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10.02.2012 17:59

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Wochenrückblick KW 06


Frankfurt (aktiencheck.de AG) - In der abgelaufenen Woche haben sich die Weltbörsen uneinheitlich entwickelt. Der Dax verlor im Wochenvergleich rund 1,1 Prozent, während der Dow Jones STOXX 50 einen Rückgang von etwa 1,2 Prozent aufweist. Der japanische Nikkei-Index hat die Woche mit einem Plus von rund 1,3 Prozent abgeschlossen. In den USA musste der Dow Jones seit dem letzten Handelstag der vorangegangenen Woche bisher rund 0,5 Prozent abgeben.

In Deutschland schloss der DAX am Montag nahezu unverändert. Der Chef der Deutsche Börse AG (+2,6 Prozent), der nach der gescheiterten Fusion mit der NYSE Euronext unter Druck gerät, prüft eine Klage gegen die Entscheidung der EU-Kommission. Wie er in einem Zeitungsinterview erklärte, kann das Unternehmen aber auch aus eigener Kraft wachsen. Nach Aussage von Reto Francioni behält sich sein Konzern eine Klage gegen die EU-Entscheidung vor. Eine Entscheidung könne erst fallen, wenn die Begründung der Kommission juristisch analysiert und bewertet wurde. Jedoch hält Francioni die Argumente der Wettbewerbskommission für schwach. Indes wird der Versorger RWE (+2,6 Prozent) seinen Sparkurs voraussichtlich noch einmal verschärfen. Der Technologiekonzern Siemens (unverändert) wird zwölf Gasturbinen, sechs Dampfturbinen und 18 Generatoren für das Gas- und Dampfturbinen (GuD)-Kraftwerk Qurayyah IPP im Königreich Saudi-Arabien liefern. Siemens hat den Auftrag von Samsung C&T erhalten. Das Auftragsvolumen inklusive eines langjährigen Service- und Wartungsvertrags liegt für Siemens bei mehr als 1 Mrd. US-Dollar. Schließlich hat der Technologiekonzern GEA Group (+1,3 Prozent) im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 nach vorläufigen Zahlen sowohl Umsatz als auch Ergebnis verbessert. Zudem soll die Dividende deutlich angehoben werden. Am Dienstag war einem Zeitungsbericht zu entnehmen, dass T-Systems, die Geschäftskundensparte der Deutschen Telekom (leicht im Plus), viel mehr Arbeit in Ländern mit niedrigen Löhnen erledigen lassen will. Gleichzeitig sei es laut Reinhard Clemens, Vorstand der Deutsche Telekom AG und Leiter von T-Systems, ein "Kraftakt", 1 Mrd. Euro bis 2015 einzusparen, indem zusätzlich unter dem Dach der T-Systems die gesamte interne Computertechnik der Telekom zusammengezogen wird. Einem weiteren Medienbericht zufolge will der Vorstandschef der Deutschen Lufthansa (knapp im Minus), Christoph Franz, die operative Rendite der Fluggesellschaft langfristig auf 8 Prozent steigern. Das neue Sparziel von 1,5 Mrd. Euro will Franz unter anderem über einen Personalabbau in noch unbekannter Größenordnung sowie eine straffere Konzernstruktur erreichen, bei der einige Konzerntöchter Teile ihrer bisherigen Eigenverantwortung abgeben müssen. Wie Europas führende Optikerkette Fielmann (-7 Prozent) auf Basis vorläufiger Berechnungen verkündete, konnte sie im Geschäftsjahr 2011 Absatz, Umsatz und Gewinn steigern. Im Anschluss zeigte sich Fielmann zuversichtlich, seine Marktanteile weiter ausbauen zu können. Wie das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) auf Basis vorläufiger Berechnungen mitteilte, hat die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe im Dezember 2011 nachgelassen. Demnach sank die Erzeugung im Vergleich zum Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt um 2,9 Prozent. Im Monat zuvor war sie nach revidierten Angaben unverändert geblieben. Hierbei ging die Industrieproduktion im Dezember um 2,7 Prozent zurück. Am Mittwoch meldete Destatis, dass sich der deutsche Außenhandelsüberschuss im Jahr 2011 vergrößert sich. Dabei überstiegen die Ausfuhren erstmals eine Billion Euro und auch die Einfuhren erreichten einen neuen Rekordwert. Nach vorläufigen Außenhandelsdaten wies die Außenhandelsbilanz einen Überschuss von 158,1 Mrd. Euro aus, nachdem im Vorjahr ein Aktivsaldo von 154,9 Mrd. Euro verzeichnet worden war. Nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank schloss die Leistungsbilanz mit einem Plus von 135,9 Mrd. Euro, nach 141,5 Mrd. Euro im Vorjahr. Deutschland exportierte Waren im Wert von 1.060,1 Mrd. Euro und importierte Waren für 902,0 Mrd. Euro. Damit erhöhten sich die Ausfuhren um 11,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die Einfuhren um 13,2 Prozent zulegten. Unterdessen musste das Verarbeitende Gewerbe im Dezember 2011 nach vorläufigen Angaben einen Umsatzrückgang verbuchen. Die Deutsche Bank (+1,5 Prozent) will einem Medienbericht zufolge ihre Tochter Norisbank umstrukturieren und künftig als Direktbank über das Internet auftreten lassen. Wie es