30.03.2012 17:55
Bewerten
 (0)

Wochenrückblick KW 13

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - In der abgelaufenen Woche zeigten die Weltbörsen keine einheitliche Tendenz. Der Dax verlor 0,7 Prozent. Der Dow Jones STOXX 50 zeigt in der Wochenbilanz ein Plus von etwa 0,2 Prozent. Der japanische Nikkei-Index hat die Woche mit einem Gewinn von rund 0,7 Prozent abgeschlossen. In den USA legte der Dow Jones seit dem letzten Handelstag der vorangegangenen Woche bisher rund 0,90 Prozent zu.

Am Montag ging es an den deutschen Aktienmärkten nach einem positiv ausgefallenen ifo-Geschäftsklimaindex nach oben. Der DAX gewann zuletzt 1,20 Prozent auf 7.079,23 Punkte. Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im März nach Angaben des ifo Instituts erneut verbessert. So erhöhte sich der Index auf 109,8 Punkte, nach 109,7 Punkten im Vormonat und 114,7 Punkten im März 2011. Im Einzelnen verharrte der Teilindex der aktuellen Geschäftslage bei 117,4 Punkten, während der Subindex zu den Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate von 102,4 auf nun 102,7 Punkte anzog. SAP legten um 0,2 Prozent zu. Der Softwarekonzern muss Medienberichten zufolge auf einen Schlag mehrere hochrangige Posten in China neu besetzen. Dort bisher beschäftigten Managern werde vorgeworfen, gegen interne Verhaltensregeln verstoßen zu haben. Ferner gewannen Papiere von Bayer 0,7 Prozent hinzu, nachdem man mit positiven Studiendaten zu dem Gerinnungshemmer Xarelto (Rivaroxaban) aufwarten konnte. Michael Süß, Chef der Konzernsparte Energy bei Siemens, erwartet für das laufende Fiskaljahr ein deutlich positives Ergebnis für den Geschäftsbereich Erneuerbare Energien. Das Papier verbilligte sich daraufhin um 0,3 Prozent. Schließlich gab es am Montag noch Zahlen aus dem TecDAX. Der Anbieter von Vacuumlösungen Pfeiffer Vacuum konnte 2011 Umsatz und Ergebnis verbessern, wobei die Ergebnisentwicklung erwartungsgemäß verlief. Indes wurde eine hohe Ausschüttungsquote bei der Dividende beibehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist im Jahr 2011 in fast allen Positionen durch die Folgeeffekte der Akquisition von adixen beeinflusst. Die Aktie rückte um 4,6 Prozent vor. Am Dienstag tendierte der deutsche Leitindex DAX nahezu unverändert und schloss bei 7.078,90 Stellen. Die im Großen und Ganzen stabile Entwicklung der Verbraucherstimmung setzt sich nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) auch im Frühjahr dieses Jahres fort. Der Gesamtindikator prognostiziert nach 6,0 Punkten im März für April einen Wert von 5,9 Punkten. Im Einzelnen erhöht sich der Index der Konjunkturerwartung um 1,3 auf 7,2 Zähler. Dagegen verliert der Indikator der Einkommenserwartung 7,0 Punkte auf 34,3 Zähler. Der Indikator für die Anschaffungsneigung fällt um 0,6 Punkte auf 38,6 Zähler. Die deutschen Außenhandelspreise haben sich derweil nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Februar 2012 erneut erhöht. Gegenüber dem Vorjahresmonat verteuerten sich die Importe um 3,5 Prozent, nach einem Plus von 3,7 Prozent im Vormonat und 11,9 Prozent im Februar 2011. Auf Monatssicht stiegen die Einfuhrpreise um 1,0 Prozent. Die Exportpreise legten im Vorjahresvergleich um 2,0 Prozent zu, während sie im Januar um 2,1 Prozent und im Februar 2011 um 5,4 Prozent geklettert waren. Im Vormonatsvergleich wuchsen die Ausfuhrpreise um 0,3 Prozent an. Im MDAX brachen Celesio um 6,7 Prozent ein. Der Pharmagroßhändler musste im abgelaufenen Fiskaljahr erwartungsgemäß einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. Im Anschluss kündigte Celesio im Zuge der weiteren Neuausrichtung des Konzerns mehrere Unternehmensverkäufe an. Die Anteilsscheine des Küchenherstellers RATIONAL verteuerten sich daneben nach endgültigen Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr um 0,6 Prozent. Der Konzern konnte zwar die Umsatzerlöse deutlich steigern, musste gleichzeitig allerdings einen Gewinnrückgang hinnehmen. Dabei drückte die Umstellung des Produktportfolios auf die neuen Linien, das SelfCookingCenter whitefficiency und das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY auf die Profitabilität. HOCHTIEF verschlechterten sich um 5,3 Prozent. Die zum Baukonzern gehörende Konzerntochter Leighton wird in Kürze möglicherweise eine Gewinnwarnung veröffentlichen. Der Konzern hatte am Dienstag bei der Börse in Australien die Aussetzung der Aktie vom Handel beantragt. Derzeit werde geprüft, ob das Ergebnis im abgelaufenen Quartal Auswirkungen auf das Konzernergebnis im Gesamtjahr haben werde, teilte der australische Konzern mit. centrotherm photovoltaics verloren nach endgültigen Zahlen für das abgelaufene Fiskaljahr 0,2 Prozent an Wert. Dabei konnte der Konzern zwar die Gesamtleistung steigern, rutschte gleichzeitig beim EBIT und beim Nachsteuerergebnis aber in die Verlustzone. Für die Anteilsscheine von SINGULUS ging es derweil als Tagessieger im TecDax um fast 5 Prozent nach oben. Der Technologiekonzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr bei gestiegenen Umsätzen ein positives Ergebnis erzielt. Damit wurde der Turnaround 2011 erreicht. Zudem wurde ein optimistischer Ausblick für 2012 gegeben. Am Mittwoch ging es an den deutschen Aktienmärkten wieder nach unten. Der DAX verlor zuletzt 1,13 Prozent auf 6.998,80 Punkte. Das Konjunkturbarometer des DIW Berlin bestätigt im Februar die insgesamt positive Einschätzung vom Januar. Wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mitteilte, dürfte die deutsche Wirtschaft die Auswirkungen der Krise im Euroraum zunächst überstanden haben. Die Wachstumsrate des realen Bruttoinlandsprodukts im ersten Vierteljahr wird laut Konjunkturbarometer wohl eine schwarze Null aufweisen - nach einem leichten Rückgang der Wirtschaftsleistung von 0,2 Prozent im Schlussquartal 2011. Siemens hat einen Großauftrag im Bereich Kraftwerkstechnik aus Südkorea erhalten. So liefert das Unternehmen für das Gas- und Dampfturbinen (GuD)-Kraftwerk Ansan ein Power Island mit zwei Gasturbinen der fortschrittlichen H-Klasse sowie eine Dampfturbine, drei Generatoren, zwei Abhitzedampferzeugern und die Leittechnik. Die Aktie verbesserte sich um 1,1 Prozent. Zahlen für 2011 meldete KUKA. Dabei konnte der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatz, Auftragseingang