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09.09.2012 15:08

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WICHTIGE TERMINE

Konjunkturtermine: Explosive Gemengelage



Kein konjunktureller Rückenwind aus China
Am Wochenende wurden aus China Konjunkturdaten gemeldet, die uneinheitlich ausfielen. In der kommenden Woche steht aber ganz klar das Urteil zur Rechtmäßigkeit des ESM im Vordergrund.

von Jörg Bernhard

Doch zunächst zu China: Die Inflation im Reich der Mitte bewegt sich derzeit in relativ moderaten Bahnen. So fielen die Konsumentenpreise im August mit plus 2,0 Prozent wie erwartet aus. Bei den Produzentenpreisen ging es im Vergleich zum Vorjahresniveau um 3,5 Prozent, und damit etwas stärker als prognostiziert zurück. Mit großer Spannung wurden auch die Augustzahlen zur Industrieproduktion sowie die Einzelhandelsumsätze erwartet. Hier wurden am Sonntag jährliche Wachstumsraten in Höhe von 8,9 Prozent bzw. 13,2 Prozent gemeldet. Die Wahrscheinlichkeit für geldpolitische Lockerungsmaßnahmen der chinesischen Notenbank zum Vermeiden einer harten Landung der Konjunktur hat daher eher zu- als abgenommen. Montagfrüh gibt es mit der Bekanntgabe weitere Konjunkturdaten aus Asien. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten soll die japanische Wirtschaft im Vergleich zum Vorquartal um 0,7 Prozent gewachsen sein.

Hochspannung in zweiter Wochenhälfte

Die zweite Wochenhälfte dürfte spannend wie ein guter Krimi werden. Grund: Für den Mittwoch wird nämlich das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Rechtmäßigkeit des Rettungsfonds ESM erwartet. Wird diese verneint, droht den internationalen Finanzmärkten erhebliches Ungemach, schließlich stünden einige Staaten aufgrund der fehlenden Hilfszusagen dadurch noch schlechter da. Ab Donnerstag stehen mit der Fed-Sitzung (inkl. Pressekonferenz und Zinsprognose) zudem weitere „hochkarätige“ Termine auf der Agenda. Und auch zum Wochenausklang könnte Hektik aufkommen. Zahlreiche Meldungen von der US-Konjunkturfront wie zum Beispiel die Konsumentenpreise, die Einzelhandelsumsätze, die Industrieproduktion sowie der von der Uni Michigan ermittelte Index zum Konsumentenvertrauen könnte an den Finanzmärkten zu Verwerfungen führen. Langeweile dürfte bei Investoren angesichts dieser explosiven Gemengelage kaum aufkommen.

Bildquellen: feiyuwzhangjie / Shutterstock.com

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