Westerwelle: "Ausfransen" Europas würde uns auf Füße fallen
BERLIN--Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat zu den Äußerungen von CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt Stellung bezogen. Während Dobrindt einen möglichst raschen Austritt Griechenlands aus der Eurozone gefordert hatte, warnte der Außenminister vor einem Auseinanderfallen der Eurozone.
Ein "Ausfransen" Europas würde gerade Deutschland mit seiner Exportorientierung auf die Füße fallen, warnte Westerwelle bei der Botschafterkonferenz in Berlin. Derartige Äußerungen seien geradezu "unpatriotisch". Ohne Dobrindt explizit beim Namen zu nennen, forderte Westerwelle dazu auf, einmal mit bayerischen Unternehmen die Bedeutung des Euro zu erörtern. Europa habe den Deutschen nie dagewesenen Wohlstand gebracht. Nach wie vor werde mehr nach Belgien als nach Brasilien geliefert.
Westerwelle sagte: "Wir wollen mehr Europa, aber auch ein besseres Europa". Der Geburtsfehler des Euro müsse behoben und durch eine engere Zusammenarbeit in der Wirtschafts- und Fiskalpolitik ergänzt werden.
Dobrindt hatte für einen schnellen Austritt des Landes aus der Eurozone plädiert und der Bild am Sonntag gesagt: "Ich sehe Griechenland 2013 außerhalb der Eurozone."
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August 28, 2012 03:49 ET (07:49 GMT)
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