Frankfurt (aktiencheck.de AG) - In der vergangenen Woche haben sich die internationalen Leitindizes deutlich stärker entwickelt. So zog der Dax im Wochenvergleich um 4,25 Prozent an, während der Dow Jones STOXX 50 eine Zunahme von 2,14 Prozent vorzuweisen hatte. Der japanische Nikkei-Index stieg daneben im Wochenvergleich um 3,13 Prozent. In den USA steht beim Dow Jones gegenüber dem letzten Handelstag der Vorwoche bis dato ein Plus von 2,46 Prozent zu Buche.
Die wichtigsten deutschen Aktienindizes tendierten im Montaghandel im Plus. Die Anleger haben die Abstufung von neun europäischen Staaten durch die Ratingagentur S&P offenbar schnell verdaut. Der DAX gewann zuletzt 1,25 Prozent auf 6.220,01 Punkte. Die amerikanische Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat im Laufe des Tages zudem die Kreditwürdigkeit des Euro-Rettungsschirms EFSF herabgestuft. Die deutschen Großhandelsverkaufspreise sind im Dezember 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit abgebremstem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Preise um 3,0 Prozent, nach Zuwächsen von 4,9 Prozent im November 2011 und 9,5 Prozent im Dezember 2010. Unterdessen wiesen die Betriebe des deutschen Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten im November 2011 einen Beschäftigungszuwachs aus. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten um rund 180.400 Personen bzw. 3,6 Prozent auf knapp 5,2 Millionen per Ende November. Der Software-Gigant SAP (+1,4 Prozent) meldete einen Zukauf. So will der Konzern Software sowie dazugehörige Vermögenswerte der datango AG erwerben. Wie es heißt, unterstützt die Software der datango AG Unternehmen dabei, die Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter (Workforce Performance) zu verbessern. Indes konnte die zu MAN (+0,8 Prozent) gehörende MAN Latin America auch im Jahr 2011 mit Abstand die meisten Zulassungen von Lkw in Brasilien verzeichnen. So wurden dem nationalen Register Renavam zufolge 50.829 Lkw von MAN in Brasilien neu zugelassen. Damit ist MAN im neunten Jahr in Folge der erfolgreichste Hersteller von Lkw über fünf Tonnen in Brasilien und hält einen Marktanteil von 29,7 Prozent. Siemens (+0,8 Prozent) gab bekannt, dass Siemens VAI Metals Technologies von der Baosteel Engineering & Technology Co. Ltd. den Auftrag erhalten hat, ein neues Stabwalzwerk für die Shaoguan Iron and Steel Group (Shaoguan) zu liefern. Die Energieversorger E.ON (+1,8 Prozent) und RWE (+1,8 Prozent) wollen derweil Presseangaben zufolge trotz des Urteils des Finanzgerichts Baden-Württemberg gegen die EnBW weiter gegen die Atomsteuer klagen. Wie es heißt, wollen beide Konzerne erneut Rechtsmittel einlegen, wenn der Bund beim nächsten Brennelemente-Wechsel in einem ihrer Kernkraftwerke die umstrittene Atomsteuer einziehen will. Am Dienstag schalteten die deutschen Aktienindizes erneut den Vorwärtsgang ein. Die Stimmung der Investoren wurde dabei insbesondere durch die guten ZEW-Daten beflügelt. Der DAX gewann zuletzt 1,82 Prozent auf 6.332,93 Punkte. Die Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich im Januar 2012 klar verbessert. Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte, sind die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland um 32,2 Punkte gestiegen und liegen nun bei -21,6 Punkten. Dieser Anstieg deutet darauf hin, dass Deutschland in den nächsten sechs Monaten kein weiterer konjunktureller Abstieg, sondern eine Stabilisierung der Konjunktur auf dem derzeitigen Niveau bevorsteht. Auf der Unternehmensseite teilte der Einzelhandelskonzern METRO (+4,1 Prozent) mit, dass er die Gespräche mit Interessenten für die Übernahme seiner Warenhaustochter Galeria Kaufhof bis auf Weiteres eingestellt hat. Hintergrund für diese Entscheidung ist die nicht optimale Situation an den Finanzmärkten. Zugleich legte der Handelskonzern seine vorläufigen Umsatzzahlen für das Geschäftsjahr 2011 vor. Der Konzernumsatz sank um 0,8 Prozent auf 66,7 Mrd. Euro. In Landeswährung erreichte der Umsatz das Niveau des Vorjahres (-0,2 Prozent). Des Weiteren meldete SAP (+0,8 Prozent) einen Zukauf. So soll mit der Akquisition der SAF Simulation, Analysis and Forecasting AG, eines weltweit führenden Anbieters von automatischen Prognose- und Bestellsystemen, die Anwendung SAP Forecasting and Replenishment um Funktionen ergänzt werden, mit denen Handelsunternehmen weltweit sowohl Lieferengpässe als auch Überschüsse vermeiden, ihre Kosten senken und für eine optimale Auslastung der Regale sorgen können. Das Papier des Softwarekonzerns verteuerte sich um 0,8 Prozent. Ferner standen Automobilwerte im Blickfeld der Anleger. So müssen BMW (+3,5 Prozent) und Volkswagen (+2,4 Prozent) jeweils mehrere hunderttausend Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen. Allerdings zeigten sich die Investoren hiervon gestern unbeeindruckt. Unterdessen legten Daimler um 3,8 Prozent zu. Mercedes-Benz Türk, eine Tochter von Daimler, kann einen weiteren Großauftrag verbuchen. So hat der türkische Obst- und