Frankfurt (www.aktiencheck.de) - In der vergangenen Woche haben sich die internationalen Leitindizes stärker entwickelt. So zog der Dax im Wochenvergleich um 1,1 Prozent an, während der Dow Jones STOXX 50 eine Zunahme von 1,5 Prozent vorzuweisen hatte. Der japanische Nikkei-Index stieg daneben im Wochenvergleich um 3,93 Prozent. In den USA steht beim Dow Jones gegenüber dem letzten Handelstag der Vorwoche bis dato ein Plus von 0,1 Prozent zu Buche.
Die deutschen Aktien sind sehr freundlich in die neue Woche gestartet. Dabei wurde die Stimmung von guten Vorgaben aus den USA gestützt. Der DAX gewann am Montag 0,77 Prozent auf 6.918,72 Punkte. Bei den Einzelwerten wurde mitgeteilt, dass die zum Energieversorger RWE (+1,6 Prozent) gehörende Tochter RWE Innogy ihr Windkraftportfolio in Polen ausbaut und den Onshore-Windpark Taciewo in Polen von Gamesa übernommen hat. Ferner hat der Industriekonzern Siemens (+1,2 Prozent) einen Großauftrag aus Indien erhalten. BASF (+1,0 Prozent) bietet neu technische Kunststoffe speziell für Anwendungen mit Trinkwasserkontakt an, so der Chemiekonzern am Montag. Weiteren Angaben zufolge will das Rückversicherungsunternehmen Münchener Rück (+0,5 Prozent) in den kommenden Jahren Milliarden in das Geschäft mit erneuerbaren Energien investieren. Einem Medienbericht zufolge will der Software-Konzern SAP (+0,6 Prozent) die internen Betriebskosten auf den Prüfstand stellen, um das interne Ziel beim Betriebsergebnis für 2012 erreichen zu können. Der Technologiekonzern Linde (-0,2 Prozent) hat derweil zusammen mit der Marquard & Bahls-Tochter Bomin die Gründung eines Joint Ventures zur Schaffung einer Flüssigerdgas (LNG)-Infrastruktur für die Schifffahrt in Nordwesteuropa angekündigt. An letzter Stelle lagen Bayer 0,9 Prozent zurück. Am Dienstag konnten die deutschen Börsen mit Gewinnen schließen. Dabei wurde die Stimmung von der Hoffnung auf Maßnahmen seitens der Europäischen Zentralbank gestützt. Der DAX gewann 0,71 Prozent auf 6.967,95 Punkte. Der Auftragseingang in der deutschen Industrie ist im Juni 2012 zurückgegangen. Nach vorläufigen Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie schrumpften die Auftragseingänge im Vormonatsvergleich preis-, kalender- und saisonbereinigt um 1,7 Prozent. Im Vormonat waren sie hingegen um 0,7 Prozent gewachsen. Der Umfang an Großaufträgen war für einen Juni durchschnittlich. Zur Spitzengruppe im DAX gehörten E.ON-Aktien (+1,9 Prozent), der Energieversorger rechnet im ersten Halbjahr mit einer Ergebnisverbesserung. Der Konkurrent RWE (+1,6 Prozent) hat Anträge auf Rückbau der Blöcke A und B des Kraftwerks Biblis gestellt. Eine gute Kursentwicklung zeigte auch BMW (+1,6 Prozent). Der Automobilkonzern hat im Juli 2012 einen Absatzanstieg verzeichnet. Der Telekommunikationskonzern Deutsche Telekom (+1,1 Prozent) prüft einem Medienbericht zufolge erneut den Einstieg in den TV-Kabelmarkt und plant in diesem Zusammenhang offenbar die Übernahme des Kabelnetzbetreibers PrimaCom. Weiteren Angaben zufolge konnte die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Munich Re (+0,6 Prozent) im ersten Halbjahr mit dem Gewinn deutlich mehr als die Hälfte der Gesamtjahreszielmarke erreichen. Am Mittwoch schlossen die deutschen Standardwerte nach teils deutlichen Verlusten im Handelsverlauf am Ende nahezu unverändert. Der DAX verlor 0,02 Prozent auf 6.966,15 Punkte. Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe hat im Juni 2012 nachgegeben. Auf Basis vorläufiger Daten meldete das Bundeswirtschaftsministerium einen preis-, kalender- und saisonbereinigten Rückgang der Erzeugung im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Prozent, wogegen sie im Monat zuvor nach revidierten Angaben um 1,7 Prozent angestiegen war. Hierbei schrumpfte die Industrieproduktion um 1,0 Prozent. Im DAX stand die Aktie der Commerzbank mit einem Kursgewinn von 1,7 Prozent ganz vorn. Anteile von Linde schlossen mit einem Aufschlag von 1,5 Prozent dahinter. Der Technologiekonzern hat die Übernahme des US-Konzerns Lincare Holdings abgeschlossen. Durch den Zukauf will Linde seine Marktposition als Healthcare-Anbieter der Gaseindustrie weiter ausbauen und zum weltweiten Marktführer in diesem Segment aufsteigen. Im MDAX schlossen Axel Springer unverändert. Der Verlagskonzern konnte im zweiten Quartal dank der starken Entwicklung im Bereich Digitale Medien einen Ergebnisanstieg melden. STADA Arzneimittel (-0,7 Prozent) musste für das erste Halbjahr 2012 angesichts der einmaligen Sondereffekte aus der weiteren Umsetzung des konzernweiten Kosteneffizienzprogramms 'STADA - build the future' einen Ergebnisrückgag ausweisen. Das Ergebnis des Einzelhandelskonzerns Douglas Holding (-0,9 Prozent) wurde in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres von Sondereffekten beeinträchtigt. Ferner konnte Brenntag (-2,7 Prozent) im zweiten Quartal trotz der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen mit einem Ergebnisanstieg aufwarten. Der Flughafenbetreiber Fraport (-3,2 Prozent) musste im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang ausweisen. Klöckner & Co gaben an letzter Stelle 4,3 Prozent