heißt, will der Mutterkonzern die bundesweit rund 100 Filialen auflösen und die etwa 400 betroffenen Mitarbeiter der Bank in den Filialvertrieb ihrer Tochter Deutsche Postbank integrieren. Der Automobilkonzern BMW (-0,5 Prozent) hat seinen Absatz im Januar 2012 deutlich gesteigert. So wurden insgesamt 112.163 Fahrzeuge der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce ausgeliefert, was einem Zuwachs von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat mit 105.193 entspricht. Die Marke BMW verzeichnete den stärksten Januar ihrer Geschichte. Der Verpackungshersteller Gerresheimer (-9 Prozent) hat das Geschäftsjahr 2011 mit einem kräftigen Plus bei Umsatz und Ergebnis abgeschlossen. Heidelberger Druck (+0,3 Prozent) verlautbarte, dass man in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Verlust auf Vorjahresniveau erwirtschaftet hat. Dabei ging der Umsatz leicht zurück. Schließlich hat Douglas (+1,3 Prozent) im ersten Quartal 2011/12 nach einem positiven Weihnachtsgeschäft ein leichtes Umsatzwachstum verzeichnet. Der Jahresüberschuss ging jedoch leicht zurück. Die Prognose für Geschäftsjahr 2011/12 wurde bestätigt. Am Donnerstag meldete Destatis, dass die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im November 2011 gesunken ist. So belief sich die Gesamtzahl auf 13.185 Insolvenzen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat schrumpfte die Gesamtzahl der gestellten Insolvenzanträge damit um 9,5 Prozent. Der Automobilhersteller Daimler (+4,6 Prozent) konnte im vergangenen Jahr nach vorläufigen und ungeprüften Zahlen Rekordergebnisse erzielen. Dabei wurden 2,1 Millionen Fahrzeuge abgesetzt und damit das Vorjahresniveau um 11 Prozent übertroffen. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 9 Prozent auf 106,5 Mrd. Euro. Bereinigt um Wechselkurseffekte war ein Zuwachs von 10 Prozent zu verzeichnen. Das Konzernergebnis erreichte mit 6,03 (Vorjahr: 4,67) Mrd. Euro ebenfalls einen Rekordwert. Der Konzern rechnet damit, dass der Absatz im Jahr 2012 insgesamt weiter deutlich steigen und der Umsatz ebenfalls weiter zunehmen wird. Indes wird ein EBIT aus dem laufenden Geschäft in der Größenordnung des Vorjahres angestrebt. Daneben veröffentlichte der Modekonzern HUGO BOSS (+0,7 Prozent) die Kennzahlen des vorläufigen, noch nicht testierten Konzernabschlusses des Jahres 2011. Dabei konnte man Rekordergebnisse erzielen. Indes hat der Klinikbetreiber RHÖN-KLINIKUM (+1,7 Prozent) im abgelaufenen Fiskaljahr die konzerneigenen Ziele erreicht. Am frühen Abend hat der Bezahlfernsehsender Sky Deutschland AG (-3,6 Prozent) eine Kapitalerhöhung als ersten Schritt der bereits angekündigten Finanzierungsmaßnahmen bekannt gegeben. So soll das Grundkapital der Gesellschaft durch die Ausgabe von 70.809.978 neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien aus genehmigtem Kapital erhöht werden. Dies entspricht 10 Prozent des Grundkapitals. Am späten Abend wurde dann die erfolgreiche Platzierung der Aktien gemeldet.

Am Freitag meldete Destatis, dass sich die Inflation in Deutschland im Januar 2012 mit unverändertem Tempo fortgesetzt hat. So belief sich die Inflationsrate auf 2,1 Prozent, nach einer Jahresteuerungsrate von 2,1 Prozent im Dezember 2011 und 2,0 Prozent im Januar 2011. Auch im Januar 2012 war die Inflationsrate erneut maßgeblich durch den Preisauftrieb bei Energie bestimmt. Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei Energie hätte die Inflationsrate im Januar 2012 bei 1,5 Prozent gelegen. Auf Monatssicht gingen die Lebenshaltungskosten der privaten Haushalte um 0,4 Prozent zurück, während sie im Vormonat um 0,7 Prozent gestiegen und im Vorjahresmonat um 0,4 Prozent gefallen waren. SÜSS MicroTec (-1,9 Prozent), ein Hersteller von Anlagen und Prozesslösungen für die Halbleiterindustrie und verwandte Märkte, gab bekannt, dass er im Geschäftsjahr 2011 nach vorläufigen Zahlen Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert hat. Auch im Schlussquartal konnte der Umsatz nochmals zulegen. Zudem hat sich die Nettoliquidität merklich erhöht. Indes hat der Baukonzern Bilfinger Berger (-0,8 Prozent) zwei Großaufträge zum Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in Berlin an Land gezogen. Auch der Technologiekonzern Siemens (-1,5 Prozent) hat einen Auftrag gewonnen. So wurde Siemens VAI Metals Technologies vom mexikanischen Stahlproduzenten Talleres y Aceros S.A. de C.V. (Tyasa) damit beauftragt, ein neues Kompaktstahlwerk mit einer Kapazität von 1,2 Millionen Tonnen Stahl pro Jahr für den Standort Ixtaczoquitlan zu liefern. Darüber hinaus wird das im Oktober 2008 als Pilotprojekt in Betrieb gegangene virtuelle Kraftwerk von Siemens und der RWE AG ausgebaut.

