19.02.2013 14:10
Bewerten
 (0)

Danone streicht 900 Stellen in Europa

Wettbewerbsfähiger werden: Danone streicht 900 Stellen in Europa | Nachricht | finanzen.net
Wettbewerbsfähiger werden

Der weltgrößte Joghurthersteller Danone bringt angesichts einer schwachen Nachfrage in Südeuropa sein Geschäft in dieser Region auf Vordermann.

Rund 900 Arbeitsplätze sollen in Europa wegfallen, teilte Danone am Dienstag in Paris mit. Gespart wird bei den Führungskräften und in der Verwaltung. Dadurch sollen die Kosten runter und Entscheidungsprozesse beschleunigt werden. Im vergangenen Jahr waren in Europa die Erlöse unter Druck geraten. Aufgrund der Zuwächse in den Schwellenländern konnte der Hersteller von Activia-Joghurt und Evian-Wasser dennoch im Gesamtkonzern erstmals die Umsatzmarke von 20 Milliarden Euro knacken. 2013 werde wegen des Umbaus ein Übergangsjahr werden, kündigte Danone an.

Die im EuroStoxx 50 notierte Danone-Aktie setzte sich im frühen Handel an die Spitze des Index und legte zwischenzeitlich so stark zu wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Zuletzt gewann sie 5,34 Prozent auf 52,87 Euro. Erfreut zeigten sich Händler von dem vierten Quartal, das besser ausfiel als erwartet. Es könnte gut sein, dass Danone sich am Wendepunkt befinde, schrieb die Bank Societe Generale in einer ersten Einschätzung.

Danone hatte gerade in den von der Schuldenkrise besonders betroffenen Ländern Südeuropas an Zugkraft verloren, weil die Verbraucher zu günstigeren Marken wechselten. Der Konzern musste deshalb im Sommer seine Prognose senken. Im Dezember folgte dann die Ankündigung eines Sparprogramms, mit dem in den nächsten zwei Jahren die Kosten um 200 Millionen Euro gesenkt werden sollen. "Wir müssen wieder wettbewerbsfähiger werden", stellte Danone klar.

2012 verringerte sich die bereinigte operative Marge um 0,5 Prozentpunkte auf 14,2 Prozent. Der Gewinn aus fortgeführtem Geschäft stieg von 1,75 auf 1,82 Milliarden Euro. Der Umsatz legte aufgrund der Zuwächse außerhalb Europas um 8 Prozent auf mehr als 20 Milliarden Euro zu. Auch günstige Wechselkurse trugen zu dem Anstieg bei.

Mehr als die Hälfte seines Geschäfts macht Danone mit Milchprodukten. Gerade diese Sparte wies im vergangenen Jahr aber die geringsten Wachstumsraten auf. Besser lief es für den Konzern mit Wasser (Evian, Volvic), Babykost (Milupa) und medizinischer Ernährung. Wachstumstreiber war Asien.

2013 werde der europäische Markt voraussichtlich weiter schwierig bleiben, teilte Danone mit. Dafür gebe es gute Chancen in den übrigen Märkten der Welt. Die Rohstoffkosten sollten moderat wachsen. Danone kündigte an, schneller als bisher neue Produkte in die Regale zu bringen. Der Umsatz soll 2013 bereinigt um Währungsschwankungen und Veränderungen im Portfolio um mindestens 5 Prozent zulegen. Die operative Marge werde weiter zurückgehen.

Laut Finanzchef Pierre-Andre Terisse hält Danone weiterhin Ausschau nach geeigneten Übernahmeobjekten. Der Konzern hatte im vergangenen Jahr den Kürzeren gezogen beim Verkauf der Babynahrungssparte des US-Konzerns Pfizer, die schließlich an den Schweizer Konkurrenten Nestlé ging. Anfang Februar teilte Danone mit, man werde sich nicht auf eine feindliche Übernahme des japanischen Joghurt-Herstellers Yakult einlassen. Danone ist bereits größter Einzelaktionär bei der japanischen Firma mit 20 Prozent./she/mne/fbr

PARIS (dpa-AFX)

Bildquellen: Danone

Nachrichten zu Groupe Danone S.A.

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Groupe Danone S.A.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
22.02.2017Groupe Danone NeutralJP Morgan Chase & Co.
21.02.2017Groupe Danone overweightMorgan Stanley
20.02.2017Groupe Danone HoldBaader Bank
17.02.2017Groupe Danone buyKepler Cheuvreux
17.02.2017Groupe Danone buyHSBC
21.02.2017Groupe Danone overweightMorgan Stanley
17.02.2017Groupe Danone buyKepler Cheuvreux
17.02.2017Groupe Danone buyHSBC
16.02.2017Groupe Danone buySociété Générale Group S.A. (SG)
23.01.2017Groupe Danone overweightBarclays Capital
22.02.2017Groupe Danone NeutralJP Morgan Chase & Co.
20.02.2017Groupe Danone HoldBaader Bank
16.02.2017Groupe Danone NeutralJP Morgan Chase & Co.
16.02.2017Groupe Danone NeutralUBS AG
16.02.2017Groupe Danone HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
16.02.2017Groupe Danone SellDeutsche Bank AG
17.01.2017Groupe Danone SellDeutsche Bank AG
20.12.2016Groupe Danone SellDeutsche Bank AG
11.11.2016Groupe Danone SellDeutsche Bank AG
19.10.2016Groupe Danone SellDeutsche Bank AG
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Groupe Danone S.A. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht tief im Minus ins Wochenende -- Dow Jones schließt leicht im Plus -- VW mit Milliardengewinn -- BASF-Aktie fällt trotz höherem Quartalsergebnis -- Rocket Internet, NVIDIA, Nordex im Fokus

Griechischer Zentralbankchef Stournaras dringt auf Einigung mit Gläubigern. VW-Führungsspitze verdient künftig weniger. Risse in Triebwerken des Bundeswehr-Pannenfliegers A400M. Kongress-Rede Trumps birgt Sprengkraft für die Börsen. ProSiebenSat.1-Aktien fallen - Analyst will klarere Digitalstrategie. Bitcoin erreicht neues Rekordhoch.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Top-Positionen von Warren Buffett
Jetzt durchklicken
Jetzt durchklicken
Welche Airline schneidet am besten ab?
Jetzt durchklicken
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Welche Wertpapiere besitzen Sie?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Nordex AGA0D655
BASFBASF11
Daimler AG710000
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
Deutsche Bank AG514000
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
BayerBAY001
BMW AG519000
Deutsche Telekom AG555750
Allianz840400
TeslaA1CX3T
E.ON SEENAG99
ProSiebenSat.1 Media SEPSM777
NVIDIA Corp.918422