FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt ist am Freitag mit einer freundlichen Tendenz in den Handel gestartet. Der Dax gewinnt um 10.05 Uhr 0,6% oder 29 Punkte auf 5.093. Aus technischer Sicht liege der DAX nun in einer Seitwärtsspanne, heißt es am Markt. Unterstützt sei der Index um 5.030 Punkte, Widerstand sei das neue Jahreshoch bei 5.178 Punkten
Der Markt wartet auf den US-Arbeitsmarktbericht. "Nach dem dritten Rückgang in Folge bei den Jobless Claims ist der Markt zuversichtlich, dass sich der Arbeitsplatzabbau verlangsamt", so ein Marktteilnehmer. Von Dow Jones Newswires befragte Bankökonomen rechnen damit, dass im vergangenen Monat außerhalb der Landwirtschaft weitere 525.000 Stellen abgebaut worden sind.
Der Arbeitskreis Indizes hatte am Donnerstagabend getagt und beschlossen, dass die Aktien von OVB Holding und Tipp24 in den SDAX aufgenommen werden. Sie ersetzen damit die Titel von Vivacon und Escada, die beide hinsichtlich ihrer Marktkapitalisierung die Kriterien für den Index nicht mehr erfüllen. Keine Änderungen gibt es im DAX, dem MDAX und dem TecDAX. Die Änderungen werden zum 22. Juni 2009 wirksam.
An den Aktienmärkten wird auf die Entwicklung bei den australischen Minenbetreibern geschaut. Nach einem langen Tauziehen über den Einstieg des chinesischen Staatskonzerns Chinalco bei Rio Tinto gibt es eine Kehrtwende. Dies wird als ein Sieg der Aktionäre von Rio Tinto gewertet, die sich gegen den steigenden Einfluss des Abnehmerlandes China ausgesprochen hatten. Rio Tinto einigte sich mit dem heimischen Wettbewerber BHP Billiton auf ein Joint-Venture bei der Eisenerz-Förderung. "Das Joint Venture zwischen BHP und Rio Tinto stärkt die Preismacht der Eisenerzanbieter und ist für die Stahlkocher deshalb eher negativ", stuft ein Händler die Entwicklung ein. Thyssenkrupp tendieren mit 20,26 kaum verändert, Salzgitter legen 0,5% auf auf 67,80 EUR zu.
Den Gewinner stellen Deutsche Bank mit einem Plus von 3,2% auf 48,77 EUR. Im Handel wird auf die guten Sektor-Vorgaben verwiesen. Beiersdorf bilden mit einem Abschlag von 1,6% auf 34,08 EUR das Schlusslicht, nachdem die Analysten von Goldman Sachs die Aktie auf "Neutral" gesenkt haben.
Der Versorger RWE legt um 0,7% auf 59,28 EUR zu. "Der Abbau der Beteiligung an American Water ist längst erwartet worden und beeinflusst den Kurs nicht", so ein Händler. RWE hat den Anteil laut eigenen Angaben auf 49% heruntergefahren von etwa 60%. Durch den Verkauf flössen dem Unternehmen vor Abzug von Gebühren rund 200 Mio USD zu.
Arcandor stehen weiter im Blick des Marktes. Im Raum stünden mögliche Beihilfen von 450 Mio EUR, so Händler. Am Montag tage der Lenkungsausschuss für mögliche Hilfen wegen der Krise. Am 12. Juni sei die "Deadline" für die Umfinanzierung. "Das Auf und Ab geht vermutlich weiter", so ein Händler mit Blick auf die Spekulationen um mögliche Beihilfen. Die notiert unverändert bei 1,90 EUR. Premiere legen nach einem positiven Analystenkommentar der UBS um 4,8% auf 2,85 EUR zu.
freenet haben bei 7,05 EUR im Tageshoch den höchsten Stand seit Ende September 2008 erreicht. "Am Markt preist man weiterhin eine Restrukturierung ein nach dem Verkauf des DSL-Geschäfts an United Internet", sagt ein Händler. Eine Fokussierung auf das Geschäft mit mobilem Internet mache die Aktie auf einem Niveau von 7% aus Bewertungssicht interessant. Die Aktie gewinnt 6,9% auf 6,95 EUR.
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June 05, 2009 04:06 ET (08:06 GMT)
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