21.12.2012 17:56
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Wochenrückblick KW 51

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - In der abgelaufenen Woche zeigten die Weltbörsen eine uneinheitliche Tendenz. Der Dax verbesserte sich in der Wochenbilanz um 0,5 Prozent. Der Dow Jones STOXX 50 hat sich in der vergangenen Woche in der Summe quasi nicht von der Stelle bewegt. Der japanische Nikkei-Index hat die Woche mit einem Gewinn von 2,1 Prozent abgeschlossen. In den USA tendierte der Dow Jones seit dem letzten Handelstag der vorangegangenen Woche bisher um 0,3 Prozent schwächer.

Am Montag tendierten die deutschen Aktienindizes kaum verändert. Der DAX gewann zuletzt 0,11 Prozent auf 7.604,94 Punkte. Die Betriebe des deutschen Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten wiesen im Oktober nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen Beschäftigungszuwachs aus. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten um rund 1,7 Prozent auf 5,3 Millionen per Ende Oktober. Deutsche Telekom verschlechterten sich um 0,3 Prozent. Der Telekommunikationskonzern verlautbarte, dass sich T-Systems weiter auf Wachstum ausrichtet und dafür ab 2013 die Unternehmensstruktur vereinfacht. So wird die Großkundensparte die Zahl der operativen Geschäftsbereiche von vier auf zwei reduzieren: Den Bereich "Sales" (Vertrieb) wird Hagen Rickmann, den Bereich "Delivery" (Liefer- und Leistungsbeziehungen) Dr. Ferri Abolhassan leiten. Alle sich ergebenden organisatorischen Anpassungen auf Mitarbeiterebene erfordern noch die Zustimmung der Arbeitnehmervertreter. Unterdessen hat der Technologiekonzern Linde eine Vereinbarung über die Akquisition des Homecare-Unternehmens Calea France SAS unterzeichnet. Die Aktie fiel um 0,2 Prozent zurück. Im TecDax standen MorphoSys mit einem Zugewinn von 4,1 Prozent im Blickfeld der Anleger. Der Biotechnologiekonzern veräußert das Segment für Forschungs- und diagnostische Antikörper AbD Serotec an Bio-Rad Laboratories. So wird Bio-Rad die Sparte AbD Serotec für einen Gesamtbetrag von rund 53 Mio. Euro in bar erwerben. Indes hat Evotec ein Lizenzabkommen mit der Janssen Pharmaceuticals Inc. für sein Portfolio an NR2B-selektiven NMDA-Rezeptor-Antagonisten zur Entwicklung von Arzneimitteln gegen Depressionen vereinbart. Das Papier verteuerte sich zuletzt um 0,5 Prozent. Am Dienstag dominierte an den deutschen Aktienmärkten die Farbe grün. Dabei stützten Anzeichen auf Fortschritte im Zusammenhang mit dem US-Haushaltsstreit. Der DAX gewann zuletzt 0,64 Prozent auf 7.653,58 Punkte. E.ON stiegen um 0,4 Prozent. Der Versorger teilte mit, dass E.ON Energy Projects und der Erdgasversorger WINGAS auf Energieeffizienz setzen und zusammen eine hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplungs (KWK)-Anlage an der Anlandestation der Ostsee-Pipeline Nord Stream in Lubmin bei Greifswald bauen. Zahlen gab es derweil aus dem SDAX. Der Energieversorger MVV Energie verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz eines soliden Umsatzwachstums einen Ergebnisrückgang. Für das laufende Geschäftsjahr 2012/13 geht man bei normalem Witterungsverlauf davon aus, beim Umsatz das Rekordniveau des abgelaufenen Geschäftsjahres weiter steigern zu können. Hauptgründe dafür sind neben dem Ausbau des Wind-, Biomasse- und Biomethangeschäfts Mengensteigerungen durch den Ausbau der Fernwärme an den deutschen und tschechischen Standorten sowie durch den bundesweiten Strom- und Gasvertrieb und durch das Strom- und Gasportfoliomanagement. Bei der Ergebnisentwicklung strebt MVV Energie bei anhaltend niedrigen Erzeugungsmargen und vor dem Hintergrund des Wegfalls der bisher kostenlosen Zuteilung von CO2-Emissionszertifikaten aus operativer Sicht ein konstantes Adjusted EBIT in einer Größenordnung um 220 Mio. Euro an. Das Papier verschlechterte sich um 3,8 Prozent. Daneben schossen Air Berlin um 8,4 Prozent nach oben. Die Fluggesellschaft teilte mit, dass sie aufgrund der Ausgliederung ihres Vielfliegerprogramms "topbonus" und des Erwerbs einer Mehrheitsbeteiligung hieran durch die Etihad Airport Services L.L.C. insgesamt 184,4 Mio. Euro erlösen wird. Auch am Mittwoch zeigten sich die wichtigsten deutschen Aktienmärkte in guter Form. Für Unterstützung sorgte dabei der gut ausgefallene ifo Geschäftsklimaindex. Der DAX gewann zuletzt 0,19 Prozent auf 7.668,50 Punkte. Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im Dezember nach Angaben des ifo Instituts erneut verbessert. So erhöhte sich der Index auf 102,4 Punkte, nach 101,4 Punkten im Vormonat und 107,3 Punkten im Dezember 2011. Im Einzelnen fiel der Teilindex der aktuellen Geschäftslage von 108,1 Punkten im Vormonat auf nun 107,1 Punkte, während der Subindex zu den Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate von 95,2 auf 97,9 Punkte anwuchs. Merck gaben um 2,1 Prozent nach. Der Pharmakonzern teilte mit, dass die Phase-III-Studie START mit dem in der Forschung befindlichen Wirkstoff L-BLP25 (zuvor als Stimuvax bezeichnet) nicht den primären Endpunkt einer statistisch signifikanten Verbesserung des Gesamtüberlebens bei Patienten mit inoperablem, lokal fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) im Stadium IIIA oder IIIB erreicht hat. Die Deutsche Telekom dehnt seine Aktivitäten im Gesundheitswesen auf die Vereinigten Staaten aus. Basis für den Start in den US-Gesundheitsmarkt ist ein Großauftrag von Presbyterian mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Dabei übergibt der Träger und Betreiber von acht Krankenhäusern und 36 ambulanten Kliniken aus dem US-Bundesstaat Neumexiko sein Rechenzentrum an T-Systems. De Titel verbesserte sich um 0,4 Prozent. Im MDAX legten TUI um 1,5 Prozent zu. Der Touristikkonzern teilte mit, dass er das Geschäftsjahr 2011/12 mit einem Rekordergebnis im operativen Geschäft abgeschlossen hat und positiv auf das laufende Geschäftsjahr blickt. Am Donnerstag tendierten die wichtigsten deutschen Aktienindizes kaum verändert. Dabei nahmen die Sorgen im Zusammenhang mit dem US-Haushaltsstreit wieder zu. Der DAX gewann zuletzt 0,05 Prozent auf 7.672,10 Punkte. Die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte sind im November nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit abgebremstem Tempo angewachsen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterte der Index um 1,4 Prozent. Im Oktober hatte die Jahresveränderungsrate bei 1,5 Prozent und im November 2011 sogar bei 5,2 Prozent gestanden. Binnen Monatsfrist fiel der Preisindex um 0,1 Prozent. Davor waren die Erzeugerpreise im Oktober unverändert geblieben und im November 2011 um 0,1 Prozent gestiegen. Unterdessen haben sich die deutschen Außenhandelspreise im November mit abgebremstem Tempo erhöht. Gegenüber dem Vorjahresmonat verteuerten sich die Importe um 1,1 Prozent, nach Steigerungen von 1,5 Prozent im Vormonat und 6,0 Prozent im November 2011. Auf Monatssicht blieben die Einfuhrpreise unverändert. Davor waren die Preise im Oktober um 0,6 Prozent gesunken und im November 2011 um 0,4 Prozent gestiegen. Die Exportpreise legten im Vorjahresvergleich um 1,5 Prozent zu, während sie im Oktober um 1,7 Prozent und im November 2011 um 2,9 Prozent geklettert waren. Im Vormonatsvergleich blieben die Ausfuhrpreise unverändert. Im Oktober 2012 waren die Exportpreise um 0,2 Prozent gefallen und im November 2011 um 0,2 Prozent gestiegen. Eine wichtige Personalie meldete die Deutschen Telekom. Der Vorstandvorsitzende René Obermann hat den Aufsichtsrat gebeten, zum 31. Dezember 2013 seinen Anstellungsvertrag aufzulösen und die Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden aufzuheben. Sein Nachfolger soll am 1. Januar 2014 Timotheus Höttges werden. Fresenius gaben daneben 0,7 Prozent ab. Der Gesundheitskonzern teilte mit, dass er die Refinanzierung der revolvierenden Kreditlinien und der Darlehenstranchen A der syndizierten Kreditvereinbarung aus dem Jahr 2008 über ein so genanntes Delayed Draw Syndicated Credit Agreement vorzeitig gesichert hat. Im MDAX legten Symrise um 0,5 Prozent zu. Der Aromenhersteller hat mit dem schwedischen Biotechnologie-Unternehmen Probi AB eine Forschungs- und Entwicklungsvereinbarung unterzeichnet. Aus dem SDAX wurde schließlich ein Zukauf gemeldet. PATRIZIA Immobilien übernimmt das britische Immobilieninvestment- und Asset-Management-Unternehmen Tamar Capital Group. In Summe betreut das Unternehmen ein Immobilienvermögen von umgerechnet rund 700 Mio. Euro. Das Papier stieg um 1,9 Prozent. Am Freitag gab die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bekannt, dass sich das Konsumklima in Deutschland etwas eingetrübt hat. Der Gesamtindikator prognostiziert für Januar einen Wert von 5,6, nach revidiert 5,8 Zählern im Dezember. Trotz der moderaten Verluste bleibt das Niveau des Konsumklima-Indikators aber weiter zufriedenstellend. Der Auftragseingang in Betrieben des deutschen Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten verzeichnete indes im Oktober nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen deutlichen Anstieg. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Eingänge preisbereinigt um 30,5 Prozent, wobei die Nachfrage im Hochbau um 17,0 Prozent und im Tiefbau um 47,7 Prozent zulegte. Fresenius Medical Care (+0,04 Prozent) hat die Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Erstattung von Dialysebehandlungen in den USA erfolgreich beendet. Damit werden auch die im Zusammenhang stehenden Ermittlungen der Justizbehörden in St. Louis im Bundesstaat Missouri eingestellt. Klöckner & Co (-1,1 Prozent) veräußert derweil wie angekündigt im Rahmen des Restrukturierungsprogramms sein komplettes Osteuropa-Geschäft. Dabei wurden in einer ersten Transaktionsphase die Aktivitäten in Tschechien, Bulgarien und Rumänien und damit mehr als zwei Drittel des Osteuropa-Geschäfts veräußert. Mit einem Vollzug des Verkaufs der noch verbleibenden Aktivitäten in Polen und Litauen wird im ersten Quartal 2013 gerechnet.

