S&P senkt Griechenlands Rating-Ausblick auf negativ

Griechenland wird laut S&P über die bisher vorgesehenen Mittel hinaus Hilfe aus dem Programm von EU und Internationalen Währungsfonds (IWF) brauchen. Dafür seien die Verzögerungen bei den Konsolidierungsmaßnahmen verantwortlich, die aus den beiden Wahlen in diesem Jahr resultierten. Hinzu komme der sich weiter verschlechternde wirtschaftliche Ausblick. S&P erwartet in den Jahren 2012 bis 2013 ein Schrumpfen des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 10 bis 11 Prozent. Das Programm von IWF und EU geht lediglich von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von vier bis fünf Prozent aus.
Der griechischen Regierung dürfte es laut S&P schwer fallen, weitere Kürzungsmöglichkeiten zu finden, um die Voraussetzungen für die nächste Auszahlung aus dem Programm zu sichern. Griechenland wird daher für das Jahr 2012 zusätzliche Mittel in Höhe von sieben Milliarden Euro benötigen. Der negative Ausblick reflektiere eine mögliche Herabstufung, falls es Griechenland nicht gelingen sollte, die nächste Auszahlung aus dem EU/IWF-Programm zu sichern. Die EU-Kommission hatte am Mittwoch die geltenden Schuldenziele für Griechenland bekräftigt. Im Gegenzug für internationale Hilfen hat sich das krisengeplagte Land verpflichtet, die Staatsverschuldung innerhalb der nächsten acht Jahre auf 120 Prozent der Wirtschaftsleistung zu drücken. Das "Wall Street Journal" hatte am Dienstag unter Berufung auf nicht genannte Quellen im IWF berichtet, der Währungsfonds wolle die griechische Staatsverschuldung bis 2020 in der Nähe von 100 Prozent der Wirtschaftsleistung sehen. Damit dies gelinge, sollte dem Land ein weiterer Teil seiner Schulden erlassen werden. Die Vertreter der Troika aus IWF, EZB und EU werden Anfang September nach Griechenland zu weiteren Prüfungen zurückkehren./jsl/jkr
Den Auftakt zum Ranking bildet das größte Land der Erde, Russland. 5 Staatsbankrotte, zuletzt 1998, musste Russland bis heute überstehen. Von 1999 an entwickelte sich die russische Wirtschaft jedoch zunehmend positiv, was letztendlich dazu führte, dass Russland im Jahr 2006 sogar als schuldenfrei galt.
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