und Gewinn deutlich verbessern. Das Papier kletterte im MDAX um 0,8 Prozent in die Höhe. euromicron gaben um 2,2 Prozent nach. Der TecDAX-Neuling steigerte im abgelaufenen Fiskaljahr die Umsatzerlöse und die Auftragseingänge um rund 50 Prozent. Der Konzernüberschuss lag ebenfalls über Vorjahresniveau. STRATEC Biomedical verbesserten sich indes im TecDAX um 2,1 Prozent. Das Unternehmen konnte im abgelaufenen Fiskaljahr mit einem Umsatz- und Ergebnisanstieg aufwarten. Vor dem Hintergrund von Konjunktursorgen zeigten sich die wichtigsten deutschen Aktienmärkte auch am Donnerstag in schwacher Form. Der DAX verlor zuletzt 1,77 Prozent auf 6.875,15 Punkte. Die Erwerbstätigkeit in Deutschland hat sich im Februar 2012 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erneut erhöht, womit sich die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt fortgesetzt hat. Nach vorläufigen Berechnungen lag die Zahl der Erwerbstätigen mit einem Wohnort in Deutschland bei knapp 41,1 Millionen Personen. Das waren 1,4 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat. Unterdessen verringerte sich die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen, die nicht nur bei Gründung eines Gewerbebetriebes erfolgen müssen, sondern auch bei Verlagerung, Umwandlung oder Übernahme, im Jahr 2011 um 4,8 Prozent und betrug rund 821.200. Schließlich ist der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau ist im Februar deutlich geschrumpft. Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) heute verkündete, sank der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahresmonat um real 16 Prozent. Hierbei schrumpfte das Inlandsgeschäft um 12 Prozent, während das Auslandsgeschäft um 18 Prozent nachgab. Im Blickfeld der Investoren standen zudem zahlreiche Bilanzausweise aus der zweiten Reihe. Vossloh verbilligten sich um 0,9 Prozent. Der Bahntechnikkonzern verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis. STADA Arzneimittel konnte indes im abgelaufenen Fiskaljahr den Konzernumsatz moderat steigern. Die ausgewiesenen Ertragskennzahlen waren in 2011 angesichts hoher belastender einmaliger Sondereffekte stark rückläufig, lagen aber operativ, d.h. unter Ausklammerung der einmaligen Sondereffekte, alle über den entsprechend bereinigten Ertragskennzahlen des Vorjahres. Das Papier stieg als Tagessieger im MDAX um 4,5 Prozent. Für die Aktien von Deutsche Wohnen ging es um 2,6 Prozent nach unten. Der Immobilienkonzern konnte im abgelaufenen Fiskaljahr den Konzerngewinn mehr als verdoppeln. ElringKlinger legte derweil im abgelaufenen Fiskaljahr bei Umsatz und Ergebnis deutlich zu. Beim Umsatz wurde dabei die Marke von einer Milliarde Euro übersprungen. Die Aktie des Automobilzulieferers fuhr trotzdem mit einem Abschlag von 3 Prozent hinterher. BayWa wartete ferner im zurückliegenden Fiskaljahr mit einem Ergebnisanstieg auf. Der Umsatz konnte gleichzeitig überproportional verbessert werden. Die Papiere des Handels- und Dienstleistungskonzerns verbilligten sich um 2 Prozent. Für negative Schlagzeilen sorgte indes HOCHTIEF. Der Baukonzern hat auf die Prognoseänderung bei seiner australischen Tochter Leighton reagiert und ebenfalls seine Erwartungen für das laufende Fiskaljahr nach unten korrigiert. De Titel verschlechterte sich um 2,2 Prozent. Im TecDAX brachen SMA Solar um mehr als 7 Prozent ein. Der Konzern hat 2011 das zweitbeste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt. Dennoch musste der Spezialist für Solarwechselrichter im abgelaufenen Fiskaljahr einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang ausweisen. Auch für das laufende Fiskaljahr wird ein weiterer Umsatzrückgang erwartet. Am Freitag tendieren die deutschen Aktienmärkte bis zum Nachmittag fester. Das kassenmäßige Finanzierungsdefizit der öffentlichen Haushalte einschließlich Extrahaushalte ist im Jahr 2011 zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt bekannt gab, verringerte sich das Defizit auf 12,4 Mrd. Euro und war damit um 68,3 Mrd. Euro niedriger als im Jahr 2010. Die öffentlichen Einnahmen stiegen um 8,5 Prozent auf 1.151,8 Mrd. Euro, während die öffentlichen Ausgaben mit einem Volumen von 1.163,9 Mrd. Euro um 1,9 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen. Der deutsche Einzelhandelsumsatz lag derweil im Februar nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes unter dem Vormonatsniveau. Die Einzelhändler verkauften unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten nominal, d.h. in jeweiligen Preisen, 0,2 Prozent weniger als im Vormonat, nach einem Rückgang von 0,6 Prozent im Januar 2012 und einem Anstieg um 0,8 Prozent im Februar 2011. Real, d.h. zu konstanten Preisen, ging der Absatz um 1,1 Prozent zurück, wogegen er im Vormonat um 1,2 Prozent gesunken und im Vorjahresmonat um 0,1 Prozent gewachsen war. Die Commerzbank hat sich mit der EU-Kommission auf eine Änderung der Auflagen in Zusammenhang mit der Commerzbank-Tochter Eurohypo verständigt. Im Anschluss konnte der Wert 1,4 Prozent zulegen. Daneben standen auch am Freitag wieder Zahlen aus der zweiten Reihe im Blickfeld der Anleger. GSW Immobilien (+2 Prozent) steigerte im abgelaufenen Fiskaljahr seine Mieterlöse leicht, während der Konzernjahresüberschuss vor allem wegen einem klar positiven Bewertungsergebnis und Einmaleffekten mehr als verdoppelt werden konnte. Vorstand und Aufsichtsrat von Salzgitter werden indes der Hauptversammlung am 30. Mai 2012 die Ausschüttung einer Dividende von 0,45 Euro je Aktie vorschlagen. Im Vorjahr hatte die Dividende bei 32 Cent je Aktie gelegen. Die bereits Anfang März vorgelegten Eckdaten für das abgelaufene Fiskaljahr wurden im Rahmen der Bilanzpressekonferenz zudem bestätigt. Für das laufende Fiskaljahr 2012 wurde keine detaillierte Prognose abgegeben. Der Hafenbetreiber HHLA (+1,8 Prozent) konnte im abgelaufenen Fiskaljahr mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisplus aufwarten. Die Dividende soll um 18,2 Prozent auf 0,65 Euro je Aktie angehoben werden. Nach dem bisherigen Jahresverlauf und aktuellen Markteinschätzungen ist für das Jahr 2012 nach Ansicht des Konzerns mit einer erheblich abgeschwächten Entwicklung von Weltwirtschaft, Welthandel und Containerumschlag zu rechnen.

