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19.12.2011 18:47

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XETRA-SCHLUSS/Etwas leichter - Nervöses Vorweihnachtsgeschäft

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   FRANKFURT (Dow Jones)--Der Dax hat am Montag nach volatilem Handelsverlauf mit leichten Verlusten geschlossen. Der Tod des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong Il hatte zu Handelsbeginn zunächst belastet. Händler sprachen von Unsicherheit und Sorgen um eine mögliche Instabilität in dem Land. Diese ebbten aber bald ab. Dank der überverkauften Lage konnte sich der Markt zunächst erholen, bevor die Schwäche der US-Börsen am Nachmittag für erneute Abgaben sorgte. Der DAX verlor 0,5% oder 31 auf 5.671 Punkte. Grund für die hohe Volatilität waren auch die dünnen Umsätze. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 102,0 Mio Aktien im Wert von rund 2,22 Mrd EUR.

   Damit zeigte sich der Markt von Unsicherheit bestimmt. Erneute Warnungen von EZB-Chef Mario Draghi zeigten einmal mehr den Ernst der Lage auf. Draghi wies bei einer Anhörung des Wirtschafts- und Währungsausschusses des Europäischen Parlaments auf die Risiken für die Finanzstabilität und das schwierige Umfeld hin. Erneut wandte er sich aber gegen monetäre Staatsfinanzierug.

   Die Ergebnisse einer Telefonkonferenz der EU-Finanzminister, die am Nachmittag begonnen hatte, könnten am Dienstag nochmals für Bewegung sorgen. Hier soll über eine mögliche Aufstockung der IWF-Mittel in Höhe von rund 200 Mrd EUR gesprochen werden. "Allzu große Erwartungen sollte man aber nicht hegen", meinte ein Händler. Aus Kreisen der Eurozone und des IWF war bereits zu vernehmen, dass die Europäische Union als Ganzes das Ziel, die 200 Mrd aufzubringen, verfehlen wird. Es werde zwar Bemühungen geben, zumindest für die 150 Mrd EUR der Eurozone eine Einigung zu erreichen; es sei jedoch nicht sicher, dass dies bereits auf der heutigen Konferenz gelingen werde.

   Air Berlin stiegen um 8,3% auf 2,50 EUR, nachdem Etihad, die Staats-Airline der Vereinigten Arabischen Emirate, den Anteil an der Fluggesellschaft auf 29,21% erhöht hatte. Zudem wird die finanziell angeschlagene Air Berlin mit Kreditlinien von bis zu 255 Mio USD unterstützt. "Das ist der Befreiungsschlag, die Insolvenzgefahr ist bis 2016 vom Tisch", frohlockte ein Händler.

   METRO konnten sich etwas von den Verlusten der Vorwochen erholen und stiegen um 1% auf 28,22 EUR. Der Verkauf der Warenhauskette "Kaufhof" dürfte sich angesichts der komplexen Eigentümerverhältnisse der Metro aber noch hinziehen, sagte ein Marktteilnehmer. Deutsche Telekom verloren 1,2% auf 8,89 EUR. Wie das "WSJ" berichtete, verdichten sich die Zeichen für ein Scheitern der Übernahme von T-Mobile USA durch AT&T. AT&T habe Verhandlungen über Verkäufe von Unternehmensteilen auf Eis gelegt, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen. Diese Gespräche waren geführt worden, um die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden für die 39 Mrd USD schwere Transaktion zu erhalten.

   Südzucker profitierten von einer Hochstufung durch Goldman Sachs und legten um 5,1% auf 24,42 EUR zu. Die Analysten hatten die Aktien auf "Buy" nach "Neutral" erhöht. Das Kursziel sehen die Analysten bei 28,40 EUR. TUI profitierten von einer Kaufempfehlung der Commerzbank und zogen um 1,9% auf 4,57 EUR an. SGL Carbon brachen indes um 9,5% auf 40,99 EUR ein. Das Unternehmen erwartet keine Übernahme durch die zu den Ankeraktionären gehörende Susanne Klatten und BMW, schrieb die "FAZ am Sonntag". Übernahmespekulationen hatten der Aktien zu einem Höhenflug verholfen.

DJG/mif/raz (END) Dow Jones Newswires

   December 19, 2011 12:17 ET (17:17 GMT)

   Copyright (c) 2011 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 17 PM EST 12-19-11

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