ab. Der Metalldistributeur konnte im zweiten Quartal beim Absatz und Umsatz deutlich zulegen, während das Ergebnis unter Vorjahresniveau blieb. Den Donnerstaghandel beendeten die deutschen Aktienindizes kaum verändert. Der DAX verlor zuletzt 0,02 Prozent auf 6.964,99 Punkte. Das Verarbeitende Gewerbe konnte im Juni nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts einen unveränderten Umsatz erzielen. Gegenüber dem Vorjahresmonat blieb der Umsatz arbeitstäglich unverändert, nach einem Umsatzplus von 0,7 Prozent im Mai. Im Vergleich zum Vormonat wies der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe saison- und arbeitstäglich bereinigt ein Minus von 1,6 Prozent aus, gegenüber einer Zunahme um 0,8 Prozent im Mai 2012. Die amerikanische Ratingagentur Fitch Ratings hat daneben bereits am Mittwochabend das Kreditrating von Deutschland mit dem Top-Rating "AAA" bekräftigt. Der Ausblick wurde mit "stabil" angegeben, womit eine Herabstufung derzeit nicht absehbar ist. Fitch Ratings begründete die Entscheidung mit der soliden makroökonomischen Situation Deutschlands. Besonders die vergleichsweise niedrige Arbeitslosenquote sowie die Entwicklung des BIP wurden hervorgehoben. Nicht gut lief es im ersten Halbjahr für die Commerzbank So musste man für diesen Zeitraum einen Gewinnrückgang ausweisen. Das operative Ergebnis war ebenfalls rückläufig. Der Rückgang war insbesondere dem rückläufigen Marktzinsniveau und der weiter zunehmenden Kundenzurückhaltung geschuldet. Für das zweite Halbjahr äußerte sich die Commerzbank eher zurückhaltend. So rechnet man damit, dass das Konzernergebnis im zweiten Halbjahr unter dem der ersten sechs Monate liegen wird. Die Aktie verschlechterte sich um 4,2 Prozent und trug damit die rote Laterne im DAX. Von Interesse waren ferner die Quartalszahlen der Deutschen Telekom (-2,0 Prozent). Der Telekommunikationskonzern wies im zweiten Quartal einen Gewinnanstieg aus. Auf bereinigter Basis war der Gewinn aber rückläufig. Der Umsatz lag leicht unter Vorjahresniveau. Im Europa-Geschäft hatte die Deutsche Telekom unter dem wachsenden Wettbewerbsdruck und der schwierigen konjunkturellen Gesamtsituation zu leiden und musste beim bereinigten EBITDA einen Rückgang hinnehmen. Ferner bekräftigte man die Jahresprognose. Deutsche Lufthansa flogen schließlich mit einem Abschlag von 0,7 Prozent hinterher. Die Airline verzeichnete im Juli einen Anstieg bei der Zahl der beförderten Passagiere. Wie am Freitag bekannt wurde, hat sich die Inflation in Deutschland im Juli mit unverändertem Tempo fortgesetzt. So belief sich die Inflationsrate erneut auf 1,7 Prozent, nach einer Jahresteuerungsrate von 1,7 Prozent im Juni 2012 und 2,4 Prozent im Juli 2011. Vor allem die Energiepreise lagen deutlich über dem Vorjahresniveau und auch die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich spürbar. Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland ist derweil im Mai nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gesunken. So belief sich die Gesamtzahl auf 12.760 Insolvenzen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat schrumpfte die Gesamtzahl der gestellten Insolvenzanträge damit um 11,2 Prozent. Hierbei entfielen 2.353 auf Unternehmen (-9,9 Prozent) und 10.407 auf andere Schuldner (-11,5 Prozent). Die Verbraucher verbuchten ein Minus von 10,9 Prozent auf 8.361 Insolvenzanträge. Auf Unternehmensseite musste der Stahlkonzern ThyssenKrupp einen Verlust ausweisen. Umsatz und Auftragseingang entwickelten sich ebenfalls rückläufig. Die Analysten hatten allerdings noch schlechtere Zahlen erwartet. Aufgrund der Stabilität des weniger zyklischen Industriegüter-Geschäfts sowie der positiven Ergebnisbeiträge von Steel Europe und Materials Services erwartet ThyssenKrupp für das Geschäftsjahr 2011/2012 auf Konzernebene weiterhin ein bereinigtes EBIT im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Der neue Vorstandschef des Energieversorgers RWE, Peter Terium, treibt derweil einem Medienbericht zufolge den Konzernumbau voran. Wie es unter Berufung auf informierte Kreise heißt, will RWE demnach eine neue Konzernsparte gründen, die für sämtliche Kohle- und Gaskraftwerke von RWE in Deutschland, Großbritannien und in den Niederlanden zuständig sein wird. Einen entsprechenden Beschluss habe der Vorstand bereits gefasst. Die neue Sparte, in der rund 18.000 Beschäftigte arbeiten sollen, werde laut dem Bericht zum Jahreswechsel an den Start gehen. Im MDAX richtet sich der Fokus heute auf die Quartalsbilanz der Hannover Rück. Der Rückversicherer steigerte im ersten Halbjahr dank eines deutlichen Rückgangs bei Großschadensereignissen sowie einem guten Kapitalanlageergebnis sein Ergebnis deutlich. Die gebuchten Bruttoprämien stiegen ebenfalls prozentual zweistellig. Aufgrund der weiterhin attraktiven Marktchancen in der Schaden- und Personen-Rückversicherung sowie des erfreulichen Konzernergebnisses zum 30. Juni 2012 erwartet die Hannover Rück ein gutes Ergebnis für das Gesamtjahr. Rheinmetall konnte indes im ersten Halbjahr einen Anstieg bei Umsatz und Ergebnis ausweisen. Die Erwartungen für das Gesamtjahr 2012 wurden bestätigt.
