12.01.2017 14:10
Bewerten
(0)

Wirtschaftsministerium kontert Rechnungshof-Kritik an Energiewende

   Von Christian Grimm

   BERLIN (Dow Jones)--Das Bundeswirtschaftsministerium hat den Tadel des Bundesrechnungshofes an der angeblich zu teuren Energiewende als unberechtigt zurückgewiesen. "Die Kritik des Bundesrechnungshofs an der Umsetzung des Mehrgenerationenprojekts Energiewende ist nicht nachvollziehbar", erklärte das Haus von Minister Sigmar Gabriel (SPD) über einen Sprecher.

   Die FAZ hatte am Morgen aus einem Gutachten des Rechnungshofes zitiert. Darin kommen die Prüfer zu einem für das Ministerium vernichtenden Ergebnis: "Das BMWi hat keinen Überblick über die finanziellen Auswirkungen der Energiewende." Weiterhin wird bemängelt, dass die zentrale Frage nach den Kosten nicht beantwortet werde. Dieser Aspekt des Umbaus auf eine grüne Stromerzeugung habe "noch nicht den ihr zukommenden Stellenwert", berichtet das Blatt weiter.

Gabriels Ministerium hält Vorwurf für ungerechtfertigt Das Wirtschaftsministerium hält diese Vorwürfe für nicht haltbar. "Gerade die Kosteneffizienz bei gleichzeitigem Ausbau der erneuerbaren Energien war die handlungsanleitende Maxime unserer beiden EEG-Reformen", entgegnete der Sprecher weiter.

   Mit der beschlossenen Reform des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) werden neue Windrad- und Solarfeldprojekte über staatlich organisierte Auktionen vergeben. Diejenigen Anbieter, die mit den geringsten Einspeisevergütungen auskommen, erhalten den Zuschlag. Gabriel erhofft sich davon eine Dämpfung der stark gestiegenen Kosten, die Verbraucher und der Großteil der Unternehmen automatisch mit der Stromrechnung über die Ökostrom-Umlage für den Ausbau der Erneuerbaren berappen müssen.

Hohe Kosten für Verbraucher und Firmen Im vergangenen Jahr summierte sich die Förderung auf 24 Milliarden Euro. Gabriel ist es nicht gelungen, den Anstieg der EEG-Umlage zu stoppen. Im neuen Jahr stieg sie auf den Rekordwert von 6,88 Cent pro Kilowattstunde.

   Hinzu kommen die Kosten für den Netzausbau, die in ähnlicher Größenordnung von Wirtschaft und Verbrauchern zu schultern sind. Zusammen kostet die Energiewende die Volkswirtschaft mittlerweile über 40 Milliarden Euro im Jahr.

   Der CDU-Wirtschaftsrat sprang auf den Zug der Kritik auf. "Dass das Bundeswirtschaftsministerium elementare Fragen zu den ausufernden Kosten der Energiewende und Effizienz von Fördermaßnahmen nicht beantworten kann, zeigt, dass der Förderdschungel aus einer Vielzahl von zum Teil kaum genutzten Instrumenten dringend gelichtet werden muss", forderte Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates. Er charakterisierte die Energiewende als so ineffizient wie noch nie.

   In der CDU-Bundestagsfraktion gibt es Überlegungen, die Förderung von Ökostrom in der kommenden Legislaturperiode abzuschaffen.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/chg/sha

   (END) Dow Jones Newswires

   January 12, 2017 07:39 ET (12:39 GMT)

   Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.- - 07 39 AM EST 01-12-17

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

SAP - Digitalisierung ist eine Goldgrube!

Das Softwarehaus aus Walldorf dominiert den globalen Markt für Unternehmenssoftware. Selbst das innovative Silicon Valley kann den Deutschen nicht das Wasser reichen. Das hat mittlerweile auch die Wall Street erkannt. Der DAX-Titel befindet sich auf Rekordjagd. Immer mehr US-Investoren springen auf. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, wie die Digitalisierung die Aktie antreibt und warum SAP für Trader und Investoren interessant ist.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt mit geringem Plus -- Dow Jones am Ende leicht im Minus -- PayPal mit gutem Quartalsergebnis -- Trump-Regierung gibt Steuerpläne bekannt -- Credit, Netflix, Tesla im Fokus

Deutsche Börse legt zu Jahresbeginn zu und will für 200 Millionen Euro eigene Aktien zurückkaufen. Twitter-Aktie steigt rasant nach Quartalszahlen. Daimler hebt Prognose an. Air Berlin verschiebt Veröffentlichung des Geschäftsberichts. Epigenomics-Aktie profitiert von Übernahmefantasie. Quartalsbilanz unterstützt Erholung der KlöCo-Aktie.

Top-Rankings

KW 16: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
EU-Vergleich der Arbeitskosten 2016
So viel kostet eine Stunde Arbeit in Europa
KW 16: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Metropolen der Superreichen
In diesen Städten leben die meisten Milliardäre
Utopische Summen
Die teuersten Fußballtransfers der Saison 2016/17
Verdienst der DAX-Chefs
Das verdienten die DAX-Bosse 2016
Das Vermögen dieser Milliardäre ist seit der Trump-Wahl am stärksten gewachsen
Wer profitierte am stärksten?
Das sind die exotischsten Börsenplätze der Welt
Klein aber oho?
mehr Top Rankings

Umfrage

Nach hundert Tagen im Amt istTrump der unbeliebteste US-Präsident der modernen Geschichte. Sind Sie mit Donald Trump zufrieden?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
AURELIUSA0JK2A
Allianz840400
Apple Inc.865985
Nordex AGA0D655
AIXTRON SEA0WMPJ
BMW AG519000
BASFBASF11
Deutsche Telekom AG555750
Barrick Gold Corp.870450
E.ON SEENAG99
Siemens AG723610