An den europäischen Aktienmärkten herrschte am Montag ebenfalls vornehmlich die Farbe grün vor. Der Dow Jones EURO STOXX 50 schloss mit einem Plus von 0,57 Prozent auf 2.539,87 Punkte. easyJet flogen um 7 Prozent vor, nachdem die Billigfluglinie überraschend ihre Ergebnisprognose für das erste Halbjahr nach oben revidiert hat. Daneben legten BG Group um 1,8 Prozent zu. Der Energie- und Erdgasversorger ist bei einer Explorationsbohrung erneut auf Erdgas gestoßen. So hat man im Rahmen einer Offshore-Bohrung südlich von Tansania ein Erdgasvorkommen entdeckt. Das Gesamtvolumen der Lagerstätte liegt voraussichtlich bei 2,5 bis 4,4 Billionen Kubikfuß Erdgas. In Frankreich fuhren Peugeot mit einem Abschlag von 0,7 Prozent hinterher. Der Automobilhersteller und General Motors, die zuletzt eine Allianz vereinbart haben, wollen Presseangaben zufolge bis Oktober vier gemeinsame Projekte auf den Weg bringen. Das italienische Verbrauchervertrauen hat sich im März nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat verbessert. So erhöhte sich der saisonbereinigte Stimmungs-Index auf 96,8 Punkte. Davor hatte er im Februar nur bei 94,4 Punkten gelegen. BWT notierten zum Handelsschluss mit 0,7 Prozent im Minus. Das österreichische Wassertechnologie-Unternehmen musste im abgelaufenen Fiskaljahr trotz höherer Umsatzerlöse einen Gewinnrückgang ausweisen. Schließlich könnte um die zum Verkauf stehende asiatische Lebensversicherungssparte des niederländischen Allfinanzkonzerns ING Groep einem Medienbericht zufolge ein milliardenschwerer Bieterwettstreit entbrennen. ING Groep verbesserten sich um 1,8 Prozent. Am Dienstag ging es dann allerdings bereits wieder nach unten. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 0,58 Prozent auf 2.525,21 Punkte. Die Verbraucherstimmung in Frankreich hat sich im März 2012 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Insee deutlich verbessert. So erhöhte sich der saisonbereinigte Index des Verbrauchervertrauens auf 87 Zähler. Für Februar war ein Indexwert von 82 Punkten ermittelt worden. Zu den größten Gewinnern im britischen Leitindex FTSE 100 zählte Kazakhmys mit einem Plus von 2,1 Prozent. Der Kupferminenbetreiber teilte mit, dass sein Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz eines Umsatzwachstums gesunken ist. Zurückzuführen war dies auf eine Sonderbelastung in Folge des Verkaufs eines Geschäftsbereichs. Auf operativer Ebene wurde jedoch angesichts gestiegener Metallpreise ein Gewinnzuwachs erzielt. Daneben rückten Rio Tinto um 0,7 Prozent vor. Der Bergbaukonzern hat mit einer strategischen Überprüfung seines Diamantengeschäfts begonnen. Wolseley verschlechterten sich um 3,3 Prozent und hielten damit die rote Laterne im FTSE 100. Der Baustoffhändler gab bekannt, dass er im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres einen höheren Gewinn erzielen konnte, was mit Kostensenkungen und Umsatzzuwächsen zusammenhängt. Dabei profitierte man von einem starken Wachstum in den USA, während sich das Geschäft in Europa schwach entwickelte. Tagessieger im FTSE 100 wurde unterdessen Royal Bank of Scotland Group mit einem Zugewinn von 3,3 Prozent. Die Bank könnte einem Medienbericht zufolge möglicherweise bald einen neuen Großaktionär erhalten. Wie es heißt, verhandelt die britische Regierung offenbar seit mehreren Monaten mit Staatsfonds des arabischen Emirats Abu Dhabi über einen Teilverkauf der von Großbritannien gehaltenen Staatsbeteiligung an dem britischen Finanzkonzern. Am Mittwoch ging es auch an den wichtigsten europäischen Aktienmärkten nach unten. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 1,13 Prozent auf 2.496,68 Punkte. Das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im vierten Quartal 2011 stärker als zunächst erwartet gesunken. Dies geht aus der veröffentlichten Mitteilung der britischen Statistikbehörde National Statistics hervor. So wurde für das Bruttoinlandsprodukt in Großbritannien für das Schlussquartal 2011 ein Minus von 0,3 Prozent (vorläufig: -0,2 Prozent) gegenüber dem letzten Quartal ermittelt. Das BIP-Wachstum für das Gesamtjahr 2011 lag demnach bei +0,7 Prozent, nachdem man hier zuvor auf vorläufiger Basis ein Plus von 0,8 Prozent ermittelt hatte. Die französische Statistikbehörde INSEE gab die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vierten Quartal 2011 bekannt und hat dabei die vorläufigen Angaben bestätigt. Demnach wuchs die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent, während vorläufig bereits eine Steigerung in dieser Größenordnung ermittelt worden war. Im dritten Quartal 2011 war das BIP um 0,3 Prozent gestiegen. Im Gesamtjahr 2011 zog die Wirtschaftsleistung um 1,7 Prozent an, nach einem Plus von 1,4 Prozent in 2010. Peugeot fuhren um 0,1 Prozent vor. Der Automobilkonzern teilte mit, dass Toyota Peugeot Citroën Automobile (TPCA), sein Produktions-Joint Venture mit Toyota Motor, inzwischen insgesamt zwei Millionen Fahrzeuge produziert hat. Daneben notierten ArcelorMittal 3,4 Prozent schwächer. Der Stahlkonzern verlautbarte, dass er einen Teil ihrer Beteiligung an der türkischen Ereğli Demir ve Çelik Fabrikaları T.A.