An den europäischen Aktienmärkten hielten sich die Anleger am Montag mit größeren Neuengagements zurück. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 0,10 Prozent auf 2.628,01 Punkte. Die Handelsbilanz der Eurozone hat im Oktober mit einem größeren Überschuss geschlossen. Dies teilte das Europäische Statistikamt Eurostat im Rahmen seiner ersten Schätzung mit. So wurde im Euroraum (ER17) beim Handel mit Drittländern ein Überschuss von 10,2 Mrd. Euro ausgewiesen, nach einem Aktivsaldo von 9,5 Mrd. Euro im Vormonat und einem Passivsaldo von 0,7 Mrd. Euro im Oktober 2011. Hierbei fielen die saisonbereinigten Ausfuhren auf Monatssicht um 1,4 Prozent, während die Einfuhren um 0,6 Prozent stiegen. Ferner belief sich das Defizit der gesamten Union (EU27) auf 9,4 Mrd. Euro, nach einem Passivsalden von 12,5 Mrd. Euro im Vormonat und 11,3 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Die Exporte nahmen binnen Monatsfrist um 1,7 Prozent ab, während die Importe um 0,3 Prozent zunahmen. Unterdessen hat sich der Anstieg der europäischen Arbeitskosten pro Stunde hat sich im dritten Quartal beschleunigt. In der Eurozone (EZ17) kletterten die Kosten binnen Jahresfrist um 2,0 Prozent, nach 1,9 Prozent im Vorquartal. In der gesamten EU (EU27) zogen die Arbeitskosten um 1,9 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal an, während sie sich im vorangegangenen Vierteljahr ebenfalls um 1,9 Prozent erhöht hatten. H&M verteuerten sich bei den Einzelwerten um 3,8 Prozent. Die Bekleidungskette konnte im November mit einem Umsatzanstieg aufwarten. Jedoch gingen die vergleichbaren Filialumsätze zurück. In der Schweiz ging es für Holcim als zweitschwächster Wert im SMI um 0,8 Prozent nach unten. Der Zementhersteller teilte mit, dass er im Rahmen der Holcim Leadership Journey eine schlankere Managementstruktur in Europa eingeführt hat, um der niedrigeren Bauaktivität Rechnung zu tragen. Unterdessen verzeichneten Zurich Insurance Group ein Plus von 0,2 Prozent. Der Versicherungskonzern schätzt die kumulierten Schäden im Zusammenhang mit dem Sturm "Sandy" auf rund 700 Mio. US-Dollar nach Abzug von Rückversicherungen. Dabei entfallen davon 40 Mio. US-Dollar auf Farmers Re im Zusammenhang mit der Rückversicherungsdeckung zugunsten der Farmers Exchanges. Am Dienstag konnten die wichtigsten europäischen Aktienmärkte Zugewinne vorweisen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 0,59 Prozent auf 2.643,50 Stellen. Die italienische Leistungsbilanz hat im Oktober nach Angaben der Notenbank mit einem deutlich kleineren Defizit abgeschlossen. So belief sich der Passivsaldo nur noch auf 245 Mio. Euro, nach einem Defizit von 2,32 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Hierbei verzeichnete die Warenhandelsbilanz ein Plus von 2,51 Mrd. Euro, gegenüber einem Passivsaldo von 476 Mio. Euro im Vorjahresmonat. Daneben ergab sich in der Dienstleistungsbilanz ein Plus von 97 Mio. Euro, gegenüber einem Defizit von 588 Mio. Euro im Oktober 2011. Der Anstieg bei den britischen Verbraucherpreisen (CPI) hat sich derweil im November nach Angaben von National Statistics mit unverändertem Tempo fortgesetzt. Die Inflationsrate belief sich auf 2,7 Prozent, nachdem sie bereits im Oktober 2012 bei 2,7 Prozent gelegen hatte. Aus Frankreich wurde ein Zukauf gemeldet. Der Werbekonzern Publicis wird die schwedische Mobile-Agentur Monterosa übernehmen. Dabei wird die Agentur in das Netzwerk Bartle Bogle Hegarty (BBH) integriert werden. Publicis rückten um 0,3 Prozent vor. Der österreichische Immobilienkonzern IMMOFINANZ beabsichtigt, eigene Aktien im Rahmen von noch abzuschließenden Bankenfinanzierungen einzusetzen. Dabei beträgt das Finanzierungsvolumen 150 Mio. Euro für eine Laufzeit von bis zu drei Jahren. Das Papier verteuerte sich um 0,5 Prozent. Am Mittwoch ging es an den europäischen Aktienmärkten weiter nach oben. Die Leistungsbilanz der Eurozone hat nach Angaben der europäischen Zentralbank (EZB) im Oktober mit einem größeren Überschuss abgeschlossen. So erhöhte sich der saisonbereinigte Aktivsaldo auf 3,9 Mrd. Euro, nach einem Plus von revidiert 2,4 Mrd. Euro im September. In der wichtigsten Teilbilanz, der Handelsbilanz, stellte sich der Überschuss auf 6,2 Mrd. Euro, nach einem Plus von 4,9 Mrd. Euro im September. Daneben stieg der Überschuss bei den Dienstleistungen von 6,9 Mrd. Euro auf 7,1 Mrd. Euro. Unterdessen hat die saisonbereinigte Produktion im Baugewerbe innerhalb der Eurozone im Oktober abgenommen. Diese erste Schätzung legte die EU-Statistikbehörde Eurostat heute vor. Auf Monatssicht fiel der Output der Baubranche im Euroraum (ER17) um 1,6 Prozent, während er sich in der EU27 um 1,6 Prozent erhöhte. EADS verteuerten sich in Paris um 0,5 Prozent. Der Luft- und Raumfahrtkonzern teilte mit, dass Cassidian von der OCCAR-Tiger- Division den Auftrag zur Lieferung eines schlüsselfertigen Testsystems zur Unterstützung der Wartung optoelektronischer Geräte in der deutschen Tiger-Hubschrauberversion erhalten hat. In der Schweiz standen die Aktien der Großbank UBS mit einem Abschlag von 0,3 Prozent im Blickfeld der Anleger. Das Unternehmen gab bekannt, dass sein Verwaltungsrat mit dem US-Justizministerium (DoJ) und der US Commodity Futures Trading Commission (CFTC) Vergleiche genehmigt hat. Dabei stehen diese Vergleiche im Zusammenhang mit ihren Untersuchungen zu den Referenzzinssätzen. Am Donnerstag tendierten die wichtigsten europäischen Aktienbörsen uneinheitlich. