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ESt502.614-2,6%  Nas3.443-1,1%  Öl103,8-1,8% 
TDax939,7-2,0%  Nikkei13.015-1,7%  Gold1.295-4,2% 

21.09.2012 17:57

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Wochenrückblick KW 38


Frankfurt (www.aktiencheck.de) - In der abgelaufenen Woche zeigten die Weltbörsen eine uneinheitliche Tendenz. Der Dax verbesserte sich in der Wochenbilanz um 0,5 Prozent. Der Dow Jones STOXX 50 zeigt in der Wochenbilanz ein Plus von 0,6 Prozent. Der japanische Nikkei-Index hat die Woche mit einem Verlust von 0,5 Prozent abgeschlossen. In den USA tendierte der Dow Jones seit dem letzten Handelstag der vorangegangenen Woche bisher um 0,3 Prozent stärker.

Am Montag tendierten die deutschen Aktienmärkte etwas schwächer. Der DAX verlor 0,11 Prozent auf 7.403,69 Punkte. Die Staatsschuldenkrise im Euroraum hat die deutsche Wirtschaft bereits in Mitleidenschaft gezogen. Dies geht aus der Konjunkturprognose Herbst 2012 des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Im Jahr 2013 wird das reale Bruttoinlandsprodukt demnach nur um 0,75 Prozent zulegen. Die Betriebe des deutschen Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten wiesen im Juli 2012 einen Beschäftigungszuwachs aus. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stieg die Zahl der Beschäftigten um rund 129.000 Personen bzw. 2,5 Prozent auf 5,2 Millionen per Ende Juli. BASF legten minimal zu. Der Chemiekonzern hat mit Yamal LNG - ein Unternehmen der Novatek und Total eine Lizenzvereinbarung für die Nutzung der BASF-Technologie für die Entfernung von Kohlendioxid (CO2) aus Erdgas getroffen haben. Die Aktie der Deutschen Lufthansa schloss 0,4 Prozent schwächer. Das Flugunternehmen plant einem Medienbericht zufolge offenbar eine neue Billigfluglinie. Fresenius Medical Care gaben 0,3 Prozent ab. Der Aufsichtsrat der Fresenius Medical Care Management AG hat mit Wirkung zum 1. Januar 2013 Ronald (Ron) Kuerbitz neu in den Vorstand berufen. Für adidas ging es 0,9 Prozent bergab. Der Sportartikelhersteller baut einem Medienbericht zufolge die Führungsspitze der US-Tochter Reebok um und hat den Reebok-Chef Uli Becker entmachtet. Am Dienstag schlossen die wichtigsten deutschen Aktienindizes im Minus. Marktteilnehmer sprachen von Gewinnmitnahmen, deren Ausmaß von guten Konjunkturdaten begrenzt worden sei. Der DAX verlor 0,75 Prozent auf 7.347,69 Punkte. Die Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im September nach vier Rückgängen in Folge wieder gestiegen. Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte, sind die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland um 7,3 Punkte gestiegen und stehen nun bei -18,2 Punkten. Die Rohstahlproduktion in Deutschland wird derweil in diesem Jahr niedriger ausfallen als zu Jahresbeginn erwartet. Statt der noch im Januar prognostizierten 44,0 Millionen Tonnen geht die Wirtschaftsvereinigung Stahl nun von einer Erzeugung in Höhe von rund 42,5 Millionen Tonnen aus (-4 Prozent). Die Aktie von BASF legte 0,2 Prozent zu. Der Chemiekonzern konzentriert sein globales Geschäft mit Styropor (EPS: Expandierbares Polystyrol) angesichts hoher Überkapazitäten und niedriger Margen in bestimmten Regionen auf strategische Märkte und auf Kernprodukte mit höherer Profitabilität. Siemens-Anteile gaben 0,2 Prozent ab. Der Technologiekonzern hat einen weiteren Auftrag in den USA für den schlüsselfertigen Bau eines Gas- und Dampfturbinen (GuD)-Kraftwerks erhalten. Merck verschlechterten sich auf der Verliererseite um 1,0 Prozent. Der Pharmakonzern hat den Antrag bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) auf Indikationserweiterung für die Zulassung von Erbitux zurückgenommen. Nachrichten gab es ferner auch zu Automobilwerten. Daimler-Anteile verloren 1,5 Prozent. Die Lkw-Sparte des Autobauers konnte trotz der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen in den ersten acht Monaten 2012 mit einem deutlichen Absatzplus aufwarten. Die Vorzugsaktie von Volkswagen gab daneben 2,3 Prozent ab. Die Nutzfahrzeugsparte von Volkswagen konnte bis Ende August dieses Jahres ebenfalls mit einem Absatzplus aufwarten. JENOPTIK schlossen im TecDax an erster Stelle 1,6 Prozent fester. Der Technologiekonzern hat einen Großauftrag in der Sparte Laser & Materialbearbeitung erhalten. Den Angaben zufolge wird der Optoelektronik-Konzern in den kommenden drei Jahren Laser an einen US-amerikanischen Kunden im Gesamtwert von rund 13 Mio. US-Dollar (rund 10 Mio. Euro) liefern. Am Mittwoch ging es an den deutschen Aktienmärkten wieder nach oben. Der DAX gewann heute 0,58 Prozent auf 7.390,76 Punkte. Titel von RWE gingen mit einem Kursabschlag von 0,2 Prozent aus dem Handel. Der Energieversorger meldete, dass das neue Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) Pembroke in Wales am 19. September 2012 offiziell in Betrieb gegangen ist. Die Aktie von SAP rückte daneben 0,5 Prozent vor. Der Software-Konzern will einem Medienbericht zufolge künftig auch Software für Privatnutzer anbieten. Das Volkswagen-Werk in Osnabrück hat derweil die Serienproduktion des Porsche Boxster aufgenommen. Die Volkswagen-Aktie fuhr daraufhin um 1,7 Prozent vor. Deutsche Lufthansa gab am späten Mittwoch bekannt, dass