Ş. (Erdemir) verkauft hat. Aus der Transaktion fließen dem Unternehmen den Angaben zufolge umgerechnet rund 159 Mio. Euro zu. In Österreich schossen conwert Immobilien Invest um 4,6 Prozent nach oben. Der Konzern konnte im abgelaufenen Fiskaljahr mit einem Gewinn- und Umsatzanstieg aufwarten. Auch am Donnerstag tendierten die wichtigsten europäischen Börsen schwächer. Auf die Stimmung der Investoren drückte dabei auch eine verhalten ausgefallene Anleiheauktion in Italien. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor dabei 1,76 Prozent auf 2.452,74 Punkte. Die Wirtschaftsstimmung in der EU hat sich im März 2012 verschlechtert. Dies gab die Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen der EU-Kommission bekannt. So sank der Sammel-Index zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung in der gesamten Union (EU27) auf 93,2 Punkte, nach revidiert 94,0 Punkten im Februar. Ferner fiel der Index für die Eurozone auf 94,4 Zähler, während er im Vormonat bei revidiert 94,5 Punkten gestanden hatte. Das Geschäftsklima in der Eurozone hat sich derweil im März eingetrübt. Dies gab die Generaldirektion Wirtschaft der EU-Kommission bekannt. So verringerte sich der entsprechende Indexstand auf -0,30 Punkte, nach revidiert -0,16 Punkten im Vormonat und +1,40 Punkten im März 2011. Hennes & Mauritz (H&M) schloss den Tag mit einem Abschlag von 4,9 Prozent ab, nachdem die Bekleidungskette verlautbarte, dass ihr Gewinn im ersten Quartal leicht gestiegen ist. Die Erwartungen wurden allerdings angesichts hoher Textilpreise und aufgrund von Preisnachlässen verfehlt. Raiffeisen Bank International konnte im abgelaufenen Fiskaljahr dank einer deutlich gesunkenen Risikovorsorge mit einem Ergebnisplus beim Vorsteuergewinn aufwarten. Unter dem Strich wurde jedoch ein Gewinnrückgang ausgewiesen. Der Titel verschlechterte sich um 1,4 Prozent. TUI Travel gaben um 2,6 Prozent nach. Europas größtes Touristikunternehmen, präsentierte sein Pre-Close Trading Update im Vorfeld der Veröffentlichung der Zahlen für die sechs Monate zum 31. März 2012 am 8. Mai 2012. Demnach verlief die bisherige Geschäftsentwicklung insgesamt im Rahmen der eigenen Erwartungen, wobei die Wintersaison in Großbritannien die Erwartungen übertroffen hat. Für die Sommersaison 2012 hat sich den Angaben zufolge das Geschäftsvolumen in sämtlichen wichtigen Märkten seit dem letzten Update erhöht. Daneben verteuerten sich Imperial Tobacco um 1,5 Prozent. Der Tabakkonzern verlautbarte, dass seine Geschäftsentwicklung im Fiskaljahr zum 30. September 2012 bisher insgesamt im Rahmen der eigenen Erwartungen lag. International Power verlautbarte, dass der französische Wettbewerber GDF SUEZ ein vorläufiges Angebot für die restlichen 30 Prozent der Anteile an dem britischen Energieversorger unterbreitet hat, die sich noch nicht in seinem Besitz befinden. GDF SUEZ verschlechtern sich um 1,5 Prozent. International Power rücken indes als Spitzenreiter im FTSE 100 um 5,6 Prozent vor. Am Freitag standen an den europäischen Aktienmärkten bis zum Nachmittag die Zeichen auf Erholung. Die Verbraucherpreise sind im Februar 2012 mit verlangsamtem Tempo angestiegen, teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat in ihrer Vorabschätzung zur Inflationsentwicklung in der Eurozone mit. So erhöhte sich die jährliche Inflationsrate auf 2,6 Prozent, während sie im Vormonat bei 2,7 Prozent gestanden hatte. Zahlen gab es unter anderem von Portugal Telecom (-0,3 Prozent). Der Telekommunikationskonzern verlautbarte, dass sein Gewinn im vierten Quartal gesunken ist, was mit deutlich erhöhten operativen Kosten zusammenhängt. Der Umsatz konnte aber deutlich gesteigert werden. Unterdessen hat der Pharmakonzern Roche Holding (+0,5 Prozent) positive Daten zu einer klinischen Phase-III-Studie für das Brustkrebsmedikament Trastuzumab Emtansine (T-DM1) vorgelegt.