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 0,14 Prozent auf 2.658,30 Punkte. Die britischen Einzelhandelsumsätze sind im November nach Angaben von National Statistics gegenüber dem Vormonat unverändert geblieben. Für Oktober war unterdessen ein Rückgang um 0,7 Prozent ausgewiesen worden. Binnen Jahresfrist zog das Absatzvolumen der britischen Einzelhändler um 0,9 Prozent an. Davor war im Oktober ein Plus von 0,8 Prozent verzeichnet worden. Weir Group rückten um 2,8 Prozent vor. Der Anbieter von Engineering-Lösungen für die Mineralien-, die Öl- und Gas- sowie die Energie-Industrie wird die amerikanische Mathena, einen Anbieter von Druckregelanlagen für Onshore Öl- und Gasbohrungen, übernehmen. Dabei beläuft sich der Kaufpreis auf 240 Mio. US-Dollar, wobei die Weir Group weitere bis zu 145 Mio. US-Dollar über zwei Jahre bei der Erreichung bestimmter Gewinnziele zahlen könnte. Daneben stiegen Serco Group um 0,1 Prozent. Der Konzern geht davon aus, seine Erwartungen für 2012 zu erfüllen und erwartet weiterhin starkes Umsatzwachstum, mit einem weiteren guten organischen Wachstum, sowie einer Steigerung der bereinigten operativen Gewinnmarge in einer ähnlichen Größenordnung wie in 2011. Ferner veräußert HSBC Holdings seine Beteiligung an Bao Viet Holdings. Die Aktie fiel um 0,5 Prozent. France Télécom könnte derweil Presseangaben zufolge einige Assets des angeschlagenen Netzwerkausrüsters Alcatel-Lucent übernehmen. Wie es heißt, zieht France Télécom in Betracht, Alcatel-Lucents Flotte an Schiffen zur Verlegung unterseeischer Kabel zu erwerben. Der Wert des Geschäftsbereichs wird auf 100 bis 150 Mio. Euro geschätzt. Während France Télécom um 0,5 Prozent nachgeben, ging es für Alcatel-Lucent um 0,2 Prozent nach oben. Ericsson verloren indes 1,7 Prozent an Wert. Der Konzern teilte mit, dass er im Zusammenhang mit seinem 50 Prozent-Anteil an ST-Ericsson - dem Joint Venture mit STMicroelectronics - eine Sonderbelastung verbuchen wird. Den Angaben zufolge beläuft sich die Sonderbelastung auf rund 8 Mrd. Schwedische Kronen (SEK) und wird im vierten Quartal 2012 verbucht. Derweil meldete TeliaSonera, dass man die norwegische Tochter NextGenTel an die Telio Holding ASA verkauft. Im Zusammenhang mit der Transaktion wird TeliaSonera im vierten Quartal 2012 einen Verlust von 1,6 Mrd. SEK als Folge einer Goodwill-Abschreibung verbuchen. Der Titel verschlechterte sich um 0,6 Prozent. Am Freitag teilte in Großbritannien National Statistics auf Basis finaler Daten mit, dass das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal zwar gestiegen ist, jedoch schwächer als zuletzt gemeldet. Im Vergleich zum Vorquartal wuchs das BIP um 0,9 Prozent (vorläufig: 1,0 Prozent), gegenüber einem Minus von 0,4 Prozent im zweiten Quartal und einem Rückgang um 0,2 Prozent im ersten Quartal. BAE Systems (-0,6 Prozent) hat einen Großauftrag aus dem Oman gewonnen. Im Rahmen des Auftrags liefert man der Royal Air Force des Oman zwölf Kampfflugzeuge vom Typ Typhoon sowie acht Maschinen vom Typ Hawk Advanced Jet Trainer (AJT). Zudem leistet BAE entsprechende Support-Services. Die ersten Auslieferungen erfolgen voraussichtlich im Jahr 2017. Aviva (-0,3 Prozent) veräußert indes sein US-Geschäft Aviva USA Corp. für 1,8 Mrd. US-Dollar an die Lebensversicherungsgesellschaft Athene Holding Ltd. ArcelorMittal (-2,5 Prozent) verlautbarte, dass man sich mit einer hohen Abschreibung im Europa-Geschäft konfrontiert sieht. So wird der Konzern voraussichtlich eine Goodwill-Abschreibung in Höhe von rund 3,4 Mrd. US-Dollar im Zusammenhang mit seinen europäischen Aktivitäten vornehmen. Nokia (-3,3 Prozent) teilte schließlich mit, dass er und der kanadische BlackBerry-Hersteller Research In Motion (RIM) eine neue Patentlizenzvereinbarung geschlossen haben. Als Folge des Abkommens werden sämtliche bestehenden Patentstreitigkeiten zwischen den Unternehmen beendet sowie laufende Prozesse in den USA, Großbritannien und Kanada eingestellt. Der finanzielle Rahmen der Vereinbarung sieht eine Einmalzahlung sowie laufende Zahlungen vor, die allesamt Research In Motion an Nokia leistet. Finanzielle Einzelheiten wurde nicht genannt.