sie am Frankfurter Flughafen ein modernes Logistikzentrum errichten wird. Zudem teilte das Unternehmen mit, dass die direkten Europaverkehre der Lufthansa, die alle innerdeutschen und europäischen Verbindungen außerhalb der Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt und München umfassen, zum 1. Januar 2013 kommerziell und organisatorisch mit Germanwings in einer Gesellschaft auf Basis der Germanwings GmbH zusammengeführt werden. EADS-Anteile verloren im MDAX 0,4 Prozent. Airbus hat seine Pläne für eine effizientere und flexiblere Organisation vorgestellt, deren Umsetzung für Januar 2013 geplant ist. Im TecDAX standen Evotec-Aktien mit einem Plus von 6,9 Prozent an erster Stelle. Der deutsche Biotechnologiekonzern hat einen Großauftrag von der amerikanischen Gesundheitsbehörde "National Institutes of Health (NIH), US Department of Health and Human Services" erhalten. Am Donnerstag ging es für den Deutschen Leitindex DAX minimal um 0,02 Prozent auf 7.389,49 Punkte nach unten. Die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte sind im August nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit beschleunigtem Tempo angewachsen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterte der Index um 1,6 Prozent. Im Juli hatte die Jahresveränderungsrate bei 0,9 Prozent und im August 2011 sogar bei 5,5 Prozent gestanden. Binnen Monatsfrist stieg der Preisindex um 0,5 Prozent. Davor waren die Erzeugerpreise im Juli 2012 unverändert geblieben und im August 2011 um 0,3 Prozent gefallen. Die Deutsche Bank hat ihre Tochter BHF Bank an die belgische Finanzdienstleistungsgruppe RHJ International veräußert. Im Rahmen der Vereinbarung übernimmt die zu RHJ International gehörende Kleinwort Benson Group demnach die BHF Bank für insgesamt 384 Mio. Euro in bar. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden. Die Aktie der Deutschen Bank gab um 1,1 Prozent nach. Bayer verteuerten sich derweil um 0,7 Prozent. Der Pharmakonzern verlautbarte, dass seine Gesundheitssparte Bayer Healthcare die EU-Marktzulassung für ein transparentes Verhütungspflaster mit den Wirkstoffen Ethinylestradiol und Gestoden beantragt hat. Wie separat mitgeteilt wurde, verfolge Bayer CropScience laut CEO Sandra Peterson eine solide Strategie und sei mittelfristig auf kontinuierlich starkes Wachstum ausgerichtet. Deutsche Telekom stiegen daneben um 1,6 Prozent. Der Telekommunikationskonzern meldete, dass die katalanische Regierung mit der Telekom-Tochter T-Systems Neuaufträge im Gesamtvolumen von mehr als 400 Mio. Euro abgeschlossen hat. Am Freitag zeigten sich die deutschen Aktienmärkte von ihrer freundlichen Seite. Das deutsche Steueraufkommen ist im August angewachsen. Dies geht aus dem vorgelegten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums (BMF) hervor. So lagen die Steuereinnahmen (ohne reine Gemeindesteuern) mit 41,26 Mrd. Euro um 12,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Einzelnen kletterten die Steuereinnahmen des Bundes um 10,5 Prozent auf 19,64 Mrd. Euro, während die Steuern für die Länder um 13,5 Prozent auf 17,49 Mrd. Euro zunahmen.Herbert Hainer, Vorstandschef des Sportartikelherstellers adidas, hat bei einer Investorenveranstaltung die langfristigen finanziellen Ziele des Konzerns, wie sie im strategischen Geschäftsplan Route 2015 dargelegt sind, bestätigt und bekräftigt. Während bei der Kernmarke adidas die mittelfristige Umsatzprognose nach oben revidiert wurde, senkte der Sportartikelhersteller aber seine Umsatzerwartung für die US-Marke Reebok. Im Anschluss wurden die Prognosen für das laufende Fiskaljahr bestätigt. Die Deutsche Bank will einem Medienbericht zufolge in Deutschland im Rahmen ihres Sparprogramms mehr als 500 Stellen streichen. Wie es heißt, sollen in einem ersten Schritt in den Zentralen der Tochter Deutsche Postbank und der Deutschen Bank in Frankfurt 543 Stellen wegfallen. Der Betriebsrat sei den Angaben zufolge über die Pläne informiert. Langfristig stehen den Angaben zufolge in Deutschland mehrere tausend Stellen auf dem Spiel. Im MDAX stehen derweil RHÖN-KLINIKUM und Douglas im Blickfeld der Anleger. Der Kampf um den Klinikbetreiber RHÖN-KLINIKUM geht nach dem gescheiterten Übernahmeversuch durch den Gesundheitskonzern Fresenius einem Medienbericht zufolge offenbar in eine neue Runde. Wie es unter Berufung auf informierte Kreise heißt, arbeitet Michael Philippi, Chef des viertgrößten deutschen Krankenhauskonzerns Sana, an einem Übernahmeangebot für RHÖN-KLINIKUM. Die Parfümeriekette Douglas hat derweil Medienberichte über ein mögliches Übernahmeangebot durch einen Finanzinvestor bestätigt. So erklärte die Douglas Holding vor dem Hintergrund der aktuellen Berichterstattung in den Medien, dass nach wie vor Gespräche zwischen der Gesellschaft, Vertretern verschiedener wesentlich beteiligter Aktionäre und einem Finanzinvestor über den möglichen Erwerb einer wesentlichen Beteiligung des Investors an der Douglas Holding AG im Rahmen eines öffentlichen Übernahmeangebots geführt werden. Dies war den Angaben zufolge auch Gegenstand der Sitzung des Aufsichtsrats am 19. September 2012. Ob es tatsächlich zu einer Transaktion kommt, sei allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar.