Am Montag herrschte an den asiatischen Aktienmärkten keine eindeutige Tendenz vor. Der japanische Leitindex Nikkei legte leicht um 0,07 Prozent auf 10.018,24 Stellen zu. Vor dem Hintergrund eines nachgebenden Yen standen dabei unter anderem auch Automobiltitel auf dem Einkaufszettel der Investoren. So fuhren Toyota Motor um 0,3 Prozent vor, während es für Nissan um 2,5 Prozent nach oben ging. Honda fuhren allerdings mit einem Abschlag von 0,6 Prozent hinterher. Die chinesischen Aktienmärkte pendelten am Montag um ihren Freitagsschlusskurs. Der Shanghai Composite rückte zum Schluss leicht um 0,05 Prozent auf 2.350,60 Punkte vor. In Hongkong ging der Hang Seng am Ende mit einem ganz minimalen Zugewinn von 0,06 Punkten auf 20.668,86 Zählern in den Feierabend. Am Dienstag ging es an den meisten asiatischen Märkten nach oben. Der japanische Leitindex Nikkei stieg am Ende um 2,36 Prozent auf 10.255,15 Zähler. Hitachi rückten um 2,3 Prozent vor. Der Konzern verlautbarte, dass er im Rahmen des Hitachi Smart Transformation Project seine jährlichen Kosten senken will. Dabei strebt man an, die Gesamtkosten, die sich aus Produktionskosten, direkten Materialkosten und indirekten Kosten zusammensetzen, um 5 Prozent zu reduzieren. Derzeit belaufen sich die Gesamtkosten den Angaben zufolge auf rund 9 Bio. JPY. Daneben verbesserten sich Sony um 3,1 Prozent. Der weltweit zweitgrößte Unterhaltungselektronik-Konzern hat unter der Führung seines neuen President und CEO Kazuo Hirai eine neue Management-Struktur einführt, um Entscheidungsprozesse zu beschleunigen bzw. zu optimieren. Die Änderungen werden zum 1. April 2012 wirksam. Unterdessen hat BMW mit Toyota Motor eine Kooperationsvereinbarung über die gemeinsame Forschung auf dem Gebiet der Lithium-Ionen Batterietechnologie geschlossen. Dabei haben beide Autobauer einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichnet und bereits mit der gemeinsamen Forschung begonnen. Das gemeinsame Forschungsprojekt fokussiert auf die Steigerung der Leistung und Speicherkapazität der Lithium-Ionen-Batteriezellen durch die Verwendung neuer Materialkombinationen für die Kathoden, Anoden und Elektrolyte der Zelle. Toyota Motor fuhren um 3,6 Prozent vor. Am Mittwoch zeigten sich die wichtigsten asiatischen Märkte wieder in schwächerer Verfassung. Der japanische Leitindex Nikkei verlor 0,71 Prozent auf 10.182,57 Punkte. Bei den Einzelwerten fielen Sharp mit einem Zugewinn von 15,2 Prozent ins Auge. Der Technologiekonzern hat eine Allianz mit Kapitalverpflechtung mit der taiwanischen Hon Hai Precision Industry bekannt gegeben. In China dominierte ebenfalls die Farbe rot. Dabei wurde die Stimmung der Investoren hier auch durch Sorgen bezüglich der weiteren Entwicklung des chinesischen Wirtschaftswachstums eingetrübt. Air China flogen mit einem Abschlag von 0,2 Prozent hinterher, nachdem die größte Fluggesellschaft in China bereits am Vortag mitteilte, dass man im abgelaufenen Fiskaljahr einen deutlichen Ergebnisrückgang verbuchen musste. CNOOC, der größte Offshore-Ölkonzern in China, meldete ferner, dass ihr Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um 29 Prozent gestiegen ist, was auf höhere Ölpreise zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden geschlagen. Das Papier gab trotzdem um 1,9 Prozent nach. Am Donnerstag dominierte nach eher enttäuschenden US-Konjunkturdaten und vor dem Hintergrund anhaltender Wachstumssorgen in China an den wichtigsten asiatischen Aktienmärkten die Farbe rot. Der japanische Leitindex Nikkei verschlechterte sich am Ende um 0,67 Prozent auf 10.114,79 Punkte. In Hongkong ging es für den Hang Seng um 1,32 Prozent auf 20.609,39 Zähler nach unten. PetroChina verbilligten sich um 2 Prozent. Der Ölgigant teilte mit, dass sein Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht gesunken ist, was mit Verlusten im Raffineriegeschäft zusammenhängt. Die Markterwartungen wurden damit verfehlt. Die gesamte Öl- und Gasproduktion konnte im Geschäftsjahr 2011 um 4,7 Prozent auf 1,28 Milliarden BOE (Barrel of Oil Equivalent) erhöht werden. Hutchison Whampoa teilte mit, dass sich sein Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr als verdoppelt hat, was auf höhere Ergebnisbeiträge verschiedener Geschäftsbereiche, darunter die britischen Versorgungs- und die kanadischen Ölaktivitäten, sowie auf Einmalerträge aus Assets-Verkäufen zurückzuführen war. Die Erwartungen wurden damit erfüllt. Für das abgelaufene Geschäftsjahr will der Konzern eine Dividende in Höhe von 2,08 HKD pro Aktie ausschütten, gegenüber 1,92 HKD pro Aktie im Vorjahr. Am Freitag war an den wichtigsten asiatischen Börsen keine einheitliche Tendenz auszumachen. In Japan gingen die Indizes nach enttäuschenden Industrieproduktionsdaten mit roten Vorzeichen aus dem Handel. Der japanische Leitindex Nikkei verschlechterte sich am Ende um 0,31 Prozent auf 10.083,56 Zähler. Die japanische Industrieproduktion ist im Februar 2012 gesunken. Dies gab das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) bekannt. So verringerte sich die Fertigungsmenge gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent. Im Januar hatte der Output der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft um 1,9 Prozent zugenommen. Die chinesischen Börsen gingen unterdessen mit unterschiedlichen Vorzeichen aus dem Handel. Während sich der Shanghai Composite um 0,47 Prozent auf 2.262,79 Punkte verbesserte, verlor in Hongkong der Hang Seng 0,26 Prozent auf 20.555,58 Stellen.