In Europa meldete am Montag die europäische Statistikbehörde, dass sich der öffentliche Schuldenstand der Eurozone im dritten Quartal 2011 gegenüber dem Vorquartal reduziert hat. So belief sich der öffentliche Schuldenstand am Ende des dritten Quartals 2011 im Euroraum (ER17) auf 87,4 Prozent des BIP, ein Rückgang verglichen mit 87,7 Prozent am Ende des zweiten Quartals 2011. In der EU27 stieg der öffentliche Schuldenstand im Verhältnis zum BIP von 81,7 auf 82,2 Prozent an. Gegenüber dem dritten Quartal 2010 erhöhte sich der öffentliche Schuldenstand sowohl im Euroraum (von 83,2 auf 87,4 Prozent) als auch in der EU27 (von 78,5 auf 82,2 Prozent). Der britische Goldminenbetreiber Randgold Resources (+3,4 Prozent) konnte im vierten Quartal angesichts einer erhöhten Produktion einen deutlichen Gewinnsprung ausweisen. Dabei profitierte der Konzern von einer um 58 Prozent gestiegenen Gesamtproduktion. Die schweizerische Private Banking-Gruppe Julius Bär (-3,8 Prozent) musste im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinnrückgang ausweisen, während die verwalteten Vermögen unverändert geblieben sind. Neben der geplanten Ausschüttung einer ordentlichen Dividende und einer Sonderdividende hat sich der Verwaltungsrat zudem für ein weiteres Aktienrückkaufprogramm ausgesprochen. Ferner wurden die mittelfristigen Ziele aktualisiert. Am Dienstag meldete der weltgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal (+3,3 Prozent), dass er im vierten Quartal trotz gestiegener Umsätze einen höheren Verlust erwirtschaftet hat, was vor allem mit hohen Sonderbelastungen zusammenhängt. Operativ fiel das Ergebnis positiv aus, lag jedoch deutlich unter dem Vorjahr. Die Erwartungen wurden erfüllt. Indes erklärte die schweizerische Großbank UBS (-1,4 Prozent), dass ihr Gewinn im vierten Quartal deutlich eingebrochen ist, nachdem im Investment Banking der zweite Quartalsverlust in Folge verzeichnet wurde. Die Erwartungen der Analysten wurden damit verfehlt. Auch im Gesamtjahr zeigte sich der Gewinn rückläufig. UBS bekräftigte die Absicht, für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende von 0,10 CHF pro Aktie vorzuschlagen und anschließend ein progressives Kapitalrückführungsprogramm zu implementieren. Der britisch-schweizerische Minen- und Rohstoffkonzern Xstrata (-4,9 Prozent) teilte mit, dass es seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr kräftig steigern konnte. Daneben wurde die Fusion mit dem schweizerischen Rohstoffhändler Glencore (-3,8 Prozent) beschlossen. Demnach haben die Directors von Xstrata und Glencore einen "Zusammenschluss unter Gleichen" vereinbart. Im Rahmen der Megafusion sollen Xstrata-Aktionäre 2,8 neue Glencore-Papiere für jede ihrer Aktie erhalten und mit 45 Prozent am fusionierten Unternehmen beteiligt sein. Der entstehende neue Branchenriese hat einen Wert von rund 90 Mrd. US-Dollar. Der britische Ölkonzern BP (-0,6 Prozent) verkündete, dass er im vierten Quartal einen Gewinnzuwachs ausweisen konnte, was mit deutlich gestiegenen Ölpreisen zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Zudem wurde die Dividende angehoben. Schließlich musste Europas größter Pharmakonzern, die britische GlaxoSmithKline (GSK), im vierten Quartal einen leichten Umsatzrückgang ausweisen, konnte jedoch angesichts hoher Einmalbelastungen im Vorjahreszeitraum wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Am Mittwoch meldete der britische Bergbau- und Minenkonzern BHP Billiton (-2,3 Prozent), dass er im ersten Halbjahr des laufenden Fiskaljahres 2011/12 trotz höherer Umsatzerlöse einen Gewinnrückgang verzeichnet hat. Daneben ist der britische Reisekonzern Thomas Cook (+5,8 Prozent) im abgelaufenen Quartal tiefer in die Verlustzone gerutscht. Wie die Banque de France (BdF) mitteilte, hat sich das Geschäftsklima im französischen Industrie- und Service-Sektor im Januar 2012 stabilisiert. So verharrte der entsprechende Stimmungsindex bei 96 Punkten. Im Vormonat war ebenfalls ein Indexstand von revidiert 96 (vorläufig: 95) Punkten gemeldet worden. Der Pharmakonzern französische Sanofi (-1,7 Prozent) hat im vierten Quartal 2011 einen Ergebniszuwachs ausgewiesen. Indes beabsichtigt der finnische Mobiltelefonhersteller Nokia (+0,1 Prozent), an seinen Werken in Komarom (Ungarn), Reynosa (Mexiko) und Salo (Finnland) Veränderungen vorzunehmen. In diesem Zusammenhang werden schätzungsweise 4.000 Arbeitsplätze an den drei Standorten wegfallen, hieß es. Die schwedische Telefongesellschaft Telenor (unverändert) hat im vierten Quartal einen Verlust ausgewiesen. Zurückzuführen war dies auf Sonderbelastungen im Zusammenhang mit ihrem indischen Geschäft. Am Donnerstag beschloss der Geldpolitische Rat der Europäischen Zentralbank, das Zinsniveau nicht anzutasten. Der zentrale 2-Wochen-Refi-Mindestbietungssatz, zu dem sich die Geschäftsbanken refinanzieren, verharrt damit bei 1,00 Prozent. Marktbeobachter hatten diese Entscheidung bereits im Vorfeld erwartet. Indes hat die Bank of England die Leitzinsen unverändert gelassen. So wurde der Leitzinssatz auf seinem historischen Tief von 0,5 Prozent bestätigt. Marktbeobachter waren im Vorfeld mehrheitlich von dieser Entscheidung ausgegangen. Das Volumen des Anleiherückkaufprogramms wurde hingegen von 275 Mrd. Britischen Pfund (GBP) auf 325 Mrd. GBP erhöht. Der ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum