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18.11.2011 10:32

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XETRA-START/Abwärtsbewegung setzt sich fort

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   FRANKFURT (Dow Jones)--Schwache Vorgaben von Wall Street belasten den deutschen Aktienmarkt am Freitag im frühen Geschäft. Die Hoffnung auf eine Jahresendrally schwindet. "Die Börsen sind rein politisch getrieben", sagt ein Händler, und hier seien die Nachrichten nicht gut. Zunehmend trübe sich auch das charttechnische Bild ein. Impulse könnte der kleine Verfall liefern. Bis 9.51 Uhr verliert der Dax 1,1% oder 64 auf 5.786 Punkte.

   Das Thema an den Kapitalmärkten bleibt aber die Staatsschuldenkrise im Euroraum. Das Krisenmanagement der Politik ist offensichtlich zum Stillstand gekommen, einzig die Europäische Zentralbank (EZB) erscheint noch handlungsfähig. Laut "FAZ" hat sich diese eine Obergrenze für den Kauf von Anleihen von wöchentlich 20 Mrd EUR verordnet. Hochgerechnet aufs Jahr wären das gut 1 Bill EUR, ein hohes Volumen auch verglichen mit den Quantitative-Easing-Programmen der US-Notenbank.

   Aus den USA steht am Nachmittag die Veröffentlichung des vom Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board ermittelten Index der Frühindikatoren auf dem Programm. Volkswirte rechnen für Oktober mit einem Plus von 0,6% binnen Monatsfrist. Aus technischer Sicht ist es wichtig, dass im DAX der Unterstützungsbereich zwischen 5.750 und 5.660 Punkten dem Druck der Bären weiter Stand halte. Auf der Oberseite gilt der Bereich um 6.000 Punkte als Widerstand.

   Risiken wegen Suzuki sehen Marktteilnehmer für VW. Suzuki will die Zusammenarbeit mit VW beenden und das 20-Prozent-Paket zurückkaufen. "Das hängt von den Verträgen ab", meint Albrecht Denninghoff, Analyst von Quandt Research. Ein Risiko für VW bestehe darin, dass sich Suzuki dann andere Partner in der Branche suchen könne. VW verlieren im frühen Geschäft 0,7% auf 123,75 EUR.

   Unter Abgabedruck geraten Finanzwerte. Die Staatsschuldenkrise bleibt das Damoklesschwert für den Sektor. Deutsche Bank verlieren 1% auf 27,01 EUR, Allianz 1,1% auf 71,70 EUR und Munich Re 1,4% auf 88,13 EUR. Mit einem Abschlag von 0,4% halten sich Commerzbank noch vergleichsweise gut, und das trotz einer Verkaufsempfehlung durch die UBS.

   Deutsche Börse geben 1,1% auf 40,94 EUR ab; das Unternehmen und die NYSE haben Zugeständnisse an die EU-Wettbewerbsbehörden für die geplante Fusion unterbreitet, die sich im Rahmen der Erwartungen bewegen.

   Gegen den Trend ziehen SGL Carbon 5,7% auf 45,61 EUR an. BMW hat 15,16% an SGL Carbon erworben. Die von Susanne Klatten kontrollierte Skion hält bereits rund 27% an SGL. Sollte die BaFin beide Pakete als Gesamtpaket betrachten, könnte dies ein Übernahmeangebot auslösen. Da der Durchschnittspreis der vergangenen drei Monate als Mindestpreis für ein Gebot aber unter dem aktuellen Kurs liege, ist dies kein wirkliches Problem. Eine Komplettübernahme ist unwahrscheinlich, da VW ihren Anteil von mehr als 8% kaum verkaufen wird.

   Im SDAX setzen zooplus die Verluste fort. Das Unternehmen hat am Vortag bekanntgegeben, Kapital im Volumen von 19,7 Mio EUR aufnehmen zu wollen. Die Aktie verliert 4,8% auf 52 EUR.

DJG/mpt/raz (END) Dow Jones Newswires

   November 18, 2011 04:00 ET (09:00 GMT)

   Copyright (c) 2011 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 00 AM EST 11-18-11

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