FRANKFURT (Dow Jones)--Mit Verlusten ist der deutsche Aktienmarkt in den Handel am Montag gestartet. Bis 9.49 Uhr fällt der Dax um 0,4% oder 27 Punkte auf 6.108 Punkte. Händler machen die schwachen Vorgaben von Wall Street verantwortlich. Auch in Hongkong und Seoul haben sich die Kurse Händlern zufolge nahtlos an die negativen US-Vorlagen angeschlossen. Belastend wirke zudem auch die erneute Erhöhung der Mindestreserve-Anforderungen Chinas an die Geschäftsbanken aus.
In Tokio und Schanghai waren die Börsen geschlossen, auch in London wird am Montag nicht gehandelt. Kursbewegende Nachrichten sind im frühen Geschäft Mangelware. Das am Wochenende beschlossene Hilfspaket für Griechenland wirkt sich bislang nicht positiv auf die Stimmung an den Aktienmärkten aus. Euro-Zone und IWF stellen für die nächsten drei Jahre 110 Mrd EUR zur Unterstützung Griechenlands bereit.
Impulse von Konjunkturseite könnten am Nachmittag vom ISM-Einkaufsmanager-Index für die US-Industrie für April ausgehen. Volkswirte erwarten den Index im Mittel ihrer Prognosen bei 60,1 Punkten nach 59,6 im März. Zudem werden ebenfalls am Nachmittag die US-Bauausgaben im März veröffentlicht.
Technisch orientierte Analysten sehen den DAX bei 6.090 Zählern und darunter bei 6.024 Punkten unterstützt. Einen Wiederstand machen sie bei 6.200 Punkten aus.
In der ersten Reihe des deutschen Aktienmarkts verlieren Deutsche Börse nach gleich zwei Abstufungen 1,9% auf 57,42 EUR. Die Analysten der Commerzbank haben die Aktien der Deutschen Börse auf "Hold" von "Add" heruntergenommen. Cheuvreux hat seine Bewertung auf "Outperform" von zuvor "Selected List" gesenkt. Zudem verlieren Daimler 1,75% auf 38,14 EUR. Für Siemens geht es 2% auf 72,87 EUR nach unten. Händler machen Gewinnmitnahmen für die Kursverluste verantwortlich.
Deutsche Telekom legen hingegen 1% auf 9,87 EUR zu. Händler sprechen von Dividendenkäufen. "Käufer können die hohe Dividendenrendite noch mitnehmen", heißt es. Am Montag findet die Hauptversammlung statt, nach Börsenschluss ist Dividendenabschlag. Weitere Gewinner sind Fresenius Medical Care mit einem Plus von 0,8% auf 41,10 EUR und Commerzbank mit 1% auf 5,99 EUR
"Umsatz und Bruttomarge besser als von mir erwartet", kommentiert LBBW-Analyst Ulle Wörner die Zahlen von Fuchs Petrolub für das erste Quartal. Der Ausblick des Managements sei wie gewohnt konservativ, die Einschätzung von schwieriger durchzusetzenden Preiserhöhungen angesichts anziehender Rohstoffkosten verständlich. "In der Vergangenheit hat es Fuchs Petrolub aber zumeist geschafft, diese Preiserhöhungen mit einer Verzögerung von einem oder zwei Quartalen an die Kunden weiterzureichen", sagt Wörner. Fuchs legen 1,3% auf 75,75 EUR zu.
Nach Aussagen des Unternehmens zu einem starken ersten Quartal gewinnen LANXESS 0,7% auf 35,91 EUR zu. "In der Spezialchemie läuft es rund", sagt ein Händler. Die Auftragseingänge in der Spezialchemie seien stark. Rheinmetall profitieren von einer Hochstufung durch die Deutsche Bank. Händlern zufolge erhöhen die Analysten die Aktie auf "Kaufen" von zuvor "Verkaufen". Rheinmetall sind 0,8% fester auf 53,02 EUR.
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Dow Jones Newswires
May 03, 2010 04:01 ET (08:01 GMT)
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