Die europäischen Aktienmärkte erwischten am Montag ebenfalls einen schwächeren Wochenauftakt. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 0,42 Prozent auf 2.583,57 Punkte. Die Leistungsbilanz in der Eurozone hat im Juli nach Angaben der europäischen Zentralbank (EZB) einen Rückgang beim Überschuss ausgewiesen. So verringerte sich der Saldo von revidiert 14,3 Mrd. Euro (zuvor: 12,7 Mrd. Euro) im Vormonat auf 9,7 Mrd. Euro. In der wichtigsten Teilbilanz, der Handelsbilanz, stellte sich der Überschuss auf 7,5 Mrd. Euro, nach 12,7 Mrd. Euro im Juni. Daneben lag der Überschuss bei den Dienstleistungen unverändert bei 6,2 Mrd. Euro. Die Handelsbilanz der Eurozone hat im Juli 2012 mit einem größeren Überschuss geschlossen. Wie Europäische Statistikamt Eurostat im Rahmen seiner ersten Schätzung indes mitteilte, wurde im Euroraum (ER17) beim Handel mit Drittländern ein Überschuss von 15,6 Mrd. Euro ausgewiesen, nach Aktivsalden von revidiert 13,6 Mrd. Euro im Vormonat und 2,1 Mrd. Euro im Juli 2011. Hierbei sanken die saisonbereinigten Ausfuhren auf Monatssicht um 2,0 Prozent und die Einfuhren um 1,2 Prozent. Ferner belief sich der Überschuss der gesamten Union (EU27) auf 3,1 Mrd. Euro, nach einem revidierten Gleichgewicht des Warenverkehrs im Vormonat und einem Defizit von 10,9 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Die Exporte nahmen binnen Monatsfrist um 1,7 Prozent und die Importe um 1,3 Prozent ab. Der britische Minenkonzern Lonmin hat seine Prognose für den Platin-Absatz im laufenden Geschäftsjahr nach unten korrigiert. Die Aktie von Lonmin schloss mit einem Plus von 5,6 Prozent. Die zur schweizerischen ABB gehörende deutsche Tochter konnte im ersten Halbjahr trotz des volatilen Umfelds bei Umsatz und Auftragseingang zulegen. Die Aktie von ABB verbilligte sich um 0,9 Prozent. In Stockholm gaben Anteilsscheine von Hennes & Mauritz 1,6 Prozent ab. Die schwedische Bekleidungskette meldete, dass sie im dritten Quartal ein klares Umsatzplus ausweisen konnte. Auf vergleichbarer Basis stagnierte die Umsatzentwicklung jedoch, was vor allem auf die starke Schwedischen Krone zurückzuführen ist. Im August wurde auf vergleichbarer Basis sogar ein Umsatzrückgang verbucht. Am Dienstag ging es an den wichtigsten europäischen Aktienmärkten weiter nach unten. Neben negativen US-Konjunkturdaten drückte dabei weiterhin die europäische Schuldenkrise auf die Kauflaune der Investoren. Der EURO STOXX 50 verlor 1,17 Prozent auf 2.553,40 Punkte. Der Anstieg bei den britischen Verbraucherpreisen (CPI) hat sich im August nach Angaben von National Statistics mit verlangsamtem Tempo fortgesetzt. Die Inflationsrate fiel auf 2,5 Prozent, nachdem sie im Juli 2012 bei 2,6 Prozent gestanden hatte. Auf Monatssicht nahmen die Lebenshaltungskosten um 0,5 Prozent zu, nach einer Zunahme um 0,1 Prozent im Juli. Debenhams schlossen im breiten Markt unverändert. Der Kaufhausbetreiber konnte im abgelaufenen Fiskaljahr mit einem Umsatzplus aufwarten. In den Niederlanden standen die Anteilsscheine von Akzo Nobel mit einem Abschlag von 5,5 Prozent deutlich unter Druck. Der Chemiekonzern teilte mit, dass CEO Ton Büchner aus gesundheitlichen Gründen eine vorübergehende Auszeit nehmen wird. Dabei wird Büchner voraussichtlich in der ersten Oktober-Hälfte wieder zu seiner Arbeit zurückkehren. Bis dahin wird CFO Keith Nichols die Aufgaben des CEO übernehmen und als erster Ansprechpartner für das Executive Committee fungieren. Renault beabsichtigt Presseangaben zufolge, unter der Marke "Initiale Paris" Luxus-Versionen seiner Modelle anzubieten, wobei auch die Einführung eines neuen Sportwagens geplant ist. Die Aktie fuhr mit einem Abschlag von 4 Prozent hinterher. Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS macht derweil einem Medienbericht zufolge weitere Zugeständnisse, um eine Fusion mit dem britischen Rüstungskonzern BAE Systems zu ermöglichen. Wie es heißt, sollen neben den Airbus-Beschäftigten nun auch die fast 20.000 Mitarbeiter der deutschen EADS-Rüstungssparten eine Jobgarantie bekommen. EADS-Papiere legten um 0,2 Prozent zu. Am Mittwoch ging es auch an den europäischen Aktienmärkten klar nach oben. Der EURO STOXX 50 gewann 0,56 Prozent auf 2.567,67 Punkte. Die saisonbereinigte Produktion im europäischen Baugewerbe hat im Juli abgenommen. Diese erste Schätzung legte die EU-Statistikbehörde Eurostat vor. Auf Monatssicht fiel der Output der Baubranche im Euroraum (ER17) um 0,3 Prozent, während er sich in der EU27 um 0,2 Prozent verringerte. Im Juni war die Produktion um 0,6 Prozent bzw. um 1,4 Prozent gesunken. Verglichen mit dem Vorjahresmonat nahm die Produktion in der Eurozone um 4,7 Prozent und in der EU27 um 6,1 Prozent ab. Zuvor waren im Juni Rückgänge von 2,8 bzw. 5,4 Prozent ausgewiesen worden. Die Mitglieder des Geldpolitischen Rats der Bank of England waren sich derweil bei ihrer letzten turnusmäßigen Sitzung der Notenbank über die weitere Geldpolitik des Landes einig. Wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll zur Notenbanksitzung am 5. bis 6. September hervorgeht, haben die neun Gremiumsmitglieder einstimmig für eine Beibehaltung des historisch niedrigen Leitzinsniveaus von 0,5 Prozent votiert. Auch beim Anleihekaufprogramm stimmten alle Delegierten für eine unveränderte Fortsetzung der zuletzt beschlossenen Maßnahmen. Dennoch haben sich einige Mitglieder dahingehend