11.11.2012 15:00
Bewerten
 (1)

Konjunkturtermine: Europas Wirtschaft im Fokus

Auch nach der US-Wahl bleibt es jenseits des Atlantiks spannend
Wichtige Termine
Mit der Wiederwahl von US-Präsident Obama ist eine politische Unsicherheit zwar vom Tisch, die nächste aber bereits vor der Tür: nämlich die Fiskalklippen.
von Jörg Bernhard

Bis Ende Dezember hat Obama noch Zeit, sich mit den Republikanern hinsichtlich der bedrohlichen Haushaltslage zu einigen. Gelingt dies nicht, drohen automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen im Volumen von 600 Milliarden Dollar. Diese könnten dann eine Rezession mit unabsehbaren Folgen auslösen. Einen ersten Vorgeschmack auf die aktuelle Lage der US-Konjunktur gibt es in der zweiten Wochenhälfte. So stehen am Mittwochnachmittag neben den Produzentenpreisen noch die Einzelhandelsumsätze (beide für Oktober) zur Bekanntgabe an. Beim letzten Update gab es bei letzteren mit plus 1,1 Prozent (gegenüber Vormonat) eine positive Überraschung. Wichtige Konjunkturindikatoren folgen mit den wöchentlichen Neuanträgen auf Arbeitslosenhilfe und dem Konjunkturausblick der Philadelphia Fed am Donnerstag. Vor dem Wochenende müssen dann noch die Oktoberzahlen zur US-Industrieproduktion überstanden werden.

Europas Wirtschaft schwächelt

In Europa hat man sich angesichts der seit Jahren schwelenden Staatsschuldenkrise an eine schwächelnde Wirtschaft fast schon gewöhnt. Verstärkt sich die Abwärtsdynamik nicht deutlich, sollten die Finanzsysteme die damit einhergehenden Belastungen aushalten können. Richtig ungemütlich dürfte es allerdings werden, falls sich der globale Konjunktureinbruch der Jahre 2008/2009 wiederholen sollte. In der kommenden Handelswoche stehen einige konjunkturelle Wegweiser zur Veröffentlichung an. Mit dem ZEW-Konjunkturausblick (Dienstag), der europäischen Industrieproduktion (Mittwoch), den deutschen und europäischen BIP-Quartalszahlen (Donnerstag) sowie Europas Handelsbilanz im September (Freitag) ist für ein hohes Maß an Spannung auf jeden Fall gesorgt. Außerdem wurde für Montag und Dienstag wieder einmal ein Krisengipfel der europäischen Wirtschafts- und Finanzminister anberaumt.

Bildquellen: Andrew Olscher / Shutterstock.com, iStock
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- US-Börsen deutlich höher -- Deutsche-Bank-Aktie erholt sich deutlich -- Chinesen wollen offenbar OSRAM übernehmen -- Commerzbank, QUALCOMM im Fokus

Strafe für Deutsche Bank in USA wird wohl auf 5,4 Milliarden Dollar reduziert. Commerzbank verkauft ihr Hochhaus an Südkoreaner. Air Berlin: Alle Flüge werden regulär durchgeführt. Daimler will weiter Renault-Motoren einsetzen. Bahn erhöht Preise im Fernverkehr um 1,3 Prozent.
Wie haben sich die Rohstoffpreise im dritten Quartal 2016 entwickelt?
Jetzt durchklicken
Wer war Top, wer war Flop?
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?