Am Montag zeigten die wichtigsten asiatischen Börsen keine einheitliche Tendenz. In Japan ging es nach dem hohen Wahlsieg der Liberaldemokraten nach oben. Die Stimmung der Investoren wurde zudem durch den schwächeren Yen angeheizt. Der Leitindex Nikkei rückte am Ende um 0,94 Prozent auf 9.828,88 Stellen vor. Die chinesischen Aktienmärkte entwickelten sich daneben uneinheitlich. Der Shanghai Composite legte um 0,45 Prozent auf 2.160,34 Punkte zu. Gleichzeitig verschlechterte sich in Hongkong der Hang Seng um 0,41 Prozent auf 22.513,61 Stellen. AIA Group tendierten unverändert. Der amerikanische Versicherungskonzern AIG gab bereits am Sonntag bekannt, dass er in Hongkong mit dem Verkauf seiner restlichen Aktien der Asiensparte AIA begonnen hat. Dabei erfolgt der jüngste Verkauf in Form einer Platzierung bei bestimmten institutionellen Investoren. In diesem Zusammenhang könnte sich der Konzern von allen noch in seinem Besitz befindlichen AIA-Anteilen trennen. Am Dienstag tendierten die asiatischen Aktienmärkte erneut uneinheitlich. In Japan profitierten die Indizes weiter von dem hohen Wahlsieg der Liberaldemokraten. Der Leitindex Nikkei rückte am Ende um 0,96 Prozent auf 9.923,01 Stellen vor. Skymark Airlines flogen mit einem Abschlag von 1,8 Prozent hinterher. Die Fluggesellschaft hat an den britischen Triebwerkshersteller Rolls-Royce Group einen Auftrag über 1 Mrd. US-Dollar vergeben. So liefert Rolls-Royce der Fluglinie im Rahmen des Auftrags Triebwerke vom Typ Trent 900 für den Einsatz in sechs Airbus A380-Maschinen. Die jüngste Order umfasst zudem ein langfristiges TotalCare-Serviceabkommen. Die A380-Maschinen werden 2014 in Dienst gestellt. Darüber hinaus hat Skymark Airlines eine Absichtserklärung für Trent 700 Triebwerke geschlossen, die in bis zu zehn geleasten Airbus A330-Flugzeugen (ab 2014) zum Einsatz kommen sollen. Auch hier ist ein TotalCare-Support vorgesehen. Am Mittwoch ging es an den asiatischen Märkten mehrheitlich nach oben. Der Nikkei-Index übersprang dabei die Marke von 10.000 Punkten und schloss mit einem Zugewinn von 2,39 Prozent bei 10.160,40 Stellen. Der Index der Frühindikatoren in Japan ist im Oktober nach Angaben des Kabinettsbüros gestiegen. So erhöhte sich der Index auf 92,8 Punkte, während vorläufig ein Indexstand von 92,5 Punkten gemeldet worden war. Im September hatte der Index bei 91,8 Punkten gelegen. Bei den Einzelwerten richtete sich der Fokus der Anleger unter anderem auf die Titel von Aeon, die sich um 0,9 Prozent verbesserten. Der Einzelhandelskonzern teilte mit, dass er die Anteile an einem Kinokomplex-Joint Venture, die sich noch nicht in seinem Besitz befinden, von der Warner Bros. Entertainment Inc. übernehmen wird. So erwirbt der Konzern die 50 Prozent-Beteiligung an Warner Mycal von Warner Bros. Entertainment, womit man zum alleinigen Anteilseigner wird. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion, die im Februar oder März 2013 abgeschlossen werden soll, wurden nicht genannt. Am Donnerstag war an den wichtigsten asiatischen Aktienmärkten keine einheitliche Tendenz auszumachen. In Japan kam es zu Gewinnmitnahmen. Der Leitindex Nikkei verlor am Ende 1,19 Prozent auf 10.039,33 Stellen. Der neunköpfige Geldpolitische Ausschuss der Bank of Japan (BoJ) beriet über seine weitere Geldpolitik und hat einstimmig entschieden, das Leitzinsniveau unverändert zu lassen. Dieser Beschluss bedeutet, dass der Satz für Tagesgeld in der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft bei 0,00 bis 0,10 Prozent verharrt. Volkswirte hatten diesen Ausgang der Ratssitzung bereits im Vorfeld erwartet. Allerdings wurde das Ankaufsprogramm für Wertpapiere um 10 Bio. Japanische Yen (JPY) auf insgesamt 101 Bio. JPY aufgestockt. Zudem beschlossen die Währungshüter, bei der kommenden Sitzung des Geldpolitischen Rats im Januar das Inflationsziel zu überprüfen. Am Freitag ging es an den wichtigsten asiatischen Aktienmärkten nach unten. Für eine deutliche Belastung sorgte dabei der andauernde Haushaltsstreit in den USA. Der japanische Leitindex Nikkei konnte die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Stellen nicht verteidigen und ging mit einem Minus von 0,99 Prozent auf 9.940,06 Punkte aus dem Handel. Unter Druck standen dabei auch Automobiltitel. So fuhren beispielsweise Toyota mit einem Wertverlust von 2,4 Prozent hinterher. Daneben konnten sich allerdings Honda mit einem Minus von lediglich 0,5 Prozent noch deutlich besser behaupten. Mazda verbilligten sich indes um 2 Prozent, während für Nissan ein Abschlag von 2,4 Prozent zu Buche stand.

