Der Chemiekonzern
Wacker Chemie ist in recht unterschiedlichen Branchen unterwegs. So stellen die Münchner Bindemittel für die Bauindustrie her, Silikonprodukte für diverse Industriezweige, aber auch Siliziumwafer für Computer, Mobiltelefone oder Flachdisplays. Im Fokus der Börsianer liegt aber das lange Zeit stark wachsende und hochrentable Solargeschäft. Denn Wacker ist einer der weltweit führenden und zudem noch börsennotierten Hersteller bei Polysilizium, einem Grundstoff der Solarindustrie. Die Sparte steht inzwischen für fast 30 Prozent des Konzernumsatzes. Doch der Preiseinbruch in der Fotovoltaikbranche setzt auch Wacker zu. So rechnet die Bank Barclays damit, dass die Marge im Polysiliziumgeschäft in den kommenden Quartalen unter die 30-Prozent-Marke sinken könnte. Im dritten Quartal lag sie noch bei 47 Prozent! Auch das Halbleitergeschäft läuft schlecht. Folge: Für dieses Jahr wird ein Gewinnrückgang von 33 Prozent prognostiziert. Angesichts dieser schlechten Aussichten sollten Anleger vorerst die Finger von der Aktie lassen. Im derzeitigen Umfeld gibt es bessere.
Wunschanalyse Jede Woche können Anleger auf der Startseite von finanzen.net abstimmen, welche Aktie an dieser Stelle besprochen werden soll. Die Abstimmung läuft bis Dienstagnacht.