Die wichtigsten US-Indizes schlossen am Montag nach guten Vorgaben aus Europa und Japan im Plus. Der Dow Jones gewann auf den gesamten Handelstag gesehen 1,23 Prozent auf 13.241,25 Punkte. Die Zahl der anstehenden Hausverkäufe in den USA ist im Februar zurückgegangen, teilte die National Association of Realtors am Montag mit. Demnach verringerte sich der entsprechende Index um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat, während Volkswirte von einer Zunahme um 0,5 Prozent ausgegangen waren. Im Vergleich zum Vorjahresmonat zog die Zahl zudem um 9,2 Prozent an. US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte sich indes kritisch zur Situation auf dem US-Arbeitsmarkt zu Wort gemeldet. Demnach habe man zuletzt positive Signale am US-Arbeitsmarkt ausmachen können, erklärte Bernanke im Rahmen einer Rede. So habe die Zahl der neuen Stellen weiter zulegen können, während sich die Arbeitslosenquote weiter verringert habe. Dennoch lasse die zuletzt gesehene Entwicklung einige Kernfragen offen. So sei es zum jetzigen Zeitpunkt unklar, ob die zuletzt gesehene Erholung tatsächlich nachhaltig sei, oder ob es sich nur um einen saisonal bedingten zyklischen Effekt handele. Nach Aussage von Bernanke befinde sich der US-Arbeitsmarkt derzeit trotz der positiven Tendenzen weiterhin in einer kritischen Verfassung. General Motors beabsichtigt Presseangaben zufolge, die Fertigung bei seiner Tochter Opel in Niedriglohnländer zu verlagern. Die GM-Aktie schloss den Handelstag mit 1,6 Prozent fester. Der Nahrungsmittelkonzern J.M. Smucker hat sich eine Minderheitsbeteiligung an dem chinesischen Nahrungsmittelhersteller Guilin Seamild Biologic Technology Development Co. Ltd. gesichert. Die Aktie von J.M. Smucker verteuerte sich um 0,2 Prozent. Indes musste der Nahrungsmittelhersteller Cal-Maine Foods im dritten Quartal trotz eines Umsatzwachstums einen Gewinnrückgang ausgewiesen. Der Titel brach um 6,1 Prozent ein. Nachbörslich teilte Apollo Group mit, dass sie im zweiten Fiskalquartal 2011/2012 die Erwartungen der Analysten übertroffen hat. Der Kreditkartenanbieter American Express verlautbarte daneben, dass er eine Dividendenerhöhung um 11 Prozent sowie einen Aktienrückkauf beschlossen hat. Am Dienstag schloss der Dow Jones mit 0,33 Prozent im Minus bei 13.197,73 Punkten. Die Immobilienpreise in den USA sind im Januar 2012 gegenüber dem Vormonat gesunken. Wie aus dem S&P Case/Shiller Homeprice-Index hervorgeht, schrumpften die Häuserpreise im Berichtsmonat in den wichtigsten 20 Städten gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent, nach einem Minus von 1,1 Prozent im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurde ein Rückgang der Häuserpreise um 3,8 Prozent ausgewiesen. Daneben wurde das Verbrauchervertrauen für März veröffentlicht. Dieses hat sich im März zwar verschlechtert, lag aber knapp über den Prognosen der Volkswirte. Wie das Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board bekanntgab, fiel der entsprechende Index auf 70,2 Punkte, nach revidiert 71,6 (vorläufig: 70,8) Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Wert von 70,1 Punkten prognostiziert. Der Baukonzern für Eigenheime Lennar verlautbarte, dass er im ersten Quartal einen deutlich geringeren Gewinn erzielt hat, was mit einem Einmalertrag im Vorjahr zusammenhängt. Die Erwartungen wurden jedoch klar geschlagen. Die Papiere verteuerten sich um 4,6 Prozent. Daneben gab McCormick bekannt, dass sein Gewinn im ersten Quartal trotz eines starken Umsatzwachstums leicht gesunken ist, was mit gestiegenen Material- und Marketing-Kosten zusammenhängt. Die Erwartungen wurden jedoch geschlagen. Zudem wurde die Jahresprognose bestätigt. Der Titel legte um 2,3 Prozent zu. Am Mittwoch ging es auch an der Wall Street deutlich nach unten. Dabei belasteten u.a. schwächer als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten. Der Dow Jones verlor am Ende 0,54 Prozent auf 13.126,21 Punkte. Der Auftragseingang langlebiger Güter ist im Februar gestiegen. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen um 2,2 Prozent über dem Vormonatsniveau, während Volkswirte eine Zunahme um 2,8 Prozent prognostiziert hatten. Für Januar war ein Auftragsplus von revidiert 3,6 (vorläufig: 3,7) Prozent ermittelt worden. Daneben ermittelte die Mortgage Bankers Association of America (MBA) für die Woche zum 23. März 2012 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index um 2,7 Prozent. In der Vorwoche war ein Minus von 7,2 Prozent ermittelt worden. Im Fokus stand am Mittwoch eine Transaktion zwischen Pentair und dem Mischkonzern Tyco International. Die Unternehmen gaben bekannt, dass sie beabsichtigen, Pentair mit dem Flow Control-Geschäft von Tyco zu fusionieren. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, wird Tyco Flow im Rahmen der Transaktion mit rund 4,9 Mrd. US-Dollar bewertet, einschließlich Verbindlichkeiten und Minderheitsanteilen. Nach Abschluss der Transaktion, die von den Boards beider Unternehmen genehmigt wurde, werden Tyco-Aktionäre rund 52,5 Prozent des fusionierten Unternehmens halten, während Pentair-Aktionäre in Besitz von ca. 47,5 Prozent der Anteile sein werden. Während Papiere von Pentair um rund 15 Prozent nach oben schossen, legten Titel von Tyco um 4,3 Prozent zu. Applied Materials hat derweil einen enttäuschenden Ausblick für das Geschäftsjahr 2011/12 abgegeben. Das Unternehmen erwartet demnach ein bereinigtes Ergebnis zwischen 85 und 95 Cents je Aktie. Beim Umsatz stellt man 9,1 bis 9,5 Mrd. US-Dollar in Aussicht. Analysten erwarten derzeit ein EPS von 96 Cents bei Umsatzerlösen von 9,61 Mrd. US-Dollar. Die Aktie verlor am Ende 2,8 Prozent. Am Donnerstag tendierten die US-Börsen uneinheitlich. Dabei hatten die Märkte lange Zeit vor allem unter einer schwächer als erwarteten Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt zu leiden. Der Dow Jones konnte sich aber mit 0,15 Prozent auf 13.145,82 Punkte ins Plus retten. Die Wirtschaftsleistung in den USA ist im vierten Quartal 2011 mit beschleunigtem Tempo angewachsen. In der dritten und damit endgültigen Schätzung des US-Handelsministeriums wurden die vorläufigen Angaben bestätigt. Gegenüber dem Vorquartal kletterte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,0 Prozent, während vorläufig bereits ein Zuwachs in dieser Größenordnung gemeldet worden war. Volkswirte hatten ebenfalls einen BIP-Anstieg um 3,0 Prozent prognostiziert. Im Vorquartal hatte sich das BIP der weltweit stärksten Volkswirtschaft lediglich um 1,8 Prozent erhöht. Wie das US-Arbeitsministerium daneben mitteilte, hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 24. März 2012 verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 5.000 auf 359.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 350.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 348.000 auf 364.000 nach oben korrigiert. Best Buy brachen um 7 Prozent ein. Der größte US-Elektronikhändler meldete, dass er im vierten Quartal aufgrund von Einmalbelastungen einen Verlust verbuchen musste. Auf bereinigter Basis konnte man die Marktschätzungen übertreffen, wohingegen die Umsatzentwicklung enttäuschte. Im Anschluss kündigte der Konzern im Zuge weiterer Effizienzsteigerungen und Restrukturierungen die Schließung von insgesamt 50 Big Box-Niederlassungen an. Movado schossen dagegen um 9,70 Prozent nach oben. Der Uhrenhersteller teilte mit, dass er im vierten Quartal bei höheren Umsatzerlösen wieder in die Gewinnzone zurückkehren konnte. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Daneben hat der Bau- und Ingenieurkonzern Shaw Group im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinnzuwachs erzielt und die Markterwartungen erfüllt. Shaw Group tendierten 3,9 Prozent fester. Nachbörslich meldete noch der BlackBerry-Hersteller Research In Motion (RIM) einen Ergebnis- und Umsatzrückgang für das vierte Fiskalquartal 2011/12 bekannt. Während die Zahlen unterhalb der Erwartungen ausfielen, enttäuschte der Konzern noch mehr mit der Aussage, künftig keinen Ausblick mehr zu veröffentlichen. Zudem wurde bekannt gegeben, dass der frühere Co-CEO Jim Balsillie das Board of Directors verlässt. Im frühen Freitaghandel zeigten die US-Börsen eine leicht positive Tendenz. Nach Angaben des US-Handelsministeriums sind die saisonbereinigten persönlichen Einkommen und Ausgaben im Februar 2012 angewachsen. So erhöhten sich die persönlichen Einkommen um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonatsniveau, während im Vormonat ein Plus von revidiert 0,2 (vorläufig: 0,3) Prozent verbucht worden war. Ferner zogen die persönlichen Konsumausgaben um 0,8 Prozent an, während sie im Vormonat um revidiert 0,4 (vorläufig: 0,2) Prozent gestiegen waren. Volkswirte hatten im Vorfeld Zuwächse von 0,3 Prozent bei den Einkommen und 0,6 Prozent bei den Konsumausgaben prognostiziert. Daneben ermittelte die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager für März 2012 einen Rückgang beim saisonbereinigten Konjunktur-Index. So lag der Einkaufsmanager-Index bei 62,2 Punkten, nach 64,0 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Wert von 63,0 Punkten prognostiziert. Schließlich hat sich die Stimmung der US-Verbraucher im März 2012 gegenüber dem Vormonat verbessert. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Michigan. So wuchs der Gesamtindex auf revidiert 76,2 Punkte (vorläufig: 74,3 Punkte), nachdem im Vormonat nur ein Stand von 75,3 Punkten ausgewiesen worden war. Volkswirte waren zuvor von einem Wert von 74,7 Punkten ausgegangen.

