23.11.2012 09:41
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E.ON: Der Optimismus scheint erst einmal verflogen zu sein

Es war wohl nicht das Zahlenwerk für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres, das die Anleger zuletzt bei der E.ON-Aktie verschreckt hatte - denn dieses fiel recht ordentlich aus.
Vielmehr waren es die gesenkten Prognosen für die Jahre 2013 bis 2015, die den Schluss nahe legen, dass der Konzern weitaus größere Schwierigkeiten mit der Energiewende haben könnte, als bisher vom Markt angenommen.

Nachdem der größte deutsche Energieversorger E.ON im vergangenen Jahr aufgrund des deutschen Atomausstiegs zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte einen Fehlbetrag ausweisen musste, sah es in diesem Jahr zunächst so aus, als würde der Konzern nun mit den veränderten Marktbedingungen besser fertig werden können. Dieser Eindruck schien sich auch langsam bei den Anlegern zu verfestigen, denn die E.ON Aktie konnte im Zuge der Sommerrallye eine gute Performance aufweisen und ein neues Jahreshoch markieren.

Doch während die Geschäftszahlen für die ersten neun Monate 2012 solide ausgefallen sind, enttäuschte E.ON mit den gesenkten mittelfristigen Prognosen offensichtlich den Markt dermaßen, dass die E.ON-Aktie allein am Tag der Veröffentlichung des Zahlenwerks am 13 November um 10 Prozent nach unten rauschte. Der Umsatz lag, nach Angaben des Konzerns bei der Veröffentlichung Anfang November 2012, in den ersten neun Monaten mit 93,6 Mrd. Euro um 21 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Das EBITDA lag im Berichtszeitraum mit 8,8 Mrd. Euro um rund 2,3 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert. E.ON machte für diesen Anstieg hauptsächlich die verbesserten Bedingungen im Gashandelsgeschäft verantwortlich, die der DAX-Konzern mit Hilfe neu ausgehandelter Lieferverträge mit Gasproduzenten erreichen konnte. Außerdem fielen einige negative Sonderbelastungen im Zuge des deutschen Atomausstiegs weg, die das Ergebnis in der Vorjahresperiode noch belastet hatten. Somit konnte der nachhaltige Konzernüberschuss auf 4,0 Mrd. Euro, nach 1,59 Mrd. Euro im Vorjahr gesteigert werden, so der Konzern bei der Bilanzvorlage weiter.

Aufgrund der ordentlichen Ergebnisse für die ersten neun Monate konnte E.ON noch die Prognose für 2012 bestätigen. Demnach wird ein EBITDA zwischen 10,4 und 11,0 Mrd. Euro und ein nachhaltiger Konzernüberschuss zwischen 4,1 und 4,5 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Ebenso hält E.ON an einer geplanten Dividende von 1,10 Euro pro Aktie für das Jahr 2012 fest.

Allerdings hält das Management den bisherigen Ausblick für das Jahr 2013 für nicht erreichbar: Grund seien die erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheiten, die sich aufgrund der geringeren Energienachfrage im Zuge der Rezession in den Ländern Südeuropas ergeben haben. Zudem werden die und strukturellen Änderungen wie die deutsche Energiewende angeführt. Gleichzeitig überprüft E.ON auch die Prognose für 2015. Bisher hatte E.ON für 2013 ein EBITDA von 11,6 bis 12,3 Mrd. Euro und für 2015 von bis zu 13 Mrd. Euro in Aussicht gestellt.

Damit E.ON doch noch zu den Gewinnern der Energiewende gehören könnte, schreckt das Management auch nicht vor radikalen Maßnahmen zurück. Im Rahmen des Sparprogramms sollen so weltweit 11.000 der rund 80.000 Stellen wegfallen, darunter allein 6.000 in Deutschland. Zusätzlich dürften in Zukunft auch Kraftwerksschließungen Teil des Konzernumbaus sein. „Wir optimieren daher weiter unser konventionelles Kraftwerksportfolio und prüfen auch die Schließung von Standorten. Bei Anlagen, die für die Stabilität der Stromversorgung wichtig sind, suchen wir mit Netzbetreibern und Behörden Übergangslösungen“, sagte Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender von E.ON bei der Vorstellung der jüngsten Geschäftszahlen.

Spekulative Anleger, die trotz der gesenkten Prognosen und dem jüngsten Kursverfall, steigende Kurse der E.ON-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN: DE0BT8) auf ein solches Szenario setzen. Der derzeitige Hebel würde bei 2,74 und die Knock-Out-Schwelle bei 9,60 Euro liegen. Spekulativen Anleger, eher auf fallende Kurse bei der E.ON-Aktie setzen möchten, bekommen mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN: DX30HQ; Hebel 2,85 und Knock-Out-Schwelle bei 17,55 Euro) die Gelegenheit dazu.

Stand: 19.11.2012

Bei den in diesem Dokument enthaltenen Informationen handelt es sich um eine Werbemitteilung und nicht um eine Finanzanalyse, welche nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen unterliegt. Die Meinungen können von Einschätzungen abweichen, die in anderen von der Deutsche Bank veröffentlichten Dokumenten, einschließlich Research-Veröffentlichungen, vertreten werden. Die hierin enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Eine Anlage in die genannten Wertpapiere ist mit einem Totalverlustrisiko verbunden und eine Investitionsentscheidung sollte nur auf Grundlage des für die genannten Wertpapiere allein maßgeblichen Prospekts getroffen werden. Dieser kann unter www.xmarkets.de heruntergeladen oder bei der Deutsche Bank AG, X-markets, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt, kostenfrei angefordert werden.

Nicolai Tietze ist verantwortlich für die Hebelprodukte des X-markets Teams der Deutschen Bank. Vor seinem Einstieg in das X-markets Team war er bei der Deutschen Bank Aktienhändler und dort zuständig für die deutschen Konsumwerte. In seiner Funktion als Derivate-Experte entwickelt er auch Strategie- und Themenzertifikate.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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29.08.2014EON SE OutperformBNP PARIBAS
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