Die US-Leitindizes verzeichneten zum Wochenauftakt Zugewinne und knüpften damit an ihre positive Entwicklung vom Freitag an. Dabei stützte auch der Umstand, dass sich die griechische Regierung am Wochenende mit ihren Kreditgebern auf Eckpunkte eines weiteren Sparpaketes geeinigt hat. Der Dow Jones gewann 0,17 Prozent auf 13.118,19 Zähler. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte der Elektronikhändler Best Buy (+13,3 Prozent). Der Firmengründer und größte Einzelaktionär des Konzerns hat den übrigen Aktionären ein Übernahmeangebot unterbreitet. In einem Brief an das Board of Directors erklärte der Manager, dass er den Erwerb der noch ausstehenden Aktien von Best Buy für 24 bis 26 US-Dollar je Aktie beabsichtige. Die Offerte entspricht einem Aufschlag von 36 bzw. 47 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs der Aktie von Best Buy. Im Blickfeld der Investoren standen zudem auch die Papiere von General Motors (-0,9 Prozent). Der Automobilhersteller konnte im Juli in China ein deutliches Absatzplus vorweisen. Des Weiteren richtete sich der Fokus der Investoren auch heute auf diverse Quartalsbilanzen. Für eine Enttäuschung sorgte dabei Tyson Foods (-8,1 Prozent). Der Nahrungsmittelkonzern musste im dritten Geschäftsquartal infolge der vorzeitigen Ablösung von Schulden trotz eines Umsatzwachstums einen kräftigen Ergebnisrückgang verbuchen. Die Analystenschätzungen wurden dabei auf bereinigter Basis verfehlt. Mit seinen Zahlenausweis ebenfalls nicht überzeugen konnte AES (-4,5 Prozent). Der Energieversorger verbuchte im abgelaufenen Quartal infolge eines schwachen Geschäfts in Chile und Brasilien einen Ergebnisrückgang. Die Gewinnprognose der Analysten wurde deutlich verfehlt. Negativ aufgenommen wurde auch die Bilanz von HCA Holdings (-4,0 Prozent). Der Krankenhausbetreiber meldete für das zweite Quartal einen Gewinnanstieg. Profitiert hat man erneut von einem deutlichen Anstieg der Patientenzahlen und der Konsolidierung des Joint Ventures HealthONE. Die Gewinnerwartungen der Analysten wurden übertroffen. Am Dienstag notierten die US-Leitindizes den gesamten Handelstag freundlich und schlossen einheitlich mit positiven Vorzeichen. Der Dow Jones gewann abschließend 0,39 Prozent auf 13.168,60 Stellen. Wie Notenbank bekannt gab, ist das Volumen der US-Verbraucherkredite im Juni 2012 um 6,5 Mrd. US-Dollar gestiegen. So stieg das Gesamtvolumen der ausstehenden Verbraucherkredite um 3,0 Prozent auf 2,577 Bio. US-Dollar. Mit seinem Quartalsausweis überzeugen konnte der Uhrenhersteller Fossil (+31,5 Prozent). So wurde für das zweite Quartal ein Umsatzanstieg vermeldet. Beim Gewinn konnte man ebenfalls deutlich zulegen. Die Erwartungen der Analysten wurden übertroffen. Profitiert hatte man von einem deutlichen Umsatzanstieg in allen Absatzregionen. Insbesondere im Großhandelssegment hat der Konzern deutliche Zugewinne verzeichnet. Die Drugstore-Kette CVS Caremark (-1,7 Prozent) konnte im zweiten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Der Umsatz legte ebenfalls klar zu. Profitiert hat der Konzern vor allem von deutlich gestiegenen Umsatzerlösen im Pharma-Services-Segment. Auch im Einzelhandelssegment konnten die Umsatzerlöse weiter verbessert werden. Auf bereinigter Basis wurden die Gewinnerwartungen der Analysten geschlagen. Im Anschluss wurde die Jahresprognose nach oben revidiert. Der Kabelnetzbetreiber Cablevision Systems (-0,1 Prozent) musste das zweite Quartal zwar mit einem Gewinnrückgang abschließen, hat aber die Ergebnisprognosen der Analysten geschlagen. Daneben wurde bekannt, dass Home Depot (+0,7 Prozent) eine Vereinbarung zur Übernahme von U.S. Home Systems (+38,30 Prozent) geschlossen hat. Im Zuge der Übernahme sollen die Aktionäre von U.S. Home Systems 12,50 US-Dollar je Aktie in bar erhalten, was gegenüber dem letzten Schlusskurs der Aktie einem Aufschlag von rund 38 Prozent entspricht. Die US-Indizes mussten am Mittwoch mit uneinheitlichen Tendenzen aus dem Handel gehen. Dabei belasteten vor allem Unsicherheiten in Zusammenhang mit der Schuldenkrise in der Eurozone das Handelsgeschehen. Nach den zuletzt deutlichen Kursaufschlägen stieg außerdem die Bereitschaft zu Gewinnmitnahmen. Der Dow Jones gewann am Ende 0,05 Prozent auf 13.175,64 Zähler. Die vorbörslich veröffentlichten Daten zur Entwicklung der Arbeitsproduktivität und der Arbeitskosten sorgt derzeit für wenig Impulse: Die US-Produktivität hat sich im zweiten Quartal nach Angaben des Arbeitsministeriums erhöht. Demnach wuchs die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vorquartal um 1,6 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Anstieg um 1,5 Prozent prognostiziert, nachdem im ersten Quartal ein Minus von revidiert 0,5 (vorläufig: -0,9) Prozent ermittelt worden war. Die Lohnstückkosten kletterten derweil im Vorquartalsvergleich um 1,7 Prozent, nach einem Anstieg um revidiert 5,6 (vorläufig: +1,3) Prozent im ersten Quartal. Im Blick standen vor allem Anteilsscheine des US-Medienkonzerns Walt Disney (+1,4 Prozent), der am Vorabend nach Börsenschluss die Geschäftszahlen für das dritte Quartal veröffentlicht hatte. Dabei konnte der Traditionskonzern zwar das beste Quartalsergebnis der Geschichte einfahren, die Erwartungen der Marktteilnehmer wurden indessen nur teilweise erfüllt. Für Furore sorgt am Mittwoch der IT-Konzern Hewlett-Packard (+2,4 Prozent), nachdem dieser seine Prognose für das laufende Fiskaljahr nach oben revidiert hat. Daneben ging auch am heutigen Mittwoch die