06.07.2012 18:22
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Wochenrückblick KW 27

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - In der abgelaufenen Woche zeigten die Weltbörsen eine uneinheitliche Tendenz. Der Dax verlor 0,10 Prozent. Der Dow Jones STOXX 50 zeigt in der Wochenbilanz ein Plus von 1,84 Prozent. Der japanische Nikkei-Index hat die Woche mit einem kleinen Gewinn von 0,2 Prozent abgeschlossen. In den USA gab der Dow Jones seit dem letzten Handelstag der vorangegangenen Woche bisher rund 0,84 Prozent nach.

Am Montag ging es an den deutschen Aktienmärkten deutlich nach oben. Die Stimmung am Markt wurde durch gute Konjunkturberichte aus Deutschland und Europa gestützt. Daran konnten am Nachmittag auch etwas schwächere Konjunkturberichte aus den USA nichts ändern. Der DAX gewann 1,24 Prozent auf 6.496,08 Punkte. Im DAX standen ThyssenKrupp mit einem Kursgewinn von 2,8 Prozent an erster Stelle. Der Stahlkonzern hat die nordamerikanische Gießerei Waupaca an KPS Capital Partners veräußert. Titel von RWE rückten 2,0 Prozent vor. Die Tochter RWE Innogy nimmt den Onshore-Windpark Krzecin (14 Megawatt) in Polen in Betrieb. E.ON gewannen daneben 1,3 Prozent. Siemens-Aktien zogen 1,5 Prozent an. Siemens Energy hat den Auftrag zur schlüsselfertigen Errichtung des Gas- und Dampfturbinenkraftwerks Lausward mit Fernwärmeauskopplung in Düsseldorf erhalten. Die Aktie der Deutschen Telekom schloss 0,7 Prozent höher. Der Telekommunikationskonzern hat mit dem US-Kreditkartenkonzern MasterCard eine strategische Partnerschaft vereinbart. Fresenius drehten ins Plus und gewannen am Ende 0,8 Prozent. Der Übernahmeversuch von RHÖN-KLINIKUM ist gescheitert. RHÖN-KLINIKUM brachen daraufhin im MDAX um 8,9 Prozent ein. An letzter Stelle im DAX lagen einsam Linde-Aktien mit -1,7 Prozent. Der Technologiekonzern hat mit Lincare Holdings eine Übernahmevereinbarung unterzeichnet. So beabsichtigt Linde, alle verfügbaren Lincare-Aktien zu erwerben und bietet den Lincare-Aktionären insgesamt rund 4,6 Mrd. Dollar. Am Dienstag ging es an den deutschen Aktienmärkten weiter nach oben. Angesichts der zuletzt schwachen Konjunkturmeldungen profitierten die Kurse von Hoffnungen auf unterstützende Maßnahmen der Notenbanken. Der DAX legte um 1,26 Prozent auf 6.578,21 Punkte zu. Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau ist im Mai erneut zurückgegangen. Dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zufolge fiel der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahresmonat um real 6 Prozent. Dabei schrumpfte das Inlandsgeschäft um 8 Prozent, während das Auslandsgeschäft um 4 Prozent nachgab. Volkswagen fuhren um 2,8 Prozent vor. Der Automobilkonzern konnte im Juni erneut an seine starke Entwicklung in den USA anknüpfen und steigerte den Absatz deutlich. Für BASF ging es mit +2,3 Prozent voran. Der Chemiekonzern stärkt mit der Übernahme von ITWC sein Polyurethan-Geschäft in Nordamerika. An letzter Stelle schlossen E.ON mit 0,2 Prozent im Minus. Der Energieversorger hat eine Einigung bei den langfristigen Gaslieferverträgen mit dem russischen Erdgaskonzern Gazprom erzielt und zudem seinen Konzernausblick für das Jahr 2012 angehoben. Im TecDax schossen Nordex um 6,2 Prozent nach oben. Der Windturbinenhersteller ist in Skandinavien weiter erfolgreich und hat den Folgeauftrag für die Erweiterung des Windparks "Midtfjellet" um 23 Anlagen von seinem norwegischen Kunden Midtfjellet Vindkraft erhalten. Am Mittwoch war an den deutschen Aktienmärkten keine einheitliche Tendenz auszumachen. Der DAX verlor 0,20 Prozent auf 6.564,80 Punkte. Anteile von Bayer verteuerten sich um 0,1 Prozent. Der Pharma- und Chemiekonzern gab bekannt, dass seine Sparte Bayer CropScience das amerikanische Agro-Unternehmen AgraQuest zu einem Kaufpreis von 425 Mio. US-Dollar übernimmt. Daimler schlossen indes 0,1 Prozent niedriger. Der Automobilkonzern konnte mit seiner Marke Mercedes-Benz im ersten Halbjahr einen neuen Absatzrekord erzielen. Für ThyssenKrupp ging es 0,4 Prozent abwärts, nachdem die Konzerntochter Uhde ihre Marktposition im Bereich Anlagenbau durch einen Zukauf in Großbritannien verstärkt hat. LEONI rückten im MDAX um 0,8 Prozent vor. Der Automobilzulieferer ist dem Desertec-Konsortium als Assoziierter Partner beigetreten. Am Donnerstag ging es nach der erwarteten Leitzinssenkung der EZB für die deutschen Indizes nach unten. Der DAX verlor zuletzt 0,45 Prozent auf 