geäußert, dass eine weitere Lockerung der Geldpolitik in absehbarer Zeit notwendig werden könnte. Smiths Group teilte mit, dass sich sein Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich verringert hat, was mit Sonderbelastungen zusammenhängt. Auf bereinigter Basis wurde jedoch eine Ergebnisverbesserung erzielt. Beim Umsatz konnte man ebenfalls zulegen. Die Anteilsscheine verteuerten sich um 1,2 Prozent. Der Ölkonzern BP befindet sich derweil Presseangaben von gestern zufolge derzeit in Gesprächen mit dem US-Raffineriekonzern Marathon Petroleum über den Verkauf seiner Texas City-Raffinerie. Dabei sei unklar, ob letztlich ein Abkommen erzielt werden könne. Das Papier verbesserte sich um 1,1 Prozent. Im Blickfeld der Investoren standen zudem auch Inditex mit einem Aufschlag von 3,7 Prozent. Der Bekleidungshändler konnte seinen Gewinn im ersten Halbjahr 2012 um 32 Prozent verbessern. Dabei profitierte man vor allem von einem starken Wachstum in den Emerging Markets. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Der Umsatz wurde daneben um 17 Prozent erhöht. Adecco musste indes bislang im dritten Quartal einen Umsatzrückgang ausweisen. So lag der um Kalendereffekte bereinigte organische Umsatz in den ersten beiden Monaten des dritten Quartals um 4,5 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Im zweiten Quartal des laufenden Fiskaljahres hatte Adecco noch einen organischen Umsatzrückgang von 4 Prozent ausgewiesen. Die Titel des Zeitarbeitsspezialisten gewannen 0,2 Prozent. Am Donnerstag tendierten die wichtigsten europäischen Börsen schwächer. Dabei wurde die Stimmung der Anleger durch die europäischen Konjunktursorgen belastet. Der EURO STOXX 50 verlor 0,57 Prozent auf 2.553,03 Punkte. Die britischen Einzelhandelsumsätze sind im August nach Angaben von National Statistics gesunken. Im Vormonatsvergleich fiel der Einzelhandelsabsatz demnach um 0,2 Prozent, während für Juli ein Zuwachs um 0,3 Prozent ausgewiesen worden war. Binnen Jahresfrist zog das Absatzvolumen der britischen Einzelhändler um 2,7 Prozent an. Davor war im Juli ein Plus von 2,8 Prozent verzeichnet worden. Imperial Tobacco legten um 2,7 Prozent zu und befanden sich damit an der Spitze des britischen Leitindex FTSE 100. Der Tabakkonzern bestätigte, dass seine finanzielle und operative Performance im Geschäftsjahr zum 30. September 2012 bisher insgesamt im Rahmen der eigenen Erwartungen verlaufen ist. Unterdessen sieht sich der Wasserversorger United Utilities Group für das laufende Fiskaljahr auf Kurs, die konzerneigenen Ziele erreichen zu können. Der Titel stieg um 0,4 Prozent. Sanofi gewann 0,3 Prozent an Wert. Der Pharmakonzern gab bekannt, dass er eine Kooperation mit der Global Alliance for TB Drug Development (TB Alliance) vereinbart hat. Peugeot fuhren im französischen Leitindex CAC 40 mit einem Minus von 3,3 Prozent hinterher und belegten damit den letzten Platz. Der Automobilhersteller teilte mit, dass er mit JSC Russian Railways (RZD) in exklusive Verhandlungen zur Bildung einer strategischen Partnerschaft getreten ist. Ziel sei die Forcierung eines schnellen Wachstums bei der Logistiksparte GEFCO. Im Rahmen der Partnerschaft würde Peugeot einen 75-prozentigen GEFCO-Anteil für 800 Mio. Euro an RZD verkaufen, wobei GEFCO zuvor an Peugeot eine Sonderdividende in Höhe von 100 Mio. Euro zahlen würde. Am Freitag sorgte an den europäischen Aktienmärkten ein Medienbericht für Aufsehen. Wie es heißt, arbeitet die Europäische Union demzufolge heimlich an einem Rettungsplan für das hoch verschuldete Euro-Mitglied Spanien. Wie es unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen heißt, befinde sich die spanische Regierung derzeit in Verhandlungen mit der Europäischen Kommission über die Forderungen der internationalen Geldgeber - um sicherzustellen, dass die Bedingungen erfüllt sind, bevor Madrid einen offiziellen Antrag auf Finanzhilfen stellt. Wie unter Berufung auf einen hochrangigen Vertreter der EU geschrieben wurde, werden die Verhandlungen direkt mit dem spanischen Finanzminister Luis de Guindos geführt. Der Plan, der am Donnerstag kommender Woche vorgestellt werden soll, beinhaltet laut dem Bericht die von der EU seit Langem geforderten Strukturreformen der spanischen Wirtschaft. Eine Nachricht gab es zudem von der Akquisitionsfront. Syngenta beabsichtigt, über seine Tochter Syngenta Crop Protection AG ein Übernahmeangebot für die belgische Agro-Biotech-Gesellschaft Devgen abzugeben. Dabei bietet man im Rahmen des Übernahmeangebots 16,00 Euro in bar für jeden Devgen-Anteilsschein. Die Offerte wurde bereits vom Devgen-Board empfohlen und wird von einer Reihe von Großaktionären unterstützt, die zusammen rund 48 Prozent der Anteile halten. Das Übernahmeangebot ist den Angaben zufolge freiwillig und an gewisse Bedingungen gebunden. So müssen u.a. mindestens 80 Prozent der Aktien angedient werden, auf die sich die Offerte bezieht. Im Blickfeld der Anleger standen zudem in der Schweiz auch Kuoni Reisen. Der Reisekonzern fokussiert sein Reiseveranstalter-Portfolio neu und steigt aus verlustbringenden Märkten in Europa aus. So hat der Verwaltungsrat entschieden, dass aufgrund von Kuonis Portfolio-Entwicklung verschiedene kleinere verlustbringende Reiseveranstaltergeschäfte nicht mehr von strategischer Relevanz sind. Diese Aktivitäten sollen nicht mehr von Kuoni betrieben werden.

Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte tendierten am Montag fester. Die Börse in Tokio blieb allerdings aufgrund eines Feiertags geschlossen. Die Aktienmärkte in China entwickelten sich unterdessen zum Wochenauftakt sehr unterschiedlich. Während der Shanghai Composite um 2,14 Prozent auf 2.078,50 Zähler einbrach, konnte sich der Hang Seng mit einem leichten Plus von 0,14 Prozent auf 20.658,11 Punkte gut behaupten. Der starke Kurseinbruch auf dem Festland lag unter anderem in enttäuschenden Daten zum chinesischen Häusermarkt und zum Stahlmarkt begründet. So brach zum Beispiel die Aktie von Poly Real Estate um 6,7 Prozent ein. Zudem befürchten einige Marktteilnehmer, dass die Regierung in Peking weitere fiskalische Lockerungsmaßnahmen nun doch nicht so schnell wie erhofft umsetzen wird. Ferner sorgte die Äußerung der Citigroup für Verunsicherung, die für 2013 nun ein Anhalten der globalen Wirtschaftsabschwächung erwartet. Am Dienstag entwickelten sich die asiatischen Aktienmärkte dann uneinheitlich. Dabei drückte der Streit zwischen China und Japan um eine Inselgruppe im ostchinesischen Meer auf die Kauflaune der Investoren. Der Nikkei-Index verschlechterte sich am Ende um 0,39 Prozent auf 9.123,77 Stellen. Dole Food meldete bereits am Montag Abend, dass man zwei Sparten an die japanische Handelsgesellschaft Itochu verkaufen wird. Dabei handelt es sich bei den Sparten um das weltweite Packaged Foods-Geschäft sowie um das asiatische Frischfrucht- und Gemüsegeschäft. Itochu bezahlt für die beiden Bereiche insgesamt knapp 1,69 Mrd. US-Dollar in bar. Die beiden Geschäftsbereiche erwirtschafteten im Jahr 2011 einen Umsatz von insgesamt 2,5 Mrd. US-Dollar. Das bereinigte EBITDA der beiden Aktivitäten lag bei rund 190 Mio. US-Dollar. Itochu konnten sich am Dienstag um 0,2 Prozent verbessern. Am Mittwoch gingen die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte dann einheitlich mit grünen Vorzeichen aus dem Handel. Der japanische Leitindex Nikkei legte am Ende um 1,19 Prozent zu und schloss bei 9.232,21 Zählern. Dabei sorgte die Notenbank für gute Laune unter den Investoren. Die japanische Notenbank hat die Leitzinsen bei ihrem Treffen zwar auf ihrem historischen Tiefststand belassen. Im Anschluss wurde jedoch eine weitere Lockerung der Geldpolitik beschlossen. Vor dem Hintergrund der weiterhin schwachen Binnenkonjunktur und der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen wurde vom neunköpfigen Geldpolitischen Ausschuss der Bank of Japan eine Aufstockung des Ankaufprogramms für Anleihen von zuletzt 70 auf 80 Bio. Japanische Yen beschlossen. Der Index der Frühindikatoren in Japan ist derweil nach Angaben des Kabinettsbüros im Juli gesunken. So gab der Index auf 93,0 Punkte ab, während vorläufig ein Indexstand von 91,8 Punkten gemeldet worden war. Im Juni hatte der Index noch bei revidiert 94,1 (vorläufig: 93,2) Punkten gelegen. Am Donnerstag ging es an den asiatischen Aktienmärkten dann wieder nach unten. Der japanische Leitindex Nikkei verlor am Ende 1,57 Prozent auf 9.086,98 Zähler. Die Handelsbilanz Japans hat im August mit einem höheren Defizit geschlossen. Dies gab das japanische Finanzministerium in Tokio bekannt. So belief sich der Passivsaldo auf 754,1 Mrd. Japanische Yen (JPY). Im Vormonat war ein Defizit von 517,4 Mrd. JPY ausgewiesen worden. Hierbei verringerten sich die Exporte binnen Jahresfrist um 5,8 Prozent auf 5,05 Bio. JPY, während die Importe um 5,4 Prozent auf 5,80 Bio. JPY zurückgingen. Schwach tendierten indes auch die Aktienmärkte in China, wobei Daten zum Verbrauchervertrauen im chinesischen verarbeitenden Gewerbe belasteten. Der Shanghai Composite brach um 2,08 Prozent auf 2.024,84 Punkte ein. In Hongkong ging es daneben für den Hang Seng um 1,20 Prozent auf 20.590,92 Zähler nach unten. Am Freitag verabschiedeten sich die wichtigsten asiatischen Börsen mit grünen Vorzeichen in das Wochenende. Der japanische Leitindex Nikkei notierte im gesamten Handelsverlauf in der Gewinnzone. Am Ende ging es um 0,25 Prozent auf 9.110,00 Stellen nach oben. Die Aktien der wichtigsten Automobilhersteller verzeichneten aber Abschläge. Toyota fuhren mit einem Wertverlust von 0,3 Prozent hinterher, während es für Nissan um 0,1 Prozent nach unten ging. Honda gingen schließlich mit einem Minus von 0,9 Prozent ins Wochenende. An den chinesischen Aktienmärkten standen die Zeichen nach den Kursverlusten vom Vortag ebenfalls auf Erholung. Dabei trieben Schnäppchenjäger die Kurse ein wenig nach oben. Der Shanghai Composite verbesserte sich um 0,09 Prozent auf 2.026,69 Stellen. Noch deutlich größer fielen die Zugewinne in Hongkong aus, wo der Hang Seng um 0,70 Prozent auf 20.734,94 Zähler stieg.

