer den größten Stress
Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
Das sind 2017 bislang die größten Verlierer in Buffetts Depot
Welche Aktie enttäuschte bisher am meisten?
Die Meister-Liste der 1. Fußball Bundesliga
Welcher Verein hat die meisten Meistertitel?
Bitcoin & Co.: Die wichtigsten Kryptowährungen
Welche Digitalwährung macht das Rennen?
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Deutsche Bank wird optimistischer für deutsche Aktien und sieht beim DAX bis Jahresende noch 3 Prozent Luft nach oben. Was glauben Sie, wie sich der DAX bis zum Ende des Jahres entwickeln wird?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren und Depot eröffnen


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Air Berlin plcAB1000
CommerzbankCBK100
Apple Inc.865985
E.ON SEENAG99
EVOTEC AG566480
Nordex AGA0D655
Amazon906866
AlibabaA117ME
TeslaA1CX3T
Allianz840400
Lufthansa AG823212
BMW AG519000