Die Börsen in den USA zeigten sich am Montag in guter Verfassung. Dabei wurden die Märkte von der Aussicht auf eine positive Wendung im Haushaltsstreit beflügelt. Demnach sei über das Wochenende offenbar Bewegung in die stockenden Verhandlungen bezüglich der fiskalischen Klippe gekommen. Und auch am Montag hielt die Hoffnung auf eine baldige Einigung die Anleger auf Trab. Der Dow Jones gewann 0,76 Prozent auf 13.235,39 Zähler. Die Federal Reserve Bank of New York ermittelte für Dezember eine Verschlechterung bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York. So verringerte sich der Empire State Manufacturing Index auf -8,1 Punkte, wogegen Volkswirte mit einem Anstieg auf +2,0 Zähler gerechnet hatten. Für den Vormonat war ein Wert von -5,2 Punkten gemeldet worden. Sprint Nextel verteuerten sich um 0,2 Prozent. Der drittgrößte US-Mobilfunkbetreiber gab bekannt, dass er die restlichen Anteile an Clearwire, die sich noch nicht in seinem Besitz befinden, für 2,2 Mrd. US-Dollar übernehmen wird. Dabei zahlt der Konzern für die ausstehenden rund 50 Prozent der Clearwire-Anteile 2,97 US-Dollar je Aktie. Zuletzt hatte Sprint lediglich 2,90 US-Dollar je Aktie geboten. Die jüngste Transaktion wurde bereits vom Clearwire-Board genehmigt und dürfte Mitte 2013 abgeschlossen werden. Clearwire rauschten daraufhin um 13,7 Prozent in die Tiefe. Aus Kanada meldete der Lebensversicherer Sun Life Financial, dass er sein US-Rentenversicherungsgeschäft sowie bestimmte Lebensversicherungsaktivitäten für 1,35 Mrd. US-Dollar an Delaware Life Holdings veräußern wird. Die Transaktion wird voraussichtlich bis Ende des zweiten Quartals 2013 abgeschlossen. Anteilsscheine von Sun Life büßten in New York 3,6 Prozent ein. Am Dienstag ging es an den US-Börsen weiter nach oben. Der Dow Jones legte um 0,87 Prozent auf 13.351,53 Punkte zu. Wie das US-Handelsministerium mitteilte, wies das US-amerikanische Leistungsbilanzdefizit im dritten Quartal 2012 einen Rückgang aus. So sank der Passivsaldo auf 107,5 Mrd. US-Dollar, während Volkswirte ein Defizit in Höhe von 104,2 Mrd. US-Dollar prognostiziert hatten. Für das zweite Quartal 2012 wurde der Passivsaldo auf 118,1 Mrd. US-Dollar revidiert. Vorläufig war ein Minus in Höhe von 117,4 Mrd. US-Dollar ausgewiesen worden. Der drittgrößte US-Ölkonzern ConocoPhillips will sich im Rahmen des laufenden Desinvestitionsprogramms von seiner Tochter in Algerien trennen. So hat der Konzern mit der staatlichen indonesischen Erdöl- und Erdgasgesellschaft Pertamina ein Abkommen geschlossen, das den Verkauf seiner vollständigen Tochter ConocoPhillips Algeria Ltd. für 1,75 Mrd. US-Dollar vorsieht. Aktien von ConocoPhillips gewannen 1,7 Prozent hinzu. Ferner kündigte der Flugzeughersteller Boeing an, dass er seine Quartalsdividende erhöht und sein im Jahr 2007 genehmigtes Aktienrückkaufprogramm wieder aufnimmt. So hat der Konzern beschlossen, seine Quartalsdividende um 10 Prozent auf 48,5 Cents pro Aktie anzuheben. Zudem wird man das bisherige Aktienrückkaufprogramm mit einem ausstehenden Volumen von 3,6 Mrd. US-Dollar wieder aufnehmen. Dabei geht Boeing davon aus, im Jahr 2013 eigene Aktien im Wert von 1,5 bis 2,0 Mrd. US-Dollar zurückzukaufen. Boeing gewann 1,2 Prozent hinzu. Nachbörslich meldete sich dann noch Oracle mit Zahlen zu Wort. Dabei konnten im zweiten Geschäftsquartal sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnerwartungen übertroffen werden. Am Mittwoch tendierten die US-Börsen vor dem Hintergrund zahlreicher Zahlen schwächer. Daneben stand auch die Unsicherheit in Sachen Haushaltsstreit im Fokus. Der Dow Jones verlor 0,74 Prozent auf 13.251,97 Zähler. Die Baugenehmigungen in den USA verzeichneten im November einen saisonbereinigten Anstieg. So wurden auf annualisierter Basis insgesamt 0,899 Millionen Baugenehmigungen für Privathäuser erteilt. Damit wurde das revidierte Vormonatsniveau von 0,868 (vorläufig: 0,866) Millionen um 3,6 Prozent überschritten. Volkswirte hatten eine Zahl von 0,876 Millionen Genehmigungen geschätzt. Dagegen wiesen die US-Wohnbaubeginne im November einen saisonbereinigten Rückgang aus. So belief sich die Zahl auf 0,861 Millionen Baubeginne. Damit wurde das Vormonatsniveau von revidiert 0,888 (vorläufig: 0,894) Millionen um 3 Prozent unterschritten. Volkswirte waren von einer Zahl von 0,875 Millionen Baubeginnen ausgegangen. FedEx verlautbarte, dass sein Gewinn im zweiten Quartal leicht gesunken ist, was in erster Linie mit den Auswirkungen des Sturms "Sandy" zusammenhängt. Indes wurde die Jahresplanung bestätigt. Anteilsscheine von FedEx gewannen vor diesem Hintergrund gut 0,9 Prozent hinzu. Daneben meldete der Lebensmittelkonzern General Mills, dass sein Gewinn im zweiten Quartal angesichts eines soliden Umsatzwachstums deutlich gestiegen ist. Dabei profitierte man u.a. von der Übernahme von Yoki und Yoplait Canada. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Zudem wurde die Jahresplanung angehoben. Der Titel verlor 1,2 Prozent an Wert. Derweil musste Navistar im vierten Quartal einen milliardenschweren Verlust ausweisen, was auf eine Reihe von Sonderbelastungen und deutlich rückläufige Umsätze zurückzuführen war. Navistar brachen um 8,5 Prozent ein. Papiere von General Motors (GM) schossen dagegen um 6,6 Prozent nach oben. Die US-Regierung beabsichtigt, innerhalb der nächsten zwölf bis 15 Monate ihre Beteiligung an dem Autobauer komplett zu veräußern. Nachbörslich gab es noch einige interessante Quartalsausweise. So veröffentlichte Accenture seine Ergebnisse für das erste Fiskalquartal 2012/13. Dabei konnten die Gewinnerwartungen übertroffen werden, während der Quartalsumsatz unter den Analystenschätzungen lag. Daneben hat Paychex, ein auf Gehaltsabrechnungen spezialisierter Dienstleister, die Zahlen zum zweiten Fiskalquartal 2012/13 vorgelegt. Während der Umsatzanstieg enttäuschte, fiel der Gewinnanstieg im Rahmen der Erwartungen aus. Zudem wurde der Ausblick für das Gesamtjahr bekräftigt. Während Accenture 2,0 Prozent abgaben, verloren Paychex 1,9 Prozent. Am Donnerstag legten die wichtigsten US-Indizes wieder zu. Der Dow Jones gewann 0,45 Prozent auf 13.311,72 Punkte. Im Blickfeld standen dabei auch diverse Konjunkturdaten. Die Wirtschaftsleistung in den USA ist im dritten Quartal 2012 mit beschleunigtem Tempo angewachsen. In der dritten und damit endgültigen Schätzung des US-Handelsministeriums, wurden die vorläufigen Angaben nach oben revidiert. Gegenüber dem Vorquartal kletterte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,1 Prozent, während zuletzt lediglich ein Zuwachs um 2,7 Prozent gemeldet worden war. Volkswirte hatten einen BIP-Anstieg um 2,7 Prozent prognostiziert. Unterdessen hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA nach Angaben des US-Arbeitsministeriums in der Woche zum 15. Dezember 2012 verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gegenüber der Vorwoche um 17.000 auf 361.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 345.000 prognostiziert hatten. Die US-Frühindikatoren sind derweil im November gesunken. Wie das private Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board mitteilte, verschlechterte sich die wirtschaftliche Aktivität auf Monatssicht um 0,2 Prozent, während Volkswirte im Vorfeld ein Plus von 0,2 Prozent prognostiziert hatten. Für den Vormonat war ein Plus von revidiert 0,3 (vorläufig: 0,2) Prozent gemeldet worden. Dagegen ist die saisonbereinigte Verkaufszahl bestehender Häuser im November gestiegen. Wie die National Association of Realtors bekanntgab, erhöhte sich die Zahl gegenüber dem Vormonat auf 5,04 Millionen. Volkswirte hatten mit einer Zahl von 4,90 Millionen gerechnet, nachdem sich die Verkaufszahl im Oktober auf revidiert 4,76 (vorläufig: 4,79) Millionen belaufen hatte. Bei den Einzelwerten stand vor allem eine Mega-Übernahme im Finanzsektor im Fokus. So meldete die Energie-Terminbörse IntercontinentalExchange (ICE), dass sie den transatlantischen Börsenbetreiber NYSE Euronext für rund 8,2 Mrd. US-Dollar übernehmen wird. Der Zusammenschluss, der Synergien in Höhe von 450 Mio. US-Dollar heben soll, bedarf noch der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden in Europa bzw. den USA und wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2013 abgeschlossen. Während ICE 1,3 Prozent gewannen, schossen NYSE Euronext um 34 Prozent in die Höhe. Carnival verzeichnete im vierten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang, was mit einem Umsatzrückgang, hohen Treibstoffkosten und negativen Währungseffekten zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis knapp übertroffen. Indes wurde ein schwacher Ausblick auf das neue Geschäftsjahr gegeben. Der Titel des weltgrößten Kreuzfahrtkonzerns brach um 5,3 Prozent ein. Dagegen konnte CarMax die Erwartungen der Analysten übertreffen. Der Gebrauchtwagenhändler steigerte Umsatz und Gewinn im dritten Quartal auf neue Rekordwerte. Die Aktie machte daraufhin einen Sprung um 9,0 Prozent nach oben. Die Drugstore-Kette Rite Aid erklärte, dass sie im dritten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erzielt hat, was mit verbesserten operativen Ergebnissen und geringeren Sonderbelastungen zusammenhängt. Die Erwartungen wurden damit übertroffen. Zudem wurde die Jahresergebnisprognose