An den wichtigsten US-Börsen dominierte am Montag die Farbe rot. Der Dow Jones verlor 0,30 Prozent auf 13.552,95 Zähler. Die Federal Reserve Bank of New York ermittelte für September eine unerwartete Verschlechterung bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York. So verringerte sich der Empire State Manufacturing Index auf -10,4 Punkte, während Volkswirte mit einem Anstieg auf -3,0 Zähler gerechnet hatten. Für den Vormonat war ein Wert von -5,9 Punkten ausgewiesen worden. Mit Zugewinnen von 1,2 Prozent zeigte sich die Aktie von Apple in guter Form. Der Konzern gab bekannt, dass für sein iPhone 5 bereits mehr als zwei Millionen Vorbestellungen vorliegen. Damit wurde der bisherige Rekord des iPhone 4S mehr als verdoppelt. Papiere von Lowe`s tendierten um 0,6 Prozent leichter. Die zweitgrößte US-Baumarktkette hat ihr Übernahmeangebot für den kanadischen Konzern RONA Inc. zurückgezogen. Der Industriekonzern Danaher kündigte indes eine weitere Übernahme an. So wurde eine Vereinbarung zum Kauf von IRIS International geschlossen. Im Rahmen der Akquisition sollen die Anteilseigner von IRIS International 19,50 US-Dollar je Aktie in bar erhalten. Das Gesamtvolumen der Transaktion inklusive der Übernahme von Verbindlichkeiten wurde auf 338 Mio. US-Dollar beziffert. Bei IRIS International handelt es sich den Angaben zufolge um einen Spezialisten für Systeme und Reagenzien für In-vitro-Diagnostik. Die Aktie von Danaher notierte mit einem Plus von 0,2 Prozent, während Anteilsscheine von IRIS 45,6 Prozent zulegen konnten. Die US-Regierung weigert sich Pressenangaben zufolge, ihre Beteiligung an dem Automobilhersteller General Motors zu verkaufen. Laut einem Zeitungsbericht ist das US-Finanzministerium demnach nicht bereit, seine GM-Anteile zum jetzigen Zeitpunkt zu veräußern, da dies mit hohen Verlusten einhergehen würde. Aktuell hält die US-Regierung rund 500 Millionen GM-Aktien, was einer Beteiligung in Höhe von 26,5 Prozent entspricht. Titel von GM gaben 1,4 Prozent ab. Nach Börsenschluss hatte der Chiphersteller AMD eine Personalie verkündet. Demnach hat Thomas Seifert, Vice President und CFO des Halbleiterherstellers, den Rücktritt von seinen Ämtern erklärt. Seifert werde den Konzern zum 28. September verlassen, um andere Möglichkeiten außerhalb des Unternehmens wahrzunehmen, hieß es. Wie AMD weiter mitteilte, werde Devinder Kumar, derzeit Senior Vice President und Corporate Controller, zunächst das Amt des CFO auf Interimsbasis übernehmen. Am Dienstag tendierten die wichtigsten US-Indizes wenig verändert. Der Dow Jones notierte 0,09 Prozent fester bei 13.564,64 Zählern. Das amerikanische Leistungsbilanzdefizit wies im zweiten Quartal 2012 einen Rückgang aus. So sank der Passivsaldo auf 117,4 Mrd. US-Dollar, während Volkswirte ein Defizit in Höhe von 126,8 Mrd. US-Dollar prognostiziert hatten. Für das erste Quartal wurde der Passivsaldo auf 133,6 Mrd. US-Dollar revidiert. Vorläufig war ein Minus in Höhe von 137,3 Mrd. US-Dollar ausgewiesen worden. Der National Association of Home Builders/Wells Fargo-Index (NAHB-Index) ist im September derweil überraschend deutlich angestiegen. So lag der NAHB-Index mit 40 Punkten über dem im Vormonat ermittelten Wert von 37 Zählern. Marktbeobachter hatten zuvor einen Stand von 38 Punkten erwartet. Der Fokus der Investoren richtete sich auf den Zahlenausweis von FedEx. Der Logistikkonzern gab bekannt, dass sein Gewinn im ersten Quartal leicht gesunken ist, was mit einem eingeschränkten Umsatzwachstum bei FedEx Express als Folge der schwächeren Weltwirtschaft zusammenhängt. Die Erwartungen wurden geschlagen. Jedoch wurde die Jahresplanung deutlich gesenkt. Zudem gab man einen schwachen Ausblick auf das laufende Quartal. Die Aktie von FedEx verlor vor diesem Hintergrund 3,1 Prozent. Der Softwarekonzern Microsoft hat indes mit dem kanadische BlackBerry-Hersteller Research In Motion (RIM) ein Patent-Abkommen geschlossen. Dabei kann RIM künftig das neue Datei-System Extended File Allocation Table (exFAT) von Microsoft in seinen Smartphones einsetzen. Damit sind Audio- und Video-Dateien schneller zugänglich. Zudem wird der Austausch zwischen Desktop- und Mobilgeräten erleichtert. Die Microsoft-Aktie verlor 0,1 Prozent, während die RIM-Papiere 2,5 Prozent zulegen konnten. Nach Börsenschluss gab Microsoft dann noch eine deutliche Dividendenerhöhung bekannt. So soll die quartalsweise Ausschüttung um 15 Prozent auf 23 Cents je Aktie steigen. Zuletzt hatte Microsoft 20 Cents je Aktie ausgeschüttet. Die US-Leitindizes zeigten sich am Mittwoch angesichts gemischter Konjunkturdaten leicht im Plus. Der Dow Jones gewann 0,10 Prozent auf 13.577,96 Zähler. Die US-Wohnbaubeginne wiesen im August einen saisonbereinigten Anstieg aus. So belief sich die Zahl auf 0,750 Millionen Baubeginne. Damit wurde das Vormonatsniveau von revidiert 0,733 (vorläufig: 0,746) Millionen um 2,3 Prozent