6.535,56 Punkte. Der Auftragseingang in der Industrie hat sich im Mai nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) erhöht. Nach vorläufigen Angaben kletterten die Auftragseingänge im Vormonatsvergleich preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,6 Prozent. Im Vormonat waren sie hingegen um 1,4 Prozent geschrumpft. Für einen Paukenschlag sorgte Volkswagen. Der Automobilkonzern und der Sportwagenhersteller Porsche Automobil Holding schaffen einen integrierten Automobilkonzern durch die vollständige Einbringung des Automobilgeschäfts von Porsche in den Volkswagen-Konzern voraussichtlich bereits zum 1. August 2012. Wie schon am Mittwoch Abend mitgeteilt wurde, haben die zuständigen Gremien beider Unternehmen einem entsprechenden Konzept nach dem Vorliegen aller erforderlichen verbindlichen Auskünfte der Finanzbehörden zugestimmt. Die Porsche SE wird somit ihr Automobilgeschäft vollständig in die Volkswagen AG einbringen, die bereits indirekt 49,9 Prozent an der Porsche AG hält. Nach Abschluss der Transaktion wird Volkswagen über eine Zwischenholding 100 Prozent der Anteile an der Porsche AG halten. Die Porsche SE erhält dafür eine Gegenleistung in Höhe von insgesamt rund 4,46 Mrd. Euro plus einer Volkswagen-Stammaktie. Ferner konnte die Volkswagen-Tochter AUDI ihren Wachstumskurs auf dem chinesischen Markt auch im ersten Halbjahr 2012 weiter fortsetzen. Volkswagen steigen um mehr als 5 Prozent. Schlusslicht im DAX waren Linde mit einem Wertverlust von 3 Prozent. Unterdessen hat der Pharmakonzern Merck einen Rückschlag zu verkraften. So gab man das Ergebnis der klinischen Phase-III-Studie EXPAND bekannt, die Erbitux (Cetuximab) in Kombination mit Cisplatin und Capecitabin als Erstlinientherapie für Patienten mit fortgeschrittenen Adenokarzinomen des Magens einschließlich Adenokarzinomen des gastroösophagealen Übergangs untersuchte. Dabei erreichte die Studie ihren primären Endpunkt einer signifikant verlängerten progressionsfreien Überlebenszeit nicht. Der Titel gab daraufhin um 2,3 Prozent nach. ThyssenKrupp verschlechterten sich um 2 Prozent. Der Industriekonzern ist vom Bundeskartellamt zu einer Geldbuße in dreistelliger Millionenhöhe wegen wettbewerbswidriger Absprachen bei Bahnschienen verurteilt worden. Fielmann verloren schließlich 0,1 Prozent an Wert. Die Augenoptikerkette hat ihren Wachstumskurs im ersten Halbjahr weiter fortgesetzt und konnte nach vorläufigen Zahlen bei Absatz, Umsatz und Gewinn zulegen. Am Freitag verlautbarte das Bundeswirtschaftsministerium auf Basis vorläufiger Berechnungen, dass die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe im Mai zugelegt hat. Demnach stieg die Erzeugung im Vergleich zum Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt um 1,6 Prozent, wogegen sie im Monat zuvor nach revidierten Angaben um 2,1 Prozent gesunken war. Hierbei wuchs die Industrieproduktion um 1,8 Prozent an. BMW, verlautbarte, dass BMW Motorrad im ersten Halbjahr 2012 einen leichten Absatzrückgang verbucht hat. Allerdings erwartet BMW Motorrad für das zweite Halbjahr ein deutliches Wachstum und bleibt auf Kurs, um einen neuen Absatzrekord zu erzielen. Der Automobilkonzern gab am Freitag ferner bekannt, dass er in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen neuen Absatzrekord erzielt hat. So wurden im Berichtszeitraum weltweit 900.539 Fahrzeuge ausgeliefert, was einem Plus von 8,1 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht. Darüber hinaus verbuchte das Unternehmen auch für den Monat Juni mit 172.516 (+4,0 Prozent) weltweit ausgelieferten Fahrzeugen der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce einen neuen Höchstwert. Dies ist zudem das zweithöchste Absatzvolumen, das jemals in einem einzelnen Monat erzielt wurde. MTU Aero Engines hat mit dem High-Tech-Unternehmen Sagem, das zum französischen Mischkonzern Safran gehört, derweil eine Vereinbarung zur Gründung eines 50:50 Joint Ventures zur Entwicklung sicherheitskritischer Software und Hardware für militärische und zivile Luftfahrtanwendungen unterzeichnet. Air Berlin musste ferner im Juni erneut einen Rückgang bei den Passagierzahlen ausweisen. Die Auslastung der Flotte war ebenfalls rückläufig. comdirect bank gab schließlich seine Monatszahlen für Juni bekannt. Demnach konnten sowohl die Kundengesamtzahl als auch die Zahl der Wertpapierdepots und des betreuten Kundengesamtvermögens im Vergleich zum Vormonat erhöht werden.

Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich am Montag in starker Verfassung. Die schwächeren Arbeitsmarktdaten aus dem Euroraum traten dabei angesichts des auf dem Euro-Gipfel beschlossenen Maßnahmenpakets und der erhofften Zinssenkung seitens der EZB in den Hintergrund. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 1,21 Prozent auf 2.292,08 Punkte. Wie das europäische Statistikamt Eurostat bekannt gab, hat sich die Arbeitsmarktsituation im Euroraum im Mai 2012 verschlechtert. Im Euroraum (ER17) stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenquote auf 11,1 Prozent, nach 11,0 Prozent im Vormonat und 10,0 Prozent im Vorjahresmonat. Gleichzeitig belief sich die Arbeitslosenquote der gesamten Union (EU27) auf 10,3 Prozent, im Vergleich zu 10,2 Prozent im April 2012 und 9,5 Prozent im Mai 2011. Die Arbeitsmarktsituation in Italien hat sich unterdessen im Mai verbessert. Dies teilte die italienische Statistikbehörde Istat mit. So verringerte sich die Arbeitslosenquote auf 10,1 Prozent. Im Vormonat hatte die Arbeitslosenquote noch bei 10,2 Prozent gestanden. Die Zahl der Arbeitslosen lag mit 2,58 Millionen um 0,7 Prozent unter dem Vormonatsniveau aber um 26,0 Prozent über der Zahl des Vorjahresmonats. Anteile von EADS kletterten derweil um 2,0 Prozent nach oben. Der Luft- und Raumfahrtkonzern gab heute bekannt, dass THAI Smile, die neue regionale Light-Premium Tochtergesellschaft von Thai Airways International (THAI), am 28. Juni ihr erstes Flugzeug - eine A320 - entgegengenommen hat. Aktien von Bouygues schlossen mit 1,1 Prozent im Plus. Der Bau- und Infrastrukturkonzern hat einen weiteren Großauftrag erhalten. Das Gesamtvolumen des Auftrags wurde auf rund 232 Mio. Euro beziffert. Am Indexende fielen Peugeot um 3,9 Prozent zurück. Der französische Automobilkonzern teilte mit, dass er im Rahmen der globalen Allianz mit General Motors ein Logistikabkommen mit dem US-Wettbewerber geschlossen hat. Im britischen FTSE 100 legten Anteile von Barclays mit einem Plus von 3,4 Prozent deutlich zu, nachdem die Großbank den Rücktritt ihres Chairman Marcus Agius bekannt gab. Den Angaben zufolge erfolge der jüngste Rücktritt vor dem Hintergrund des Skandals um Zinsmanipulation, der bei der Bank zu einem immensen Reputationsverlust geführt habe. Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline hat sich derweil mit den zuständigen US-Behörden auf einen milliardenschweren Vergleich geeinigt. So wird man demnach insgesamt rund 3 Mrd. US-Dollar an die zuständigen Behörden überweisen. Hintergrund sind Gerichtsstreitigkeiten über illegale Vertriebs- und Marketingpraktiken bei insgesamt neun Medikamenten von GlaxoSmithKline in den USA. Die Aktie von GlaxoSmithKline schloss in London mit einem Plus von 1,7 Prozent. Am Dienstag legten die wichtigsten europäischen Indizes weiter zu. Dabei richtete sich der Blick der Marktteilnehmer unter anderem auf die am Donnerstag stattfinde Sitzung der Europäischen Zentralbank, von der sich viele eine Zinssenkung versprechen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 1,24 Prozent auf 2.320,43 Punkte. Nach Angaben des EU-Statistikamtes Eurostat haben sich die Erzeugerpreise der europäischen Industrie im Mai reduziert. Binnen Monatsfrist fielen die Preise in der Eurozone um 0,5 Prozent und in der gesamten Union (EU27) um 0,7 Prozent. Davor waren die Preise im April in den beiden Gebieten um 0,1 Prozent gestiegen bzw. stabil geblieben. Im Vorjahresvergleich kletterten die Industrie-Erzeugerpreise in der Eurozone um 2,3 Prozent und in der EU27 um 2,4 Prozent. Im April hatte die Jahresteuerungsrate bei 2,6 bzw. 2,8 Prozent gelegen. Im britischen FTSE 100 stand wieder Barclays im Fokus der Marktteilnehmer. Die Großbank gab den sofortigen Rücktritt von Bob Diamond als CEO und Director bekannt. Die Barclays-Aktie reagierte auf die Meldung mit einem Minus von 0,8 Prozent. Im Schweizer Leitindex SMI legten die Papiere von Syngenta um 2,6 Prozent zu. Der Agrochemiekonzern verlautbarte, dass er die Zulassung von zwei "Refuge in a Bag"-Stacks durch die US-Umweltschutzbehörde EPA erhalten hat. Beide Produkte werden zur Anbausaison 