Gemüsegroßhändler Cekok Gida 150 Mercedes-Benz Lkw des Typs Actros 1844 LS bestellt. Schließlich hat der Versorger RWE eine Anleihe in Britischen Pfund (GBP) begeben. Die Anleihe hat ein Volumen von 600 Mio. GBP und eine Laufzeit von 22 Jahren. Sie dient neben der Stärkung der Liquiditätsreserven des Konzerns auch der Finanzierung der Pläne zum Ausbau der Offshore-Windparks. Nach anfänglichen Verlusten drehten die deutschen Börsen am Mittwoch in den grünen Bereich. Dabei profitierten die Indizes von Hoffnungen auf Maßnahmen gegen die europäische Schuldenkrise. Der DAX gewann zuletzt 0,34 Prozent auf 6.354,57 Punkte. Dabei verteuerten sich Siemens um 0,7 Prozent, nachdem die Novelis Korea Ltd. bei Siemens VAI Metals Technologies die Automatisierungs- und Antriebstechnik für ein neues Aluminium-Kaltwalzwerk bestellt hat. Die Deutsche Lufthansa (+1,3 Prozent) beendet möglicherweise ihr Fracht-Joint Venture Jade mit der chinesischen Shenzen Airlines. Einem Pressebericht zufolge setzte Lufthansa Cargo seine Frachtkunden zum Wochenstart darüber in Kenntnis, dass mit den Jade-Frachtern bis auf Weiteres keine Flüge mehr durchgeführt werden. Branchenkreise sehen hierin das endgültige Aus für Jade. Munich Re lagen dagegen minimal im Minus. Der Versicherer rechnet nach derzeitigen Schätzungen mit einer Belastung im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich aus dem Unglück des Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia. Bayer notierten annähernd auf Vortagesniveau. Das Unternehmen teilte mit, dass man vom japanischen Gesundheitsministerium die Zulassung für Xarelto (Rivaroxaban) zur Prophylaxe von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern erhalten hat. Zudem wurden positive Studiendaten zu Regorafenib gemeldet. Den Donnerstaghandel beendeten die wichtigsten Aktienindizes in der Gewinnzone. Dabei profitierte die Stimmung unter anderem von positiven Vorgaben aus den USA. Der DAX gewann 0,97 Prozent auf 6.416,26 Punkte. Commerzbank schossen dabei als bester Wert im DAX um rund 15 Prozent nach oben. Die Bank stärkt ihr Core-Tier-1-Kapital aus eigener Kraft und hat bis Ende 2011 bereits 57 Prozent der EBA-Eigenkapitalanforderung erfüllt. Konzernangaben zufolge hat der Vorstand gestern den EBA-Kapitalplan beschlossen. Damit habe die Commerzbank das Potenzial, ihr Core-Tier-1-Kapital bis zum Stichtag 30. Juni 2012 um insgesamt rund 6,3 Mrd. Euro aus eigener Kraft zu stärken bzw. Risikoaktiva-Äquivalenz zu reduzieren. Somit kann die Bank den von der EBA ermittelten Kapitalbedarf von rund 5,3 Mrd. Euro erfüllen. Der Kupferkonzern Aurubis (+1,6 Prozent) konnte im Geschäftsjahr 2010/11 Umsatz und Ergebnis verbessern. Dabei waren die gestiegenen Metallpreise für die Erhöhung des Umsatzes von 9,87 Mrd. auf 13,34 Mrd. Euro verantwortlich. Ferner kletterte der Konzernüberschuss auf 211 Mio. Euro, nach zuvor 121 Mio. Euro. Die Papiere des Kupferkonzerns legten um 1,6 Prozent zu. Ferner meldete der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS (-1,9 Prozent), dass Airbus die durchschnittlichen Listenpreise für seine Flugzeuge um 3,9 Prozent angehoben hat. Die neuen Preise beim Flugzeughersteller Airbus gelten ab 1. Januar 2012. Anteile von Bilfinger Berger notierten kaum verändert. Der Baukonzern modernisiert für JSC Macedonian Power Plants, den größten Stromproduzenten in Mazedonien, alle drei Kessel im Braunkohlekraftwerk "TPP Bitola". Der Auftrag hat ein Volumen von rund 90 Mio. Euro und umfasst zusätzlich die langfristige Wartung und Instandhaltung der Anlage. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, sind die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte im Dezember 2011 erneut deutlich aber mit vermindertem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterte der Index um 4,0 Prozent. Im November 2011 hatte die Jahresveränderungsrate sogar bei 5,2 Prozent und im Dezember 2010 bei 5,3 Prozent gelegen. ThyssenKrupp befindet sich eigenen Angaben zufolge auf gutem Weg, die im Mai 2011 beschlossene strategische Weiterentwicklung umzusetzen. Wie der der Stahl- und Technologiekonzern mitteilte, will er durch die Portfolio-Optimierung den Verschuldungsgrad reduzieren, das Rating verbessern und mittelfristig wieder mehr finanziellen Handlungsspielraum für Investitionen erreichen. Darüber hinaus soll die Ertragskraft des Konzerns deutlich verbessert werden. Für das erste Quartal 2011/2012 erwartet der Konzern weiterhin ein bereinigtes EBIT, das deutlich unter dem Vergleichsquartal des vorherigen Geschäftsjahres liegt. Wie zudem bekannt wurde veräußert BASF ihren 50-prozentigen Anteil an PEC-Rhin an den Joint Venture-Partner GPN, der zum französische Ölkonzern Total gehört. Wie der Chemiekonzern mitteilte, stellt PEC-Rhin KAS/AN-Düngemittel (Kalkammonsalpeter/ Ammoniumnitrat) sowie die entsprechenden Zwischenprodukte Ammoniak und Salpetersäure her. Ferner beginnt TUI laut Medienberichten mit der Suche eines Nachfolgers für Konzernchef Michael Frenzel (64), dessen Vertrag Ende März 2014 ausläuft.
