"Eine Insolvenz droht nicht", sagte er dem "Handelsblatt".
SolarWorld verfüge über ausreichend Liquidität. Die tiefe Krise der Branche hat auch das einstige Vorzeigeunternehmen erfasst. Mit Gläubigern solle über einen Schuldenschnitt gesprochen werden, hatte das Bonner Unternehmen am Donnerstagabend angekündigt. "Wir haben den Schritt proaktiv gemacht, weil wir auf der Passivseite eine Entlastung brauchen", sagte Asbeck demnach weiter. Er betonte, dass SolarWorld im Kern gesund sei. "Wir müssen operativ einige Anpassungen machen, die werden nun kommen."
Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa kündigte Frank Asbeck weitere Maßnahmen zur Kostensenkung an. Es gehe zur Schuldenreduzierung um unterschiedliche finanzwirtschaftliche Maßnahmen, so Asbeck am Freitag in Bonn. Dabei würden auch Gespräche mit Banken geführt. "Das hat nichts mit einer Insolvenz zu tun." Daneben könne es noch bei den Arbeitsplätzen zu "geringfügigen weiteren Anpassungen" auf der Lohnkostenseite kommen, sagte Asbeck der dpa. Hier sei die wesentliche Arbeit aber bereits im Jahr 2012 "mit einem umfangreichen Paket" auch mit Entlassungen und Kurzarbeit gemacht worden.
Derzeit gebe es Kurzarbeit am Produktionsstandort Freiberg (Sachsen). Bei den neuen Umstrukturierungen gehe es um Reduzierung der Lohnkosten von unter 10 Prozent. Konkretere Angaben machte Asbeck nicht. Solarworld hat bereits rund 500 Stellen abgebaut und hat inzwischen rund 2.500 Beschäftigte. ba/DP/stk/rad/fbr - BONN/DÜSSELDORF (dpa-AFX)
Solarkrise: Die größten Pleiten in der Branche
Platz 10: Solon
Solon wurde 1996 gegründet und galt schnell als Berlins Vorzeigefirma. Ende 2011 dann das Ende: Die Aktie stürzte massiv ab, als der Konzern Insolvenz anmeldete. Im März wurde der Konzern durch den indischen Konkurrenten Microsol übernommen.