2013 erhältlich sein. Aktien von Swiss Re kletterten daneben um 1,7 Prozent nach oben, nachdem bekannt wurde, dass der US-Vermögensverwalter BlackRock seine Marktposition im Bereich alternativer Investmentanlagen durch die Übernahme der Konzernsparte Swiss Re Private Equity Partners (SRPEP) verstärkt. Am Mittwoch nahmen die Anleger an den wichtigsten europäischen Börsen im Vorfeld der für den Folgetag mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der EZB mehrheitlich Gewinne mit. Da zudem in den USA nicht gehandelt wurde, waren von dieser Seite zudem keine neuen Impulse erfolgt. Die Wall Street blieb wegen des Unabhängigkeitstages geschlossen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 0,35 Prozent auf 2.312,41 Punkte. Das Absatzvolumen im europäischen Einzelhandel ist nach vorläufigen Angaben des Statistikamtes Eurostat im Mai gestiegen. Im Vormonatsvergleich kletterte der saison- und arbeitstäglich bereinigte Absatz in der Eurozone und in der EU27 um jeweils 0,6 Prozent. Im April war der Einzelhandelsindex in den beiden Gebieten hingegen um jeweils 1,4 Prozent gesunken. Binnen Jahresfrist fiel der arbeitstäglich bereinigte Einzelhandelsabsatz in der Eurozone um 1,7 Prozent, nach einem Minus von 3,4 Prozent im Vormonat. In der gesamten Union (EU27) wurde 0,3 Prozent weniger verkauft wie im Mai 2011, während der Absatz im April 2012 um 2,4 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen hatte. In Frankreich verbilligte sich die Aktie des IT-Dienstleisters Cap Gemini leicht. Cap Gemini hat mit der zu Bayer gehörenden Bayer Business Services ein Abkommen über die Lieferung von IT-Dienstleistungen aus Indien geschlossen. Finanzielle Einzelheiten des Abkommens wurden nicht genannt. Der italienische Haushaltssaldo hat das erste Quartal 2012 nach Angaben der Statistikbehörde Istat mit einem größeren Defizit abgeschlossen. Demnach belief sich der Fehlbetrag auf 8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Im Vorjahresquartal hatte die Defizitquote bei 7 Prozent des BIP gelegen. Den weiteren Angaben zufolge stiegen die Ausgaben im Berichtsquartal um 1,3 Prozent, wogegen die Einnahmen um 1,0 Prozent rückläufig waren. WPP übernimmt unterdessen eine Mehrheitsbeteiligung an der französischen Press Index S.A für 6,81 Euro je Anteilsschein. Die Anteilsscheine des Werbe- und Marketingkonzerns verschlechterten sich um 0,6 Prozent. Bunzl meldete daneben, dass er die schweizerische MMH Holding AG und deren Tochtergesellschaften übernommen hat. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht genannt. Die Papiere des Spezialvertriebs gewannen 0,4 Prozent. Am Donnerstag ging es an den wichtigsten europäischen Aktienmärkten mehrheitlich nach unten. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 1,19 Prozent auf 2.284,92 Punkte. Im Blickfeld der Investoren standen dabei vor allem die Zinsentscheidungen in Großbritannien und der EU. Der Geldpolitische Rat der Europäischen Zentralbank beschloss, das Zinsniveau um 25 Basispunkte zurückzufahren. Der zentrale 2-Wochen-Refi-Mindestbietungssatz, zu dem sich die Geschäftsbanken refinanzieren, sinkt damit auf das neue Rekordtief von 0,75 Prozent. Dies gilt erstmals für das am 11. Juli 2012 abzuwickelnde Geschäft. Die Mehrheit der Marktbeobachter hat im Vorfeld diese Zinssenkung prognostiziert. Der Geldpolitische Rat der Britischen Notenbank hat indes das Leitzinsniveau von 0,5 Prozent bestätigt. Marktbeobachter hatten im Vorfeld mit dieser Entscheidung gerechnet. Das Volumen des Anleiherückkaufprogramms wurde jedoch um 50 Mrd. Britische Pfund (GBP) auf 375 Mrd. GBP erhöht. Der britische Immobilienmarkt hat sich derweil im Juni weiter abgekühlt. So lag der Halifax-Hauspreisindex im Durchschnitt der drei Monate zum Juni um 0,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Der britische Herstellerverband Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) veröffentlichte ferner einen Zuwachs des Pkw-Absatzes im Juni. So erhöhte sich die Zahl der Pkw-Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,5 Prozent auf 189.514 Einheiten. GKN schossen als Spitzenreiter im FTSE 100 um 13,1 Prozent