erhöht. Der Titel rauschte um 16,4 Prozent nach oben. Indes meldete der Restaurantbetreiber Darden Restaurants, dass sein Gewinn im zweiten Quartal eingebrochen ist, was neben einer Sonderbelastung aus der Übernahme von Yard House USA mit einer schwächeren Umsatzentwicklung bei Olive Garden, Red Lobster und LongHorn Steakhouse sowie höheren Nahrungsmittel- und Personalkosten zusammenhängt. Die Erwartungen wurden jedoch erfüllt. Darden verbilligten sich um 2,9 Prozent. Papiere von KB Home gaben sogar um 6,4 Prozent nach. Der Baukonzern verkündete, dass sein Gewinn im vierten Quartal trotz eines deutlichen Umsatzwachstums gesunken ist, was auf Sonderbelastungen im Berichtszeitraum und Einmalerträge im Vorjahr zurückzuführen war. Die Erwartungen wurden jedoch geschlagen. Schließlich verlautbarte der Software-Konzern Oracle, dass er Eloqua, einen Anbieter von cloud-basierter Marketing Automation und Revenue Performance Management Software, für rund 871 Mio. US-Dollar übernehmen wird. Für Oracle-Aktien ging es um 0,4 Prozent nach unten. Nachbörslich meldete sich noch Nike mit Zahlen zum zweiten Fiskalquartal 2012/13 zu Wort. Dabei musste der Sportartikelhersteller einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft lag jedoch klar über den Analystenerwartungen. Am Freitag tendierten die wichtigsten US-Börsen im frühen Handel schwächer. Dabei wird die Stimmung der Börsianer vor allem durch die jüngsten Rückschläge bei den laufenden Haushaltsverhandlungen gedrückt. So wird es immer unwahrscheinlicher, dass Demokraten und Republikaner bis Jahresende noch eine Einigung erzielen und damit die fiskalische Klippe vermeiden. Wie das US-Handelsministerium indes mitteilte, ist der Auftragseingang langlebiger Güter im November 2012 im Vergleich zum Vormonat gestiegen. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen um 0,7 Prozent über Vormonatsniveau, während Volkswirte eine Zunahme um 0,2 Prozent prognostiziert hatten. Für Oktober war ein Auftragsplus von revidiert 1,1 Prozent gemeldet worden. Derweil sind die saisonbereinigten persönlichen US-Einkommen und -Ausgaben im November angewachsen. So erhöhten sich die persönlichen Einkommen um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonatsniveau, während im Vormonat ein Plus von revidiert 0,1 Prozent verbucht worden war. Ferner stiegen die persönlichen Konsumausgaben um 0,4 Prozent, während sie im Vormonat einen Rückgang um revidiert 0,1 Prozent gezeigt hatten. Volkswirte hatten im Vorfeld Zuwächse von jeweils 0,3 Prozent bei den Einkommen und den Konsumausgaben prognostiziert. Ferner ermittelte die Federal Reserve Bank of Chicago für November einen Anstieg beim National Activity Index gegenüber dem Vormonat. Demnach hat sich der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) auf +0,10 Punkte verschlechtert, nachdem für Oktober ein Wert von revidiert -0,64 Punkten gemeldet worden war. Schließlich hat sich die Stimmung der US-Verbraucher im Dezember gegenüber dem Vormonat deutlich verschlechtert. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Michigan. So fiel der Gesamtindex auf revidiert 72,9 Punkte (vorläufig: 74,5 Punkte), nachdem im Vormonat ein Stand von 82,7 Punkten ausgewiesen worden war. Volkswirte waren zuvor von einem Wert von 74,8 Punkten ausgegangen. Walgreen teilte mit, dass ihr Gewinn im ersten Quartal gesunken ist, was mit einer Reihe von Sonderbelastungen und einem Umsatzrückgang zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Ebene verfehlt. Die Aktie von Walgreen büßt momentan 4,1 Prozent ein.

In der kommenden Woche findet bedingt durch das Weihnachtsfest nur eine verkürzte Handelswoche statt. Am Dienstag werden in Japan die Dienstleistungspreise der Unternehmen im November bekannt gegeben. Es folgen am Mittwoch in Japan das BoJ Sitzungsprotokoll sowie in den USA die Zahl der Hypothekenanträge und der Case Shiller Hauspreisindex. Am Donnerstag stehen in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, das Verbrauchervertrauen sowie die Verkäufe neuer Häuser an. Am Freitag werden schließlich in der Schweiz die Zahlungsbilanz für das dritte Quartal, in Japan die Verbraucherpreise, Einzelhandelsumsätze und Arbeitsmarktdaten sowie in den USA der Chicago Einkaufsmanagerindex und die anstehenden Hausverkäufe veröffentlicht.

Wichtige Quartalszahlen von Unternehmen werden in der kommenden Woche nicht erwartet.

Indexstände (21.12.2012, 17:48 Uhr) DAX: 7.636,23 TecDAX: 835,99 Dow Jones STOXX 50: 2.588,35 Nikkei 225: 9.940,06 Dow Jones: 13.125,76 Nasdaq Composite: 3.004,50 (21.12.2012/ac/n/m)

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