07.10.2012 15:00
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Konjunkturtermine: Sorgenfalten wachsen

Daten aus der europäischen Industrie stehen an
Wichtige Termine
Dass es Europa derzeit alles andere als gutgeht, ist seit Monaten nichts Neues. Nun fragen sich viele Analysten, ob der europäische Patient andere Volkswirtschaften infizieren wird.
von Jörg Bernhard

Zum Wochenstart dürften sich die Akteure an den Finanzmärkten vor allem für aktuelle Konjunkturdaten aus Deutschland interessieren. Dann stehen nämlich die Handelsbilanz sowie Zahlen zur Industrieproduktion (beide für August) zur Bekanntgabe an. Während beim vorherigen Update der Handelsbilanzüberschuss eher enttäuschte, gab es bei der Industrieproduktion mit einem Wachstum gegenüber dem Vormonat in Höhe von 1,3 Prozent eine positive Überraschung. Wie es in der europäischen Industrie derzeit läuft, wird am Freitag gemeldet. Ein Boom ist relativ unwahrscheinlich. Beim jüngsten Update war auf Jahressicht ein Minus von 2,3 Prozent gemeldet worden und fiel dennoch weniger schlimm als erwartet aus.

Ruhige erste Wochenhälfte ante portas

Bedingt durch den US-Feiertag am Montag (Columbus Day) in den USA, wo Banken und Rentenmärkte schließen und Aktienmärkte aber geöffnet bleiben, dürfte die erste Wochenhälfte in Ermangelung wichtiger Konjunkturdaten relativ ruhig verlaufen. Am Mittwochabend könnte damit aber Schluss sein, wenn der Fed-Konjunkturbericht „Beige Book“ veröffentlicht wird. Auf Basis der Daten der 12 Fed-Distrikte entscheidet die US-Notenbank über etwaige geldpolitische Maßnahmen. Man darf daher gespannt sein, ob der Tenor des Berichts relativ positiv oder eher negativ ausfallen wird. Am Donnerstag stehen dann weitere Highlights auf der Agenda. Neben der US-Handelsbilanz und den Import- und Exportpreisen gelten wie gewohnt die wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe als besonders wichtiges Event. Am vergangenen Donnerstag wurde ein Zuwachs neuer Arbeitsloser von 359.000 auf 367.000 gemeldet. Der einen Tag später veröffentlichte Monatsbericht für September fiel mit einer Arbeitslosenrate von 7,8 Prozent und 114.000 neu geschaffener Stellen deutlich besser als erwartet aus. Ben Bernanke dürfte dies besonders aufmerksam verfolgt haben, schließlich wird er nicht müde auf die große Bedeutung des Arbeitsmarkt für sein Tun hinzuweisen.

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