An den US-Börsen wurde zum Wochenauftakt wegen des Feiertages "Martin Luther King Day" nicht gehandelt. Am Dienstag legten die wichtigsten US-Indizes den Vorwärtsgang ein. Dabei wurde die Stimmung der Investoren auch durch positive Konjunkturdaten aus den USA und China verbessert. Der Dow Jones gewann 0,48 Prozent auf 12.482,07 Punkte. Die Federal Reserve Bank of New York ermittelte für Januar 2012 erneut eine Verbesserung bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York. So erhöhte sich der Empire State Manufacturing Index auf +13,48 Punkte, während Volkswirte mit einem Wert von +10,0 Zählern gerechnet hatten. Für Dezember 2011 war ein Wert von revidiert +8,19 Punkten ermittelt worden. Die US-Berichtssaison gewann langsam aber sicher an Fahrt. So öffneten vor Handelsstart einige Großbanken ihre Bücher zum abgelaufenen Quartal. Im Mittelpunkt des Interesses der Investoren stand dabei der Zahlenausweis der Citigroup (-8,2 Prozent). Die Bank verfehlte dabei die Erwartungen der Analysten. So musste man im vierten Quartal 2011 infolge eines schwachen Investment Banking Geschäfts ein geringeres Ergebnis ausweisen. So sank der Nettogewinn um 11 Prozent auf nun 1,17 Mrd. US-Dollar bzw. 0,38 US-Dollar pro Aktie. Analysten waren im Vorfeld nur von einem Gewinn von 49 Cents pro Aktie ausgegangen. Im Gegensatz hierzu konnte Wells Fargo (+0,7 Prozent) mit seinem Zahlenausweis überzeugen. So hat die Bank im vierten Quartal einen höheren Gewinn erzielt. Dabei profitierte man unter anderem von deutlich geringeren Rückstellungen für Kreditausfälle. Die Erwartungen wurden damit übertroffen. Unterdessen sorgte die M&T Bank (-1,6 Prozent) mit ihrer Quartalsbilanz wieder für eine Enttäuschung. So musste die Bank im vierten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang verkraften, wobei man unter Kosten in Zusammenhang mit der Übernahme von Wilmington Trust zu leiden hatte. Die Erwartungen wurden verfehlt. Der Online-Broker TD Ameritrade (-1,8 Prozent) erzielte indes im ersten Geschäftsquartal (per 31. Dezember) dank einer strikten Kostenkontrolle ein Gewinnwachstum. Schließlich hat der Lebensmittelkonzern Kraft Foods (+1 Prozent) seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2011 erhöht. Zudem wurde im Zusammenhang mit der angekündigten Aufspaltung ein Stellenabbau von rund 1.600 Stellen in Nordamerika angekündigt. Die wichtigsten US-Börsen schlossen zur Wochenmitte durchgängig mit positiven Vorzeichen. Der Dow Jones notierte zum Handelsende 0,78 Prozent fester bei 12.578,95 Punkten. Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte am Mittwoch für die Woche zum 13. Januar 2012 einen saisonbereinigten Anstieg bei der Zahl der Hypothekenanträge. So erhöhte sich der Index um 23,1 Prozent. Angaben des Arbeitsministeriums zufolge haben sich die US-Erzeugerpreise im Dezember 2011 überraschend reduziert. Binnen Monatsfrist sanken die Preise um 0,1 Prozent. Unterdessen ist die US-Industrieproduktion im Dezember nach Angaben der U.S. Federal Reserve Bank gestiegen. So lag der Produktionsausstoß der Fabriken, Bergwerke und Energieversorger 0,4 Prozent über seinem Vormonatsniveau. Zudem kletterte die Kapazitätsauslastung der US-Industrie auf 78,1 Prozent. Im Fokus des Interesses standen Finanztitel. Goldman Sachs (+6,9 Prozent) verbuchte im vierten Quartal 2011 einen deutlichen Gewinnrückgang, konnte jedoch die Erwartungen der Analysten übertreffen. So sank der Nettogewinn von 2,39 Mrd. US-Dollar auf 1,01 Mrd. US-Dollar bzw. 1,84 US-Dollar pro Aktie. Analysten waren im Vorfeld lediglich von einem Gewinn von 1,24 US-Dollar pro Aktie ausgegangen. Das Kreditinstitut Northern Trust (-1,7 Prozent) meldete, dass sich sein Nettogewinn im vierten Quartal auf 130,2 Mio. US-Dollar bzw. 53 Cents pro Aktie belief, nach 157,1 Mio. US-Dollar bzw. 64 Cents pro Aktie im Vorjahr. Die U.S. Bancorp (+1,0 Prozent) hat ihren Gewinn im vierten Quartal klar gesteigert. Dabei profitierte das Institut von deutlich geringeren Rückstellungen für Kreditausfälle und positiven Einmaleffekten. Die Schätzungen der Analysten konnten übertroffen werden. Charles Schwab (-1,2 Prozent), der größte Discount-Broker in den USA, hat seinen Gewinn im vierten Quartal verbessert, was vor allem auf Sonderbelastungen im Vorjahr zurückzuführen war. Nach US-Börsenschluss hat eBay die Zahlen für das vierte Quartal 2011 vorgelegt. Der Nettogewinn wurde auf 1,98 Mrd. US-Dollar bzw. 1,51 US-Dollar je Aktie beziffert, nach 559 Mio. US-Dollar bzw. 42 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen begründete diese Entwicklung mit dem Verkauf seines Skype-Anteils. Die US-Indizes sind am Donnerstag mit weiteren Kursgewinnen aus dem Handel gegangen. Gefragt waren nach positiv aufgenommenen Quartalsausweisen insbesondere Aktien von Morgan Stanley und der Bank of America, die deutliche Aufschläge verzeichneten. Der Dow Jones gewann 0,37 Prozent auf 12.625,19 Punkte. Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 14. Januar 2012 nach Angaben des US-Arbeitsministeriums verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 50.000 auf 352.