nach oben. Der Maschinenbaukonzern wird Volvo Aero, die Sparte für Flugzeugmotoren des schwedischen Nutzfahrzeugkonzerns Volvo, für 6,9 Mrd. Schwedische Kronen (SEK) übernehmen. Wie der GKN-Konzern im Rahmen seines Trading Updates ferner mitteilte, verlief die Geschäftsentwicklung in den Monaten April und Mai so wie im ersten Quartal. Unterdessen flogen easyJet mit einem Abschlag von 2,9 Prozent hinterher. Die Billigfluglinie konnte die Zahl der Passagiere im Juni um fast 10 Prozent steigern. Am Freitag standen im europäischen Handel vor allem die Aktien von Peugeot im Blickfeld der Anleger. Der Automobilkonzern musste für das erste Halbjahr 2012 einen weltweiten Absatzeinbruch verzeichnen. So wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres weltweit 1,62 Millionen Fahrzeuge (einschließlich CKD-Bausätze) abgesetzt, was einem Rückgang um 13 Prozent entspricht. Der Marktanteil in Europa hat sich den Angaben zufolge von 13,9 Prozent im ersten Halbjahr 2011 auf 12,9 Prozent im ersten Halbjahr 2012 verringert. Unterdessen konnte die Fluggesellschaft Air France-KLM im Juni ein Passagierplus verzeichnen. Der Versicherer Aviva hat einen Teil seiner Beteiligung an dem niederländischen Finanzdienstleister Delta Lloyd verkauft. Im Zuge des Anteilsverkaufs erzielt Aviva einen Bruttomittelzufluss in Höhe von 318 Mio. Britischen Pfund (GBP). Die britischen Erzeugerpreise sind im Juni nach Angaben von National Statistics mit abgebremstem Tempo angezogen. So lagen die Preise nur noch um 2,3 Prozent über dem Vorjahresniveau, nach 2,9 Prozent im Mai. Im Vormonatsvergleich verringerten sich die Erzeugerpreise um 0,4 Prozent, nach einem Minus von 0,2 Prozent im Mai. Die spanische Industrieproduktion ist derweil im Mai nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INE erneut geschrumpft. Gegenüber dem Vorjahresmonat hat sich der Output um 5,4 Prozent verringert. Davor war für April ein Minus von 8,2 Prozent ermittelt worden. Kalenderbereinigt belief sich der Rückgang binnen Jahresfrist auf 6,1 Prozent, nach einer Abnahme um 8,3 Prozent im April. Die schweizerischen Verbraucherpreise haben sich schließlich im Juni mit beschleunigtem Tempo reduziert. Dies teilte das Schweizer Bundesamt für Statistik BfS mit. So schrumpften die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,1 Prozent, während sie im Mai nur um 1,0 Prozent nachgegeben und im Juni 2011 um 0,6 Prozent zugelegt hatten. Binnen Monatsfrist gingen die Konsumentenpreise um 0,3 Prozent zurück.

An den wichtigsten asiatischen Börsen war am Montag keine einheitliche Tendenz auszumachen. Wie die China Federation of Logistics & Purchasing bereits am Sonntag verkündete, ist der chinesische Einkaufsmanager-Index im Juni zurückgegangen. So lag der offiziell ermittelte Einkaufsmanagerindex in China im Berichtsmonat mit 50,2 Punkten unter dem zuletzt ermittelten Wert von 50,4 Zählern im Vormonat. In Japan schloss der Nikkei-Index mit einem Minus von 0,04 Prozent bei 9.003,48 Punkten. Das Geschäftsklima in den großen japanischen Industrie-Unternehmen ist weniger schlecht als noch vor einem Vierteljahr. Dies geht aus dem vierteljährigen, weltweit beachteten Tankan-Konjunkturbericht für das zweite Quartal 2012 hervor, den die Bank of Japan (BoJ) veröffentlichte. So verbesserte sich der Diffusions-Index, der die Lagebeurteilung der Großunternehmen im Verarbeitenden Gewerbe zeigt, auf -1 Zählern, nach einem Stand von -4 Zählern im ersten Quartal 2012. Aus Indonesien wurde indes gemeldet, dass die Handelsbilanz im Mai ein kleineres Defizit auswies. Laut der nationalen Statistikbehörde verringerte sich der Passivsaldo auf 490 Mio. Dollar. Im Vormonat war ein Defizit von 640 Mio. Dollar ausgewiesen worden. Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich indes im Juni beschleunigt. So erhöhten sich die Lebenshaltungskosten gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,53 Prozent. Davor hatte die Inflationsrate im Mai lediglich bei 4,45 Prozent gelegen. Die Preise für Privatwohnungen in Singapur sind unterdessen im zweiten Quartal 2012 angewachsen. Wie die Urban Redevelopment Authority (URA) auf Basis einer vorläufigen Schätzung erklärte, verteuerten sich Eigentumswohnungen gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent. Davor war im ersten Quartal ein Preisrückgang von 0,1 Prozent ausgewiesen worden, und damit das erste Minus in fast drei Jahren. Die thailändische Inflationsrate hat sich schließlich im Juni nach Angaben des Handelsministeriums erhöht. So stiegen die Verbraucherpreise um 2,56 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach einer Preissteigerung von 2,53 Prozent im Mai. Binnen Monatsfrist erhöhten sich die Lebenshaltungskosten um 0,16 Prozent. Am Dienstag dominierte an den wichtigsten asiatischen Aktienbörsen die Farbe grün. Der japanische Nikkei-Index schloss mit einem Plus von 0,70 Prozent bei 9.066,59 Punkten. Dabei entwickelten sich auch Automobilwerte besser. Finanztitel konnten ebenfalls Zugewinne verbuchen. Am Mittwoch dominierte an den asiatischen Aktienmärkten mehrheitlich erneut die Farbe grün. Der japanische Leitindex Nikkei konnte an seine positive Vortagestendenz anknüpfen und legte zum Handelsende um 0,41 Prozent auf 9.104,17 Stellen zu. Peugeot und Mitsubishi Motors teilten mit, dass ihr Joint Venture "PCMA Rus" in Russland nun unter Volllast produziert. Insgesamt ist das Werk nun in der Lage, jährlich 125.000 Fahrzeuge zu produzieren. Davon entfallen 85.000 Einheiten auf Peugeot/Citroën- und 40.000 auf Mitsubishi-Modelle. Mitsubishi verloren 1,2 Prozent an Wert. Am Donnerstag tendierten die asiatischen Börsen im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der EZB dann uneinheitlich. Der japanische Leitindex Nikkei notierte im Handelsverlauf die meiste Zeit in der Verlustzone. Am Ende stand ein Abschlag von 0,27 Prozent auf 9.079,80 Stellen zu Buche. Automobilwerte tendierten uneinheitlich. Toyota konnten sich gegen den insgesamt negativen Trend um 0,3 Prozent verteuern, während Nissan mit einem Abschlag von 0,9 Prozent hinterherfuhren. Honda verabschiedeten sich mit einem Verlust von 0,6 Prozent aus dem Handel. Die philippinischen Verbraucherpreise sind im Juni 2012 nach Angaben des nationalen Statistikamtes mit abgebremstem Tempo angestiegen. Binnen Jahresfrist kletterten die Lebenshaltungskosten nur noch um 2,8 Prozent, nach einer Inflationsrate von 2,9 Prozent im Mai 2012. Zudem stiegen die Verbraucherpreise auf Monatssicht um 0,5 Prozent, während sie im Mai lediglich um 0,1 Prozent über dem Vormonatsniveau gestanden hatten. Unterdessen sind die philippinischen Erzeugerpreise im Mai mit unveränderter Geschwindigkeit gestiegen. Binnen Jahresfrist kletterte das Preisniveau erneut um 1,6 Prozent. Schon für April war ein Plus von 1,6 Prozent ermittelt worden. Ferner reduzierten sich die Erzeugerpreise auf Monatssicht um 0,2 Prozent. Die chinesische Notenbank hat überraschend die Zinsen erneut gesenkt. Wie die Peoples Bank of China im Rahmen einer Pressemitteilung bekannt gab, werden die Zinssätze bei Einlagen mit einer Laufzeit von einem Jahr um 0,25 Prozentpunkte auf 3,00 Prozent gesenkt. Der Ausleihezinssatz wird um 0,31 Prozentpunkte auf 6,00 Prozent gesenkt. Am Freitag dominierte an den asiatischen Aktienmärkten mehrheitlich die Farbe rot. Der japanische Leitindex Nikkei schloss mit einem Minus von 0,65 Prozent bei einem Stand von 9.020,75 Stellen. Der Index der Frühindikatoren in Japan ist im Mai 2012 angewachsen. Dies wurde vom Kabinettsbüro bekannt gegeben. Nach vorläufigen Berechnungen erhöhte sich der Index auf 95,9 Punkte, womit die Prognose der Volkswirte von 95,0 Punkten übertroffen wurde. Davor hatte der Index im April lediglich bei 95,6 Punkten gelegen. Bei den Einzelwerten standen die Anteilsscheine von Bridgestone mit einem Aufschlag von 0,3 Prozent im Fokus. Der Reifenhersteller verlautbarte, dass seine polnische Tochter Bridgestone Stargard Sp. z o.o. (Stargard Plant) entschieden hat, ihre Produktionskapazität von Lkw- und Busreifen zu erhöhen. In Südkorea verschlechterten sich Samsung Electronics um 2 Prozent. Der Elektronikkonzern veröffentlichte seine Prognosen für das zweite Quartal. Dabei werden sowohl gegenüber dem Vorjahr als auch gegenüber dem Vorquartal verbesserte Kennzahlen erwartet.

