03.02.2013 14:39
Bewerten
(0)

Widerstand in Deutschland gegen Zypern-Hilfen wächst

DRUCKEN

   Die deutschen Vorbehalte gegen finanzielle Hilfen für das überschuldete Zypern werden immer größer. Vertreter von Opposition und auch der mitregierenden FDP knüpften am Wochenende die möglichen Hilfen an Bedingungen.

   FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle sagte, die Liberalen würden den finanziellen Hilfen nicht zustimmen, wenn nicht auch eine effektive Geldwäschekontrolle und die nötigen strukturellen Reformen in Zypern eingeführt würden. Die vereinbarten Verfahren für die Gewährung von Finanzhilfen würden auch für Zypern gelten, sagte Brüderle der Tageszeitung Die Welt.

   Auch SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück drohte damit, ein mögliches Hilfspaket für Zypern nicht mitzutragen. "Eine Zustimmung der SPD wird es nur unter bestimmten Bedingungen geben", sagt Steinbrück dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Vor einer milliardenschweren Rettungsaktion müsse Zypern "seinen völlig aufgeblähten Bankensektor" konsolidieren, etwa durch Abwicklung einzelner Geldinstitute. Zudem müsse die Regierung in Nikosia strenge Maßnahmen gegen Geldwäsche ergreifen und das Steuerdumping beenden. Auch die Einführung der Finanztransaktionsteuer machte Steinbrück zur Bedingung.

   SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier pflichtete seinem Parteifreund bei. Im Tagesspiegel sagte er, Zypern müsse das "Dumpingniveau" bei der Körperschaftssteuer verlassen und sich hier europäischen Maßstäben anpassen. Auch er forderte nannte das Vorgehen des schuldengeplagten Landes gegen die Geldwäsche, die Reduzierung des Bankensektors und die Finanztransaktionssteuer in dem Land.

   Die Kanzlerin Angela Merkel ist im Bundestag möglicherweise auf die Stimmen der Opposition angewiesen, wenn hier über Hilfszahlungen aus dem europäischen Rettungsschirm ESM abgestimmt wird. Neben der Kritik vom Koalitonspartner FDP hatte sich zuletzt auch in den eigenen Reihen Widerstand gegen ein Rettungspaket geregt.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/jhe

   (END) Dow Jones Newswires

   February 03, 2013 08:08 ET (13:08 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 08 08 AM EST 02-03-13

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Vier Gewinneraktien der Autorevolution

Auf der diesjährigen IAA in Frankfurt wurde deutlich: Die Elektromobilität ist nicht mehr aufzuhalten. Alle großen Automobilhersteller stellen ihre Produktionslinien um. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche vier Aktien durch autonomes Fahren und Elektromobilität auf der Gewinnerseite stehen könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt kaum bewegt -- Dow geht fest aus dem Handel -- Morgan Stanley steigert Gewinn -- Nach Rekordhoch: Droht der Bitcoin-Crash? -- Infineon, Airbus, Netflix, Sartorius im Fokus

Goldman Sachs erzielt überraschend mehr Gewinn. Warum Russlands geplanter Krypto-Rubel gar keine Kryptowährung ist. J&J-Aktie: Johnson & Johnson hebt nach gutem Quartal Prognose an. Merlin Entertainment-Aktie bricht wegen Ausblick ein.

Top-Rankings

KW 41: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 41: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Siebenstelliges Jahresgehalt
In diesen Bundesländern leben die Bestverdiener

Umfrage

Die CDU hat rund zwei Prozentpunkte bei der Niedersachsen-Wahl verloren. Nun fordern Konservative Merkels Rücktritt. Was halten Sie davon?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Bitcoin Group SEA1TNV9
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BYD Co. Ltd.A0M4W9
CommerzbankCBK100
Infineon AG623100
Apple Inc.865985
GeelyA0CACX
E.ON SEENAG99
EVOTEC AG566480
Netflix Inc.552484
Allianz840400
Amazon906866
Nordex AGA0D655