FRANKFURT (Dow Jones)--Nach dem Ausverkauf zu Wochenbeginn sind die deutschen Aktienmärkte etwas fester in den Dienstag gestartet. Gestützt wird der Markt in erster Linie durch die Indexschwergewichte aus dem Versorgersektor sowie andere als defensiv geltende Werte. Nach unten geht es hingegen für die Finanzwerte. "Mit den unter anderem angesichts der jüngsten Weltbank-Prognose wieder zunehmenden Zweifeln an einer schnellen konjunkturellen Erholung der Weltwirtschaft ist die Stimmung sichtbar angeschlagen", sagt ein Marktteilnehmer.
Bis 9.43 Uhr steigt der Dax um 0,5% bzw 21 Punkte auf 4.714. Auch charttechnisch hat sich die Lage eingetrübt, nachdem der Leitindex am Montag unterhalb des gleitenden 200-Tage-Durchschnitts geschlossen hat. Im Tageshandel ist der DAX im Bereich von 4.640 Punkten unterstützt, auf Widerstand trifft er bei 4.854 Punkten. In der zweiten Reihe steigt der MDAX um 0,6%, der TecDax um 0,1%.
Neue Impulse für das Geschäft dürften am Nachmittag die Konjunkturdaten aus den USA liefern. Erwartet werden der FHFA-Hauspreisindex für April sowie die Verkäufe bestehender Häuser im Mai erwartet.
Überdurchschnittlich entwickeln sich nach einer Heraufstufung auf "Overweight" von "Underweight" durch J.P. Morgan die Versorger im DAX. E.ON rücken um 2,1% auf 25,40 EUR vor, RWE ziehen um 1,9% auf 57 EUR an. Auch andere als defensiv geltende Titel wie Fresenius und Merck liegen besser als der breite Markt im Rennen. Salzgitter verteuern sich als bisher Tagesbester um 3,5% auf 59,79 EUR. Die UBS hat ihre Einstufung des Stahlkochers auf "Neutral" von "Sell" angehoben.
Im Minus zeigen sich hingegen die Finanzwerte, wobei sie hohe Anfangsverluste inzwischen aber wieder wettgemacht haben. Diese seien überzogen gewesen, sagt ein Händler. Der anfängliche Abschlag von über 5% bei Commerzbank zum Beispiel sei bei dünner Liquidität erfolgt, nun komme es zu Rückkäufen. Trotzdem bleiben Anleger mittelfristig skeptisch bei den Banken: Möglicherweise ließen sich die guten Erstquartalszahlen nicht wiederholen, so Marktteilnehmer mit Blick auf Bewertungsmaßstäbe, Risiken sowie die Risikovorsorge. Deutsche Bank verbilligen sich um 0,7% auf 40,43 EUR, Commerzbank um 0,5% auf 4,31 EUR.
DJG/jej/reh
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June 23, 2009 03:43 ET (07:43 GMT)
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