FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch nach anfänglichen Gewinnen leichter geschlossen. Zunächst verhalfen noch gute Vorgaben aus den USA und Asien dem Dax zu einem Anstieg über 5.700 Punkte, doch am Nachmittag folgte dann ein Rücksetzer. Marktteilnehmer verwiesen unter anderem auf neue Sorgen, die angespannte finanzielle Lage Spaniens und Portugals könnte sich weiter zuspitzen.
Der DAX sank um 0,7% oder 38 auf 5.672 Punkte. Umgesetzt wurden an DAX-Titeln auf Xetra rund 133,2 (Vortag: 136,9) Mio Aktien im Wert von rund 3,52 (Vortag: 3,15) Mrd EUR. Der ADP-Arbeitsmarktbericht, der als Indikation für den offiziellen Bericht am Freitag gilt, bewegte sich im Rahmen der Erwartungen. Gleiches galt für den ISM-Einkaufsmanager-Index für den US-Dienstleistungssektor. "Vielleicht hat man sich hier insgeheim noch klarere Signale für eine wirtschaftlich Erholung der USA erwartet", meinte ein Händler angesichts der Verluste am Aktienmarkt.
Gefragt waren Automobiltitel nach für die deutschen Hersteller überwiegend günstigen Januar-Absatzzahlen aus den USA. Daimler stiegen um 1,7% auf 34,34 EUR. Die Stuttgarter hatten im Januar gut 26% mehr Fahrzeuge in den USA abgesetzt als im gleichen Vorjahresmonat. BMW liefen mit einem Plus von 0,2% auf 31,23 EUR hinterher. Die Münchener konnten den US-Absatz nur um vergleichsweise magere 7,7% steigern. Angeführt wurden die Gewinner allerdings vom Lkw-Hersteller MAN, dessen Aktie nach günstigen Geschäftszahlen des schwedischen Wettbewerbers Scania 3,4% auf 50,85 EUR gewannen.
Daneben stiegen Salzgitter um 1,2% auf 67,12 EUR, nachdem die UBS-Analysten die Aktien auf die Kaufliste genommen hatten. K+S rückten um 1,6% auf 42,64 EUR vor. Der Düngemittel- und Salzanbieter spürt derzeit bei den Großhändlern eine anziehende Nachfrage nach Kalidünger. Die Großabnehmer nutzen die von K+S im Januar bekannt gegebenen niedrigeren Preise für Zukäufe, sagte ein Unternehmenssprecher Dow Jones Newswires.
Deutsche Börse setzten dagegen ihre Abwärtsbewegung mit einem Minus von 3,5% auf 47,24 EUR fort. Der Titel wurde von einer Herunterstufung durch Morgan Stanley belastet, aber auch übergeordnet sah ein Händler kaum Potenzial für die Aktie. Der Teilnehmer verwies dabei auf den sich verstärkenden Wettbewerbsdruck und die nur dünnen Handelsumsätze.
Von der Untersuchung der EU-Kommission bei mehreren Elektronikausrüstern wegen möglicher Kartellbildungen ist auch Siemens betroffen. Die Aktie verlor darauf 1% auf 65,47 EUR. Banken sanken im Rahmen des nachgebenden europäischen Bankensektors, wobei die Bedenken zur Lage Spaniens und Portugals für Verdruss sorgten.
Im MDAX stiegen TUI um 1,5% auf 7,21 EUR, nachdem Morgan Stanley das Kursziel auf 10,50 EUR erhöht hatte. Auch SGL profitierten mit einem Plus von 1% auf 21,39 EUR von einem positiven Analystenkommentar. Die vorläufigen Zahlen von HUGO BOSS bewegten sich nach Einschätzung eines Analysten im Rahmen der Erwartungen. Die Aktie gab 1,9% auf 25,00 EUR nach. Hannover Rück büßten nach Aussagen zum Ausblick 2,8% auf 33,32 EUR ein.
Im TecDax profitierten Evotec von der Hoffnung, Pharma-Konzerne könnten zunehmend die Forschung und Entwicklung auslagern. Die Aktie gewann 2,6% auf 2,09 EUR. AIXTRON stiegen um 0,9% auf 22,89 EUR, nachdem das Unternehmen gute Zahlen für das vergangene Jahr vorgelegt hatte.
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February 03, 2010 12:22 ET (17:22 GMT)
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