Quartalszahlensaison wieder in eine neue Runde: Im Blickfeld der Investoren standen dabei vor allem auch die Aktien von Macy`s (+2,7 Prozent). Die Kaufhauskette konnte im zweiten Quartal 2012 ihren Gewinn steigern und die Analystenprognose übertreffen. Zudem wurde der Ausblick für 2012 angehoben. Der Modekonzern Ralph Lauren (-1,1 Prozent) konnte zwar im ersten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten und die Analystenerwartungen übertreffen. Der Ausblick auf das laufende Quartal fiel aber eher verhalten aus. McDonald`s verloren nach Umsatzzahlen für den Monat Juli 1,7 Prozent an Wert. Die Schnellrestaurantkette wies bei den vergleichbaren Filialumsätzen bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, im Berichtszeitraum einen unveränderten Wert aus. Auf Konzernebene wurde bei den Umsatzerlösen im Berichtsmonat von Rückgang um 3,2 Prozent verbucht. Nach Börsenschluss hat noch der Medienkonzern News Corp. die Geschäftszahlen für das vierte Quartal vorgelegt. Dabei gingen Umsatz und Ergebnis zurück. Aufgrund des geplanten Spin-offs der Publishing-Sparte wurde sogar ein Verlust ausgewiesen. Dabei konnte der Konzern die Erwartungen beim Umsatz nicht ganz erfüllen. Am Donnerstag gingen die US-Leitindizes nach ruhigem Handel auch kaum verändert in den Feierabend. Gut ausgefallene Konjunkturdaten konnten die Kurse nicht entscheidend beflügeln. Der Dow Jones verlor 0,08 Prozent auf 13.165,19 Punkte. Das US-Handelsbilanzdefizit hat sich im Juni nach Angaben des Handelsministeriums verkleinert. So hat sich das Handelsbilanzdefizit um 10,7 Prozent auf 42,9 Mrd. US-Dollar verringert, während Volkswirte 47,5 Mrd. US-Dollar prognostiziert hatten. Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich derweil in der Woche zum 04. August 2012 nach Angaben des Arbeitsministeriums verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gegenüber der Vorwoche um 6.000 auf 361.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 375.000 prognostiziert hatten. Daneben sind die Lagerbestände im Großhandel im Juni 2012 geschrumpft. Wie das Commerce Department bekannt gab, wurde ein saisonbereinigter Rückgang der US-Lagerbestände im Großhandel um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat ausgewiesen, nach einem unveränderten Niveau im Mai. Marktbeobachter hatten zuvor mit einer Zunahme um 0,3 Prozent gerechnet. Die Umsatzerlöse des US-Großhandels gingen gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent zurück, gegenüber einer Abnahme um 1,1 Prozent im Mai. Für eine Enttäuschung sorgte bei den Unternehmen der Einzelhändler Kohl´s (-1,3 Prozent). Er musste im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Umsatz sank ebenfalls. Die Gewinnerwartungen der Analysten wurden aber geschlagen. Der Einzelhandelskonzern zeigte sich vor allem über die Umsatzentwicklung im zweiten Quartal enttäuscht. Dabei verzeichnete man bei den vergleichbaren Filialumsätzen bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, ein Minus von 2,7 Prozent. Die Gewinnprognose für das Gesamtjahr wurde aber gesenkt. Elizabeth Arden legten hingegen um 13,0 Prozent zu. Der Kosmetikkonzern verbesserte im vierten Quartal seinen Umsatz, musste jedoch einen Gewinnrückgang ausweisen. Auf bereinigter Basis wurden die Schätzungen der Analysten übertroffen. Der Fast-Food-Konzern Wendy`s (+0,9 Prozent) hat das zweite Quartal mit einem Verlust abgeschlossen. Hintergrund sind Aufwendungen in Zusammenhang mit der Schuldenrefinanzierung. Auf bereinigter Basis wurden jedoch die Analystenschätzungen erreicht. Ferner hat der Reifenhersteller Cooper Tire & Rubber (+5,7 Prozent) im abgelaufenen Quartal ein höheres Ergebnis ausgewiesen, was auf gesunkene Materialkosten zurückzuführen war. Auch der Umsatz legte zu. Die Erwartungen der Analysten wurden deutlich geschlagen. Die US-Außenhandelspreise haben sich im Juli nach Angaben des Arbeitsministeriums vom Freitag unterschiedlich entwickelt. Die Einfuhrpreise sanken um 0,6 Prozent, nach einem Preisrückgang um 2,4 Prozent im Mai. Ferner fielen die um Ölimporte bereinigten Importpreise gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent, nachdem im Juni ein Preisrückgang um 0,3 Prozent ausgewiesen worden war. Dagegen stiegen die Ausfuhrpreise um 0,5 Prozent. Bereinigt um Agrargüter lagen die Exportpreise um 0,3 Prozent unter dem Vormonatsniveau, während sie im vorangegangenen Monat um 1,5 Prozent nachgegeben hatten. Am Abend werden noch die Daten zum US-Staatshaushalt publiziert. Wie am Freitag vor Handelseröffnung bekannt gegeben wurde, verzeichnete der Einzelhandelskonzern JCPenney im zweiten Quartal angesichts rückläufiger Umsatzerlöse und gesunkener Margen einen deutlichen Verlust und verfehlte dabei die Markterwartungen. Im Anschluss erklärte der JCPenney außerdem, dass man die zuvor veröffentlichte Jahresprognose beim bereinigten Konzernergebnis nicht mehr für erreichbar hält. Geschäftszahlen gab es auch bei Harman International. Dabei konnte der auf Audioelektronik und Infotainment-Systeme spezialisierte Konzern im vierten Quartal einen deutlichen Gewinnanstieg ausweisen. Neben zahlreichen Neukunden und einer ungebrochen starken Nachfrage aus der Automobilindustrie trugen auch Margenverbesserungen mit zu der Ergebnisverbesserung bei. Die Analystenerwartungen beim bereinigten Ergebnis je Aktie konnten dabei übertroffen werden. Im Anschluss korrigierte der Konzern allerdings aufgrund negativer Wechselkurseffekte seine Prognose für das laufende Fiskaljahr nach unten.
