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30.11.2011 10:31

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XETRA-START/Nach enttäuschendem Finanzministertreffen schwächer

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   FRANKFURT (Dow Jones)--Nachdem das Ergebnis des Treffens der Euroraum-Finanziminster vom Vorabend mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet hat, drücken am Mittwochmorgen Gewinnmitnahmen die Kurse am deutschen Aktienmarkt ins Minus. Damit hat die Serie von drei Gewinntagen in Folge zunächst ein Ende gefunden. Besonders stark fallen die Verluste bei den Bankwerten aus, nachdem die Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) die Bonität vieler Kreditinstitute herabgestuft hat. Bis 9.53 Uhr fällt der Dax um 1,1% oder 64 auf 5.735 Punkte. In der zweiten Reihe geht es für den MDAX um 0,9% oder 80 auf 8.534 Punkte nach unten, der TecDax verliert 0,6% oder 4 auf 681 Punkte.

   Die Kassenwarte aus dem Gemeinsamen Währungsgebiet haben sich am Dienstagabend unter anderem darauf geeinigt, anfängliche Kursverluste bei Staatsanleihen aus dem Euroraum von 20% bis 30% über die EFSF abzusichern. Wie hoch die Feuerkraft des Euro-Rettungsfonds damit tatsächlich sein wird, blieb allerdings unklar. Darüber hinaus deuteten die Finanzminister eine stärkere Rolle des Internationalen Währungsfonds in der Staatsschuldenkrise im Euroraum an. Die soll über verstärkte bilaterale Abkommen erreicht werden. Auch hier blieben die Finanzminister die Antwort auf die Frage nach der Refinanzierung schuldig. Beschlossen wurde hingegen die Freigabe der nächsten Hilfstranche für Griechenland.

   Neue Impulse dürften am Nachmittag von den avisierten US-Konjunkturdaten kommen. Auf dem Programm steht unter anderem der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in der Region Chicago. Er gilt manchen Volkswirten als guter Vorläufer des am Donnerstag erwarteten landesweiten ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe. Der Ökonomenkonsens für den Chicagoer Einkaufsmanagerindex im November lautet auf 59,0 nach 58,4 Punkten im Vormonat.

   Daneben steht der ADP-Arbeitsmarktbericht für den November auf dem Programm. Volkswirte gehen davon aus, dass die Zahlen des Abrechnungsdienstleisters zeigen werden, dass im November in der US-Privatwirtschaft 130.000 neue Jobs entstanden sind. Die ADP-Statistik gilt als brauchbarer Indikator für den am Freitag erwarteten offiziellen US-Arbeitsmarktbericht.

   Nach Handelsschluss hier zu Lande wird dann noch das Beige Book der Federal Reserve veröffentlicht. Das ist eine lose Sammlung von Eindrücken zu Beschäftigung, Inflation und Wachstum in den Distrikten des US-Notenbanksystems. Damit bereitet die Federal Reserve traditionell ihre nächste geldpolitische Entscheidung vor, die für den 13. Dezember avisiert ist.

   Im frühen Geschäft geben vor allem die Bankaktien nach, am Vorabend hat S&P, freilich nicht unerwartet, die Bonität vieler Kreditinstitute herabgestuft und dabei auf die nachlassende Unterstützung der Staaten für den Sektor verwiesen. Commerzbank verbilligen sich um 2% auf 1,31 EUR, Deutsche Bank fallen um 1,9% auf 26,45 EUR. In der zweiten Reihe verlieren Aareal Bank 2,6% auf 11,80 EUR.

   Ansonsten machen vor allem die Umstufungen der Analysten die Kurse: So geben Daimler um 2,2% auf 31,19 EUR nach, J.P. Morgan hat die Empfehlung für die Aktien des Automobilherstellers auf "Neutral" von "Übergewichten" gesenkt. Im TecDAX rücken centrotherm um 2,4% auf 10,01 EUR vor, die UBS stuft die Titel nun mit "Neutral" ein, nachdem sie zuvor zum "Verkaufen" riet.

DJG/jej/ros (END) Dow Jones Newswires

   November 30, 2011 04:00 ET (09:00 GMT)

   Copyright (c) 2011 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 00 AM EST 11-30-11

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