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31.10.2008 12:53

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KOLUMNE

X-markets-Kolumne: Trotz billigen Öls derzeit im Sinkflug - Lufthansa und Air Berlin

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Lang, lang ist’s her. Am 4. Juli 2008 erreichte der Ölpreis mit 144,95 US-Dollar sein All-Zeit-Hoch, von wo aus der Absturz auf 59,00 US-Dollar am Dienstag erfolgte. Dabei gibt es zahllose Branchen, die von der Entwicklung profitieren können. Das sollte besonders für Fluggesellschaften gelten, bei denen bis zu 50% der Kosten auf Kerosin entfallen.

Demnach müssten Lufthansa oder Air Berlin nach dem Platzen der Rohöl-Blase Gewinne einfliegen, zumal viele Fluggesellschaften ihre Treibstoffzuschläge weitgehend beibehalten oder nur marginal gesenkt haben. Die Lufthansa verminderte diese Zusatzabgabe beispielsweise lediglich von 27 auf 24 Euro auf der Kurz- und Mittelstrecke sowie von 97 auf 92 Euro für Langstrecken. Auch die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin zögert noch mit dem Herabsetzen ihrer Zuschläge.

Branchenweit drohen Verluste

Trotz dieser beachtlichen Kostenminderung scheint es den Airlines schwer zu fallen, Gewinne zu erzielen. So sank bei der Lufthansa der operative Gewinn in den ersten neun Monaten um 101 Mio. auf 984 Mio. Euro, wie aus den am Mittwoch vorgelegten Quartalszahlen hervorgeht. Damit steht die Fluggesellschaft mit dem Kranich im Branchenvergleich noch glänzend da. Denn der Airline-Weltverband IATA rechnet damit, dass sich die Netto-Verluste der Fluggesellschaften rund um den Globus im laufenden Jahr auf 5,2 Mrd. Euro summieren werden. Als Grund für diese Entwicklung werden die sinkenden Passagierzahlen wegen der düsteren Konjunkturaussichten genannt.

In dem Kurs der Airlines scheinen die Schwierigkeiten mittlerweile eingepreist zu sein. Denn die Lufthansa stürzte zwischen Jahresbeginn bis zum 28. Oktober um 48,2% auf 9,43 Euro ab. Dabei hatte die Fluggesellschaft noch vor einem Jahr bei 20,07 und vor fünf Jahren bei 11,90 Euro notiert. Noch dramatischer sieht es bei Air Berlin aus, deren Aktie seit Jahresbeginn bis zum 28. Oktober sogar um 78,6% auf 2,62 Euro eingebrochen ist. Vor einem Jahr stand Air Berlin noch bei 12,22 und beim Börsengang im Mai 2006 bei 11,27 Euro. Gelingt nach diesem Absturz den Fluggesellschaften zumindest beim Aktienkurs der Turnaround?.

Anlagemöglichkeiten mit Hebelprodukten und Zertifikaten

Für risikobereitere Anleger, die steigende Kurse erwarten, könnte der Wave XXL DB592G vom X-markets Team der Deutschen Bank interessant sein. Der Wave XXL ist mit einem Hebel von ca. zwei ausgestattet, weshalb der Wert des Derivates rund zweimal schneller steigt oder fällt als der Lufthansa-Kurs. Falls der Aktienkurs jedoch die Marke von 5,55 Euro berührt oder unterschreitet (Stopp-Loss), wird der Wave XXL ausgestoppt und zum Restwert ausbezahlt.

Dagegen könnte der Wave XXL-Put DB84QQ mit einem Hebel von gut zwei für Anleger attraktiv sein, die auf weiter fallende Kurse setzen möchten. Denn der Wave XXL legt im Wert zu, wenn die Lufthansa-Aktie nachgibt. Sofern die Airline jedoch die Marke von 14,25 Euro berührt oder überschreitet (Stopp-Loss), wird der Schein ausgestoppt und der Restwert dem Anleger ausgezahlt.

Eine interessante Wahl für risikoaversere Anleger könnte das Diskont Zertifikat DB6BAX mit einer Laufzeit bis zum 17. Dezember 2010 sein. Das Wertpapier wird mit einem Rabatt auf den aktuellen Lufthansa-Kurs von etwa 27% ausgeliefert, woraus sich eine Seitwärtsrendite von etwa 18% p.a. errechnet. Der Auszahlungsbetrag ist auf einen Höchstbetrag begrenzt.

Eine Alternative hierzu könnte das Diskont Zertifikat DB3EWJ auf Air Berlin sein. Das Derivat verfügt über einen Diskont von aktuell rund 27% und eine Laufzeit bis zum 20. Juni 2011, woraus sich eine Seitwärtsrendite von gut 14% jährlich ergibt. Der Auszahlungsbetrag ist auf einen Höchstbetrag begrenzt.

Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Wertentwicklungen. Der maßgebliche Prospekt für die genannten Wertpapiere kann unter www.xmarkets.de heruntergeladen oder bei der Deutsche Bank AG, CIB, GME X-markets, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt, kostenfrei angefordert werden.



Nicolai Tietze ist verantwortlich für die Hebelprodukte des X-markets Teams der Deutschen Bank. Vor seinem Einstieg in das X-markets Team war er bei der Deutschen Bank Aktienhändler und dort zuständig für die deutschen Konsumwerte. In seiner Funktion als Derivate-Experte entwickelt er auch Strategie- und Themenzertifikate.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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