überschritten. Volkswirte waren von einer Zahl von 0,770 Millionen Baubeginnen ausgegangen. Daneben verbuchten die Baugenehmigungen in den USA im August einen saisonbereinigten Rückgang. So wurden auf annualisierter Basis insgesamt 0,803 Millionen Baugenehmigungen für Privathäuser erteilt. Damit wurde das revidierte Vormonatsniveau von 0,811 (vorläufig: 0,812) Millionen um 1,0 Prozent verfehlt. Volkswirte hatten eine Zahl von 0,800 Millionen Genehmigungen geschätzt. Schließlich ermittelte die Mortgage Bankers Association of America (MBA) für die Woche zum 14. September 2012 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index gegenüber der vorangegangenen Woche um 0,2 Prozent. In der Vorwoche war ein Plus von 11,1 Prozent ermittelt worden. Die saisonbereinigte Verkaufszahl bestehender Häuser ist im August 2012 angestiegen. So erhöhte sich die Zahl gegenüber dem Vormonat auf 4,82 Millionen. Volkswirte hatten mit einer Zahl von 4,58 Millionen gerechnet, nachdem sich die Verkaufszahl im Juli auf 4,47 Millionen belaufen hatte. Zudem meldeten sich am Mittwoch noch einige Unternehmen mit ihren Quartalsbilanzen zu Wort. Der Lebensmittelkonzern General Mills hat seinen Gewinn im ersten Quartal angesichts eines soliden Umsatzwachstums deutlich gesteigert. Dabei profitierte man u.a. von der Yoplait-Übernahme. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Die Jahresplanung wurde indes bestätigt. General Mills rückten um 1,8 Prozent vor. Auch der Restaurantbetreiber Cracker Barrel Old Country Store konnte im vierten Quartal mit einem deutlichen Ergebnisplus aufwarten. Unter anderem konnten die Margen verbessert werden. Die Anteilsscheine gewannen 5,8 Prozent hinzu. Papiere von AutoZone tendierten indes um 3,4 Prozent fester. Die größte US-Autoteilekette konnte im vierten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Neben höheren Umsatzerlösen habe man im abgelaufenen Quartal auch von verbesserten Margen profitieren können, so der Konzern. Zu guter Letzt hat die Private-Equity-Gesellschaft Blackstone eine milliardenschwere Übernahme angekündigt. Im Rahmen der Vereinbarung wird Blackstone die nicht börsennotierte Vivint Inc. für mehr als 2,0 Mrd. US-Dollar übernehmen. Die Übernahme, die u.a. noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden steht, soll Ende des Jahres abgeschlossen werden. Aktien von Blackstone verloren 0,9 Prozent. Nachbörslich gab es dann noch ein paar interessante Quartalsbilanzen. Adobe Systems hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2011/12 Umsatz und Gewinn gesteigert und auf bereinigter Basis die Gewinnerwartungen getroffen. Der Ausblick enttäuschte indes. Bed Bath & Beyond teilte derweil mit, dass man im zweiten Fiskalquartal 2012/2013 den Gewinn leicht gesteigert hat. Die Analystenerwartungen wurden klar verfehlt. Der Sanitärhändler konnte den 12-prozentigen Umsatzanstieg nicht in ein entsprechendes Gewinnwachstum umsetzen. Am Donnerstag tendierten die US-Börsen kaum verändert. Der Dow Jones gewann 0,14 Prozent auf 13.587,16 Zähler. Die US-Frühindikatoren sind im August gefallen. Dies teilte das private Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board mit. Auf Monatssicht verschlechterte sich die wirtschaftliche Aktivität um 0,1 Prozent, während Volkswirte einen unveränderten Stand prognostiziert hatten. Für den Vormonat war ein Plus von revidiert 0,5 Prozent gemeldet worden. Gleichzeitig hat sich der Geschäftsklimaindex der Fed-Regional-Notenbank von Philadelphia im September stärker als erwartet verbessert. Demnach ist der Index von -7,1 Punkten im Vormonat auf nun -1,9 Punkte gestiegen. Volkswirte waren im Vorfeld von einem Stand von -4,0 Punkten ausgegangen. Wie das US-Arbeitsministerium indes mitteilte, hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 15. September 2012 zwar verbessert, jedoch nicht so stark wie erwartet. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gegenüber der Vorwoche um 3.000 auf 382.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 375.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 382.000 auf 385.000 nach oben korrigiert. ConAgra Foods verteuerten sich um 6,2 Prozent. Der Lebensmittelhersteller gab die Geschäftszahlen für das erste Quartal bekannt. Dabei wurde ein deutlicher Ergebnisanstieg ausgewiesen. Die Erwartungen der Analysten wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Zudem wurde der Ausblick nach oben korrigiert. Rite Aid, eine der größten Drugstore-Ketten in den USA, konnte derweil den Verlust im zweiten Quartal zurückfahren. Dabei habe man vor allem dank der zielstrebig umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen und Effizienzsteigerungen ein verbessertes Ergebnis ausweisen können. Titel von Rite Aid verloren 3,8 Prozent. Daneben meldete der Gebrauchtwagenhändler CarMax, dass er im zweiten Quartal einen Gewinn auf Vorjahresniveau erzielt hat, obwohl der Umsatz merklich gestiegen ist. Hintergrund sind eine schwächere Wholesale-Sparte und gestiegene Kosten. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. CarMax verbilligten sich um 6,3 Prozent. Schließlich sorgte noch ein Medienbericht zur Bank of America für Aufsehen. Die zweitgrößte US-Bankgesellschaft plant demnach 16.000 Stellenstreichungen bis Jahresende und schreitet damit schneller als bislang vorgesehen mit einem umfassenden Kostensenkungsprogramm voran. Aktien der Bank of America büßten 1,0 Prozent ein. Nachbörslich gab es dann am Donnerstag in den USA ebenfalls noch ein paar interessante Quartalsberichte. Der Software-Konzern Oracle meldete die Geschäftszahlen für das erste Geschäftsquartal. Dabei wurden die Analystenschätzungen beim EPS erfüllt, jedoch blieb das Unternehmen unter den Umsatzerwartungen. Daneben gab auch Cintas, der größte US-Hersteller von Uniformen, nachbörslich seine Ergebnisse für das erste Fiskalquartal 2012/13 bekannt. Dabei konnte das Unternehmen trotz des schwierigen Wirtschaftsumfeldes sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn Zuwächse verbuchen. Am Freitag zeigten sich die US-Börsen im frühen Handel von ihrer freundlichen Seite. KB Home konnte im dritten Quartal in die Gewinnzone zurückkehren. Dabei profitierte der Baukonzern von einem steuerlichen Einmalertrag und gestiegenen Verkaufspreisen. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Indes gab es eine schlechte Nachricht vom Automobilhersteller General Motors. So teilte der Konzern mit, dass er weltweit fast 474.000 Limousinen der Marken Chevrolet, Pontiac und Saturn zurückrufen wird, um ein Problem mit dem Getriebe zu beheben. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, handelt es sich bei den betroffenen Fahrzeugen um die 2007er bis 2010er Modelle Chevrolet Malibu, Pontiac G6 und Saturn Aura mit Vier-Gang-Automatikgetriebe. In den USA sind dabei 426.240 Fahrzeuge betroffen, während sich 40.029 in Kanada und 7.572 in anderen Ländern befinden. Der Mischkonzern Rockwell Collins hat einen schwachen Ausblick für das kommende Fiskaljahr gegeben. Zur Begründung für den unterhalb der Analystenschätzungen liegenden Ausblick verwies man vor allem auf Unsicherheiten in Zusammenhang mit dem US-Rüstungshaushalt. Auf Grundlage der aktuellen Gesetzeslage sind nach Konzernangaben für das Rüstungsbudget der USA im kommenden Kalenderjahr Kürzungen zu erwarten. Schließlich wird der Einzelhandelskonzern Wal-Mart seine ersten Filialen in Indien Presseangaben zufolge in den nächsten zwölf bis 18 Monaten eröffnen. Laut einem Zeitungsbericht hat der Konzern bisher noch nicht entschieden, wo und wie viele Niederlassungen er in Indien betreiben möchte.

Nach Abschluss der Berichtssaison werden in der kommenden Woche nur noch einige Nachzüglich ihre Bücher zum abgelaufenen Quartal öffnen. So werden unter anderem die Quartalsbilanzen von Lennar, Paychex, Red Hat, Jabil Circuit, Myriad Group, Saba Software, Texas Industries, Actuant, Hornbach Holding, McCormick & Co, Micron Technology, Nike, Research In Motion, American Greetings und Walgreen ihre Bücher öffnen.

Konjunkturseitig steht in der kommenden Woche am Montag in Japan das BoJ Sitzungsprotokoll zur Veröffentlichung an. In Deutschland werden zudem der ifo-Geschäftsklimaindex und der Bundesbank Monatsbericht gemeldet. In der EU stehen zudem die Aufträgseingänge der Industrie für Juli an. Aus dem USA wird ferner der Chicago Fed National Activity Index gemeldet. Es folgen am Dienstag in Deutschland der GfK Konsumklimaindex. Aus den USA stehen zudem der S&P Case Shiller Hauspreisindex, das Verbrauchervertrauen und der FHFA Hauspreisindex an. Am Mittwoch werden dann in Deutschland die Verbraucherpreise und in den USA die Hypothekenanträge sowie die Verkäufe neuer Häuser gemeldet. Am Donnerstag folgen in Deutschland die ILO Arbeitsmarktstatistik sowie die Arbeitsmarktdaten. Aus Großbritannien werden die Daten zum BIP im zweiten Quartal gemeldet. Aus Europa kommt ferner noch die Geschäfts- und Verbraucherstimmung sowie der Geschäftsklimaindex Eurozone. In den USA werden ferner die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter, das Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal, die anstehenden Hausverkäufe, sowie die Agrarpreise veröffentlicht. Abgeschlossen wird die Woche dann am Freitag in Japan mit den Verbraucherpreisen und Industrieproduktionsdaten. Aus Frankreich werden zudem Angaben zum BIP im zweiten Quartal erwartet. In den USA werden schließlich zum Wochenabschluss die persönlichen Einnahmen und Auslagen sowie der Einkaufsmanagerindex Chicago und die Daten zum Verbrauchervertrauen Uni Michigan gemeldet.

Indexstände: (21.09.2012, 18:00 Uhr): DAX: 7.451,62 TecDAX: 819,13 Dow Jones STOXX 50: 2.586,23 Nikkei 225: 9.110,00 Dow Jones: 13.634,73 Nasdaq Composite: 3.190,23 (21.09.2012/ac/n/m)

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