Die wichtigsten US-Indizes schlossen am Montag mit uneinheitlichen Vorzeichen. Der Dow Jones verlor 0,07 Prozent auf 12.871,39 Zähler. Die Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes in den USA haben sich im Juni 2012 verschlechtert. Dies teilte das Institut for Supply Management (ISM), eine private Organisation der Industrie, mit. So hat sich der ISM-Index von 53,5 Punkten im Vormonat auf nun 49,7 Zähler verringert. Volkswirte waren von einem Wert von 52,2 Punkten ausgegangen. Die Bauausgaben in den USA sind derweil im Mai mit beschleunigtem Tempo angewachsen. So haben sich die Bauausgaben gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent erhöht, nach einem Plus von revidiert 0,6 (vorläufig: +0,3) Prozent im Vormonat. Volkswirte hatten für den Berichtsmonat einen Zuwachs von 0,2 Prozent prognostiziert. Im Blick der Anleger standen ferner einige große Transaktionen. So gab der PC-Hersteller Dell bekannt, dass er Quest Software, einen Anbieter von Unternehmens-Software, für rund 2,4 Mrd. US-Dollar übernehmen wird. Während Dell rund 1 Prozent abgaben, gewannen Quest Software marginal hinzu. Daneben erwirbt der Speicherchip-Hersteller Micron Technology den insolventen japanischen Konkurrenten Elpida Memory für insgesamt 2,5 Mrd. US-Dollar. Unternehmensangaben zufolge zahlt man 750 Mio. US-Dollar für sämtliche Elpida-Anteile und leistet bis 2019 Teilzahlungen an Elpida-Gläubiger in Höhe von 1,75 Mrd. US-Dollar. Aktien von Micron Technology rückten um 3,8 Prozent vor. Des Weiteren hat der Finanzkonzern EverBank Financial eine Vereinbarung zur Übernahme eines Geschäftsbereichs der zum Mischkonzern General Electric gehörenden Sparte GE Capital Real Estate geschlossen. Dabei wird EverBank im Zuge der Vereinbarung sämtliche Anteile der Business Property Lending Inc. für insgesamt 2,51 Mrd. US-Dollar in bar übernehmen. Verbindlichkeiten werden im Zuge der Transaktion nicht übernommen. Aktien von GE büßten 1,9 Prozent ein. Die US-Leitindizes konnten am Dienstag angesichts positiver Konjunkturdaten und einer dünnen Nachrichtenlage deutliche Aufschläge verzeichnen. Feiertagsbedingt gab es allerdings nur einen verkürzten Handel. Der Dow Jones gewann 0,56 Prozent auf 12.943,82 Zähler. Der Auftragseingang für Industriegüter ist im Mai angewachsen. So kletterte der US-Auftragseingang für Industriegüter um 0,7 Prozent, während Volkswirte ein Plus von 0,4 Prozent erwartet hatten. Für den Vormonat wurde hier ein Rückgang von revidiert 0,7 Prozent (vorläufig: -0,6 Prozent) ausgewiesen. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen um 1,3 (vorläufig: +1,1 Prozent) über dem Vormonatsniveau, gegenüber einem Minus von 0,3 Prozent im April. Microsoft verteuerten sich um 0,7 Prozent. Der Software-Konzern wird im vierten Quartal eine milliardenschwere Einmalbelastung verbuchen. Wie der Konzern schon am Montag nach Börsenschluss bekannt gab, werde man im Schlussquartal des laufenden Fiskaljahres eine Goodwill-Abschreibung in Höhe von 6,2 Mrd. US-Dollar ausweisen. Diese steht größtenteils in Zusammenhang mit der im Jahr 2007 abgeschlossenen Übernahme des US-Konzerns aQuantive Inc. für insgesamt 6,3 Mrd. US-Dollar. Im Blick standen zudem die Autowerte mit den Juni-Absatzzahlen. Branchenführer General Motors konnte auf dem US-Heimatmarkt mit einem deutlichen Absatzplus von 15,5 Prozent glänzen. Die Nummer Zwei in den USA, Ford Motor, konnte im Juni beim US-Absatz einen Anstieg um 7 Prozent verzeichnen. Während GM-Papiere 5,6 Prozent gewannen, legten Ford-Aktien 2,2 Prozent zu. Am Mittwoch wurde wegen des Feiertages "Independence Day" an der Wall Street nicht gehandelt. Am Donnerstag präsentierten sich die US-Indizes trotz guter Arbeitsmarktdaten und angesichts der jüngsten Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) mehrheitlich schwächer. Der Dow Jones verlor 0,36 Prozent auf 12.896,67 Punkte. Die US-Beschäftigung hat sich nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) im Juni erneut deutlich erhöht, dabei fiel der Zuwachs stärker aus als erwartet. Wie ADP mitteilte, stieg die Beschäftigtenzahl im Privatsektor gegenüber dem Vormonat um 176.000, während Volkswirte nur ein Plus von 105.000 prognostiziert hatte. Daneben hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 30. Juni 2012 nach Angaben des US-Arbeitsministeriums überraschend deutlich verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gegenüber der Vorwoche um 14.000 auf 374.