ist im ersten Quartal 2012 zwar leicht gestiegen, liegt aber weiterhin deutlich unter seinem langfristigen Durchschnitt, teilte das ifo Institut für Wirtschaftsforschung heute mit. So erhöhte sich der Geschäftsklimaindex auf 84,8 Punkte. Im Vorquartal hatte der Index nur bei 83,7 Zählern und im Vorjahresquartal bei 116,8 Punkten gelegen. Auf der Unternehmensseite meldete der französische Energie- und Gasversorger GDF SUEZ (-4,8 Prozent), dass sein Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr gesunken ist, was mit widrigen Wetterverhältnissen sowie einer schwächeren Nachfrage in Europa zusammenhängt. Die Schweizer Großbank Credit Suisse (-3,5 Prozent) musste im vierten Quartal einen Verlust ausweisen und verfehlte die Erwartungen klar. Im Gesamtjahr wurde jedoch ein deutlicher Gewinn erzielt. Indes wurde die Dividende gekürzt. Der britische Bergbaukonzern Rio Tinto (-1,5 Prozent) musste im abgelaufenen Fiskaljahr aufgrund hoher Einmalbelastungen einen Gewinnrückgang ausweisen. Der weltgrößte Spirituosenhersteller Diageo (+0,4 Prozent) verlautbarte, dass sein Gewinn im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2012 angesichts einer steuerlichen Einmalbelastung um 20 Prozent gesunken ist. Für eine Enttäuschung sorgt der Allfinanzkonzern ING Groep (-5,4 Prozent). So hat man zwar im vierten Quartal einen Gewinnsprung erzielt, was vor allem Einmalerträge aus dem Verkauf von Assets zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden jedoch verfehlt.

Am Freitag teilte die britische Großbank Barclays (+0,82 Prozent) mit, dass ihr Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz rückläufiger Rückstellungen gesunken ist, was in erster Linie auf eine schwache Entwicklung im Investment Banking zurückzuführen ist. Die Markterwartungen wurden damit verfehlt. Auch die Eigenkapitalrendite zeigte sich rückläufig. Indes wurde eine Dividendenerhöhung beschlossen. Die britischen Erzeugerpreise sind im Januar 2012 nach Angaben von National Statistics mit abgebremstem Tempo angezogen. Der französische Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent (+13,7 Prozent) musste im vierten Quartal einen Umsatzrückgang ausweisen, konnte beim Ergebnis jedoch deutlich zulegen. Der französische Ölkonzern Total (-1,1 Prozent) hat seinen Gewinn im vierten Quartal trotz einer rückläufigen Produktion um 13 Prozent gesteigert. Dabei profitierte man von höheren Ölpreisen. Die Erwartungen wurden erfüllt. Schließlich hat der französische Reifenhersteller Michelin (-2,6 Prozent) im Geschäftsjahr 2011 angesichts eines starken Umsatzwachstums einen deutlichen Gewinnanstieg ausgewiesen. Dabei profitierte man von Preiserhöhungen. Die Erwartungen wurden übertroffen. Indes hat man das operative Gewinnziel angehoben.

In den USA sorgte am Montag der Mischkonzern Loews (-0,6 Prozent) für eine Enttäuschung. So wies man im vierten Quartal einen Umsatz- und Gewinnrückgang aus und hat die Analystenschätzungen deutlich verfehlt. Der Krankenversicherer Humana (-5,5 Prozent) konnte indes seinen Gewinn im vierten Quartal angesichts eines starken Umsatzwachstums deutlich erhöhen. Die Erwartungen wurden allerdings auf bereinigter Basis verfehlt, was mit schwächeren Ergebnissen im Employer Group Segment zusammenhängt. Ferner wurde die Jahresplanung erhöht. Daneben meldete der größte US-Krankenhausbetreiber HCA Holdings (+7,3 Prozent), dass sich sein Gewinn im vierten Quartal drastisch erhöht hat, was auf einen hohen Einmalertrag in Zusammenhang mit der Komplettübernahme des Joint Ventures HealthONE zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Der zweitgrößte US-Spielzeughersteller Hasbro (+2,2 Prozent) hat im vierten Quartal einen Gewinn auf Vorjahresniveau erzielt, was auf eine schwächer als erwartete Nachfrage in den USA und Kanada zurückzuführen war. Die Erwartungen wurden jedoch geschlagen. Titel von General Motors fuhren um 2 Prozent vor. Der Automobilhersteller will seine Gewinnmarge in den nächsten Jahren Presseangaben zufolge deutlich erhöhen. Wie es unter Berufung auf CFO Daniel Ammann heißt, strebt der größte US-Autobauer für die kommenden Jahre eine Gewinnmarge von 10 Prozent an, im Vergleich zu derzeit rund 6 Prozent. Nach Börsenschluss veröffentlichte die Schnellrestaurantkette YUM! Brands (-1 Prozent) ihre Quartalszahlen. Die Muttergesellschaft der Fast-Food-Ketten Pizza Hut, Taco Bell und KFC konnte im Schlussquartal 2011 dank eines kräftigen Wachstums in China Umsatz und Gewinn unerwartet deutlich steigern. Am Dienstag meldete der Softdrink-Konzern Coca-Cola (+0,8 Prozent), dass sein Gewinn im vierten Quartal deutlich gesunken ist. Im Vorjahresquartal hatte man jedoch hohe Einmalgewinne ausgewiesen, vor allem in Zusammenhang mit der Übernahme der Nordamerika-Aktivitäten von Coca-Cola Enterprises. Operativ habe der Konzern von der starken Absatzentwicklung der Kernmarke Coca-Cola und Preiserhöhungen profitieren können. Das Industrieunternehmen Emerson Electric (-2,7 Prozent) musste im ersten Quartal einen Umsatz- und Ergebnisrückgang ausweisen, während das Marktforschungsinstitut Gartner (-3,6 Prozent) seinen Gewinn im vierten Quartal angesichts eines soliden Umsatzwachstums steigern konnte. Nach Börsenschluss gab der Medien- und Entertainment-Konzern Walt Disney (+1,3 Prozent) seine Zahlen zum ersten Fiskalquartal 2011/12 bekannt. Dabei konnte man den Gewinn