Die wichtigsten europäischen Indizes konnten zu Wochenbeginn mehrheitlich an ihre starke Entwicklung vom Freitag anknüpfen und wiesen erneut grüne Vorzeichen aus. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 1,13 Prozent auf 2.399,32 Punkte. Die Rezession in Euroland vertieft sich. Der von der sentix GmbH ermittelte Konjunktur-Index für die Eurozone verzeichnete im August seinen fünften Rückgang in Folge. Damit schrumpft der sentix-Gesamtindex für die Euroland-Konjunktur um 0,7 Punkte auf einen Indexstand von -30,3 Punkten. Auf Unternehmensseite wurde berichtet, dass Marks & Spencer (+1,9 Prozent) möglicherweise bald zum Ziel einer Übernahme werden könnte. Wie die britische Zeitung "Sunday Telegraph" unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, betrachten viele Banker den Einzelhandelskonzern nach dem Kurssturz der vergangenen Jahre als potentiellen Übernahmekandidaten. Seit dem Jahr 2007 hat der Aktienkurs von Marks & Spencer 50 Prozent an Wert eingebüßt. Laut dem Bericht hätten einige Großbanken in den vergangenen Wochen die Bereitstellung von Kreditfinanzierungen für ein mögliches Übernahmeangebot für den Einzelhandelskonzern durchgespielt. In der Schweiz standen die Aktien des Luxusgüterkonzerns Richemont auf Platz eins der Gewinnerliste. Diese stiegen um 5,2 Prozent, nachdem das Unternehmen verlautbarte, dass man für das erste Halbjahr von einer deutlichen Steigerung beim operativen Ergebnis und beim Nettogewinn ausgeht. So erwartet Richemont für die ersten sechs Monate des laufenden Fiskaljahres einen operativen Gewinnanstieg von 20 bis 40 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Auch beim Nettogewinn wird für die ersten sechs Monate bis zum 30. September im Vorjahresvergleich ein Plus von 20 bis 40 Prozent erwartet. ABB tendierten unverändert. Der Konzern hat von der Al Toukhi Group einen Auftrag im Wert von über 40 Mio. US-Dollar für gasisolierte Hochspannungs-Schaltanlagen erhalten. Die wichtigsten europäischen Aktienindizes schlossen den Handel am Dienstag mit positiven Vorzeichen ab. Der Dow Jones EURO STOXX 50 notierte abschließend 1,71 Prozent fester bei 2.440,24 Punkten. Im britischen Leitindex FTSE 100 lagen InterContinental Hotels (+6,4 Prozent) auf dem zweiten Platz. Die Hotelkette konnte ihren Gewinn im ersten Halbjahr erhöhen. Beim Umsatz legte man ebenfalls zu. Der Minen- und Rohstoffkonzern Xstrata (+1,6 Prozent) musste im ersten Halbjahr angesichts deutlich rückläufiger Rohstoffpreise einen Gewinnrückgang hinnehmen. Der Umsatz sank ebenfalls. Insgesamt hatte das Unternehmen unter dem zyklischen Abschwung bei vielen Rohstoffpreisen gelitten. Im Anschluss erklärte Xstrata, dass man im Gesamtjahr vor dem Hintergrund der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen Kostensenkungsmaßnahmen von rund 390 Mio. US-Dollar durchsetzen will. Außerdem werde man geplante Investitionen in Höhe von 1 Mrd. US-Dollar verschieben. Am Indexende gingen Aktien von Standard Chartered mit einem Abschlag von 16,4 Prozent aus dem Handel. Die Großbank sieht sich mit schwerwiegenden Vorwürfen der US-Aufsichtsbehörden konfrontiert. Am Montagabend hatte das New York State Department of Financial Services erklärt, dass das britische Kreditinstitut über Jahre hinweg trotz Verbots über seine Niederlassungen im US-Bundesstaat New York illegal Transaktionen für den iranischen Staat abgewickelt haben soll. Den Untersuchungen der Behörde zufolge habe Standard Chartered demnach in einem Zeitraum von über zehn Jahren Transaktionen im Gesamtvolumen von mindestens 250 Mrd. US-Dollar für den Iran abgewickelt und dabei hunderte Mio. US-Dollar an Gebühren und Provisionen eingestrichen. Sollte Standard Chartered die Vorwürfe nicht entkräften können, droht dem Kreditinstitut neben hohen Strafzahlungen unter anderem auch der Verlust der Banklizenz im US-Bundesstaat New York. In einer Stellungnahme hatte Standard Chartered die von den US-Behörden vorgebrachten Anschuldigungen scharf zurückgewiesen, und erklärt, dass die von den Regulierungsbehörden vorgebrachten Anschuldigungen nicht zutreffend seien. In den Niederlanden gerieten die Papiere des Chemiekonzerns DSM (-3,8 Prozent) unter Druck. Der Konzern hatte einen deutlichen Gewinnrückgang für das zweite Quartal ausgewiesen. Der Umsatz lag indes auf Vorjahresniveau. Am Mittwoch schlossen die europäischen Börsen uneinheitlich. Die Anleger nahmen bei zahlreichen Titeln Gewinne mit. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 0,33 Prozent auf 2.432,28 Punkte. In Großbritannien richtete sich der Fokus der Anleger auf die Aktien von Rio Tinto, die sich als zweitbester Titel im FTSE 100 um 2,9 Prozent verbesserten. Der Bergbaukonzern musste im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang hinnehmen. Nach Aussage des Konzerns habe man vor allem unter dem Preisrückgang bei Eisenerz sowie anderen Industriemetallen wie Kupfer zu leiden gehabt. CEO Tom Albanese zeigte sich dennoch mit dem erreichten Ergebnis zufrieden und verwies auf die trotz der rückläufigen Rohstoffpreise weiterhin starke Margenentwicklung. Dazu habe vor allem die gesunkene Kostenbasis und die weiterhin starke operative Entwicklung im Eisenerzsegment beigetragen. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern angesichts der Schuldenkrise in Europa und der weiterhin fragilen Situation in den USA ein schwieriges Marktumfeld. Impulse erhofft sich der Konzern vor allem von einer Erholung der chinesischen Volkswirtschaft, wobei man im Reich der Mitte angesichts der zuletzt verabschiedeten Konjunkturprogramme von einem Anziehen des BIP ausgeht. Wie zudem bekannt wurde, musste der Telekommunikationskonzern Swisscom (-0,4 Prozent) im ersten Halbjahr einen Umsatz- und Gewinnrückgang ausweisen und revidierte im Anschluss die Jahresprognose beim Umsatz nach unten. Unter anderem habe man unter der weiteren Preiserosion auf dem Heimatmarkt zu leiden gehabt, was man durch Neukundengewinne nur teilweise kompensieren konnte. Positiv habe sich indessen die italienische Tochter Fastweb entwickelt, die beim operativen Ergebnis leicht zulegen konnte. In den Niederlanden tendierten die Anteilsscheine von ING Groep (-1,3 Prozent) schwächer. Der Allfinanzkonzern musste im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. Neben der höheren Risikovorsorge und einer rückläufigen Zinsmarge drückte auch der Abbau von Risikopositionen im Portfolio auf das Ergebnis. So hat man unter anderem das Spanien-Exposure weiter zurückgeführt. Die europäischen Indizes haben dann am Donnerstag nach unentschlossenem Handel mit leichten Gewinnen geschlossen. Die Anleger hoffen auf konjunkturstützende Maßnahmen der chinesischen Notenbank, nachdem sich die Inflation in China abgeschwächt hat. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 0,20 Prozent auf 2.437,04 Punkte. Positiv aufgenommen wurde der Zahlenausweis von Nestlé. Der Nahrungsmittelhersteller konnte im ersten Halbjahr mit einem Umsatz- und Ergebnisanstieg aufwarten und bestätigte im Anschluss die Prognosen für das Gesamtjahr. Gleichzeitig warnte man aber vor einer weiteren Verschlechterung des Marktumfelds. Das Papier stieg als Spitzenreiter im SMI um 2,4 Prozent. Swiss Re verlieren daneben nach Zahlen zum zweiten Quartal 2,3 Prozent an Wert und standen damit am Ende der Kursliste. Der Nettogewinn lag mit 83 Mio. US-Dollar deutlich unter dem Vorjahreswert von 960 Mio. US-Dollar. Das Ergebnis im Berichtszeitraum wurde dabei durch Verluste in Höhe von 1 Mrd. US-Dollar aus dem Verkauf des US-Admin Re-Geschäfts beeinträchtigt. Die verdienten Prämien und Honorareinnahmen wurden indes deutlich erhöht. Nicht so gut lief es indes für den Zeitarbeitsspezialisten Adecco (-1,3 Prozent). Zwar wurde der Umsatz im zweiten Quartal leicht gesteigert, gleichzeitig musste man aber einen Gewinnrückgang ausweisen. Hoch im Kurs standen die Anteilsscheine von AEGON (+5,6 Prozent). Der Versicherer musste im zweiten Quartal angesichts hoher Einmalbelastungen einen Gewinnrückgang ausweisen. Beim bereinigten Vorsteuerergebnis verzeichnete man allerdings einen Anstieg. Insgesamt erwartet AEGON im weiteren Verlauf eine weiterhin starke Nachfrage im Kerngeschäft, vor allem in den USA. Wie ferner bekannt gegeben wurde, trennt sich die Société Générale von ihrer amerikanischen Vermögensverwaltungstochter TCW. Die Tochtergesellschaft, die nach eigenen Angaben ein Vermögen von rund 105 Mrd. Euro verwaltet, wird an den amerikanischen Finanzinvestor Carlyle Group veräußert. Die Transaktion soll im ersten Quartal 2013 abgeschlossen werden. Wie am Freitag bekannt wurde, konnte der Versicherer Prudential im ersten Halbjahr mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Mit zu der deutlichen Ergebnisverbesserung beigetragen habe vor allem das Lebensversicherungsgeschäft in Asien, dass beim operativen Ergebnis im Vorjahresvergleich um 26 Prozent zulegen konnte. Zuwächse habe man auch im US-Geschäft zu verzeichnen gehabt, während man in Großbritannien angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen lediglich ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau verbucht hatte. Der Pharmakonzern Roche hat weiteren Angaben zufolge mit dem Krebsmittel Avastin bei der Behandlung von Hirntumoren in einer Studie einen Erfolg erzielt. Schließlich konnte die Österreichische Post im ersten Halbjahr mit einem Ergebnisanstieg aufwarten. Der Umsatz konnte ebenfalls verbessert werden. Im Anschluss wurde die Prognose für das laufende Fiskaljahr bestätigt.
