26.08.2013 07:20

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Weidmann lehnt neuen Schuldenerlass für Griechenland ab - Zeitung


   Bundesbankpräsident Jens Weidmann ist gegen einen neuerlichen Schuldenschnitt für Griechenland. "Ein Schuldenerlass, der nur dazu führt, dass wir in fünf Jahren wieder vor der gleichen Situation stehen, wäre kontraproduktiv und ein falsches Signal für die Programmländer", sagte Weidmann im Interview mit dem Handelsblatt vom Montag.

   Die Krise in Griechenland könne nur durch Reformen im Land selbst überwunden werden. "Neue Hilfen allein schaffen keine wettbewerbsfähigen Unternehmen und dauerhaft solide Staatsfinanzen."

   Weidmann warnte zudem vor der Annahme, die Schuldenkrise sei vorbei. Zwar habe die Versicherung von EZB-Präsident Mario Draghi, die Zentralbank werde alles Notwendige zur Rettung des Euros tun, für eine Beruhigung an den Finanzmärkten gesorgt. Doch diese Ruhe sei "trügerisch" gewesen und die Debatte über neue Hilfen für Athen zeige, "dass die Krise nicht vorbei und zu ihrer Überwindung noch viel zu tun ist", sagte der Notenbanker, der als Bundesbankchef auch dem Rat der Europäischen Zentralbank angehört.

   Am Wochenende hatte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut vor einem Schuldenerlass für das Euro-Sorgenland gewarnt.

   Mit Blick auf den laufenden Aufbau der Bankenaufsicht der EZB spricht sich Weidmann für die Abwicklung von Instituten aus, die kein tragfähiges Geschäftsmodell haben und die keine privaten Investoren zur Aufbesserung ihrer Kapitalpolster finden. "Banken ohne tragfähiges Geschäftsmodell sollten nicht mit öffentlichem Geld am Leben gehalten werden", sagte Weidmann.

   Die EZB beginnt demnächst mit einer Buchprüfung bei den Instituten, der sich Stresstests anschließen. Es wird erwartet, dass einige Banken danach neuen Kapitalbedarf haben werden.

   DJG/chg

   (END) Dow Jones Newswires

   August 26, 2013 00:49 ET (04:49 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 49 AM EDT 08-26-13

Kommentare zu diesem Artikel

ottnang schrieb:
26.08.2013 09:42:52

Jens Weidman hat - genau wie Merkel- recht!
Da kann STEINBRÜCK toben wie er will Hier entlarvt sich der Kandidat. Das ist doch Wahlgetöse!

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