21.04.2013 20:44
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Westfalenpost: Abteilung Attacke auf dem Abstellgleis Kommentar zum Steuerflüchtling Uli Hoeneß von Andre Schweins

Hagen (ots) - Deutschlands Fußball-Oberlehrer Uli Hoeneß gibt Steuerflüchtlingen das prominenteste Gesicht seit Beginn der milliardenschweren Verfolgung säumiger Zahler. Gegen den Chef der Abteilung Attacke des Branchenriesen FC Bayern München wirkt Ex-Post-Chef Klaus Zumwinkel nur wie eine Fußnote der Vermögensverschiebung zum Nachteil ehrlicher Steuerzahler. Das wird nicht nur die Sportart Nummer eins erschüttern. Alternativlos ist das Abwarten der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen als Schlüssel zum Strafmaß. Wildes Spekulieren über die Dimensionen der Geldtransfers wird keine Rückschlüsse liefern. Gesichert ist indes: Der Bayern-Präsident ist ein Steuerflüchtling, der per Selbstanzeige Strafmilderung anstrebt. Verheerend für Hoeneß, der sich mehr und mehr als Gegenentwurf zum Politbetrieb des Taktierens und Zauderns inszeniert hat. Ein wortgewaltiger Poltergeist, ein Anwalt des Bürgers, moralische Instanz, ehrliche Haut - das war einmal. Uli Hoeneß ist allemal Trendsetter des riesigen Wirtschaftsbetriebs Fußball. Der Bayern-Macher hat stets ein präzises Gespür dafür bewiesen, was gut für seinen Verein ist. Ein epochaler Abschiedsauftritt liegt daher nahe. Ein kühler Taktierer ist Hoeneß selbst in der für ihn misslichen Lage. Mit dem im Dezember gescheiterten Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz habe er seine Verfehlungen "regeln" wollen, erklärt er. Das heißt: Dank der Anonymität nachträglicher Steuerzahlungen durch die Banken wäre er persönlich unbehelligt geblieben. NRW hat in der Hochphase der Abkommen-Diskussion trotz heftiger Kritik weiter CDs mit Bankdaten angekauft - und kann sich nun bestätigt sehen. Es geht um mehr als um Steuergelder. Es gilt, die Menschen hinter diesen Straftaten zu identifizieren.

Originaltext: Westfalenpost Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/58966 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_58966.rss2

Pressekontakt: Westfalenpost Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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