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19.04.2010 10:39

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XETRA-START/DAX kaum verändert - Stabilisierungsversuche

Deutsche Bank zu myNews hinzufügen Was ist das?


   FRANKFURT(Dow Jones)--Kaum verändert ist der deutsche Aktienmarkt in den Handel am Montag gestartet. Bis 10.06 Uhr gibt der Dax 0,1% oder 7 Punkte auf 6.173 nach. Der Markt zeige damit Stabilisierungstendenzen nach dem Rücksetzer am Freitag. "Vor allem Branchen, die nichts mit Airlines oder Banken zu tun hatten, sollten sich kräftig erholen", meint ein Händler mit Blick auf den Fortgang der Sitzung.

   Aus technischer Sicht sei der Höhenflug erst einmal unterbrochen. "Auf der Unterseite geht es nun um die Verteidigung der Unterstützung bei 6.094 Punkten", so der technische Analyst Thomas Theuerzeit von animusX. Nach oben liege bei 6.310 der "Schlüssel-Widerstand".

   Auf der Gewinnerseite im DAX stehen Siemens, die Aktien steigen um 1,5% auf 72,15 EUR und folgen damit Philips, die in Amsterdam 4,4% auf 25,18 EUR zulegen. Der niederländische Elektronikkonzern hat am Morgen Geschäftszahlen vorgelegt. "Der Medizintechnikbereich von Philips ist sehr stark und das wird auf Siemens übertragen", so ein Händler

   MAN profitieren von einer Hochstufung. Die Analysten von Credit Suisse erhöhen die Aktie auf "Outperform" von "Underperform". MAN-Aktien steigen um 1,3% auf 67,29 EUR. Ebenfalls nach positiven Analystenkommentaren sind E.ON um 0,3% fester auf 28,47 EUR. Die Deutsche Bank stuft die Aktien von E.ON auf "Kaufen" von "Halten" hoch.

   Auf der anderen Seite des Tableaus stehen vor allem Aktien von Fluggesellschaften und Flughafenbetreibern wegen des anhaltenden Flugverbots weiter unter Druck. Deutsche Lufthansa geben 3,3% nach auf 12,31 EUR. Air Berlin sind 3,3% schwächer auf 4,08 EUR. Für Fraport geht es 1,8% nach unten auf 39,57 EUR. Hingegen steigen die Aktien des Autovermieters Sixt um 5,6% auf 24,75 EUR. Das Unternehmen profitiert von der aktuellen Luftraumsperrung.

   Banken-Aktien stehen nach dem Rücksetzer am Freitag infolge der Betrugsvorwürfe gegen die Investmentbank Goldman Sachs erneut unter Druck. So handeln die Papiere der Deutschen Bank 1% schwächer bei 55,45 EUR, Commerzbank verlieren 0,3% auf 6,35 EUR. Es setzt sich Händlern zufolge jedoch die Meinung durch, Goldman sei eine Einzelgeschichte und könne nicht auf andere Institute übertragen werden. Sollten dann Citigroup am Mittag mit guten Zahlen erscheinen, dürfte dies eine Erholung auch bei anderen Bankenpapieren auslösen.

   In der zweiten Reihe stehen TUI im Blick der Anleger. Die Aktien leiden mit einem Minus von 3,4% auf 8,29 EUR unter dem anhaltenden Flugverbot infolge des Vulkanausbruchs auf Island, wovon der Touristikbereich betroffen ist. Sie können im frühen Geschäft nicht von den sehr guten Zahlen des Logistikkonzerns Kühne & Nagel profitieren. In einer ersten Einschätzung aus dem Handel sei vor allem der überraschend hohe Umsatz positiv zu sehen.

   Marktteilnehmer beurteilen den Einstieg von GILDEMEISTER bei Cellstrom positiv. Die Tochter a+f erwirbt die Mehrheit an Cellstrom. Cellstrom arbeitet an Speichertechnik für erneuerbare Energien. "Das klingt zukunftsträchtig und lukrativ", so ein Händler. Gildemeister zählen mit einem Plus von 1,4% auf 10,19 EUR zu den Gewinnern im MDAX.

   Vossloh steigen um 1,4% auf 78,98 EUR. Das Unternehmen hat einen Auftrag zur Lieferung von 18 Diesellokomotiven im Wert von 25 Mio EUR von den Verkehrsbetrieben Peine-Salzgitter (VPS) erhalten. Außerdem setzt das Unternehmen auf Aufträge aus China. "Bei der Nachfrage nach Lokomotiven scheint die Wende da zu sein", meinen die Analysten von equinet.

DJG/mgo/hru/flf Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de (END) Dow Jones Newswires

   April 19, 2010 04:07 ET (08:07 GMT)

   Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 07 AM EDT 04-19-10

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