steigern und die Erwartungen der Analysten klar in den Schatten stellen. Wie die US-Notenbank Fed mitteilte, ist das Volumen der US-Verbraucherkredite im Dezember 2011 um 19,3 Mrd. US-Dollar gestiegen. Insgesamt stieg das Gesamtvolumen der ausstehenden Verbraucherkredite um 9,3 Prozent auf 2,498 Bio. US-Dollar. Im November waren die Verbraucherkredite revidiert um 9,9 Prozent gestiegen, nach einem revidierten Zuwachs um 3,3 Prozent im Oktober. Am Mittwoch meldete der Medienkonzern Time Warner (+0,1 Prozent), dass er im vierten Quartal einen leicht höheren Gewinn erzielt und die Erwartungen auf bereinigter Basis geschlagen hat. Dabei profitierte man von gestiegenen Umsätzen in den Bereichen Networks und Filmed Entertainment. Der Mobilfunkbetreiber Sprint Nextel (-2 Prozent) hat seinen Verlust im vierten Quartal vergrößert, was auf Kosten im Zusammenhang mit dem iPhone von Apple zurückzuführen ist. Demnach konnte das Smartphone zwar die Kundenzahlen steigern, jedoch blieb man klar hinter den Erwartungen zurück. Die Gewinnschätzungen der Analysten wurden nicht erreicht. Der Tabakkonzern Reynolds American (-1,2 Prozent) konnte im vierten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Der Umsatz lag indes auf Vorjahresniveau. Auf bereinigter Basis lag der Gewinn über den Schätzungen der Analysten, während die Erwartungen beim Umsatz verfehlt wurden. Die Drugstore-Kette CVS Caremark (+1,2 Prozent) hat im vierten Quartal den Umsatz und den Nettogewinn verbessert. Auf bereinigter Basis konnten die Gewinnerwartungen der Analysten erreicht werden. Der IT-Dienstleister Computer Sciences (+18,3 Prozent) hat im dritten Quartal einen hohen Verlust erwirtschaftet, was mit Sonderbelastungen zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch deutlich geschlagen. Nachbörslich legte der Technologiekonzern Cisco Systems (+1,1 Prozent) seine Zahlen für das zweite Geschäftsquartal 2011/12 vor. Der bereinigte Gewinn konnte dabei um 23 Prozent gesteigert werden und so die Erwartungen schlagen. Der Umsatzanstieg auf einen neuen Rekordstand lag ebenfalls über den Erwartungen. Der Medienkonzern News Corp. (+0,6 Prozent) konnte im zweiten Fiskalquartal den Umsatz leicht erhöhen, während der Gewinn deutlich anzog. Dabei wurden die Erwartungen auf bereinigter Basis übertroffen. Schließlich konnte der Kreditkartenanbieter Visa (+1,3 Prozent) Umsatz und Gewinn erste Fiskalquartal deutlich steigern und die Erwartungen übertreffen. Zudem kündigte das Unternehmen ein neues Aktienrückkaufprogramm über 500 Mio. US-Dollar an. Am Donnerstag teilte das US-Arbeitsministerium mit, dass sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 4. Februar 2012 verbessert hat. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 15.000 auf 358.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 370.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 367.000 auf 373.000 nach oben korrigiert. Danaben sind die Lagerbestände in den US-amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen sind im Dezember 2011 gegenüber dem Vormonat angestiegen. Wie das US-Handelsministerium meldete, kletterten die Lagerbestände gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent, während Volkswirte zuvor einen Zuwachs von 0,4 Prozent erwartet hatten. Im Vormonat war bei den Lagerbeständen keine Veränderung ermittelt worden. Der Softdrink-Konzern PepsiCo (-3,7 Prozent) hat seinen Gewinn im vierten Quartal trotz erhöhter Rohstoffkosten leicht verbessert. Dabei profitierte man von der Übernahme des russischen Getränkeunternehmens Wimm-Bill-Dann, Einmalerträgen aus Asset-Verkäufen und dem positiven Effekt einer zusätzlichen Berichtswoche gegenüber dem Vorjahr. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis übertroffen. Zudem wurde der Abbau von 8.700 Stellen angekündigt. Coca-Cola Enterprises (+1,5 Prozent) hat im vierten Quartal einen höheren Gewinn erzielt, was auf ein solides Umsatzwachstum zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden erfüllt. Zudem wurde die Jahresplanung erhöht. Der Informations-Dienstleister Thomson Reuters (-1,2 Prozent) musste indes im vierten Quartal aufgrund von Goodwill-Abschreibungen ein negatives Ergebnis ausweisen. Der bereinigte Gewinn lag aber über den Analystenschätzungen. Der Software-Konzern Oracle (+0,6 Prozent) wird Taleo (+17 Prozent) für rund 1,9 Mrd. US-Dollar übernehmen. Bei Taleo handelt es sich um einen Hersteller von Rekrutierungs-Software mit Sitz in Dublin (Kalifornien). Der Automobilhersteller Ford (-1,2 Prozent) hat einen Wechsel in der Unternehmensführung angekündigt. Demnach wird Bob Shanks ab dem 1. April 2012 neuer CFO des Unternehmens. Der Controller tritt die Nachfolge von Lewis Booth an, der nach 30 Jahren bei Ford in den Ruhestand geht. Schließlich meldete der Fotokonzern Kodak (-3,5 Prozent), der vergangenen Monat einen Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 gestellt hat, dass er seine Capture Devices-Aktivitäten einstellen wird. Den Angaben zufolge wird der Geschäftsbereich, der Digitalkameras, Taschen-Camcorder und digitale Bilderrahmen umfasst, demnach im Laufe des ersten Halbjahres 2012 aufgegeben. Nachbörslich erklärte das Online-Reisebüro Expedia (+1,5 Prozent), dass es im abgelaufenen vierten Quartal die Erwartungen der Analysten geschlagen hat. Während der Umsatz zulegte, ging der Gewinn im Vorjahresvergleich zurück.

