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10.01.2012 18:53

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XETRA-SCHLUSS/Gute Vorgaben und Alcoa sorgen für starken Kursanstieg

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   FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag wieder das Kursniveau von Anfang des Jahres erreicht. Gute Vorgaben der internationalen Börsen haben die Kurse beflügelt und sogar ein neues Jahreshoch bei 6.191 Punkten ermöglicht. Der geglückte Start der US-Berichtssaison und eine starke Erholung der chinesischen Börsen sorgten von Handelsstart an für Gewinne, die über den Tag noch weiter ausgebaut wurden. So recht trauen Händler dem Anstieg aber nicht. "Die Kurswechsel erfolgen so überraschend, dass es morgen schon wieder ganz anders aussehen kann", meinte ein Marktteilnehmer.

   Der Dax zog letztlich um 2,4 Prozent bzw 146 auf 6.163 Punkte an. Umgesetzt wurden dabei an DAX-Titeln auf Xetra rund 171,0 (Vortag: 110,9) Millionen Aktien im Wert von rund 3,85 (Vortag: 2,45) Milliarden Euro.

   In China hatten die Börsen den zweiten Tag in Folge deutlich zugelegt. Das Land will den Kapitalmarkt stärker für ausländische Investoren öffnen und die Rolle von langfristig orientierten Anlegern aus dem institutionellen Sektor stärken. So soll dem geschwächten heimischen Aktienmarkt auf die Sprünge geholfen werden. Gut kam auch an, dass die Ratingagentur Fitch, die in diesem Jahr keine Abstufung der Kreditwürdigkeit Frankreichs vornehmen will. Damit droht zumindest von dieser Agentur keine Gefahr für das Top-Rating des Landes.

   Der Auftakt der US-Berichtssaison ist geglückt. Die Quartalszahlen von Alcoa erfüllten die Erwartungen. Wichtiger war aber die Prognose: Der Aluminiumhersteller erwartet in diesem Jahr eine Steigerung der weltweiten Aluminiumnachfrage von sieben Prozent bei einem knapper werdenden Angebot.

   Die Finanzwerte waren nach einigen schwachen Tagen wieder gefragt. So stiegen Commerzbank um 4,8 Prozent auf 1,23 Euro. Im Wochenvergleich liegt die Aktie allerdings weiter deutlich im Minus. Auf der Überholspur befanden sich dagegen die Autowerte. Zuversichtliche Aussage im Rahmen der Motor-Show in Detroit verhalfen dem Sektor zu erneuten Gewinnen: VW zogen um 3,2 Prozent auf 125,70 Euro an, Daimler kletterten sogar um 4,2 Prozent auf 38,26 Euro.

   Dagegen kamen Siemens mit einem unveränderten Kurs von 75,75 Euro nicht recht in die Gänge, nachdem Wettbewerber Philips eine Gewinnwarnung abgegeben hatte. Das vierte Quartal der Niederländer ist enttäuschend verlaufen, das operative Ergebnis um mehr als 20 Prozent geringer als im Vorjahr ausgefallen. Besonders die Medizintechniksparte entwickelte sich schwach. Aber auch der Preiswettbewerb bei Leuchtmitteln machte den Holländern zu schaffen, wie Vorstandsvorsitzender Frans van Houten sagte.

   Siemens verfügt ebenfalls über eine bedeutende Medizintechniksparte. Die unter Osram firmierende Beleuchtungssparte soll irgendwann an die Börse gebracht werden. Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser hatte sich im Gespräch mit dem "Wall Street Journal" zurückhaltend zu den Perspektiven für das laufende Jahr geäußert.

   Das Schlusslicht SAP verzeichnete einen Abschlag von 1,4 Prozent auf 42,06 Euro und wurden damit in den Sog der Software AG gezogen. Nach enttäuschenden Eckdaten für das vierte Quartal brach die Aktie der Darmstädter um 20,1 Prozent auf 24,25 Euro ein. Jonathan Crozier von der WestLB geht davon aus, das sich das Unternehmen in den USA verschätzt hat. Nach dem dritten Quartal habe die Software AG erklärt, dass Kunden Preisnachlässe forderten, diese jedoch nicht gewährt worden seien. Das Unternehmen hätte wohl damit gerechnet, dass ihre Klientel letztlich klein beigebe werde.

   Nordex machten nach der Veröffentlichung der Auftragseingänge einen Sprung nach oben. Das Neugeschäft wächst wieder zweistellig; der Auftragseingang stieg 2011 um 32 Prozent. "Die Zahlen sind eine positive Überraschung", sagte ein Händler. Zuletzt hatte eine Gewinnwarnung des Mitbewerbers Vestas für Unruhe an den Märkten gesorgt, so dass die Nachrichten von Nordex überraschten. Die Aktie gewann um 7,4 Prozent auf 4,22 Euro.

DJG/mif/ros (END) Dow Jones Newswires

   January 10, 2012 12:22 ET (17:22 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 22 PM EST 01-10-12

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