01.06.2011 14:50
Bewerten
 (0)

Wirtschaftsverband für Verbot von digitaler Währung 'Bitcoin'

    BERLIN (dpa-AFX) - "Bitcoins" statt Euro oder Dollar - das alternative Zahlungsmittel eines Internet-Projekts fasziniert die einen und ängstigt andere. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) kritisierte am Mittwoch das Projekt als gefährlich und sprach sich für ein gesetzliches Verbot aus. Ein Experte des Blogs netzpolitik.org sagte hingegen über die Bitcoins: "Das ist durchaus interessant und wird von den meisten als funktionierend anerkannt."

 

    Das 2009 gestartete Bitcoin-Projekt erzeugt das digitale Zahlungsmittel mit der Abkürzung BTC mit einer zeit- und rechenaufwendigen Verschlüsselungstechnik, die jedes Kopieren unmöglich macht. Die Zahl der Währungseinheiten ist auf 21 Millionen begrenzt. Der zuletzt stetig gestiegene Kurs gegenüber herkömmlichen Währungen ergibt sich aus Angebot und Nachfrage in Tauschbörsen.

 

    "Wir gehen davon aus, dass 'Ersatzwährungen' wie Bitcoins über kurz oder lang auch durch den Gesetzgeber verboten werden", erklärte BVDW-Vizepräsident Christoph von Dellingshausen. "Durch die Nutzung von Bitcoins als Zahlungsmittel wird die notwendige Kontrolle durch den Staat in den Fällen von Steuerhinterziehung oder Geldwäsche unmöglich." Für die Sicherheit von Verbrauchern wie Online-Händlern müsse es ein Regulativ für Zahlungsmittel geben, forderte der Verbandsvertreter und fügte hinzu: "Die reale Wirtschaft darf nicht zum Monopoly-Spiel werden."

 

    Auch Bargeld könne für kriminelle Handlungen missbraucht werden, sagte hingegen Linus Neumann von netzpolitik.org im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Rein technisch betrachtet beruhe das Bitcoin-Projekt auf einer soliden Basis. "Die Frage ist nur: Ist das am Ende konvertibel? Ist das nur ein Hype oder mehr?" Beim vertrauten Zahlungsmittel Geld sorge der Staat für das nötige Vertrauen. "Solange es kein allgemeines Grundvertrauen zu Bitcoins gibt, ist das nicht mehr als ein Spaß."/pz/DP/bgf

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX geht schwächer ins Wochenende -- US-Börsen schließen im Minus -- Twitter kurz vor Übernahme? -- Commerzbank steht wohl vor massivem Stellenabbau -- Telekom, Innogy-IPO, Yahoo im Fokus

Flugbegleitergewerkschaft Ufo droht mit Streik bei Eurowings. Axel Springer übernimmt La Centrale vollständig. IWF bekräftigt Forderung nach Schuldenerleichterung für Athen. Apple testet wohl eigenen vernetzten Lautsprecher. DAX-Anleger sind dank Geldspritzen fit für Gipfelsturm.
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Der Gehaltsreport

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Eigenzulassungen 2015
Diese Firmen sind innovativ
In diesen Städten stehen Sie am längsten im Stau
Das sind die besten Universitäten
Die wertvollsten Marken 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Greenpeace hat am Montagmorgen gegen das Freihandelsabkommen Ceta protestiert. Wie ist Ihre Haltung gegenüber dem Abkommen mit Kanada?