Am Freitag hat sich das US-Handelsbilanzdefizit im Dezember 2011 nach Angaben des Handelsministeriums vergrößert. So hat sich das Handelsbilanzdefizit um 3,7 Prozent auf 48,8 Mrd. US-Dollar erhöht, während Volkswirte 48,2 Mrd. US-Dollar prognostiziert hatten. Im November wurde ein Passivsaldo von revidiert 47,1 (vorläufig: 47,8) Mrd. US-Dollar verbucht. Hierbei stiegen die Exporte binnen Monatsfrist von 177,5 Mrd. auf 178,8 Mrd. US-Dollar. Die Importe zogen von 224,5 Mrd. auf 227,6 Mrd. US-Dollar an. Wie die Universität Michigan meldete, hat sich die Stimmung der US-Verbraucher im Februar 2012 gegenüber dem Vormonat verschlechtert. So fiel der Gesamtindex auf 72,5 Punkte, nachdem im Vormonat noch ein Stand von 75,0 Punkten ausgewiesen worden war. Volkswirte hatten einen Wert von 74,0 Punkten prognostiziert. Der Börsenbetreiber NYSE Euronext (+2,6 Prozent) musste im abgelaufenen Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen, was mit einer Reihe von Sonderbelastungen zusammenhängt, darunter auch Kosten für den gescheiterten Zusammenschluss mit der Deutschen Börse. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch geschlagen.

In Asien meldete am Montag der Automobil- und Motorradhersteller Suzuki (+1,6 Prozent), dass er in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen leichten Gewinnrückgang verzeichnen musste, was mit einem starken Yen und einer schwachen Entwicklung in Indien zusammenhängt. Indes wurde der Ergebnisausblick bestätigt. So belief sich der Nettogewinn auf 40,6 Mrd. Japanische Yen (JPY), im Vergleich zu 42,6 Mrd. JPY im Vorjahr. Der Umsatz lag mit knapp 1,8 Bio. JPY um 6,7 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Der operative Gewinn sank um 5,1 Prozent auf 87,7 Mrd. JPY. Für das Gesamtjahr rechnet die Konzernleitung weiterhin mit einem operativen Gewinn in Höhe von 110 Mrd. JPY und einem Nettogewinn von 50 Mrd. JPY. Die Umsatzplanung wurde indes von 2,61 Bio. JPY auf 2,50 Bio. JPY zurückgenommen. Die größte Telefongesellschaft Japans NTT (+0,4 Prozent) hat daneben im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang verkraften müssen, was vor allem auf hohe steuerliche Abschreibungen zurückzuführen ist. Zudem wurde die Nettoergebnisprognose nach unten korrigiert. Der Nettogewinn belief sich auf 62,8 Mrd. JPY, im Vergleich zu 143,1 Mrd. JPY im Vorjahr. Das operative Ergebnis verringerte sich gleichzeitig um 4,3 Prozent auf 324 Mrd. JPY. Indes konnten die Umsatzerlöse im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 3,2 Prozent auf 2,63 Bio. JPY gesteigert werden. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern nun mit einem Nettogewinn von 465 Mrd. JPY (zuvor: 545 Mrd. JPY). Daneben erwartet man unverändert ein operatives Ergebnis von 1,25 Bio. JPY und Erlöse von 10,54 Bio. JPY. Schließlich hat der weltweit drittgrößte Tabakkonzern Japan Tobacco (-0,3 Prozent) seinen Gewinn im dritten Quartal um 67 Prozent verbessert. Dabei hatte der heimische Zigarettenabsatz im Vorjahr unter einer Steuererhöhung zu leiden. Zudem wurden die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Der Nettogewinn stieg von 38,6 Mrd. JPY im Vorjahreszeitraum auf nun 64,5 Mrd. JPY. Der Umsatz wuchs um 23 Prozent auf 669,6 Mrd. JPY. Der operative Gewinn kletterte um 73 Prozent auf 116,8 Mrd. JPY. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem Nettogewinn von 189 Mrd. JPY (zuvor: 161 Mrd. JPY), einem operativen Gewinn von 365 Mrd. JPY (zuvor: 329 Mrd. JPY) und Erlösen von 2,54 Bio. JPY (zuvor: 2,5 Bio. JPY). Am Dienstag meldete der japanische Automobilkonzern Toyota (unverändert), dass sein Gewinn im dritten Quartal gesunken ist, was vor allem mit einer höheren Steuerbelastung zusammenhängt. Trotz des starken Yens sowie einer langsamen Erholung der Produktion nach den Überschwemmungen in Thailand wurde die Jahresprognose jedoch angehoben. Für das laufende Geschäftsjahr zum 31. März 2012 erwartet Toyota nun einen Nettogewinn von 200 Mrd. JPY (zuvor: 180 Mrd. JPY), einen operativen Gewinn von 270 Mrd. JPY (zuvor: 200 Mrd. JPY) und einen Umsatz von 18,3 Bio. JPY (zuvor: 18,2 Bio. JPY). Dabei geht Toyota nun von 7,41 Millionen verkauften Fahrzeugen aus, nach bisher geplanten 7,38 Millionen. Auf der Konjunkturseite ist der Index der Frühindikatoren in Japan im Dezember 2011 angezogen. Nach vorläufigen Berechnungen erhöhte sich der