Unternehmensseitig werden in der kommenden Woche First Financial Service, The Talbots, UMS United Medical Systems, Acuity Brands, Monsanto, CarMax, Constellation Brands und Pier1 Imports ihre Bücher öffnen.

Konjunkturseitig werden in der kommenden Woche am Montag der Tankan-Bericht aus Japan erwartet. In Deutschland und der EU stehen die Einkaufsmanagerindizes an. Aus den USA werden zudem der ISM-Einkaufsmanagerindex und die Bauausgaben erwartet. Es folgen am Dienstag in der EU die 3. Schätzung zum BIP im vierten Quartal sowie die Erzeugerpreise der Industrie. In den USA stehen zudem die Industrieaufträge und das FOMC Sitzungsprotokoll an. Am Mittwoch folgen die Ratssitzungen der EZB und der BoE. Aus den USA werden ferner die wöchentlichen Hypothekenanträge, der ISM-Dienstleistungsindex und der ADP-Arbeitsmarktbericht gemeldet. Am Gründonnerstag folgen aus Deutschland die Daten zur Produktion im Produzierenden Gewerbe sowie aus den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und der Erdgasbericht. Es folgen am Karfreitag aus den USA der Arbeitsmarktbericht und die Verbraucherkredite.

Indexstände (30.03.2012, 18:00 Uhr) DAX: 6.946,83 TecDAX: 789,87 Dow Jones STOXX 50: 2.495,04 Nikkei 225: 10.083,56 Dow Jones: 13.195,46 Nasdaq Composite: 3.098,29 (30.03.2012/ac/n/m)

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

Heute im Fokus

DAX im Plus -- Dollar General erhöht Family-Dollar-Gebot -- Apple prüft Sicherheit nach Auftauchen von Promi-Nacktfotos -- Tipp24 zieht Gewinnwarnung zurück -- Die goldene Regel des Warren Buffett

CTS Eventim-Aktie legt rund 5 Prozent zu. Rekordrücklage bei Rente - Politik trotzdem gegen Beitragssenkung. JPMorgan-Analysten sehen keine Gefahr für Europas Banken durch Stresstest. Brenntag baut Geschäft in Indien aus. Russland könnte aus G20 fliegen. Ausblick: EZB-Rat bleibt defensiver als Draghi.
Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Welche Billig-Airline ist die beste der Welt?

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

Die Fluglinien mit den zufriedensten Passagieren

Welcher Nationaltrainer verdient am meisten?

mehr Top Rankings
Deutschland wird den Kampf der Kurden gegen die Terrormiliz des Islamischen Staates (IS) mit schweren Waffen unterstützen. Wie ist Ihre Meinung hierzu?
Abstimmen
Direkt zu den Ergebnissen