An den wichtigsten asiatischen Aktienmärkten dominierte nach guten US-Arbeitsmarktdaten und starken Vorgaben von den europäischen und US-Börsen zum Start in die neue Handelswoche die Farbe grün. Der Leitindex Nikkei rückte am Ende um 2,00 Prozent vor und schloss bei 8.726,29 Zählern. Der Index der Frühindikatoren in Japan ist im Juni nach Angaben des Kabinettsbüros gesunken. Nach vorläufigen Berechnungen verringerte sich der Index auf 92,6 Punkte, womit die Prognose der Volkswirte von 92,9 Punkten verfehlt wurde. Hierbei handelt es sich um den dritten Rückgang in Folge. Davor hatte der Index im Mai noch bei 95,2 Punkten gestanden. Bei den Einzelwerten richtete sich der Fokus der Investoren auf die Anteilsscheine von Toyota Motor (+2,4 Prozent). Der Automobilkonzern ruft in China mehr als 160.000 Fahrzeuge zurück. Wie am Wochenende mitgeteilt wurde, weisen die RAV4 Sport-Utility Vehicles (SUVs) Probleme mit der Hinterachse aus, wo sich aufgrund eines Verarbeitungsfehlers Rost bilden kann. Der Rückruf soll am 3. September beginnen. Das Internet-Portal Sohu.com konnte unterdessen im zweiten Quartal mit einem Umsatzanstieg aufwarten. Der Nettogewinn lag jedoch deutlich unter Vorjahresniveau. Am Dienstag zeigten sich die asiatischen Börsen in guter Verfassung. Der Leitindex Nikkei konnte im Handelsverlauf seine Kursgewinne ausbauen und stieg um 0,88 Prozent auf 8.803,31 Zähler. Der Reifenhersteller Bridgestone (+0,5 Prozent) konnte den Gewinn im ersten Halbjahr verbessern. Der Umsatz lag ebenfalls über dem entsprechenden Vorjahreswert. Profitiert hat man vor allem von einem deutlichen Nachfrageanstieg in der Region Asien/Pazifik. Damit hat man die rückläufige Absatzentwicklung in Europa und negative Wechselkurseffekte nach Konzernangaben mehr als ausgleichen können. Im Anschluss revidierte der Reifenhersteller vor dem Hintergrund sinkender Rohstoffpreise und der erfolgreich umgesetzten Effizienzsteigerungen die Jahresprognose beim Konzernergebnis nach oben. Die Umsatzprognose wurde allerdings nach unten angepasst. Die wichtigsten asiatischen Aktienindices konnten dann am Mittwoch mehrheitlich wieder Zugewinne ausweisen. An den japanischen Aktienmärkten gewannen die Käufer die Überhand. Der Leitindex Nikkei konnte allerdings seine im Handelsverlauf noch deutlicheren Gewinne nicht ganz bis zum Schluss behaupten und stieg am Ende um 0,88 Prozent auf 8.881,16 Stellen. Bei den Einzelwerten standen unter anderem die Aktien von Nikon (+2,6 Prozent) im Blick. Der weltweit zweitgrößte Hersteller von digitalen Spiegelreflexkameras musste im ersten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Umsatz konnte gleichzeitig allerdings gesteigert werden. Unter anderem hatte man nach Konzernangaben unter dem starken Japanischen Yen sowie dem steigenden Wettbewerbsdruck in einigen Segmenten zu leiden gehabt. Für das laufende Fiskaljahr wurde die Umsatzprognose leicht gesenkt. Gleichzeitig wurden auch die Erwartungen für den operativen Gewinn und den Nettogewinn etwas zurückgeschraubt. Die bedeutendsten asiatischen Aktienmärkte zeigten sich am Donnerstag mehrheitlich in guter Verfassung. Dabei stützte der Umstand, dass die Anleger nach der rückläufigen Inflation in China nun auf Stützungsmaßnahmen für die Wirtschaft von Seiten der chinesischen Notenbank hoffen. Der japanische Leitindex Nikkei verbesserte sich am Ende um 1,10 Prozent und schloss bei 8.978,60 Zählern. Die Bank of Japan (BoJ) hat entschieden, die Geldpolitik unverändert fortzuführen. Dieser Beschluss bedeutet, dass der Satz für Tagesgeld in der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft bei 0,00 bis 0,10 Prozent und damit auf dem niedrigsten Niveau innerhalb der G7-Staaten verharrt. Volkswirte hatten diesen Ausgang der Ratssitzung bereits im Vorfeld erwartet. Das japanische Verbrauchervertrauen hat sich derweil im Juli verschlechtert. Wie das Kabinettsbüro bekannt gab, verringerte sich der entsprechende saisonbereinigte Index auf 39,7 Punkte, nachdem er im Vormonat noch bei 40,4 Punkten gestanden hatte. Olympus (-2,2 Prozent), der weltweit viertgrößte Hersteller von Digitalkameras ist im ersten Quartal tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der Umsatz war ebenfalls rückläufig. Neben der schwachen operativen Entwicklung im Digitalkamera-Segment und im Bereich Life Sciences hatten höhere Einmalbelastungen sowie eine gestiegene Steuerbelastung das Ergebnis beeinträchtigt. Ferner standen Konjunkturdaten aus China im Blickfeld der Anleger. Die chinesischen Verbraucherpreise sind im Juli nach Angaben der nationalen Statistikbehörde schwächer angewachsen als noch einen Monat zuvor. Demnach lagen die Lebenshaltungskosten im Berichtszeitraum um 1,8 Prozent über dem Vorjahreswert, nachdem die Inflationsrate im Vormonat noch bei 2,2 