Index auf 94,3 Punkten, womit die Prognose der Volkswirte von 93,8 Punkten übertroffen wurde. Davor hatte der Index im November bei 93,7 Punkten gelegen. Am Mittwoch wurde bekannt, dass sich der japanische Leistungsbilanzüberschuss im Dezember 2011 gegenüber dem Vorjahresmonat verringert hat. So sank der Aktivsaldo auf 303,5 Mrd. JPY, nach 138,5 Mrd. JPY im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutet dies einen Rückgang um 74,7 Prozent. Ferner lag das Handelsbilanzdefizit bei 145,8 Mrd. JPY, nach einem Passivsaldo von 585,1 Mrd. JPY im Vormonat. Im Gesamtjahr 2011 sank der Leistungsbilanzüberschuss um 43,9 Prozent auf 9,63 Bio. JPY, nach 17,17 Bio. JPY in 2010. Hierbei handelt es sich um den niedrigsten Wert seit 1996. Der Automobilhersteller Nissan (+2,4 Prozent) hat im dritten Quartal einen leichten Gewinnanstieg verbucht, nachdem weltweit robuste Verkaufszahlen den starken Yen überkompensiert haben. Die Erwartungen konnten geschlagen werden. Zudem wurde die Jahresprognose bestätigt. Der Nettogewinn belief sich auf 82,7 Mrd. JPY, gegenüber einem Gewinn von 80,1 Mrd. JPY im Vorjahr. Analysten hatten zuvor einen Gewinn von 72,5 Mrd. JPY in Aussicht gestellt. Der Umsatz erhöhte sich indes um 11 Prozent auf 2,33 Bio. JPY. Für das laufende Geschäftsjahr stellt der Konzern weiterhin einen Nettogewinn von 290 Mrd. JPY sowie einen Umsatz von 9,45 Bio. JPY in Aussicht. Der Nutzfahrzeughersteller Isuzu (+1 Prozent) hat im dritten Quartal angesichts eines rückläufigen Umsatzes einen geringeren Gewinn erwirtschaftet. Hintergrund sind die Folgen der Überschwemmungen in Thailand und der Naturkatastrophe in Japan vom 11. März. Der Ausblick wurde indes bestätigt. Den Angaben zufolge belief sich der Nettogewinn auf 15 Mrd. JPY, im Vergleich zu einem Gewinn von 17,9 Mrd. JPY im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz ging um 11 Prozent auf 306,4 Mrd. JPY zurück, während das operative Ergebnis um 9,3 Prozent auf 20,4 Mrd. JPY sank. Für das laufende Geschäftsjahr geht der Konzern unverändert von einem Nettogewinn von 74 Mrd. JPY bei Erlösen von 1,43 Bio. JPY aus. Die taiwanische United Microelectronics (+0,3 Prozent), der weltweit zweitgrößte Auftrags-Chiphersteller, hat im vierten Quartal einen deutlich geringeren Gewinn erzielt, was auf eine weltweit schwächere Nachfrage nach Chips zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden jedoch geschlagen. Am Donnerstag wurde bekannt, dass die chinesischen Verbraucherpreise im Januar 2012 mit beschleunigtem Tempo angestiegen sind. So kletterten die Lebenshaltungskosten gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,5 Prozent, nach 4,1 Prozent im Dezember. Damit hat sich die Inflation nach fünf Rückgängen in Folge erstmals wieder beschleunigt. Die chinesischen Erzeugerpreise verbuchten indes im abgelaufenen Monat erneut einen Zuwachs, der jedoch schwächer ausfiel als noch im Vormonat. So zogen die Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat nur noch um 0,7 Prozent an, während Volkswirte im Vorfeld mit einem Plus von 0,8 Prozent gerechnet hatten. Davor war das Preisniveau im Dezember noch um 1,7 Prozent angestiegen. Der Pkw-Absatz in China lag schließlich im Januar deutlich unter dem Vorjahresniveau. So schrumpfte die Verkaufszahl auf 1,16 Millionen Fahrzeuge, womit der Rekord aus dem Vorjahresmonat mit 1,5 Millionen Pkw um 24 Prozent verfehlt wurde. Der chinesische Computerkonzern Lenovo (+3,8 Prozent) verlautbarte, dass er seinen Gewinn dritten Quartal deutlich gesteigert hat. Dabei profitierte man von gewonnenen Marktanteilen. Die Erwartungen wurden geschlagen. Der den Aktionären zurechenbare Gewinn belief sich auf 153,5 Mio. US-Dollar, gegenüber einem Vorjahresgewinn in Höhe von 99,7 Mio. US-Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 130,2 Mio. US-Dollar ausgegangen. Der Umsatz kletterte um 44 Prozent auf 8,37 Mrd. US-Dollar. Ferner gab es noch eine Nachricht zu Alibaba.com. Der Betreiber der gleichnamigen E-Commerce-Website will einem Medienbericht zufolge die vom US-Konzern Yahoo! gehaltene 40-prozentige Beteiligung zurückkaufen. Daneben hat sich das japanische Verbrauchervertrauen im Januar 2012 nach Angaben des Kabinettsbüros weiter verbessert. So erhöhte sich der entsprechende saisonbereinigte Index auf 40,0 Punkte, nachdem er im Vormonat lediglich bei 38,9 Punkten gelegen