Wie H&M am Mittwoch in Stockholm ankündigte, soll die Zahl der eigenen Textilhäuser 2013 um 325 auf über 3000 weltweit steigen. Im vergangenen Jahr legte die Zahl der Filialen um 304 zu. Deutschland war 2012 wie bisher der mit Abstand wichtigste Markt. H&M betrieb hier am Jahresende 406 Textilhäuser und damit 12 mehr als im Vorjahr. Konzernchef Karl-Johan Persson aus der Eignerfamilie nannte Kosten für langfristige Investitionen sowie Währungseffekte als wichtigste Bremsfaktoren in den letzten Monaten.
Im vierten Quartal bekam der Textilhändler H&M die Auswirkungen der Schuldenkrise zu spüren. In den drei Monaten bis Ende November schrumpfte der Gewinn leicht auf 5,29 Milliarden schwedische Kronen. Hier schlugen Preissenkungen zu Buche, die H&M vornahm, um Kunden in die Läden zu locken. Mit den Zahlen lag H&M dennoch leicht über den Schätzungen der Experten. Der Umsatz stieg von 30,95 auf 32,50 Milliarden Kronen. H&M macht den Löwenanteil seines Geschäfts in der Euro-Zone. Die hiesigen Senkungen von Staatsausgaben und die steigende Arbeitslosigkeit machen dem schwedischen Unternehmen das Leben schwer.
Auch wegen Aussagen über einen eher schwachen Verlauf des aktuellen Quartals durch kaltes Winterwetter sank die H&M-Aktie nach der Bilanzveröffentlichung in Stockholm um 2,6 Prozent auf 228,80 Kronen.
STOCKHOLM (dpa-AFX)
Bildquellen: H&M