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 385.000 prognostiziert hatten. Unter den Erwartungen lag dagegen der ISM-Service-Index. Wie das Institute for Supply Management (ISM), eine private Organisation der Industrie, mitteilte, haben sich die Geschäftsaktivitäten des Dienstleistungssektors im Juni im Vergleich zum Vormonat schwächer entwickelt. So schrumpfte der ISM-Service-Index auf 52,1 Zähler, nach 53,7 Zählern im Vormonat. Volkswirte hatten nur einen Rückgang auf 53,0 Punkte prognostiziert. Boeing flogen um 0,3 Prozent vor. Der Flugzeughersteller hat im zweiten Quartal 2012 mehr Flugzeuge ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum. Die Aktie von Netflix sprang um 13,4 Prozent nach oben und war damit der größte Gewinner im Nasdaq 100. Der US-Online-Video-Verleiher hat im Juni einen neuen Zuschauerrekord im Streaming-Geschäft verzeichnet. Im Fokus standen daneben auch die jüngsten Umsatzzahlen aus dem Einzelhandelssektor. Am Freitag wurden schließlich der US-Arbeitsmarktdaten bekannt gegeben. Die US-Arbeitsmarktsituation hat sich im Juni 2012 nach Angaben des US-Arbeitsministeriums zwar weiter verbessert, jedoch deutlich weniger als erwartet. So erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vormonat um 80.000. Volkswirte hatten einen Stellenaufbau um 100.000 Beschäftigte erwartet, nach einem Anstieg um revidiert 77.000 im Mai. Bereinigt um Beschäftigte im Staatsdienst stieg die Beschäftigtenzahl um 84.000, nach einem Zuwachs von revidiert 105.000 im Vormonat. Hier hatte die Prognose auf ein Plus von 105.000 gelautet. Ferner verharrte die Arbeitslosenquote bei 8,2 Prozent, nachdem sie im Vormonat schon bei 8,2 Prozent gestanden hatte. Volkswirte hatten mit einem unveränderten Stand von 8,2 Prozent gerechnet. Die durchschnittlichen Stundenlöhne kletterten um 0,3 Prozent, nach einer Lohnsteigerung um 0,2 Prozent im Vormonat. Hier waren Volkswirte von einem Zuwachs um 0,2 Prozent ausgegangen. Der unabhängige Stromerzeuger Dynegy meldete, dass er Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt hat. Den Angaben zufolge wurde der Antrag bei demselben New Yorker Gericht eingereicht, das bereits mit dem laufenden Gläubigerschutz-Verfahren der Tochtergesellschaft Dynegy Holdings LLC betraut ist. Schließlich verkündete die Bank of New York Mellon, dass sie einen Vergleich hinsichtlich einer zuletzt bei einem Gericht in Oklahoma eingereichten Sammelklage erzielt hat. Den Angaben zufolge bezieht sich die durch CompSource Oklahoma eingereichte Klage auf Verluste aus Wertpapiergeschäften im Zusammenhang mit der Sigma Finance Inc. Der Vergleich bedarf noch der gerichtlichen Zustimmung. Der Konzern wird im zweiten Quartal eine Sonderbelastung in Höhe von 210 Mio. US-Dollar nach Steuern verbuchen. Darin spiegelt sich zum Teil die erwartete Zahlung in Höhe von 280 Mio. US-Dollar in Zusammenhang mit dem Sigma-Vergleich wider.

In der kommenden Woche wird Alcoa den Startschuss in die neue US-Berichtssaison geben. Zahlen werden ferner von Fairchild Semiconductor, YUM! Brands, CropEnergies, Wolverine World Wide, Celesio, Chevron, Gerresheimer, Texas Industries, Fastenal, Südzucker, JPMorgan Chase und Wells Fargo erwartet.

Konjunkturseitig stehen in der kommenden Woche am Montag in Deutschland die Außenhandelsdaten sowie die Umsätze im Verarbeitenden Gewerbe zur Veröffentlichung an. Aus den USA werden daneben die Verbracherkredite gemeldet. Es folgen am Mittwoch in Deutschland die Verbraucherpreise sowie in den USA die Handelsbilanz, die Großhandelsdaten sowie das FOMC Sitzungsprotokoll. Am Donnerstag werden in der EU die Industrieproduktionsdaten erwartet. Aus den USA werden daneben die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Ein- und Ausfuhrpreise sowie die Daten zum Staatshaushalt gemeldet. Am Freitag werden schließlich in den USA der Erzeugerpreisindex sowie die Verbraucherstimmung Uni Michigan bekannt gegeben.

Indexstände: (06.07.2012, 18.00 Uhr) DAX: 6.410,11 TecDAX: 756,63 Dow Jones STOXX 50: 2.423,31 Nikkei 225: 9.020,75 Dow Jones: 12.711,70 Nasdaq Composite: 2.925,61 (06.07.2012/ac/n/m)

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