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 385.000 prognostiziert hatten. Daneben haben sich die US-Verbraucherpreise im Dezember stabilisiert. So verharrte der Verbraucherpreisindex auf dem Niveau des Vormonats, während er im November schon unverändert geblieben war. Volkswirte hatten eine Preissteigerung um 0,1 Prozent prognostiziert. Ferner verzeichneten die Baugenehmigungen in den USA im Dezember nach Angaben des Handelsministeriums einen saisonbereinigten Rückgang gegenüber dem vorangegangenen Monat. Daneben wiesen die US-Wohnbaubeginne im Dezember 2011 einen saisonbereinigten Rückgang aus. Daneben hat sich an den US-Finanzmärkten viel beachtete Geschäftsklimaindex der Fed-Regional-Notenbank von Philadelphia im Januar verbessert. Demnach ist der Index von revidiert 6,8 (vorläufig: 10,3) Punkten im Vormonat auf nun 7,3 Punkte gestiegen. Volkswirte waren im Vorfeld von einem Stand von 10,0 Punkten ausgegangen. Nach dem Zahlenausweisen legten Bank of America um 2,4 Prozent zu, nachdem die zweitgrößte US-Bank im vierten Quartal einen milliardenschweren Gewinn erwirtschaftet hat, gegenüber einem Verlust im Vorjahr. Dabei profitierte man von deutlich geringeren Rückstellungen für Kreditausfälle sowie geringeren Sonderbelastungen. Der Nettogewinn belief sich auf 1,99 Mrd. US-Dollar bzw. 15 Cents pro Aktie, nach einem Verlust von 1,24 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Damit wurde die Schätzung der Analysten erreicht. Daneben ging es für Morgan Stanley sogar um 5,4 Prozent nach oben. Die Bank verbuchte im vierten Quartal infolge der Beilegung eines Streits mit dem Versicherer MBIA einen Verlust. So betrug der Nettoverlust 275 Mio. US-Dollar oder 15 Cents je Aktie, gegenüber einem Vorjahresgewinn von 600 Mio. US-Dollar. Der Verlust aus dem fortgeführten Geschäft lag bei 14 Cents je Aktie. Analysten waren von einem EPS von -57 Cents ausgegangen. Schließlich brachen Eastman Kodak um 35 Prozent ein. Der Fotokonzern und seine US-Tochtergesellschaften haben jeweils einen Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 gestellt. Der Konzern will mit einer Restrukturierung unter Gläubigerschutz die Liquidität in den USA und im Ausland stärken, nicht zum Kerngeschäft gehörendes geistiges Eigentum verkaufen, das Problem mit den Altlasten ordentlich lösen und das Unternehmen in die Lage versetzen, sich auf seine wertvollsten Geschäftsbereiche zu konzentrieren. Laut Kodak hat man sich im Rahmen einer so genannten Debtor-in-Possession-Finanzierung eine Kreditlinie in Höhe von 950 Mio. US-Dollar von der Citigroup gesichert. Das Geschäft soll dadurch weiter betrieben werden können. Man geht davon aus, die Restrukturierung in den USA im Laufe des Jahres 2013 abzuschließen. American Express gab nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal 2011 bekannt. Dabei profitierte der Kreditkartenanbieter von der Kauflaune der Konsumenten im Weihnachtsgeschäft und gleichzeitig rückläufigen Ausfallraten. Während der Gewinn über den Prognosen lag, enttäuschte der Umsatz. Zudem hat der Softwarekonzern Microsoft für das zweite Fiskalquartal 2011/12 einen kaum veränderten Gewinn ausgewiesen, damit die Analystenerwartungen aber übertroffen. Der Umsatz stieg trotz eines schwachen PC-Markts. Ein Umsatzrückgang beim Betriebssystem Windows wurde durch steigende Erlöse im Server-Bereich und bei der Spielekonsole Xbox ausgeglichen. Auch Google hat am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal 2011 veröffentlicht. Dabei konnte der Internet-Konzern Umsatz und Gewinn zwar steigern, die Analystenerwartungen wurden jedoch klar verfehlt. Intel hat ebenso ihre Zahlen für das vierte Quartal 2011 veröffentlicht. Dabei konnte der Chipkonzern Umsatz und Gewinn steigern und die Erwartungen der Analysten übertreffen. Schließlich gab noch der Technologiekonzern International Business Machines (IBM) die Zahlen für das vierte Quartal 2011 bekannt. Dabei wurde der Gewinn aufgrund der guten Entwicklung im Software- und Service-Segment stärker als erwartet gesteigert. Die saisonbereinigte Verkaufszahl bestehender Häuser ist im Dezember 2011 gestiegen. Dies gab die National Association of Realtors (NAR, Nationale Vereinigung der Immobilienverkäufer) am Freitag bekannt. So erhöhte sich die Zahl gegenüber dem Vormonat um 5,0 Prozent auf 4,61 Millionen. Volkswirte hatten mit einer Zunahme auf 4,55 Millionen gerechnet. Bei den Unternehmen steht General Electric im Fokus. Der Mischkonzern meldete, dass sein Gewinn im vierten Quartal gesunken ist, was mit Einmaleffekten und rückläufigen Umsätzen zusammenhängt. Auf bereinigter Basis wurde jedoch ein Ergebnisanstieg verzeichnet. Die Erwartungen wurden dabei geschlagen. Dagegen hat die Umsatzentwicklung die Analysten enttäuscht. Für das Geschäftsjahr 2012 rechnet der Konzern mit einem zweistelligen Ergebniswachstum bei seinen Segmenten Industrial und Capital, höheren Margen sowie einer Dividendensteigerung. SunTrust Banks meldete indes, dass man im vierten Quartal einen höheren Gewinn erwirtschaftet hat, was u.a. mit deutlich niedrigeren Rückstellungen für Kreditausfälle zusammenhängt. Die Bankgesellschaft Fifth Third Bancorp hat daneben im vierten Quartal angesichts deutlich geringerer Rückstellungen für Kreditausfälle einen höheren Gewinn erzielt, womit die Erwartungen jedoch verfehlt wurden. Der Speicherchip-Hersteller Micron Technology gab schließlich bekannt, dass er die private Firma Virtensys übernehmen wird. Den Angaben zufolge handelt es sich bei der Gesellschaft mit Sitz in Manchester (England) und Beaverton (Oregon, USA) um einen Anbieter von PCIe-sharing-Lösungen. Die Übernahme soll Ende dieses Monats abgeschlossen werden. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht genannt.
