DÜSELDORF (Dow Jones)--Der Chef der Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, hat die Kritik an den Beschlüssen des EU-Gipfels zur Euro-Rettung scharf zurückgewiesen. "Es geht doch nicht um ein Kaputtsparen, sondern um finanzpolitische Disziplin und überzeugende längerfristige Maßnahmen", sagte der Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) laut dapd-Bericht der "Rheinischen Post" (Montagausgabe). Der Schuldenabbau der Euro-Länder sei wie die "Befreiung eines Drogenabhängigen von seiner Sucht: Die Entziehungskur ist sehr schmerzlich, aber danach geht es dem Betreffenden wesentlich besser als vorher", sagte Franz. Italien und Spanien könne kurzfristig mit neuen Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm oder vom IWF geholfen werden.
Zuvor hatte unter anderem DGB-Chef Michael Sommer die Beschlüsse als völlig unzureichend kritisiert, weil sie allein auf den Schuldenabbau zielten und die akuten Finanzierungsprobleme Italiens und Spaniens nicht linderten.
DJG/dapd/hab
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December 12, 2011 00:28 ET (05:28 GMT)
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