EMFIS.COM - Peking 20.09.2011 (www.emfis.de) Brancheninsider rechnen damit, dass Chinas größter Computerhersteller Lenovo aggressiv an der Preisschraube drehen wird, um seinen Marktanteil in Europa zu erhöhen. Bei diesem Vorhaben steht insbesondere die deutsche Tochter Medion im Fokus.
Kenner der Szene wurden hellhörig, als jetzt bekannt wurde, dass der ehemalige Acer-Chef Gianfranco Lanci einen Beratervertrag mit Lenovo unterzeichnet hat. Lanci soll die Reorganisation von Medion unterstützen.
Allgemein wird erwartet, dass Lanci nun dieselbe Strategie verfolgen wird, die er schon bei Acer angewendet hat. Der Top-Manager hatte sich damals vor allem auf eine Vergrößerung des Marktanteils konzentriert. Und als sein bevorzugtes Mittel zum Zweck gelten Preissenkungen.
Medion spielt wichtige Rolle
Erst vor wenigen Monaten hatte Lenovo den Aldi-Zulieferer Medion übernommen. Jetzt stellt sich heraus, dass er in der langfristigen Planung des Konzerns eine zentrale Rolle spielen könnte: Offenbar plant Lenovo, von Deutschland aus den europäischen Markt aufzurollen. Medion hat durch seine übermächtige Präsenz beim größten deutschen Lebensmittel-Discounter einen großen Vorteil gegenüber der Konkurrenz.
Damit gilt als wahrscheinlich, dass dem PC-Markt eine weitere Welle von Preissenkungen bevorsteht. Erst vor Kurzem hatte Acer seine Notebooks zu Spottpreisen verschleudert, um die hohen Lagerbestände abzubauen. Und tatsächlich hätte Lenovo viel zu gewinnen: Obwohl der Konzern weltweit als viertgrößter PC-Hersteller gilt, hat er in Europa gerade mal einen Marktanteil von 7 Prozent.
Lesen Sie zu diesem Thema auch den Beitrag "Lenovo verdoppelt Quartalsgewinn dank Emerging Markets" auf www.emfis.de .
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