Die wichtigsten europäischen Börsen konnten am Montag in der Gewinnzone aus dem Handel gehen. Die Abstufung von neun europäischen Staaten durch die Ratingagentur S&P sorgte nicht für größere Verunsicherung unter den Marktteilnehmern. Allerdings fehlten aufgrund des US-Feiertags wichtige Impulse von der Wall Street. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 1,01 Prozent auf 2.361,56 Punkte. Die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat den Druck auf die europäischen Regierungen verstärkt, indem sie am späten Freitagabend die Kreditwürdigkeit von neun der insgesamt 17 Euroländer abgesenkt hat. So verloren Frankreich und Österreich ihre Best-Note "AAA" und werden nun nur noch mit "AA+" bewertet. Daneben wurde auch die Bonität von Italien, Spanien, Portugal, Slowenien, Malta, Zypern und der Slowakei herabgestuft. An den Aktienbörsen verloren Carnival (-16,5 Prozent) deutlich. Der weltweit größte Kreuzfahrtkonzern bezifferte die Ergebnisbelastung aus der jüngsten Havarie des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" vor der italienischen Küste. Für das laufende Geschäftsjahr zum 30. November 2012 wird aufgrund des Betriebsausfalls eine Belastung für das Konzernergebnis in Höhe von 85 bis 95 Mio. US-Dollar bzw. 11 bis 12 Cents pro Aktie erwartet. Darüber hinaus wird mit weiteren Kosten gerechnet, deren Höhe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar ist. Der Industriegasehersteller Air Liquide (-0,2 Prozent) teilte mit, dass er mit der belgischen Solvay ein weltweites Joint Venture im Bereich Fluorgas vereinbart hat. Den Angaben zufolge wird das Gemeinschaftsunternehmen Fluorgas-Lösungen für die Flachbildschirm- und Silizium-Dünnschicht-Photovoltaik-Industrie anbieten. Der schweizerischen Leitindex SMI wurde von den Aktien von Richemont (+2,8 Prozent) angeführt. Der Luxusgüterkonzern konnte in den drei Monaten zum 31. Dezember 2011 mit einem deutlichen Umsatzanstieg aufwarten. So verbesserten sich die Umsatzerlöse gegenüber der Vorjahresperiode um 24 Prozent auf 2,62 Mrd. Euro. Für das abgelaufene Geschäftsjahr rechnet der Konzern weiterhin mit einem operativen Gewinn, der deutlich über dem Vorjahresniveau liegt. Gleichzeitig verschlechterten sich am Indexende Holcim um 1,6 Prozent. Der Zementhersteller teilte mit, dass er hohe Wertberichtigungen vornehmen wird. Insgesamt belaufen sich die nicht kassenwirksamen Wertberichtigungen auf 775 Mio. CHF. Ein Ausschüttungspotenzial für das Geschäftsjahr 2011 (vor Wertberichtigungen) bleibt bestehen. Der Verwaltungsrat wird den Angaben zufolge Ende Februar 2012 im Rahmen des Jahresabschlusses 2011 über den Ausschüttungsantrag zuhanden der Generalversammlung entscheiden. Der schwedische Telekommunikationskonzern Tele2 (-0,7 Prozent) meldete schließlich einen Zukauf. So wird die estnische Tochter den Telekommunikationsdienstleister Televörgu AS übernehmen. Der Kaufpreis liegt bei rund 225 Mio. Schwedischen Kronen (SEK) in bar. Am Dienstag notierten die europäischen Indizes auch am zweiten Handelstag der Woche klar in der Gewinnzone. Dabei stützten auch positiv verlaufene Anleiheauktionen in Europa. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 1,49 Prozent auf 2.396,63 Punkte. Die amerikanische Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hatte noch am Vorabend die Kreditwürdigkeit des Euro-Rettungsschirms EFSF herabgestuft. Das Rating des EFSF wurde laut S&P von der bisherigen Topnote "AAA" auf "AA+" gesenkt. Die europäischen Verbraucherpreise haben sich derweil im Dezember 2011 mit vermindertem Tempo erhöht. So sank die jährliche Inflationsrate der Eurozone auf 2,7 Prozent, nach 3,0 Prozent im November 2011 und 2,2 Prozent im Dezember 2010. Die Monatsteuerungsrate betrug im Berichtsmonat 0,3 Prozent. In der EU ging die jährliche Inflationsrate auf 3,0 Prozent zurück, während sie im November 2011 bei 3,4 Prozent und im Dezember 2010 bei 2,7 Prozent gestanden hatte. Die monatliche Teuerung belief sich auf 0,3 Prozent. Auf Unternehmensseite verlautbarte der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS (+0,5 Prozent), dass Airbus im Jahr 2011 insgesamt 534 Flugzeuge an 88 Kunden (davon zehn Neukunden) ausgeliefert und 1.419 Nettoaufträge verbucht hat. Damit wird 2011 zum erfolgreichsten Jahr in der Geschichte des Unternehmens und zum zehnten Jahr in Folge, in dem eine Produktionssteigerung erzielt wurde. Weiteren Angaben zufolge verbuchte der Bergbaukonzern Rio Tinto (+2,9 Prozent) im Gesamtjahr 2011 eine rekordhohe Eisenerz-Produktion. So erhöhte sich der Output von Eisenerz gegenüber dem Vorjahr 2010 um 4 Prozent auf 191,8 Millionen Tonnen. Die Aluminiumproduktion stieg in 2011 leicht um 1 Prozent. Indes wurden im abgelaufenen Jahr 7 Prozent mehr Bauxit und 1 Prozent weniger Tonerde abgebaut, während die Kokskohleproduktion um 2 Prozent abnahm. Der Luxusartikelhersteller Burberry Group (+0,1 Prozent) teilte mit, dass sein Umsatz im dritten Quartal um 22 Prozent gestiegen ist. Zurückzuführen war dies auf neue Filialen und eine starke Nachfrage in den Flagship-Stores in London, Paris, Beijing und Hongkong. Die wichtigsten europäischen Indizes schlossen am Mittwochabend mit grünen Vorzeichen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann bis Handelsende 1,23 Prozent auf 2.390,64 Punkte. Aller Voraussicht nach wird die Eurozone in diesem Jahr in eine Rezession