hatte. Unterdessen wiesen die Auftragseingänge im Maschinenbau im Dezember 2011 nach Regierungsangaben einen Rückgang aus. In der Kernberechnung (bereinigt um Kraftwerksanlagen und Schiffbau) verringerten sich die Auftragseingänge im Vormonatsvergleich saisonbereinigt um 7,1 Prozent. Dagegen waren sie im November 2011 um 14,8 Prozent geklettert. Im Gesamtjahr 2011 lagen die Auftragseingänge um 7,8 Prozent über dem Niveau von 2010. Am Freitag erklärte die Bank of Japan, dass sich der Anstieg der japanischen Großhandelspreise im Januar 2012 abgebremst hat. So erhöhten sich die Preise der Großhändler nur noch um 0,5 Prozent. Davor hatte die Jahresteuerungsrate im Dezember 2011 bei revidiert 1,2 (vorläufig: 1,3) Prozent gestanden. Binnen Monatsfrist fielen die Großhandelspreise um 0,1 Prozent, einem unveränderten Preisniveau (vorläufig: +0,1 Prozent) im Dezember. Unterdessen hatten die Investoren auch noch einige Quartalsbilanzen zu verarbeiten. Der Brauereikonzern Kirin Holdings (+1,9 Prozent) musste im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 angesichts eines leichten Umsatzrückgangs einen deutlichen Gewinnrückgang ausweisen. Dabei hatte das Ergebnis unter einer schwachen Nachfrage im Heimatmarkt und Sonderbelastungen zu leiden. Der Nettogewinn belief sich auf 7,4 Mrd. JPY, im Vergleich zu 11,4 Mrd. JPY im Vorjahr. Der operative Gewinn sank um 5,8 Prozent auf 142,9 Mrd. JPY. Der Umsatz verringerte sich indes um 4,9 Prozent auf 2,07 Bio. JPY. Unterdessen konnte der Konkurrent Asahi Group (+0,8 Prozent) den Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz rückläufiger Umsätze leicht steigern, was auf erfolgreich umgesetzte Kostensenkungsmaßnahmen zurückzuführen war. So belief sich das Nettoergebnis auf 55,1 Mrd. JPY, im Vergleich zu 53,1 Mrd. JPY im Vorjahr. Die Umsatzerlöse fielen im Berichtszeitraum um 1,8 Prozent auf 1,46 Bio. JPY. Das operative Ergebnis verbesserte sich indes um 12 Prozent auf 107,2 Mrd. JPY. Die chinesische Handelsbilanz hat im Januar 2012 mit einem größeren Überschuss geschlossen. So belief sich der Aktivsaldo auf 27,3 Mrd. US-Dollar, nach einem Überschuss von 16,5 Mrd. US-Dollar im Vormonat. Hierbei schrumpften die Ausfuhren im Vorjahresvergleich um 0,5 Prozent, während die Importe um 15,3 Prozent zurückgingen.

In der kommenden Woche stehen unter anderem die Geschäftszahlen von Bilfinger Berger, Deutsche Börse, Revlon, Avon Products, BorgWarner, Fossil, Intercontinental Hotels, MAN, Marsh and Mclennan, Metlife, Omnicom Group, Goodyear, ThyssenKrupp, Weight Watchers, Abercrombie & Fitch, Avis Budget, BNP Paribas, CBS, Comcast, Danone, Dean Foods, Deere, Dr Pepper, Eni, Henry Schein, Marriott International, NVIDIA, Peugeot, PG&E, PUMA, TUI, Vale, ABB, Agilent, Akzo Nobel, AXA, BAE Systems, Applied Materials, Barrick Gold, comdirect bank, DIRECTV, EDF, Earthlink, General Motors, J. M. Smucker, Kabel Deutschland, Molson Coors, Nestle, Norsk Hydro, Pernod Ricard, PPR, Qantas Airways, Renault, TRW Automotive, Waste Management, Zurich Financial, Aegon, Air Liquide, Anglo American, Campbell Soup und Lafarge an.

Auf der Konjunkturseite werden nächste Woche in Deutschland die Großhandelspreise (Januar), die Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe (Dezember), die ZEW-Konjunkturerwartungen (Februar), das BIP (viertes Quartal) und die Erwerbstätigkeit (viertes Quartal) gemeldet. Ansonsten stehen das japanische BIP, der japanische Dienstleistungsindex, das BoJ Sitzungsergebnis, die japanische Industrieproduktion, die EU-Industrieproduktion, der US-Einzelhandelsumsatz, die US-Import- und -Exportpreise, die US-Lagerbestände, der BoJ Monatsbericht, die EU-Handelsbilanz, das EU-BIP, der US Empire State Manufacturing Index, die US-Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung, der EZB-Monatsbericht, das ifo-Wirtschaftsklima Welt, die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die US-Erzeugerpreise, die US-Baubeginne und -genehmigungen, der Philadelphia-Fed-Index, die Leistungsbilanz der Eurozone, die US-Verbraucherpreise, die US-Realeinkommen sowie die US-Frühindikatoren zur Veröffentlichung an.

Indexstände: (10.02.2011, 18.15 Uhr) DAX: 6.692,96 TecDAX: 769,89 Dow Jones STOXX 50: 2.468,86 Nikkei 225: 8.947,17 Dow Jones: 12.786,71 Nasdaq Composite: 2.907,85 (10.02.2012/ac/n/m)

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