FRANKFURT (Dow Jones)--Am deutschen Aktienmarkt erholen sich die Kurse am Montag im frühen Geschäft. Der Dax gewinnt gegen 9.43 Uhr 1,9% oder 78 Punkte auf 4.092. Händler sprechen von einer Gegenbewegung auf das Minus von etwa 400 DAX-Punkten in der vergangenen Woche. Angeführt wird der Aufschwung von Finanzwerten, die zuvor besonders stark gefallen waren.
Gestützt wird der DAX laut Händlern von Spekulationen über die Citigroup. Sie verweisen auf einen Bericht des "WSJ", wonach die US-Regierung möglicherweise einen Anteil von 25% bis 40% an der Citigroup übernehmen werde. "Eine Beteiligung von bis zu 40% wäre immer noch besser als die bislang schwelende Unsicherheit, die von Spekulationen um eine komplette Verstaatlichung ausging", so ein Händler. Die Spekulationen stützen auch die Kurse in Asien und die US-Futures.
Mit der Absage von Präsident Barack Obama an eine Komplettverstaatlichung hatten sich die US-Indizes bereits nach XETRA-Schluss am Freitag von ihren Tiefständen gelöst. Auch sei die Lage im deutschen Markt überverkauft, so ein Händler. Die Agenda der Konjunkturnachrichten ist leer, auch stehen keine Unternehmenszahlen auf dem Programm. Der Rosenmontag im Westen könne das Geschäft dämpfen, heißt es. Von der Technik her könne sich der DAX nach oben hin am alten kurzfristigen Abwärtstrend zwischen bei 4.090 und 4.260 Punkten orientieren, so technische Analysten.
Im frühen Geschäft steigen Deutsche Bank um 4,3% auf 19,14 EUR, Commerzbank um 4,1% auf 2,95 EUR und Postbank um 2,7% auf 9,24 EUR. Allianz ziehen um 4,8% an auf 54,96 EUR. Außerhalb der Finanzbranche erholen sich ThyssenKrupp um 3,1% auf 15,76 EUR.
In der zweiten Reihe gewinnen Celesio 5,9% auf 16,65 EUR. Die Analysten von Morgan Stanley haben den Titel auf "Übergewichten" hochgestuft. Hochtief steigen um 6,3% auf 22,68 EUR. Der MDAX steigt um 1,3%, der TecDax kann mit einem Minus von 0,2% nicht mithalten. Der TecDAX wird von leichten Verlusten der Index-Schwergewichte BB Biotech, Qiagen, SolarWorld und Morphosys gebremst.
-Von Herbert Rude, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 725 217,
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