abgleiten. So lautet die Einschätzung der Weltbank. Beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) erwartet sie für 2012 einen Rückgang um 0,3 Prozent, wogegen sie zuvor noch einen Anstieg um 1,8 Prozent prognostiziert hatte. Für 2013 wird dann wieder mit einem Plus von 1,1 Prozent gerechnet. An der Londoner Börse gewannen Aktien der Man Group abschließend 6,8 Prozent hinzu. Der Hedgefonds-Anbieter musste im dritten Geschäftsquartal einen kräftigen Rückgang beim verwalteten Vermögen hinnehmen. Die so genannten Assets under Management beliefen sich zum 31. Dezember 2011 auf 58,4 Mrd. US-Dollar, ein Minus von 9,5 Prozent im Vergleich zum 30. September 2011. Für den Neun-Monatszeitraum geht der Konzern von einem Vorsteuergewinn in Höhe von 190 Mio. US-Dollar und einem Ergebnis je Aktie von 7,4 Cents aus. Auf bereinigter Basis werden diese Ergebniszahlen bei 257 Mio. US-Dollar bzw. 10,5 Cents gesehen. Ferner rechnet der Ölkonzern Tullow Oil (-4,2 Prozent) für das Geschäftsjahr 2011 mit Rekordzahlen und erwartet einen Umsatz von 2,3 Mrd. US-Dollar, was gegenüber dem Vorjahreswert einer Verdopplung darstellen würde. Wie es weiter heißt, hat Tullow Oil mit dem britisch-niederländischen Ölkonzern Royal Dutch Shell ein nicht-bindendes Memorandum of Understanding unterzeichnet. In diesem Rahmen wollen beide Unternehmen neue Explorationen in Gebieten im bzw. um das Atlantikbecken durchführen. Der Minenbetreiber BHP Billiton (+0,8 Prozent) hat derweil seine Eisenerzproduktion im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres dank einer starken Nachfrage aus China deutlich gesteigert. So erhöhte sich die Eisenerzproduktion in den sechs Monaten zum 31. Dezember 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 23 Prozent auf 80,6 Millionen Tonnen. In den Niederlanden hat ASML Holding (-3,5 Prozent) im vierten Quartal angesichts einer schwächeren Nachfrage einen Gewinnrückgang verbucht. Der Nettogewinn belief sich auf 284,7 Mio. Euro, nach 406,8 Mio. Euro im Vorjahr. Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Donnerstag mit deutlichen Gewinnen in den Feierabend verabschiedet. Dabei stützten auch die positiv verlaufenen Anleiheauktionen in Frankreich und Spanien. Insbesondere Bankaktien waren in ganz Europa gefragt. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 1,86 Prozent auf 2.435,04 Punkte. Die Leistungsbilanz der Eurozone hat nach Angaben der europäischen Zentralbank (EZB) im November 2011 mit einem kleineren Defizit abgeschlossen. So sank der saisonbereinigte Passivsaldo auf 1,8 Mrd. Euro, nach einem Minus von 6,6 Mrd. Euro im Oktober. In der wichtigsten Teilbilanz, der Handelsbilanz, stellte sich der Überschuss auf 4,9 Mrd. Euro, gegenüber einem Defizit von 4,0 Mrd. Euro im Oktober. Der Bierkonzern SABMiller (-0,4 Prozent) konnte sein Absatzvolumen im dritten Geschäftsquartal steigern. So erhöhte sich das Absatzvolumen im dritten Quartal zum 31. Dezember 2010 um 3 Prozent. Hierzu trugen alle Regionen mit Ausnahme von Europa und Nordamerika bei. Wie weiter mitgeteilt wurde, wuchs der organische Umsatz im Konzern auf Basis konstanter Währungen im dritten Quartal um 7 Prozent. Carrefour verschlechterten sich um 1,1 Prozent, nachdem der Handelskonzern im vierten Quartal 2011 nicht das Umsatzniveau des Vorjahresquartals erreichen konnte. So schrumpfte der Umsatz um 1,0 Prozent auf 24,15 Mrd. Euro (inkl. Benzinverkäufe, neuer Läden und nach Währungseffekten). Ohne die Erlöse aus dem Benzinverkauf ist der vergleichbare Umsatz um 1,9 Prozent gesunken. Im Gesamtjahr 2011 hatte Carrefour 91,51 Mrd. Euro umgesetzt, ein Plus von 1,1 Prozent. Bereinigt um Benzinverkauf ging der vergleichbare Umsatz um 0,6 Prozent zurück. Beim operativen Ergebnis erwartet der Konzern weiterhin ein Minus von 15 bis 20 Prozent gegenüber 2010. An der Indexspitze des französischen Leitindex CAC 40 legten indes Alstom um 13,7 Prozent zu. Der Industriekonzern verlautbarte, dass sein Auftragseingang in den ersten neun Monaten 2011/12 deutlich zulegen konnte, der Umsatz jedoch gesunken ist. Der Konzernumsatz belief sich auf 14,26 Mrd. Euro, nach 15,68 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Auftragseingang erreichte nach neun Monaten 15,08 Mrd. Euro, gegenüber dem Vorjahreswert von 12,53 Mrd. Euro. Dies bedeutet ein Plus von 20 Prozent (organisch: +18 Prozent). Zudem erzielte der Einzelhandelskonzern Ahold (-1,1 Prozent) im Schlussquartal einen Konzernumsatz von 7,29 Mrd. Euro, gegenüber 6,98 Mrd. Euro im vierten Quartal 2010. Auf Basis konstanter Währungen entspricht dies einem Plus von 4,3 Prozent. Im Gesamtjahr 2011 stieg der Konzernumsatz um 2,5 Prozent auf 30,27 Mrd. Euro. Bei konstanten Währungen wurde ein Wachstum von 5,5 Prozent ausgewiesen. Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS meldete an Freitag, dass Airbus in Hamburg die A320 mit der Seriennummer (MSN) 5000 an die nationale libanesische Fluggesellschaft Middle East Airlines (MEA) ausgeliefert hat. Die Übergabe stellt einen wichtigen Meilenstein für Airbus und die A320-Familie zum Jahresauftakt dar. Die Produktion wird im ersten Quartal 2012 von 38 auf 40 Flugzeuge pro Monat hochgefahren. Zudem berichtete der Telekommunikationsausrüster Ericsson, dass Ulf Ewaldsson zum Senior Vice President, Chief Technology Officer, Head of Group Function Technology & Portfolio Management bestellt wurde.
