22.03.2013 13:55
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BASF senkt wegen neuer Bilanzregeln Mittelfristziele

Weniger Umsatz erwartet
Der weltgrößte Chemiekonzern BASF senkt wegen neuer Bilanzregeln seine Mittelfristziele.
"In der Gewinn- und Verlustrechnung ergeben sich erhebliche Auswirkungen", sagte der Bereichsleiter Finanzen, Manfredo Rübens, am Freitag vor Journalisten. Dabei wirkten sich besonders die Änderungen bei der Bilanzierung des Libyen-Geschäfts der Öl- und Gastochter Wintershall sowie des chinesischen Gemeinschaftsunternehmens BASF-YPC mit dem Öl- und Chemiekonzern Sinopec aus. Beide Geschäfte fließen in das BASF-Ergebnis nur noch mit dem Anteil am Jahresüberschuss ein.

    BASF erwartet deshalb nun einen Umsatz für 2015 von 80 Milliarden Euro und für das Jahr 2020 von rund 110 Milliarden Euro. Zuvor hatte BASF einen Umsatz von 85 Milliarden Euro beziehungsweise 115 Milliarden Euro im Visier.  Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll nun 2015 bei 14 Milliarden Euro und 2020 bei 22 Milliarden Euro liegen. Zuvor hatte BASF mit jeweils einer Milliarde Euro mehr gerechnet. Die neuen Bilanzierungsregeln würden sich hingegen auf den Überschuss kaum auswirken, sagte Rübens, der an Finanzvorstand Hans-Ulrich Engel berichtet.  

    Die neuen Bilanzregeln gelten bei der BASF ab dem 1. Januar 2013. Im kommenden Jahr müssen alle europäischen Unternehmen nach den neuen Standards berichten. Aufgrund der neuen Rechnungslegungsvorschriften reduzierten sich für das Jahr 2012 Umsatz, EBIT sowie Steuern deutlich.

LUDWIGSHAFEN (dpa-AFX)
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