Prozent gelegen hatte. Hierbei handelt es sich um den niedrigsten Stand seit 30 Monaten. Das Inflationsziel der Regierung von 4 Prozent wurde dadurch deutlich unterboten. Die chinesischen Erzeugerpreise verbuchten derweil im Juli erneut einen Rückgang, der jedoch stärker ausfiel als noch im Vormonat. So gingen die Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,9 Prozent zurück, während Volkswirte im Vorfeld mit einem Minus von 2,5 Prozent gerechnet hatten. Hierbei handelt es sich um den fünften Preisrückgang in Folge. Davor war das Preisniveau im Juni nur um 2,1 Prozent gefallen. Die chinesische Industrieproduktion ist des Weiteren im Juli weniger stark gewachsen als im Vormonat. So kletterte die industrielle Wertschöpfung gegenüber dem Vorjahresmonat nur noch um 9,2 Prozent, nach einem Plus von 9,5 Prozent im Juni. Volkswirte hatten im Vorfeld hingegen einen stärkeren Anstieg um 9,7 Prozent geschätzt. Der kräftige Anstieg beim chinesischen Einzelhandelsumsatz hat sich schließlich im Juli mit vermindertem Tempo fortgesetzt. Demnach kletterten die Umsatzerlöse der Einzelhändler gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,1 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld eine Umsatzsteigerung von 13,5 Prozent prognostiziert, nach einem Plus von 13,7 Prozent im Juni. Am Freitag entwickelten sich die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte mehrheitlich negativ. Die Stimmung der Investoren wurde dabei durch schwächere Konjunkturdaten aus China belastet. Die chinesische Handelsbilanz hat im Juli mit einem Rückgang geschlossen. Dabei verringerte sich der Handelsbilanzüberschuss im Berichtsmonat auf 25,15 Mrd. US-Dollar, nach 31,72 Mrd. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Papiere des Handelshauses Li & Fung brachen um 19,3 Prozent ein, nachdem das Unternehmen einen operativen Gewinneinbruch vermeldete. Auch in Japan gewannen die Verkäufer die Überhand. Der Nikkei verlor am Ende 0,97 Prozent auf 8.891,44 Zähler. Die japanische Industrieproduktion ist im Juni angewachsen. Dies gab das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) bekannt. Binnen Monatsfrist zog die Industrieproduktion um revidiert 0,4 (vorläufig: -0,1) Prozent an, nach einem Minus von 3,4 Prozent im Mai. Zudem verringerte sich die Fertigungsmenge gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,5 Prozent. Die Bank of Japan (BoJ) hat unterdessen ihre Lagebeurteilung in ihrem jüngsten Monatsbericht bekräftigt. Demnach gehen die Währungshüter davon aus, dass die Wirtschaft des Landes auf einen moderaten Erholungskurs zurückkehrt. Dank einer guten Binnennachfrage und Erholung der Exporte werde die Wirtschaftsaktivität moderat zulegen.
In der kommenden Woche stehen unter anderem die Geschäftszahlen von Biotest, Deutsche Wohnen, Dick's Sporting Goods, E.ON, Pfleiderer, QSC, Roth & Rau, Solarworld, Aareal Bank, Aurubis, Ballard Power Systems, Bauer, Carl Zeiss Meditec, Celesio, Centrotec Sustainable, Conergy, Deutsche Euroshop, Eckert & Ziegler, Funkwerk, GfK, Hamburger Hafen Und Logistik, Hochtief, Home Depot, K+S, Kabel Deutschland Holding, Merck KGaA, Nordex, Saks, Salzgitter, Sky Deutschland, Standard Life, TJX Companies, TUI, United Internet, Air Berlin, DIC Asset, Gagfah, Target, VTG, Children's Place Retail Stores, Dollar Tree, GameStop, Sears Holdings, SKW Stahl Metallurgie Holding, Wal-Mart Stores, Foot Locker und J. M. Smucker an.
Bei den Konjunkturdaten dürften am kommenden Montag in Japan das BIP sowie in Deutschland die Großhandelspreise Aufmerksamkeit finden. Es folgen am Dienstag das BIP und die ZEW Konjunkturerwartungen in Deutschland, die Industrieproduktion und das BIP in der EU sowie die Erzeugerpreise, Lagerbestände und der Einzelhandelsumsatz in den USA. Am Mittwoch stehen die Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland sowie der NY Empire State Index, die Verbraucherpreise, das Realeinkommen, die Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung, der Ölmarktbericht und der NAHB/WF Hausmarktindex in den USA im Blickpunkt. Am Donnerstag werden in Deutschland die Erwerbstätigkeit und das ifo-Wirtschaftsklima Welt, in der EU die Verbraucherpreise sowie in den USA die Wohnbaubeginne und -genehmigungen, Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und der Philadelphia Fed Index vorgestellt. Zum Wochenschluss werden noch die deutschen Erzeugerpreise und Baugenehmigungen, die europäische Leistungsbilanz und Außenhandelsdaten sowie die amerikanische Verbraucherstimmung und Frühindikatoren veröffentlicht.
Indexstände (10.08.2012, 17:48 Uhr) DAX: 6.944,56 TecDAX: 782,50 Dow Jones STOXX 50: 2.565,37 Nikkei 225: 8.891,44 Dow Jones: 13.144,62 Nasdaq Composite: 3.013,34 (10.08.2012/ac/n/m)
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