In Asien haben die Aktienmärkte mehrheitlich einen schwächeren Start in die neue Handelswoche erwischt. Der japanische Leitindex Nikkei verlor 1,43 Prozent auf 8.378,36 Stellen. Das japanische Verbrauchervertrauen hat sich im Dezember 2011 nach Angaben des Kabinettsbüros verbessert. So erhöhte sich der entsprechende saisonbereinigte Index auf 38,9 Punkte, nachdem er im Vormonat lediglich bei 38,1 Punkten gelegen hatte. Ferner wiesen die Auftragseingänge im Maschinenbau nach Regierungsangaben im November 2011 einen Zuwachs aus. In der Kernberechnung (bereinigt um Kraftwerksanlagen und Schiffbau) erhöhten sich die Auftragseingänge im Vormonatsvergleich saisonbereinigt um 14,8 Prozent. Dagegen waren sie im Oktober 2011 um 6,9 Prozent geschrumpft. Bei den japanischen Einzelwerten standen ferner am Montag unter anderem Toshiba (-2,6 Prozent) im Blick. Der Elektronikkonzern und Chip-Hersteller hat einen Bericht über ein Kooperationsangebot an den Digitalkamerahersteller Olympus (-4,4 Prozent) dementiert. Am Dienstag herrschte an den wichtigsten asiatischen Börsen die Farbe grün vor, wobei die Stimmung der Investoren durch gute Konjunkturdaten aus China angeheizt wurde. Der Nikkei legte um 1,05 Prozent auf 8.466,40 Stellen zu und ging damit in der Nähe seines Tageshochs aus dem Handel. Das chinesische Wirtschaftswachstum hat sich im vierten Quartal 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde weiter abgebremst. So kletterte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich um 8,9 Prozent, nach 9,1 Prozent im dritten Quartal. Hierbei handelt es sich um den schwächsten Anstieg seit dem zweiten Quartal 2009. Die Prognose der Volkswirte hatte auf ein Plus von 8,7 Prozent gelautet. Im Gesamtjahr 2011 wuchs die Wirtschaftsleistung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft damit um 9,2 Prozent an. Unterdessen ist die chinesische Industrieproduktion im Dezember 2011 mit erhöhtem Tempo gewachsen. So kletterte die industrielle Wertschöpfung gegenüber dem Vorjahresmonat um 12,8 Prozent, nach einem Zuwachs um 12,4 Prozent im Vormonat. Volkswirte hatten nur einen Anstieg um 12,3 Prozent erwartet. Schließlich hat sich der kräftige Anstieg beim chinesischen Einzelhandelsumsatz im Dezember mit beschleunigtem Tempo fortgesetzt. So kletterten die Umsatzerlöse der Einzelhändler gegenüber dem Vorjahresmonat um 18,1 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld eine Umsatzsteigerung von 17,2 Prozent prognostiziert, nach einem Plus von 17,1 Prozent im November. Auf der Unternehmensseite teilte die Royal Bank of Scotland Group (RBS) mit, dass sie ihre Sparte RBS Aviation Capital an die Sumitomo Mitsui Banking Corp. (SMBC) verkaufen wird. Die japanische Bankgesellschaft SMBC agiert im Namen eines Konsortiums, bestehend aus ihrer Muttergesellschaft Sumitomo Mitsui Financial Group (SMFG) (+1,2 Prozent) und der Sumitomo Corporation. Dabei zahlt das Konsortium für RBS Aviation Capital rund 7,3 Mrd. US-Dollar. Hierbei werden künftige Bestellverpflichtungen in Höhe von 3,7 Mrd. US-Dollar mit dem Geschäftsbereich übertragen. Die Transaktion soll noch vor Ende des dritten Quartals 2012 abgeschlossen werden. Bei RBS Aviation Capital handelt es sich um eine 2001 gegründete Flugzeug-Leasinggesellschaft mit Sitz in Dublin. Die Gesellschaft verfügt derzeit über 206 Maschinen und hat sich verpflichtet, bis 2015 weitere 87 zu kaufen. In den sechs Monaten zum 30. Juni 2011 erzielte RBS Aviation Capital (Brutto-Assets: 7,2 Mrd. US-Dollar) einen Gewinn von 89 Mio. US-Dollar. Nachdem die Wall Street ihre anfänglich höheren Zugewinne am Dienstag im Handelsverlauf nicht ganz verteidigen konnte, war am Mittwoch an den wichtigsten asiatischen Aktienmärkten keine einheitliche Tendenz auszumachen. In Japan wirkten die positiven internationalen Konjunkturdaten sowie nachlassende Sorgen im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise nach. Vor diesem Hintergrund konnte der Leitindex Nikkei zum Handelsende um 0,99 Prozent auf 8.550,58 Stellen zulegen. Takeda Pharmaceutical (+0,5 Prozent), größte Pharmakonzern in Japan, teilte mit, dass man im Zuge der Integration des schweizerischen Konkurrenten Nycomed strategische Maßnahmen durchführen wird, darunter ein Stellenabbau und die Zusammenlegung von Aktivitäten. So beabsichtigt der Konzern, insgesamt rund 2.800 Arbeitsplätze abzubauen. Die Restrukturierung wird nach Angaben von Takeda für den Zeitraum zwischen dem Geschäftsjahr 2011 und dem Geschäftsjahr 2015 insgesamt rund 70 Mrd. Japanische Yen (JPY) kosten. Während dieser Zeit geht man von Synergien in Höhe von ca. 200 Mrd. JPY aus. Die geplanten Maßnahmen werden das Ergebnis des Geschäftsjahres 2011 zum 31. März 2012 mit schätzungsweise 35 Mrd. JPY negativ beeinflussen. Der weltgrößte Auftrags-Chiphersteller Taiwan