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02.02.2009 18:36

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XETRA-SCHLUSS/Sehr schwach - Banken unter Druck

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   FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag nach wechselhaftem Verlauf sehr schwach geschlossen. Der Dax verlor 1,6% oder 67 auf 4.271 Stellen, nachdem er im Tagestief unter 4.200 abgetaucht war. Umgesetzt wurden an DAX-Titeln auf Xetra rund 111,3 (Vortag: 145,2) Mio Aktien im Wert von rund 2,16 (Vortag: 2,98) Mrd EUR.

   Händler sprachen von einem stark schwankenden Geschäft bei eher dünnen Umsätzen. Immerhin sei es gelungen, deutlich über Tagestief zu schließen. Belastet wurde der Markt von der Sorge, dass sich die Einführung einer "Bad Bank" in den USA verzögern könnte. Auch in Deutschland gibt es kritische Stimmen gegen die Einrichtung einer solchen Sammelstelle für Wertpapier-Giftmüll. Ohne die Unterstützung des Finanzsektors wird eine nachhaltige Erholung an den Gesamtmärkten jedoch bezweifelt.

   Mit einer gewissen Erleichterung wurde der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe der USA zur Kenntnis genommen. Der ISM kletterte um 2,7 Punkte auf 35,6 Punkte, während Volkswirte von einem nochmaligen leichten Rückgang ausgegangen waren. Damit gebe es erste Zeichen einer Stabilisierung, meinte ein Ökonom. Allerdings könnten die Zuwächse nicht darüber hinwegtäuschen, dass sowohl der ISM-Index insgesamt als auch alle Subindizes noch immer tief im rezessiven Bereich liegen.

   Zudem deuteten die Bauausgaben darauf hin, dass sich die US-Bauwirtschaft weiterhin im freien Fall befinde, während die US-Bürger ihre Konsumausgaben gemäß den Dezember-Zahlen weiter eingeschränkt haben.

   Nachrichten zu den Einzelwerten waren rar gesät. Finanzwerte führten die Verliererliste an. Die Investoren hätten die politischen Widerstände bei der Einrichtung einer Bad Bank unterschätzt, sagte ein Händler. Die Hoffnung auf eine schnelle Lösung hat Bankwerte in der Vorwoche zeitweise massiv nach oben getrieben. Deutsche Bank, die sich in der Vorwoche deutlich erholt hatten, fielen um 6,6% auf 19,35 EUR.

   Salzgitter verloren 2,3% auf 55,75 EUR. Grund waren Aussagen des Unternehmens, nach denen der Umsatz in der Röhrensparte etwas fallen könnte. Besser hielten sich die Pharmawerte, die damit einmal mehr von ihrer geringen Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung profitierten. Merck kletterten um 0,4% auf 66,50 EUR, während Bayer sogar 1,4% auf 42,19 EUR zulegten. Volkswagen scherten mit einem Gewinn von 1,9% auf 254,29 EUR einmal mehr aus der Phalanx der schwächelnden Autowerte aus.

   Gegen den Trend stiegen Premiere um 3,7% auf 3,05 EUR. Im Blick stand die Mitteilung des BaFin, nach der die News Corp von einem Pflichtangebot befreit ist, auch wenn sie bei der Kapitalerhöhung über 30% kommt. Nun könnten zwar Investoren verkaufen, die auf ein Übernahmeangebot spekuliert hätten. "Wichtig ist aber, dass die News Corp bei der Stange bleibt", erklärte ein Teilnehmer die Kursgewinne. News Corp, der auch Dow Jones und damit diese Nachrichtenagentur gehört, ist an Premiere mit 25,01% beteiligt.

   Continental wurden weiterhin gemieden. "Der Markt bleibt vorsichtig", so ein Händler. Aus den Regierungsparteien kämen weiter ablehnende Stimmen hinsichtlich möglicher Staatshilfen. Zudem habe Conti Abschreibungsbedarf für VDO. "Damit wäre eine Kapitalerhöhung sinnvoll", so ein Händler. Conti verloren 2,4% auf 13,57 EUR. Aixtron erlitten nach der deutlichen Erholung der Vorwoche nun Gewinnmitnahmen und geben 7,7% auf 3,73 EUR nach.

DJG/mif/raz Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de (END) Dow Jones Newswires

   February 02, 2009 12:04 ET (17:04 GMT)

   Copyright (c) 2009 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 04 PM EST 02-02-09

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