Zahlenflut: Deutsche Börsen ziehen kräftig an -- VW besser als Gesamtbranche -- BASF: Gewinneinbruch -- Siemens: Schwache Auftragslage -- Lufthansa besser als befürchtet
Heute anstehende Termine:
- Deutschland: ILO-Arbeitsmarktstatistik Juni
- USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe Woche
- Volkswagen: Quartalszahlen
- Air France-KLM: Quartalszahlen
- AIXTRON: Quartalszahlen
- Alcatel-Lucent: Quartalszahlen
- BASF: Quartalszahlen
- BB Biotech: Quartalszahlen
- BB Medtech: Quartalszahlen
- Continental: Quartalszahlen
- Deutsche Lufthansa: Quartalszahlen
- Deutsche Postbank: Quartalszahlen
- Dow Chemical: Quartalszahlen
- Exxon Mobil: Quartalszahlen
- IDS Scheer: Quartalszahlen
- LOréal: Quartalszahlen
- MAN: Quartalszahlen
- Renault: Quartalszahlen
- Royal Dutch Shell: Quartalszahlen
- Siemens: Quartalszahlen
- Sony: Quartalszahlen
Trotz Zahlenflut: Deutsche Börsen legen zu
Ein Zahlenregen ging heute an den deutschen Parketts nieder. Die Mehrzahl der Unternehmensbilanzen war dabei enttäuschend ausgefallen, dennoch behaupteten sich die deutschen Börsen in der Gewinnzone. Der Chemieriese BASF leidet weiter unter der Krise, auch Siemens bekommt die Auftragsschwäche massiv zu spüren. MAN kann trotz schwachem Nutzfahrzeugmarkt einen leichten Gewinn erzielen, während der Verlust der Deutschen Postbank höher ausfiel, als erwartet. Auch von Wirtschaftsseite kamen am Donnerstag Impulse: Die Bundesagentur für Arbeit hat einen kräftigen Anstieg der Arbeitslosigkeit vermeldet, der Einbruch am Arbeitsmarkt konnte durch Kurzarbeitsmaßnahmen aber abgefedert werden - Experten hatten Schlimmeres erwartet. Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau ist im Juni unterdessen erneut deutlich geschrumpft.
Der DAX legte am Donnertag erneut zu und konnte sich mit einem Plus von 1,7 Prozent auf 5.361 Zähler oberhalb der 5.300er-Marke festsetzen. Auch deutliche Abschläge bei der Aktie von BASF konnten dem Gesamtmarkt nichts anhaben.
Der TecDAX konnte seine Aufschläge ebenfalls verteidigen und letztlich einen Zugewinn von 2,3 Prozent auf 674 Punkte einfahren.
15:35 Uhr: Bilanzen treiben Wall Street
Die US-Anleger sind nach dem Vortagesminus am Donnerstag wieder in Kauflaune. Auch an der Wall Street sorgen zahlreiche Unternehmensbilanzen für Bewegung. Die Zahlen des Kreditkartenanbieters MasterCard werden erfreut aufgenommen - der Konzern kehrte in die Gewinnzone zurück. Auch der gebeutelte Handyhersteller Motorola schaffte es im zweiten Quartal überraschend, einen Gewinn zu erwirtschaften. Durchwachsene Meldungen kamen vorbörslich vom US-Arbeitsmarkt: Die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe ist stärker als erwartet gestiegen, überzeugte aber im Vierwochendurchschnitt.
Der Dow Jones gewinnt im frühen Handel rund ein Prozent. Die Technologiebörse Nasdaq Composite wird ebenfalls mit grünen Vorzeichen erwartet.
15:30 Uhr: Dow Jones im Plus
Der US-Leitindex Dow Jones startet mit einem Plus von 0,9 Prozent in den Handel.
15:22 Uhr: Goodyear trotz Verlust über Erwartungen
Der US-Reifenhersteller Goodyear litt im zweiten Quartal unter der Schwäche der Automobilindustrie und hat infolge dessen einen Verlust erwirtschaftet. 221 Millionen Dollar fehlten schlussendlich in den Konzernkassen nach einem Gewinn von 75 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Dennoch konnte das Unternehmen die Erwartungen schlagen - Analysten hatten mit einem deutlicheren Minus gerechnet. Die Umsätze sanken um 25 Prozent auf 3,94 Milliarden Dollar.
15:09 Uhr: MasterCard kehrt in Gewinnzone zurück
Der Kreditkartenanbieter MasterCard hat im zweiten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Netto blieben 348,5 Millionen Dollar in den Konzernkassen, nachdem im Vorjahr noch ein Fehlbetrag von 746,7 Millionen Dollar aufgelaufen war. Vor Jahresfrist hatten allerdings Sondereffekte die Bilanz deutlich belastet. Der Umsatz konnte um 2,7 Prozent auf 1,28 Milliarden Dollar verbessert werden.
14:48 Uhr: US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen deutlich
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 25. Juli 2009 klar verschlechtert. So kletterte die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 25.000 auf 584.000, während Volkswirte im Vorfeld nur eine Zunahme auf 575.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 554.000 auf 559.000 nach oben korrigiert.
14:39 Uhr: Schwache Ölpreise drücken Exxon-Gewinn
Der US-Ölkonzern Exxon Mobil hat infolge schwacher Ölpreisnotierungen im zweiten Quartal einen kräftigen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Unter dem Strich blieb mit 3,95 Milliarden Dollar rund 66 Prozent weniger übrig als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Umsätze brachen unterdessen um 46 Prozent auf 74,5 Milliarden Dollar ein, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.