Semiconductor Manufacturing (+1,5 Prozent) musste im vierten Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen. Zurückzuführen war dies auf eine weltweit schwächere Nachfrage. Wie die Weltbank mitteilte, geht sie für 2012 zwar von einem langsameren, aber immer noch kräftigen Wirtschaftswachstum in China aus. So sind von der weltweiten Krise auch die Schwellen- und Entwicklungsländer betroffen. In der Folge werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Reich der Mitte in 2012 nur noch um 8,4 Prozent zulegen, nach 9,1 Prozent im vergangenen Jahr. Am Donnerstag gingen die wichtigsten asiatischen Indizes mit grünen Vorzeichen aus dem Handel. Der japanische Nikkei verbesserte sich um 1,04 Prozent auf 8.639,68 Stellen. Die Sony Ericsson Mobile Communications AB, ein Joint Venture des schwedischen Telekommunikationsausrüsters Ericsson und von Sony (+1,7 Prozent) musste im vierten Quartal einen Verlust verbuchen. So wurde im Schlussquartal ein Nettoverlust von 207 Mio. Euro erwirtschaftet, gegenüber einem Gewinn von 8 Mio. Euro im vierten Quartal 2010. Die chinesischen Frühindikatoren sind im Dezember 2011 angestiegen. Dies gab das Conference Board bekannt. Demnach zogen die Frühindikatoren um 0,7 Prozent an. Für November war ein Plus von 0,5 Prozent ermittelt worden. Zum Wochenschluss präsentierten sich die meisten asiatischen Märkte recht freundlich. So hat der Nikkei mit dem Überwinden der Marke bei etwa 8.600 Zählern ein charttechnisches Kaufsignal generiert. Der Nikkei verabschiedete sich mit einem Plus von 1,47 Prozent auf 8.766,36 Stellen ins Wochenende. Von der Konjunkturseite wurden heute bekannt, dass die gesamtwirtschaftliche Aktivität in Japan im November 2011 rückläufig war. Demnach sank der All-Industry-Index im Vormonatsvergleich saisonbereinigt um 1,1 Prozent, wogegen für Oktober 2011 ein Zuwachs um 0,8 Prozent ermittelt worden war. Gegenüber dem Vorjahresmonat ging der Index um 1,3 Prozent zurück, gegenüber einem Plus von 0,1 Prozent im Oktober. Zudem hat das Kabinettsbüro in Tokio die vorläufigen Angaben für den Index der Frühindikatoren für den Monat November 2011 nach oben korrigiert. So zog der Index auf 93,2 Punkte an, während vorläufig nur ein Indexstand von 92,9 Punkten veröffentlicht worden war. Im Oktober hatte der Index lediglich bei 92,0 Punkten gelegen. In Hongkong gab derweil die Airline Cathay Pacific Airways (+1,9 Prozent) bekannt, dass man bei der zum EADS-Konzern gehörenden Sparte Airbus sechs Maschinen bestellt hat. Den Angaben zufolge handelt es sich bei der Order um sechs Flugzeuge vom Typ A350-900. Nach Listenpreisen belaufe sich das Volumen der Bestellung auf rund 1,63 Mrd. US-Dollar.
In der kommenden Woche stehen unter anderem die Geschäftszahlen von Blyth, Corning, Halliburton, Hyundai Motor, L-3 Communications, Royal Caribbean Cruises, Texas Instruments, Western Digital, Wincor Nixdorf, AK Steel, Apple, Baker Hughes, CA, E I Du Pont, EMC, Harley-Davidson, Kimberly Clark, McDonalds, Norfolk Southern, Peabody Energy, Siemens, Steel Dynamics, Verizon Communications, Yahoo!, Abbott Laboratories, Allegheny Technologies, Beiersdorf, Boeing, Cardinal Financial, ConocoPhillips, E*Trade Financial, General Dynamics, Hess, Motorola Solutions, Novartis, Praxair, Rockwell Automation, SAP, United Technologies, 3M, Amgen, AT&T, Baxter International, Bristol Myers Squibb, Caterpillar, Colgate-Palmolive, Deutsche Beteiligungs AG, Eastman Chemical, Eastman Kodak, Lockheed Martin, Loewe, McCormick, Nucor, Raytheon, Starbucks, Time Warner Cable, Altria Group, Chevron, Honeywell International, Legg Mason und Procter & Gamble an.
Bei den Konjunkturdaten dürften am Montag in Frankreich das Geschäftsklima Aufmerksamkeit finden. Es folgt am Dienstag der Auftragseingang in der EU. Am Mittwoch steht das ifo-Geschäftsklima in Deutschland, die Leistungsbilanz und der BoJ-Monatsbericht in Japan sowie die Präsidenten-Rede zur Lage der Nation, die ausstehenden Hausverkäufe, der FHFA-Hauspreisindex und das Fed-Sitzungsergebnis in den USA im Blickpunkt. Am Donnerstag werden in Deutschland der GfK-Konsumklimaindikator sowie in den USA die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, der Chicago Fed National Activity Index, der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter, die Neubauverkäufe und die Frühindikatoren vorgestellt. Zum Wochenschluss werden noch die japanischen Verbraucherpreise und Einzelhandelsumsätze, die deutschen Außenhandelspreise und der BMF-Monatsbericht sowie das amerikanische BIP und die Verbraucherstimmung veröffentlicht.
Indexstände (20.01.2012, 18:00 Uhr) DAX: 6.404,39 TecDAX: 745,20 Dow Jones STOXX 50: 2.448,07 Nikkei 225: 8.766,36 Dow Jones: 12.673,40 Nasdaq Composite: 2.781,34 (20.01.2012/ac/n/m)
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