16.12.2012 18:26
Bewerten
 (1)

EU erwartet Milliardenersparnis bei Wegfall der Bahnmonopole

Bahnmarkt-Liberalisierung
Die EU-Kommission verspricht nach Informationen der "Welt" Europas Steuerzahlern eine "Ersparnis von 23 Milliarden Euro" über eine radikale Liberalisierung der Bahn-Märkte.
Dazu gehöre auch die lange geforderte Verpflichtung der Bahn AG, das Schienennetz aus dem Konzern auszugliedern. Die Trennung würde eine Querfinanzierung des Bahnverkehrs durch Mittel für das Schienennetz unmöglich machen, schreibt die "Welt" (Montag).

  Brüssel sehe die Gewinnabführung aus den öffentlich bezuschussten Monopol-, Infrastruktur- und Netzsparten in die Konzernkassen der Deutschen Bahn AG als unzulässig an, schreibt auch die "Stuttgarter Zeitung" (Montag). Verkehrskommissar Siim Kallas werfe der Bundesregierung vor, damit in mindestens fünf Punkten gegen EU-Recht zu verstoßen. Die EU-Kommission habe wegen der Quersubventionierung des Bahnverkehrs bereits ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik laufen.

     Kallas werde im Januar zudem sechs Gesetzesvorschläge zur Bahnreform vorlegen, schreibt die "Welt". Sie sollten auch Diskriminierungen von Wettbewerbern der Bahn verhindern. So würden in Deutschland und Tschechien die marktbeherrschenden Unternehmen von Wettbewerbern bis zu 25 Prozent Provision für den Verkauf von Fahrscheinen abverlangen. In anderen Ländern reichten Provisionen von 1,5 Prozent. Die Konkurrenten beklagten zudem, dass sie Einnahmen oft erst nach zwei Jahren erstattet bekämen.

    BERLIN (dpa-AFX)

Bildquellen: Deutsche Bahn/DB Systel GmbH/Siemens AG
Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Heute im Fokus

DAX schließt knapp im Plus -- Dow deutlich fest -- Deutsche Bank schreibt Millionengewinn -- Infineon hebt Ausblick an -- Alibaba-Aktie bricht nach verfehltem Umsatzziel ein -- Apple, Samsung im Fokus

US-Mobilfunkauktion endet mit Rekord - Gebote über fast 45 Milliarden Dollar. Wacker-Chemie-CFO ist für 2015 vorsichtig optimistisch. Athen: Verhandlung über griechische Schulden beginnen am Freitag. Dänemarks Notenbank drückt Leitzins weiter ins Minus. Präsidentenwahl in Italien beginnt. Zooplus-Aktie steigt nach vorläufigen Zahlen auf Rekordhoch.
Hier sollten Sie ihr Geld nicht anlegen!

Hier können Sie ihr Geld anlegen!

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Titel entwickelten sich im Jahr 2014 am besten?

Diese Artikel waren auf finanzen.net 2014 am beliebtesten

Hier ist der Schuldenstand besonders hoch

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

Welche Aktien zählt Warren Buffet zu seinem Portfolio?

mehr Top Rankings

Umfrage

Quo vadis Griechenland? Was kommt nach dem Wahlsieg von Alexis Tsipras?